Donnerstag, 28. November 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Donnerstag, der 28. November 2019

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(Foto: imago images/UPI Photo)

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(Foto: imago images/UPI Photo)

Und sie schweben doch: Trotz anfänglicher Sorge wegen starker Windböen haben in New York Zehntausende die traditionelle Thanksgiving-Parade mit ihren riesigen Heliumballons bejubelt. Ein als Astronaut verkleideter Snoopy, der Schneemann Olaf, der Schwammkopf SpongeBob und zahlreiche andere Figuren liefen bei der Parade durch die Häuserschluchten der US-Ostküstenmetropole mit.

Bei der 93. Parade der Kaufhauskette Macy's nahmen auch 8000 Tänzer, Fahnenträger, Musiker und Verkleidete teil. Neben den zahlreichen Zuschauern am Streckenrand schauen das - ziemlich werbliche - Spektakel etwa 50 Millionen Menschen im Fernsehen.

Donald Trump ist nicht dabei - er besucht US-Truppen in Afghanistan. Nach einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Ghani nährt er die Hoffnung auf eine Verständigung mit den Taliban.

Was war heute sonst wichtig?

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:59 Uhr

Russland feuert Interkontinentalrakete ab

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Russische Interkontinentalrakete Topol.

(Foto: picture alliance / -/YNA/dpa)

Die Atommacht Russland hat zum zehnten Mal in diesem Jahr eine Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete vom Typ Topol, die mit Nuklearsprengköpfen bestückbar wäre, sei vom Truppenübungsgelände Kapustin Jar im Gebiet Astrachan im Süden Russlands gestartet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Das Übungsgeschoss sei wie geplant Tausende Kilometer entfernt in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan auf dem Testgelände Sary-Schagan eingeschlagen, wie der Militär-Fernsehsender Swesda berichtete. Die Topol-Rakete hat eine Reichweite von 11.000 Kilometern.

Die Atommacht Russland demonstriert mit den Tests einerseits Stärke. Andererseits hatte der russische Präsident Wladimir Putin zuletzt immer wieder international für Abrüstungsinitiativen geworben, um die Gefahr durch Atomwaffen einzuschränken.

21:16 Uhr

Im Kofferraum versteckte Menschen sterben bei Unfall

Zwei in einem Kofferraum versteckte syrische Flüchtlinge sind in Slowenien bei einem Unfall getötet worden. Ein dritter Migrant in dem Kofferraum wurde schwer verletzt. Der Fahrer verlor auf der Autobahn zwischen Ljubljana und Italien die Kontrolle über das Fahrzeug, in dem sich insgesamt acht Migranten befanden. Der Fahrer wurde vorläufig festgenommen.

20:52 Uhr

Tusk verabschiedet sich sportlich

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EU-Ratschef Donald Tusk hat sich nach fünf Jahren im Amt auf seinem offiziellen Twitter-Kanal mit einem Video verabschiedet.

  • Es zeigt den 62-Jährigen beim Joggen durch Brüssel und endet mit der Zeile: "Es war ein echter Lauf."
  • Darin erinnert Tusk unter anderem an die 48 Gipfeltreffen, die er als Ratspräsident geleitet hat. Immer wieder habe er den übrigen Europäern "den Puls gefühlt" und für Europas Platz in der Welt gekämpft. "Zeit, auf Wiedersehen zu sagen!"
  • Am Ende kommt unter anderen der französische Präsident Emmanuel Macron mit dem Satz zu Wort: "Wir werden deine Tweets vermissen." Die Bemerkung dürfte ironisch gemeint sein, denn Tusk hatte vor allem mit seinen Tweets zum Brexit immer wieder Kopfschütteln bei einigen Staats- und Regierungschefs ausgelöst.
  • Tusk übernimmt zum 1. Dezember den Vorsitz der christdemokratischen Europäischen Volkspartei.
20:21 Uhr

Trump besucht überraschend Afghanistan

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An Thanksgiving teilte Trump Essen an Soldaten aus.

(Foto: REUTERS)

Am Feiertag Thanksgiving besucht US-Präsident Donald Trump überraschend amerikanische Truppen in Afghanistan. Trump dankte den Soldaten auf der Bagram Air Base nördlich von Kabul in einer Ansprache für ihren Einsatz, wie im Sender Fox News zu sehen war.

In der Militärbasis traf Trump auch den afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani. Während des Treffens soll Trump unter anderem gesagt haben, die USA hätten Friedensgespräche mit den Taliban wieder aufgenommen. 

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20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:51 Uhr

IS reklamiert Helikopter-Kollision in Mali für sich

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13 französische Soldaten starben bei der Helikopter-Kollision in Mali.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Helikopterzusammenstoß in Mali mit 13 getöteten französischen Soldaten hat die Terrormiliz Islamischer Staat den Zwischenfall für sich reklamiert. Die Echtheit der im Internet verbreiteten Erklärung ließ sich aber zunächst nicht unabhängig überprüfen.

  • "Soldaten des Kalifats" hätten einen der Helikopter bei einem Landeanflug angegriffen und so den Zusammenstoß mit einem anderen verursacht, hieß es darin. In Frankreich war bisher nicht von einem Fremdverschulden die Rede.
  • Nach Angaben des französischen Verteidigungsministeriums waren am Montag ein Cougar-Hubschrauber und ein Tiger-Kampfhubschrauber aus Versehen zusammengestoßen.
  • Die Kommandos hatten demnach eine Gruppe von Terroristen verfolgt, die einige Stunden zuvor entdeckt worden und mit Pickup-Trucks und Motorrädern unterwegs waren.
19:23 Uhr

Vater bietet Sohn auf Rastplatz zum Sex an

Auf einem Parkplatz an der A42 bei Castrop-Rauxel hatte ein Vater im März seinen elf Jahre alten Sohn zum Sex angeboten. Heute wurde er vom Dortmunder Landgericht zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Ein Zeuge beobachtete damals, wie ein anderer Mann auf das Angebot einging und mit dem Kind in einer Toilettenkabine verschwand. Daraufhin alarmierte der Zeuge die Polizei.

Gegen den mutmaßlichen Täter, der den Jungen missbraucht haben soll, will das Gericht in einem gesonderten Prozess verhandeln.

18:54 Uhr

Mehrere Tote bei Flugzeugabsturz in Kanada

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Osten Kanadas sind mehrere Menschen gestorben. Bislang gebe es noch keine Hinweise auf die Unfallursache, sagte ein Sprecher der Polizei in Kingston in der Provinz Ontario. Die Ermittlungen seien im vollen Gange. Die Unglücksmaschine war dem Sprecher zufolge klein und hatte sechs Sitzplätze.

Der öffentliche TV-Sender CBC berichtete, dass das Flugzeug am Mittwoch von einem regionalen Flughafen nördlich von Toronto losgeflogen und schließlich wenige Kilometer von seinem Zielflughafen in Kingston abgestürzt sei. Zu dieser Zeit sei es in der Region windig gewesen.

18:03 Uhr

Fall Lübcke: Stephan E. hatte Personenliste

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Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke wurde im Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei dem Hauptverdächtigen im Mordfall Lücke haben die Ermittler eine Datensammlung von 60 Personen und Objekten gefunden. Stephan E. habe die Aufzeichnungen überwiegend vor mehr als zehn Jahren angelegt, teilte das hessische Landeskriminalamt (LKA) mit.

  • Bei den Betroffenen handele es sich zum Teil um Personen des öffentlichen Lebens und Objekte wie Rathäuser, erklärte ein LKA-Sprecher. Stephan E. habe dabei verschiedene Informationen erhoben und gespeichert. Um was es sich dabei konkret handele, wollte der Sprecher nicht sagen. 
  • Alle in der Datensammlung aufgeführten Personen sowie die Verantwortlichen der Objekte seien von der Polizei persönlich informiert worden, sagte der Sprecher.
  • Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung gebe es derzeit nicht.
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17:31 Uhr

Berlins legendärer Fetisch-Klub steht vor dem Aus

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Dem "Kitty" bleiben nur noch ein paar Monate.

(Foto: imago/imagebroker)

Erst vor ein paar Stunden haben wir uns über gute Nachrichten aus dem durchgentrifizierten Berlin-Kreuzberg gefreut (Berlin benennt Platz nach Rio Reiser). Doch es ist leider diese News hier, die den Alltag in der Hauptstadt widerspiegelt:

Der KitKat Club – weltbekannt für seine Fetisch-Partys – und der Sage Club müssen offenbar im Juni 2020 für immer schließen. Die Klubs teilen sich die Räumlichkeiten in einem Gebäude. Beiden wurde jetzt gekündigt. Das erklärte Lukas Drevenstedt, Geschäftsführer der Clubcommission, dem "Berliner Kurier". Laut Drevenstedt gibt es allerdings noch Hoffnung, "dass man sich zusammenfindet".

Was mit dem Areal geschehen soll, ist noch unklar. Ich tippe auf ein Hostel. Andererseits, was sollen die ganzen Touristen in Berlin tun, wenn es keine Klubs mehr gibt?

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:51 Uhr

C aus CDU-Zentrale immer noch weg - Polizei ermittelt

Das C bleibt verschwunden: Der fehlende große, rote Originalbuchstabe des CDU-Schriftzugs in der Berliner Parteizentrale ist immer noch nicht zurück, sagte ein CDU-Sprecher. Die Polizei ermittle wegen Diebstahls und Sachbeschädigung.

Vor einer Woche hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mitgeteilt, Aktivisten hätten den Buchstaben aus dem Konrad-Adenauer-Haus mitgenommen. Das verbleibende "DU" wurde mit einem Banner ergänzt, so dass an der Glasfassade vorübergehend stand: "Du sollst das Klima schützen".

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16:03 Uhr

Halbe Million Euro für Hinweise auf Juwelendiebe

Während die Diebe bestimmt damit Probleme haben werden, die im Grünen Gewölbe gestohlenen Schmuckstücke zu verkaufen, haben Sie jetzt eine Gelegenheit, schnell reich zu werden. Vorausgesetzt, Sie können mit Ihren Hinweisen der Polizei dabei helfen, die dreisten Diebe zu schnappen.

Eine Belohnung von einer halben Million Euro für Hinweise auf die Täter ist ausgesetzt worden. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zudem wurde die Sonderkommission "Epaulette" auf insgesamt 40 Ermittler aufgestockt.

"Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen", erklärten Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und der leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp. Mit der Auslobung von einer halben Million Euro unternähmen die Ermittlungsbehörden "einen weiteren wichtigen Schritt", um den Bürgern in Sachsen und allen Besuchern des Grünen Gewölbes die gestohlenen Stücke des Staatsschatzes zurückzubringen und die Täter zu fassen.

15:34 Uhr

Berlin benennt Platz nach Rio Reiser

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Mal eine gute Nachricht aus dem durchgentrifizierten Berlin-Kreuzberg: Der Heinrichplatz im Mariannenkiez wird in Rio-Reiser-Platz umbenannt.   

"Rio Reiser und Ton Steine Scherben haben Rockgeschichte und die Geschichte Kreuzbergs geprägt", erklärte das Bezirksamt dazu. An den Musiker zu erinnern, sei im Sinne der Diversität. "Schwulsein war für ihn in den 70ern selbstverständlich, während es damals in weiten Teilen der Gesellschaft und auch in der linken Szene noch lange nicht als gängig galt."

Geplant ist die Umbenennung im September 2020. Im kommenden Jahr wäre Reiser 70 Jahre alt geworden, die Gründung der Band Ton Steine Scherben liegt dann 50 Jahre zurück.

15:07 Uhr

Scherzinger bestätigt Comeback von Pussycat Dolls

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Die Pussycat Dolls sind zurück! Zehn Jahre nach ihrer Auflösung bereitet sich die Band nach Worten ihrer Frontfrau Nicole Scherzinger auf eine Comeback-Tour vor.

"Ich bin sehr aufgeregt mitzuteilen, dass wir zurück sind, Baby", schrieb Scherzinger auf Twitter und kündigte Auftritte der Band in Großbritannien ab April nächsten Jahres an.

Die US-Popgruppe wurde in den Nullerjahren mit spielerischen Songs wie "Don't Cha" berühmt.

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14:44 Uhr

Bundestag setzt Maut-Untersuchungsausschuss ein

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Für Verkehrsminister Scheuer wird es ernst.

(Foto: picture alliance/dpa)

Verkehrsminister Scheuer gerät wegen der geplatzten Pkw-Maut weiter unter Druck: Der Bundestag will die Hintergründe um das Scheitern des Projekts mit einem Untersuchungsausschuss aufklären. Ein entsprechender Antrag wurde heute mit den Stimmen der Oppositionsfraktionen AfD, Grüne, FDP und Linke bei Enthaltung der Koalitionsfraktionen von Union und SPD angenommen.

Der Ausschuss soll das Verhalten der Regierung und besonders des Verkehrsministeriums bei der Vorbereitung sowie der Vergabe und der Kündigung der Betreiberverträge für die Pkw-Maut aufklären.

Verkehrsminister Scheuer steht unter Druck, weil er die Verträge zur Erhebung und Kontrolle der Maut mit den Betreibern Kapsch und CTS Eventim schon 2018 geschlossen hatte, bevor endgültige Rechtssicherheit bestand. Der Europäische Gerichtshof erklärte die Pkw-Maut Mitte Juni für rechtswidrig. Direkt danach kündigte Scheuers Ministerium die Verträge. Daraus könnten Forderungen der Firmen in Millionenhöhe resultieren.

*Datenschutz

14:36 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser! Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit den neusten Nachrichten aus der ganzen Welt. Meiner Kollegin Friederike Zörner wünsche ich einen schönen Feierabend und Ihnen einen schönen Nachmittag. 

14:30 Uhr

Die Bestände dieser Vogelart gehen dramatisch zurück

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Dieses Rebhuhn ist in einem Gehege vor die Linse der Fotografin gelaufen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hand aufs Herz: Haben Sie den Vogel auf dem Bild erkannt? Oder schon einmal gesehen? Wenn nicht, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen haben. Es handelt sich um ein Rebhuhn. Und weil dieses und seine Artgenossen inzwischen so selten geworden sind, ist es kein Wunder, dass sie nicht mehr erkannt werden (von mir übrigens auch nicht).

Der Rückgang der Rebhühner ist so dramatisch wie bei kaum einer anderen Vogelart. Die Bestände sanken deutschlandweit von 1980 bis 2016 um gut 91 Prozent, wie der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) mitteilte. Diesen Rückgang übertrifft nur der Kiebitz mit mehr als 93 Prozent. In Rottenburg in der Nähe von Tübingen suchen Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz nun nach einer Lösung, um das Überleben der Art zu sichern. Die Tagung "Perspektiven für das Rebhuhn" dauert zwei Tage.

13:55 Uhr

McDonald's verlost aus Versehen 400.000 Euro zu viel

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"Fehler sind menschlich." McDonald's hat bei einem Gewinnspiel den Hauptgewinn versehentlich vier Mal ausgeschüttet. Nach dem Start der Monopoly-Aktion am 14. November räumten vier Kunden bereits kurz nach Mitternacht jeweils 100.000 Euro ab, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Eigentlich sei dieser Preis über die gesamte Laufzeit des Gewinnspiels in Deutschland und Luxemburg nur zweimal vorgesehen.

  • Erstmals können sich Kunden auch über eine App Gewinne sichern. Dort hatten auch die Gewinner einen "Jackpot-Code" eingegeben, wie der Sprecher erklärte. Dieser befindet sich auf Stickern, die auf vielen McDonald's-Produkten kleben.
  • In der App sei allerdings noch der Testmodus gelaufen, in dem es sehr viel wahrscheinlicher sei, zu gewinnen. Bis das Unternehmen den Fehler bemerkte und behob, hatten bereits vier Kunden gewonnen.
  • McDonald's will diesen vier Kunden den Gewinn nun auszahlen und die ursprünglich vorgesehenen 200.000 Euro zusätzlich im Gewinntopf lassen. Das Unternehmen kommentierte die 400.000-Euro-Panne auf Twitter so: "Wir haben's halt einfach gut mit euch gemeint."
13:23 Uhr

Herrchen stirbt nach Schmusen mit Hund an Infektion

Ein Mann kommt im August vergangenen Jahres mit Anzeichen einer schweren Blutvergiftung ins Krankenhaus. Trotz Behandlung mit Antibiotika stirbt er rund zwei Wochen später an multiplem Organversagen, berichten nun die behandelnden Ärzte des Rotes-Kreuz-Krankenhauses RKK in Bremen. Im "European Journal of Case Reports in Internal Medicine" schildern sie, dass der 63-Jährige nach dem Schmusen mit seinem Hund mit dem Bakterium Capnocytophaga canimorsus infiziert wurde. Dieses kommt im Hundespeichel vor und kann über Bisswunden übertragen werden.

Der Patient sei zwar zuvor von seinem Hund abgeleckt, aber nicht gebissen worden. Der Erreger könne auch durch kleine Hautdefekte in den menschlichen Blutkreislauf eindringen. Wenn es zu einem schweren Verlauf komme, spielten meist Risikofaktoren wie ein geschwächtes Immunsystem, Alkoholkrankheit oder eine Milzentfernung eine Rolle, sagte Martin Langenbeck, Chefarzt der Notaufnahme am RKK. Der Bremer Patient gehörte aber zu keiner dieser Risikogruppen. Das RKK betont, wie selten dieser spezielle Fall ist. Weltweit sei bislang erst ein weiterer Patient mit einem so schweren Krankheitsverlauf bekannt, der weder gebissen wurde, noch ein geschwächtes Immunsystem aufwies.

12:55 Uhr

Bühnen-Panne: Kanzlerin Merkel schmunzelt "Stolperer" weg

Angela Merkel hat Probleme, als sie die Bühne erklimmen und zum Rednerpult gehen will. Bei der Vollversammlung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages richtet die Bundeskanzlerin ein Grußwort aus. Ihren "Stolperer" nimmt sie mit Humor.

 

12:28 Uhr

Moderatorin Linda Zervakis will keine "Sagrotan-Gesellschaft"

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Linda Zervakis versucht, manche Dinge mit Humor zu nehmen.

(Foto: imago images/Metodi Popow)

Ich gebe zu, die Überschrift könnte falsche Assoziationen wecken. Deswegen gleich vorneweg: Nein, TV-Moderatorin Linda Zervakis hat nichts gegen Hygiene, sondern plädiert für mehr Feingefühl im gesellschaftlichen Umgang. In dem Podcast "Quatschen mit Sauce" der Zeitschrift "Essen & Trinken" erzählte die Deutsch-Griechin, dass sie früher den Spitznamen "Tsatsiki" hatte. Sie habe das nie als Beschimpfung aufgefasst. Vielmehr fand sie "das eigentlich ganz lustig". Es liege nahe, entweder Zervelatwurst oder Tsatsiki genannt zu werden, wenn man Zervakis heiße.

Auf die Frage, ob der Ausdruck nicht rassistisch sei, sagte sie: "Ich finde, man muss da Feingefühl entwickeln." Es komme auf den Ton an, "sonst sind wir irgendwann in so einer Sagrotan-Gesellschaft, wo alles nur noch desinfiziert wird, dann haben wir irgendwann gar kein zwischenmenschliches Miteinander". Zu einer gut funktionierenden Gesellschaft gehören laut Zervakis auch Nuancen und Sticheleien, bei denen aber der Ton entscheidend ist.

12:03 Uhr
Breaking News

Europaparlament ruft "Klimanotstand" für Europa aus

Das Europaparlament in Straßburg hat den "Klimanotstand" für Europa ausgerufen. Die Abgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für eine entsprechende Resolution. Dies ist ein symbolischer Akt, der aber Druck machen soll, damit es bald konkrete Gesetzgebung gibt.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:56 Uhr

Schwein verfolgt Reporter bei Live-Schalte

Er wollte eigentlich aus einem überfluteten Gebiet in Griechenland berichten. Doch als er per Schalte auf Sendung geht, gerät der Reporter Lazos Mantikos in arge Not. Ein stattliches Schwein läuft stoisch hinter ihm her. "Ich kann nicht stillstehen, weil es mich beißt", ruft der Reporter entsetzt. Seine Kollegen im Nachrichtenstudio können sich vor Lachen kaum halten. Das Tier habe das Fernsehteam schon den ganzen Tag verfolgt, so Mantikos.

11:24 Uhr

Damhirsch auf A20 versperrt Merkels Dienstwagen den Weg

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Wird bei der nächsten Reise in den Nordosten vermutlich nicht mehr auf den Dienstwagen zurückgreifen: Angela Merkel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in der Uckermark aufgewachsen. Nichtsdestotrotz hat die CDU-Politikerin seit vielen Jahren ihren Wahlkreis im Nordosten - genauer gesagt in Vorpommern. Bei einem Besuch des Ortes Zingst auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wurde Merkel nun wohl wieder bewusst, was die Region ausmacht: Natur. Wegen des diesigen Wetters konnte sie bei dem Termin am Montag nicht auf einen Hubschrauber zurückgreifen. Sie reiste mit dem Dienstwagen an. Doch der schnelle Weg über die Autobahn 20 wurde ihr von einem Damhirsch versperrt.

Ein Abschnitt der Strecke war etwa eine Stunde gesperrt gewesen, als das Tier gerade von der vierspurigen Straße gescheucht wurde, sagte ein Polizeisprecher. Das Auto der Kanzlerin musste über eine Bundesstraße ausweichen. Der ausgewachsene Damhirsch hatte zuvor tagelang den Autobahnverkehr bei Stralsund gebremst. Er war knapp eine Woche zwischen Wildzaun und Fahrbahn der A20 gefährlich nah an der Straße gesehen worden, es gab Geschwindigkeitsbeschränkungen und Polizeiwarnungen.

11:03 Uhr

Seehofer lobt eigene Arbeit

Wenn es kein lautstarkes Nörgeln gibt, dann scheinen die Dinge in Ordnung zu sein. So sieht es jedenfalls Bundesinnenminister Horst Seehofer. "Ich habe noch nie eine Generaldebatte erlebt, bei der die Fragen der inneren Sicherheit und der Migration so gut wie keine Rolle gespielt haben", sagte Seehofer bei der Bundestags-Debatte über den Etat für 2020. "Und das ist ein gutes Zeichen, weil die Dinge dort in Ordnung sind."

Es habe in den ersten zehn Monaten des Jahres 96.000 Asylerstanträge gegeben. Das sei angesichts der Größenordnungen früherer Jahre ein gutes Zeichen, so der CSU-Politiker. Die Gesetzesänderungen der Großen Koalition hätten "in der Praxis eine große positive Wirkung". Der Innenetat sieht für 2020 Ausgaben in Höhe von 15,05 Milliarden Euro vor - etwas weniger als im laufenden Jahr. Vorgesehen sind unter anderem mehr als 3900 neue Stellen für die innere Sicherheit.

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10:34 Uhr

Die Queen plant offenbar baldigen Rückzug

Mit 95 Jahren ist Schluss. Wie mehrere britische Medien übereinstimmend berichten, bereitet sich Queen Elizabeth II. darauf vor, in knapp zwei Jahren die Geschäfte an ihren Sohn Prinz Charles zu übergeben. Mit 95 Jahren hatte auch ihr Gatte Prinz Philip von seinen öffentlichen Aufgaben Abstand genommen, berichtet das Boulevard-Blatt "The Sun". Demnach habe die Monarchin den Umfang ihrer Auftritte und offiziellen Pflichten bereits eingeschränkt. Sie verbringe inzwischen längere Wochenenden im Schloss Windsor. Thronfolger Charles habe demgegenüber in den vergangenen Jahren mehr und mehr Aufgaben von seiner Mutter übernommen. Er handle quasi schon als König - nur ohne den offiziellen Titel.

"Ihre Majestät weiß um ihr Alter und möchte sicherstellen, dass - wenn die Zeit reif ist - die Weitergabe der Krone ohne Probleme verläuft", zitiert "Express" einen ehemaligen Mitarbeiter der royalen Familie. Die Königin habe sich über die Materie schon umfangreich Gedanken gemacht. Sollte sie mit 95 noch am Leben sein, denke sie stark darüber nach, die Herrschaft an Charles zu übergeben, so die anonyme Quelle.

10:14 Uhr

Südkorea: Nordkorea feuert mindestens ein Projektil ab

Noch ist unklar, was für ein Geschoss da im Himmel über Nordkorea plötzlich aufgetaucht ist. Das südkoreanische Militär spricht von mindestens einem Projektil. Ebenfalls unklar ist, wo das Geschoss abgefeuert wurde und in welche Richtung es geflogen ist. Nichtsdestotrotz ist der südliche Nachbar alarmiert.

In den vergangenen Monaten führte Nordkorea mehrfach Waffentests durch - auch ballistischer Raketen. Tests mit solchen Raketen sind dem Land durch UN-Resolutionen eigentlich untersagt. Pjöngjang treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden könnten. Es ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen.

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09:49 Uhr

"Victoria's Secret"-Model ist mit 40 erstmals Mutter geworden

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Seitdem sie 16 Jahre alt ist, läuft Petra Němcová über die Laufstege dieser Welt. Die Tschechin war schon auf dem Cover von "Sports Illustrated" abgebildet und schlüpfte für Victoria's Secret" in Dessous. Jetzt nutzt die 40-Jährige ihren Instagram-Account für freudige private Nachrichten: Sie ist zum ersten Mal Mutter geworden. "Es ist ein Junge! Wir haben gestern Freudentränen vergossen, als wir endlich unseren kleinen Engel in unserem Nest begrüßen konnten."

Dazu postete sie ein Foto, auf dem der Fuß eines Babys zu sehen ist, den zwei Hände halten. "Er hatte sich dazu entschlossen, völlig unerwartet nach 34 Wochen mitten in einer abgelegenen Gegend geboren zu werden", schrieb Němcová. Die Zeit vor der Geburt sei nicht einfach gewesen. "Seit dem 15. November waren wir immer wieder im Krankenhaus." Anfang August hatte die Tschechin ihren Freund Benjamin Larretche in Sedona im US-Bundestaat Arizona geheiratet und kurz darauf mit einem Instagram-Posting ihre Schwangerschaft bekannt gegeben.

09:18 Uhr

Mehrere Sorten Griebenschmalz zurückgerufen

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Finger weg von diesen Produkten.

(Foto: Aldi)

Liebhaber der Schmalzstulle aufgepasst: Wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr hat die Firma Thalheimer Bauernwurst Deuerlein Vertriebs GmbH mehrere Sorten Griebenschmalz im Bügelglas zurückgerufen. Betroffen ist der Kräuter-, Klassik-, Bacon-, Apfel- und Zwiebelgriebenschmalz des Aldi-Nord-Sortiments - jeweils in 100-Gramm-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. März 2020. Als Grund für den Rückruf nannte das Unternehmen mit Sitz im bayerischen Gebertshofen, dass sich in einzelnen Packungen Metalldraht befinden könne. Der Artikel wurde nach Aldi-Angaben in einer Aktion am 18. November 2019 angeboten.

09:00 Uhr
08:54 Uhr

Weil der Winter ansteht, ist Jenny Elvers wieder Single

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Eine Sommerliebe.

(Foto: imago images / Future Image)

Schauspielerin Jenny Elvers ist nicht mehr mit dem Hamburger Männer-Model Simon Lorinser zusammen. Sie sagte der "Bild"-Zeitung: "Ja, wir sind getrennt. Er war eine Sommerliebe. Jetzt ist Winter." Elvers fügte hinzu: "Ich lasse nur schwer Nähe zu. Wenn mir jemand zu nahe kommt, gehe ich auf Abstand." Das Paar hatte sich im Juni erstmals zusammen bei einem PR-Event in Berlin gezeigt.

Elvers war früher mit Schauspieler Heiner Lauterbach und Ex-Big-Brother-Star Alex Jolig, dem Vater ihres 18-jährigen Sohnes Paul, zusammen. Es folgte die Ehe mit ihrem Manager Goetz Elbertzhagen, die Scheidung und die Verlobung mit dem Unternehmer Steffen von der Beeck. 2017 trennte sich das Paar offiziell.

08:29 Uhr

Bericht: Stephan E. spricht von "Abneigung" gegen Lübcke

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Stephan E. sitzt in Untersuchungshaft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wird in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses erschossen. Tatverdächtig ist Stephan E. Der Rechtsradikale legt ein Geständnis ab und widerruft es später. Sein Anwalt spricht von einem möglichen Mittäter. In Kürze soll ein neues Geständnis folgen.

  • Reporter des ARD-Magazins "Panorama" haben Fragen an den in Untersuchungshaft sitzenden E. geschickt. Dass er diese teilweise beantwortete, begründete der mutmaßliche Lübcke-Mörder damit, dass sein öffentliches Image "so nicht richtig" sei. Alle Fragen zu der Tat und den Tatumständen ließ E. dem Bericht zufolge offen.
  • Als ein Motiv nennt er seine Abneigung gegen Lübcke. 2015 sei er bei einer Veranstaltung mit Lübcke gewesen, bei der der CDU-Politiker radikale Gegner einer geplanten Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zurechtgewiesen habe.
  • "Ich war empört", wird E. zitiert. "Ich konnte es nicht fassen, dass ein Politiker weiten Teilen der Bevölkerung nahelegt, das Land zu verlassen, weil sie anderer Meinung sind zu dieser Thematik."
  • Wen er als zweiten Täter womöglich in seinem neuen Geständnis benennen könnte, dazu ließ sich Stephan E. nicht aus.
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08:15 Uhr

Söder: "Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien"

"Wir haben das schon immer so gemacht - das hat sich gut bewährt." In der Diskussion um eine Neuordnung der Termine für die Sommerferien in Deutschland hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Sonderregelung für sein Bundesland verteidigt. "Wir haben unseren Biorhythmus mit den Ferien - den wollen wir gern behalten", sagte der CSU-Politiker beim "Bild"-"Townhall-Talk" in München.

Hamburg und Berlin machen sich dagegen für neue Regeln bei den Sommerferien stark. Ihr Ziel ist es, die freien Tage zeitlich weniger zu strecken. Generell sollen die Sommerferien demnach erst ab 1. Juli beginnen. Außerdem sollen die unterschiedlichen Termine der Länder enger zusammenrücken und die jährlichen Verschiebungen möglichst gering ausfallen.

07:54 Uhr

"Überwältigender Schmerz": Madonna muss drei Konzerte absagen

Sorge um die Queen of Pop: Madonna kann drei anstehende Konzerte ihrer "Madame X"-Tour nicht spielen. Die Shows am 30. November sowie am 1. und 2. Dezember im Boston Center Wang Theatre sind auf ärztlichen Rat hin abgesagt worden, wie es in einer Mitteilung heißt. Schon im vergangenen Monat musste die 61-Jährige ein Konzert aufgrund von Knieproblemen absagen. Ob es sich noch immer um dasselbe medizinische Problem handelt, ist nicht bekannt.

"Bitte verzeiht diese unerwartete Wendung", erklärte Madonna bei Instagram. "Jede Nacht meine Show zu machen, bringt mir so viel Freude - und sie abzusagen, ist eine Art Bestrafung für mich. Aber der Schmerz ist überwältigend und ich muss mich ausruhen und die Ratschläge des Arztes befolgen, damit ich umso gestärkter wieder zurückkommen und die 'Madame X'-Reise mit euch allen weiterführen kann."

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07:31 Uhr

In diesem Bundesland bewerten Menschen ihren Sex am besten

Das Marktforschungsunternehmen GfK hat im Auftrag des Datingportals secret.de 2000 Menschen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren gefragt: Wie bewerten Sie Ihr Sexleben? Das Ergebnis ist durchaus überraschend, denn Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bewerten ihren Sex besser als ihre Nachbarn in Hamburg und Niedersachsen.

Der repräsentativen Umfrage zufolge sind die Mecklenburger und Vorpommern deutlich zufriedener und geben ihrem Sexleben im Schnitt die Schulnote 2,2. Das ist Platz eins im Deutschlandvergleich vor Thüringen mit 2,5. Die Schlusslichter bilden Niedersachsen, Hamburg und Bremen, wo die Menschen durchschnittlich nur eine 3,1 verteilen. Die bundesweite Durchschnittsnote liegt bei 2,9.

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07:16 Uhr

Protest gegen Hongkong-Gesetze: China bestellt US-Botschafter ein

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Terry Branstad musste sich einiges anhören.

(Foto: AP)

Die Pekinger Führung ist erbost: Nach tagelangem Zögern unterzeichnete US-Präsident Donald Trump die vom Kongress beschlossenen Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong. Den Zorn darüber bekam nun der amerikanische Botschafter, Terry Branstad, in China zu spüren. Vizeaußenminister Le Yucheng übermittelte an den Diplomaten die Aufforderung, die USA mögen "ihre Fehler korrigieren und den Kurs ändern". Die Gesetze dürften "nicht in die Praxis gesetzt werden". Auch müssten die USA sofort aufhören, sich in Hongkongs und Chinas Angelegenheiten einzumischen, um den Beziehungen und der Kooperation in wichtigen Bereichen "nicht größeren Schaden zuzufügen". China werde energisch Gegenmaßnahmen ergreifen.

06:58 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

am 7. November geraten die Inhalte, die im Bundestag debattiert werden, in den Hintergrund. Gleich zwei Abgeordnete erleiden einen Schwächeanfall und müssen medizinisch versorgt werden. Die Linken-Politikerin Anke Domscheit-Berg erhebt danach schwere Vorwürfe: Die Arbeitsbedingungen im Parlament seien "unmenschlich". Während der Sitzungen dürfe kein Wasser getrunken werden. In Sitzungswochen dauerten die Tage schon mal vom Morgen bis in die Nacht hinein. "Chronischer Schlafmangel" betreffe alle Abgeordneten.

Der Ältestenrat zieht nun Konsequenzen. Bundestagssitzungen bis in die frühen Morgenstunden sollen bald der Vergangenheit angehören. Dazu soll heute eine reformierte Tagesordnung vereinbart werden, damit die Plenardebatten in Zukunft spätestens um Mitternacht zu Ende sind. Fast alle Fraktionen unterstützen die Reform, nur die AfD hat Widerstand angekündigt.

Diese Themen sind heute außerdem bedeutend:

  • Die Demokratiebewegung in Hongkong hat Grund zum Jubeln, die Regierung in Peking hingegen ist erbost: Die USA haben den Bemühungen zur Bewahrung der Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungszone neuen Rückhalt gegeben.
  • In der CDU-Zentrale befassen sich Experten in einem sogenannten Werkstattgespräch mit einer allgemeinen Dienstpflicht. Jugendliche sollen nach der Schulzeit für ein Jahr verpflichtet werden, eine Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Bereich zu übernehmen.
  • Kritiker werfen der Deutschen Post schlechte Arbeit vor. Mit einer aufwendigen Studie prüfen sie derzeit, wie schnell und zuverlässig Geschäftspost beim Adressaten ankommt. Dazu wird eine Zwischenbilanz der Laufzeitmessung vorgestellt.
  • Zum Abschluss der zweitägigen Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) wird Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang in Wiesbaden erwartet. Bei dem Treffen geht es vorrangig um politische Hasskriminalität und ihre Ursachen.
  • Eintracht Frankfurt steht im vorletzten Gruppenspiel der Europa League beim FC Arsenal unter Druck. Der VfL Wolfsburg im ukrainischen Lwiw gegen den PFK Olexandrija und Borussia Mönchengladbach beim Wolfsberger AC können dagegen vorzeitig den Einzug in die Runde der letzten 32 Teams perfekt machen.

Falls Sie sich im Laufe des Tages wundern sollten, warum aus den USA keine Börsennachrichten rüberschwappen oder es außergewöhnlich ruhig ist jenseits des Atlantiks: Die US-Amerikaner feiern Thanksgiving und genießen in trauter (so die Wunschvorstellung) Familienrunde ein Truthahn-Festmahl. Ich gebe mich derweil mit einem vorweihnachtlichen Lebkuchen zufrieden. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis in den Nachmittag hinein durch den "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:51 Uhr

20-Jähriger bei tödlichem Unfall aus Auto geschleudert

Ein 20-Jähriger ist bei einem schweren Verkehrsunfall in Hessen aus seinem Auto geschleudert worden und gestorben. Das Auto des Mannes kam aus bisher ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, überschlug sich mehrmals und blieb auf der Fahrzeugseite liegen, wie die Polizei in der Nacht mitteilte. Der Fahrer flog durch ein Seitenfenster aus dem Auto und starb noch an der Unfallstelle. Die Polizei geht bislang von keinen weiteren Beteiligten aus.

06:42 Uhr

Lebhafter Wind kündigt Wintereinbruch an

Wir erleben derzeit eine wirklich spannende Wettergeschichte, die vom ehemaligen Tropensturm "Sebastien" geschrieben wird. Aus der Karibik kommend hatte uns der zu einem Tiefdruckgebiet abgeschwächte Tropensturm zuletzt eine sehr milde Süd- bis Südwestströmung gebracht. Doch jetzt zieht "ex-Sebastien" weiter von der Nordsee zur Ostsee und damit kommen wir zum Freitag auf die kalte Rückseite des Tiefs, was uns wiederum einen Wintereinbruch beschert.

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n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Somit geht es heute ein vorerst letztes Mal mild los. Die Frühwerte liegen meistens bei 6 bis 11 Grad. Lediglich der Südosten zeigt sich zum Teil frischer mit 0 bis 4 Grad. Tagsüber bleibt es ebenfalls deutlich zu warm für die Jahreszeit mit Höchstwerten zwischen 8 und 13 Grad. Dabei weht ein lebhafter bis stürmischer Wind aus südwestlicher bis westlicher Richtung. Selbst im Flachland mit Windböen der Stärke 6 bis 8.

Passend zum ungemütlichen Wind ziehen heute immer wieder teils kräftige Schauer und vereinzelte Gewitter durch. Insgesamt am nassesten und stürmischsten dürfte es im Westen und Nordwesten durch den Tag gehen.

Die weiteren Aussichten: morgen ebenfalls wechselhaft. Allerdings fällt im höheren Bergland bei Temperaturen zwischen 4 und 9 Grad schon mal Schnee. Am Wochenende wird es nochmals kälter. Nachts verbreitet mit Frost und tagsüber mit einstelligen Temperaturen. Am oft schönen Samstag mit maximal 0 bis 7 Grad. Der unbeständigere Sonntag bringt nur noch minus 1 bis plus 6 Grad. Ihr Björn Alexander

06:26 Uhr

Haftstrafe für Brasiliens Ex-Präsidenten Lula erhöht

Die Liste hat es in sich: Bestechlichkeit, Geldwäsche, unlautere Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Der frühere Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, wurde wegen dieser Delikte bereits mehrfach verurteilt. Erst im Februar war der 74-Jährige zu zwölf Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Eine zweite Haftstrafe hatte er zum Teil verbüßt, bevor er vor rund drei Wochen vorläufig freikam. Der Oberste Gerichtshof hatte entschieden, dass der in erster und zweiter Instanz verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfe.

Nun entschieden drei Richter in einem anderen Fall wegen besonderer Schwere der Schuld, das Strafmaß auf 17 Jahre, einen Monat und zehn Tage zu verlängern. Hintergrund sind die Machenschaften rund um ein Anwesen in der Stadt Atibaia im Bundesstaat São Paulo. Der linke Ex-Staatschef soll von Bauunternehmen die Renovierung des Anwesens angenommen und den Firmen im Gegenzug Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verschafft haben.

06:10 Uhr

Trump-Anwalt Giuliani gerät in Ukraine-Affäre stärker unter Druck

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Rudy Giuliani ist sich keines Fehlverhaltens bewusst.

(Foto: dpa)

"Ich habe nie einen Cent erhalten." Der persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Rudy Giuliani, sieht sich massiven Vorwürfen ausgesetzt. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente, Giuliani habe Privatgeschäfte mit einem Volumen von mehreren Hunderttausend Dollar mit der ukrainischen Regierung vorangetrieben. Giuliani wies die Vorwürfe in einem Interview der Zeitung zufolge aber zurück: Ein ukrainischer Beamter sei in diesem Jahr an ihn herangetreten, um ihn persönlich einzustellen, er habe diesen Vorschlag aber abgelehnt. Dann habe er ungefähr einen Monat damit verbracht, einen gesonderten Deal mit der ukrainischen Regierung zu prüfen. Er habe diesen Plan dann auch abgelehnt. Giuliani hatte auch zuvor bereits abgestritten, Privatgeschäfte in der Ukraine getätigt zu haben.

Giuliani nimmt für Trump eine Beraterrolle ein. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, an offiziellen Kanälen vorbei Gespräche mit der Ukraine geführt zu haben. Kiew sollte demnach Untersuchungen auf den Weg bringen, die Trumps politischem Rivalen Joe Biden hätten schaden können.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht