mit Sebastian SchneiderDas war Mittwoch, der 16. Oktober 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
nach Monaten ist endlich bekannt, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den russischen Angriffskrieg beenden will - sein Siegesplan ist nun in weiten Teilen öffentlich. Derweil hat Bundeskanzler Olaf Scholz seine Regierungserklärung vor dem EU-Gipfel gehalten und sich ein Wahlkampfduell mit CDU-Chef Friedrich Merz geliefert. Und: Armin Laschet könnte möglicherweise, unter Umständen, Bundespräsident werden. Vielleicht wird er es aber auch nicht. Das weiß niemand so genau
Das war heute auch noch wichtig:
Trump schwört Battlegrounds ein: "Wenn wir Pennsylvania gewinnen, gewinnen wir das ganze Ding"
"Siegesplan" in Kiew vorgestellt: Selenskyj legt seine Karten auf den Tisch
Wahlkampf prägt EU-Gipfeldebatte: Scholz überrascht den Bundestag, Merz aber auch
Eurofighter mit Alarmstart: Luftwaffe fängt russischen Aufklärer über Ostsee ab
Maschmeyer zu USA vor der Wahl: Bei manchen gilt nicht "America first", sondern "mein Gewinn zuerst"
"Liebe den englischen Fußball": Tuchels Mission startet mit royalem Segen
Kommen Sie gut durch die Nacht!
Gina Schumacher legt ihren Nachnamen ab
Gina Schumacher hat nach der Hochzeit mit Iain Bethke offenbar ihren berühmten Nachnamen abgelegt. Das gaben beide indirekt auf dem Social-Media-Account der Pferde-Ranch der Familie in Texas, USA, bekannt. Zu einem Foto mit vier Pferden schrieben die Ranch-Betreiber etwa auf Instagram: "Unsere Babys werden groß! Wir freuen uns darauf, mit dieser Gruppe außergewöhnlicher Talente zu beginnen! Lust auf Shopping? Besuchen Sie uns!" So weit, so normal. Doch etwas an diesem Post ist besonders: der Fotocredit. Denn hier wird "Gina Bethke" genannt.
Suche nach vermisstem 19-Jährigen: Polizei findet Leiche
Ein 19-jähriger Student feiert mit Freunden auf einem Zeltplatz in Niedersachsen. Es fließt reichlich Alkohol. Gegen 23 Uhr wird der junge Mann zum letzten Mal gesehen, seither ist er verschwunden. Bei der Suche hat die Polizei nun die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Unklar ist jedoch, ob es sich wirklich um den 19-Jährigen handelt. Eine abschließende Identifizierung des Leichnams stehe noch aus, heißt es von der Polizei.
Nach Monaten: Vermisste Lina tot aufgefunden - Hunderte Kilometer entfernt
Der Fall sorgte in der deutsch-französischen Grenzregion für Aufsehen: Gut ein Jahr nach dem Verschwinden der 15-jährigen Lina im Elsass gibt es traurige Gewissheit. Fahnder haben die Jugendliche tot in einem Waldgebiet entdeckt - Hunderte Kilometer entfernt. Die Jugendliche sei in einem Wasserlauf unterhalb einer Böschung im Bereich von Nevers in Zentralfrankreich gefunden worden, sagte Staatsanwalt Alexandre Chevrier in Straßburg am Abend.
Nach Stand der Ermittlungen wurde Lina von einem Mann getötet, dem sie am Tag ihres Verschwindens zufällig begegnet war und der sich inzwischen das Leben genommen hat. Über die Ortungsdaten des Autos, mit dem der Tatverdächtige damals unterwegs war, habe man ermitteln können, dass er sich am Tag nach Linas Verschwinden am jetzigen Fundort der Leiche aufgehalten habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei einer erneuten Suchaktion in abgelegenem Gelände stießen die Ermittler nun auf die Tote - mehr als 400 Kilometer vom Ort ihres Verschwindens entfernt. Eine DNA-Analyse habe bestätigt, dass es sich um die sterblichen Überreste der Jugendlichen handele.
Gewaltige Flammen, Tränen, Millionenschaden: Feuerwehr muss eigene Wache löschen
Bilder zeigen, wie erschöpfte Feuerwehrleute vor den verkohlten Resten von Einsatzfahrzeugen und Fahrzeughalle sitzen - nach dem verheerenden Brand einer Feuerwache im mittelhessischen Stadtallendorf mit zweistelligem Millionenschaden herrscht Fassungslosigkeit unter den Kameradinnen und Kameraden. Dass große Teile ihres erst im Januar eröffneten Feuerwehrstützpunktes ein Raub der Flammen wurden, sorge für Schmerz und große emotionale Betroffenheit, sagte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Es sei das Schlimmste, was einem Feuerwehrmann passieren könne, wenn die eigene Wache brenne.
Mit Tränen in den Augen habe das einer der Brandbekämpfer treffend in Worte gefasst: "Wir mussten doch quasi unser Zuhause löschen" - das zeige die tiefe Verbundenheit der Ehrenamtler zu ihrem Feuerwehrhaus, sagte Schäfer. Gegen 4.40 Uhr hatten Nachbarn das Feuer gemeldet, das nach Schätzungen von Schäfer einen Schaden von 20 bis 24 Millionen Euro angerichtet haben dürfte. Eiligst holten die Feuerwehrleute daraufhin ihre Schutzkleidung aus einem noch zugänglichen Gebäudeteil und nahmen die Brandbekämpfung auf. Zeitweise seien die Flammen 10 bis 15 Meter hoch aus dem Dach der Gerätehalle geschlagen. Ein knappes Dutzend Feuerwehrautos verbrannte darin. Verletzt wurde nach den Worten Schäfers zum Glück niemand.
Im Libanon gehen bald die Medikamente aus
Politisches Vakuum, massive Wirtschaftskrise, Braindrain und nun ein Krieg im Land: Schon seit Langem steht das Gesundheitssystem im Libanon unter Druck. Nun schlägt der Apothekerverband aufgrund des Krieges zwischen Israel und der Hisbollah Alarm. "Unser Restbestand an Medikamenten ist gefährdet", sagte der Verbandsvorsitzende, Joe Salloum. Schon jetzt herrsche bei einigen Arzneimitteln ein Mangel.
Ein Problem sei, dass aufgrund des Krieges derzeit nur noch die landeseigene Fluggesellschaft Middle East Airlines den einzigen internationalen Flughafen im Land anfliege. Viele Apotheken seien zudem aufgrund der weitflächigen israelischen Angriffe im Land derzeit geschlossen. "Wir versuchen, die Bestände aus den bombardierten oder zerstörten Apotheken auf sicherem Wege zu beschaffen", so Salloum. Seit Ende 2019 steckt der Mittelmeerstaat in der schlimmsten Wirtschafts- und Finanzkrise seiner Geschichte. Seitdem ist auch das Gesundheitssystem stark angeschlagen.
Russe überlebt 67-tägige Tortur auf Schlauchboot
67 Tage in einem kleinen Schlauchboot über das Ochotskischen Meer am Rande des Pazifiks zu treiben, das scheint unvorstellbar. Doch der Russe Mikhail Pichugin hat die Zeit überlebt, obwohl er gegen Kälte ankämpfte und Regenwasser trank. Anfang August war er mit seinem Bruder und dessen Sohn zum Beobachten von Walen losgefahren, doch irgendwann versagte der Motor des Bootes. Sein Bruder und Neffe starben - Pichugin überlebte dagegen.
Wie er nun laut dem "Guardian" aus dem Krankenbett berichtet, sei sein Handy in der Zeit nutzlos gewesen. Es habe keinen Empfang gegeben und irgendwann habe dann auch der Akku versagt. Die Suchaktion der Rettungskräfte blieb erfolglos. Pichugin erzählte, dass er gleich zwei Helikopter in der Zeit seines Verschwindens beobachten konnte. "Aber sie waren nutzlos", erzählte er dem russischen Staatsfernsehen. Beide hätten ihn und seine Verwandten übersehen. Sein Neffe starb später an Unterkühlung, sein Bruder kurz danach. Die Leichen habe er mit einem Seil an dem Boot befestigt. Er selbst habe versucht, sich mit seinem Schlafsack warmzuhalten und Fische zu fangen.
Um Armin Laschet rankt sich ein überraschendes Job-Gerücht
In der Welt des Sports sind Jobgerüchte an der Tagesordnung, doch auch in der Politik gibt es sie - etwa beim Amt des Bundespräsidenten. Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier geht noch bis 2027. So langsam gibt es die ersten Überlegungen, wer den SPD-Mann im Schloss Bellevue beerben könnte. Immer wieder geisterte zuletzt das Gerücht herum, CSU-Chef Markus Söder könnte dann seinen Wohnsitz nach Berlin verlagern. Es könnte der Deal zwischen ihm und CDU-Parteichef Friedrich Merz gewesen sein: Der eine bekommt die Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl 2025, der andere Schloss Bellevue nach Steinmeier.
Die "Bild"-Zeitung will nun einen weiteren Kandidaten ausgemacht haben, über den die Parteivorstände der Union nachdenken: Angeblich wird darüber diskutiert, ob nicht Armin Laschet das Amt des Bundespräsidenten ausfüllen könnte. Nach seiner gescheiterten Kanzlerkandidatur 2021 geriet er in den medialen Hintergrund, trat aber zuletzt wieder häufiger auf. "Er sei klug, gebildet, politisch erfahren und mit seiner Lebenslust überhaupt ein 'guter Typ'", zitiert das Blatt seine Quellen. Eine andere Möglichkeit wäre auch eine Bundespräsidentin. Das forderten im März Politikerinnen und Politiker von Grünen, SPD, CDU und FDP.
Riesiger Roboter-Hai empört Aquariumbesucher in China
Im Internet wirbt ein Großaquarium aus China mit einem Walhai. Die Attraktion zieht viele Menschen an, es gibt nur ein Problem: Der Walhai ist nicht echt, sondern ein schwimmender Roboter. Der Xiaomeisha Ozeanwelt schlägt daraufhin eine Welle der Kritik entgegen. Auf der Online-Bewertungsplattform Dazhong Dianping überschwemmten Besucher die Seite der Ozeanwelt mit negativen Kommentaren.
Einer von ihnen zeigte sich "sprachlos wegen des falschen Walhais". In einer anderen Bewertung hieß es, "Versuchen Sie, Kinder auszutricksen?" Viele Social-Media-Nutzer kritisierten, dass sie zu viel Geld für "falsche Meerestiere" gezahlt hätten. Der Eintrittspreis der am 1. Oktober neu eröffneten Ozeanwelt liegt für Erwachsene bei etwa 240 Yuan (31 Euro). Lokale Medien berichteten, dass der Betreiber in seiner Reaktion auf das Handelsverbot mit Walhaien verwies. Die Ozeanwelt erklärte, es sei grausam, ein echtes Exemplar der Meerestiere in Gefangenschaft zu halten. Der Roboter solle das Bewusstsein für den Schutz der Art schärfen.
Mysteriöse Bälle an Sydneys Küste: Rätsel teilweise gelöst
Hunderte Kugeln in Golfballgröße führen in Sydney zu der Schließung von zwei Stränden. Ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich um Erdölklumpen. Woher die Kugeln stammen, ist noch unklar. Die Stadtverwaltung will einen möglichen Ölteppich entdeckt haben.
Zwei Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Finnland
Vor allem bei Hobbyfliegern ist die Gegend um den Flugplatz Räyskälä sehr beliebt. Jetzt kommt es dort zu einem Unglück: Kurz nach dem Start stürzt eine kleine Maschine an einem Flugplatz nördlich von Helsinki ab. Beide Menschen an Bord kommen dabei ums Leben, wie der Flughafenbetreiber mitteilte. Nach Angaben der Rettungsdienste war die Maschine kurz nach dem Start wieder gesunken und hatte Feuer gefangen. Die Ursache ist noch unklar.
Das auf die Luftfahrt spezialisierte finnische Online-Nachrichtenportal Lentoposti.fi berichtete, das Flugzeug sei erst kürzlich an ein deutsches Unternehmen verkauft worden. Ob Deutsche an Bord waren, sagte die Polizei auf der Pressekonferenz nicht.
Tanklaster explodiert - fast 100 Tote in Nigeria
Fast 100 Tote und rund 50 Verletzte: Das ist die Bilanz nach der Explosion eines verunglückten Tanklasters in Nigeria. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens 94 Menschen getötet. Etwa 50 weitere seien verletzt worden, darunter auch Frauen und Kinder. Der Fahrer des LKWs habe in der Nacht in der Stadt Majiya im nördlichen Bundesstaat Jigawa die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Trotz Warnungen der Polizei hätten sich zahlreiche Einwohner an dem Unfallort versammelt. Sie hatten in der Folge versucht, auslaufenden Treibstoff abzuschöpfen. Deshalb die hohe Opferzahl.
Thomas Gottschalk steckt im nächsten Shitstorm
Entertainer Thomas Gottschalk sieht sich dem nächsten Shitstorm ausgesetzt - wegen einer Buchpassage aus dem Jahr 2015, in der er Ohrfeigen als Erziehungsmaßnahme für seine Söhne schildert. Mitverantwortlich dafür ist Wetterexperte Jörg Kachelmann, der auf X prominent anprangerte: "Thomas Gottschalk ist Kindesmisshandler. Wenn er damals angezeigt worden wäre, wäre er heute verurteilter Straftäter." Daraufhin hagelte es heftige Kritik an dem früheren "Wetten, dass..?"-Moderator, doch es gab auch verständnisvolle und unterstützende Reaktionen.
Viele kommentierten die in dem Buch "Herbstblond" geschilderten Ohrfeigen für Gottschalks Söhne als indiskutabel und abscheulich. Andere hingegen verteidigten Gottschalk unter Verweis auf die damals gängigen Erziehungsmethoden. Obwohl das Schlagen von Kindern in Deutschland seit 2001 offiziell verboten ist, sprang ihm Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern zur Seite: "Lieber Herr Kachelmann, bitte schüren Sie doch Ihren Holzofen an, machen Sie sich eine schöne Kartoffelsuppe und seien Sie nicht so garstig zu Herrn Gottschalk. Wetten, dass es Ihnen dann besser geht?!", schrieb er auf X.
Zahlreiche Vorwürfe: Neue Anklage gegen Fernsehkoch Schuhbeck
Wegen Steuerhinterziehung sitzt der Fernsehkoch Alfons Schuhbeck im Gefängnis, nun erhebt die Staatsanwaltschaft München I die nächste Anklage. Dem 75-Jährigen werden Insolvenzverschleppung in neun Fällen, Betrug in vier Fällen, versuchter Betrug in fünf Fällen, Subventionsbetrug in neunzehn Fällen sowie das Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 479 Fällen vorgeworfen, heißt es. Wegen Steuerhinterziehung ist er bereits zu drei Jahren und zwei Monaten rechtskräftig verurteilt.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Friederike Zörner geht in den wohlverdienten Feierabend, bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Sebastian Schneider. Wenn Sie Hinweise, Anmerkungen und Fragen haben, schreiben Sie mir gerne: sebastian.schneider(at)ntv.de.
Los geht's!
Scholz nimmt sich BSW und AfD zur Brust
Vor dem Besuch von US-Präsident Joe Biden hat Bundeskanzler Olaf Scholz scharf davor gewarnt, die klare Westbindung Deutschlands im Bündnis mit der NATO zur Diskussion zu stellen. Er kritisierte im Bundestag politische Positionen von AfD und BSW, die Konstanten der deutschen Politik als Problem für die Zukunft bezeichneten. "Ich sage, das ist falsch. Das ist eine Bedrohung unserer Sicherheit. Wir sollten an den Konstanten unserer Außenpolitik, unserer internationalen Orientierung festhalten", sagte Scholz in einer Regierungserklärung.
Zu den Konstanten gehöre die Einbindung in die Europäische Union, die enge Zusammenarbeit mit den USA, die transatlantische Kooperation und die Einbindung in die NATO. "Und das werden auch weiter die Schwerpunkte der internationalen Ausrichtung Deutschlands sein", sagte der SPD-Politiker.
Kinder nach Pilzverzehr in Lebensgefahr - Leberstiftung gibt eindringliche Warnung
Wenn Sie, so wie ich, in diesem Jahr schon Pilze sammeln waren, wird Sie diese Nachricht vermutlich auch schockiert haben: Derzeit schweben drei Kinder nach dem Verzehr eines Knollenblätterpilzes in Lebensgefahr, sie werden am Uniklinikum Essen wegen akuten Leberversagens behandelt. Die Deutsche Leberstiftung warnt vor diesem Hintergrund grundsätzlich vor dem Verzehr selbst gesammelter Pilze aus dem Wald. Das Risiko einer Vergiftung sei zu hoch, sagt der Medizinische Geschäftsführer der Stiftung, Markus Cornberg. Der Knollenblätterpilz sei der giftigste Pilz überhaupt und sehe dem Champignon sehr ähnlich.
Der Experte mahnte: "Finger weg von Pilzen aus dem Wald." Auch auf Apps solle man sich als Laie nicht verlassen. "Pilze sollte man im Supermarkt kaufen." Wer unbedingt sammeln wolle, solle das nur zusammen mit ganz erfahrenen Pilzexperten tun. "Der Knollenblätterpilz lauert überall", sagte Cornberg. Wie stark die Vergiftung ausfalle, hänge vor allem davon ab, wie viel man von dem Knollenblätterpilz gegessen habe. Eine Rolle könne aber auch spielen, wie groß und schwer die betreffende Person sei. Der Vater eines der drei Kinder wird ebenfalls in Essen wegen Leberversagens behandelt.
Lebloser Mann im Müllwagen gefunden
Feuerwehrleute haben einen leblosen Mann in einem Müllfahrzeug in Bremen entdeckt. Wie die Polizei mitteilte, hörten Mitarbeiter der Müllabfuhr beim Entladen einer großen Papiermülltonne ungewöhnliche Geräusche. Sie wählten den Notruf. Die Feuerwehr öffnete die Heckklappe des Müllfahrzeuges, um Zugang zum Laderaum zu erhalten. Dort fanden die Einsatzkräfte den leblosen Mann. Wie genau er ums Leben kam, ist bisher nicht bekannt.
Sie begannen mit Reanimationsmaßnahmen, doch der Mann war bereits tot. Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung in die Rechtsmedizin gebracht. Eine Obduktion soll die Todesursache und den Todeszeitpunkt klären. Die Identität des Mannes ist bislang unklar. "Wir wissen noch nicht, wer das ist", sagte ein Polizeisprecher. Warum der Mann in der Papiermülltonne war, sollen die Ermittlungen klären.
Afrikanische Wildkatze in US-Staat Illinois eingefangen
Eine eigentlich in Afrika und Teilen Asiens heimische Wildkatze hat im US-Bundesstaat Illinois die Behörden auf den Plan gerufen. Das Tier, ein Karakal, sei an einem Haus in Hoffmann Estates mit einer Stange mit einer Schlaufe am Ende eingefangen und in einen Käfig gedrängt worden, teilten die Behörden mit. Der Ort liegt etwa 53 Kilometer nordwestlich von Chicago. Die stattliche Wildkatze war in dem Gebiet in der vergangenen Woche erstmals gesichtet worden. Ein Tierschutzzentrum aus dem Bundesstaat Wisconsin holte den unverletzten Karakal ab. Er werde ein "gesundes und fröhliches Leben weit weg von Hoffman Estates" bekommen, erklärte die Polizei.
Jane Hoffman-Rau sagte dem Fernsehsender WBBM, sie habe am Freitagmorgen Fotos von der Katze in ihrem Garten gemacht. Dann sei das Tier auf ihre Terrasse gesprungen und habe sie durch das Fenster beobachtet. Die in Afrika, dem Nahen Osten, Zentralasien und Indien heimischen Karakale stellen üblicherweise Nagetieren, anderen Kleinsäugern und Vögeln nach. Wie das Tier nach Hoffman Estates gelangte, ist unbekannt.
Robert F. Kennedy strebt Ministeramt unter Donald Trump an
Was seine berühmten Vorfahren wohl dazu sagen würden? Der einstige unabhängige US-Präsidentschaftskandidat Robert F. Kennedy Jr. könnte sich bei einem Wahlsieg von Donald Trump einen Posten als Landwirtschaftsminister vorstellen. Unternehmensinteressen hätten dazu geführt, dass die Ernährung der Amerikaner zu 70 Prozent aus industriell verarbeiteten Lebensmitteln bestehe, sagte Kennedy in einem Video vor dem Landwirtschaftsministerium in Washington, das er diese Woche postete. "Wenn Donald Trump mich in das Gebäude bringt, vor dem ich gerade stehe, wird es nicht mehr so sein. Die amerikanische Landwirtschaft wird wieder aufblühen, ebenso wie die Gesundheit der Amerikaner."
RFK hatte früher als Anwalt in Umweltfragen gearbeitet und sich dabei in der Agrarindustrie keine Freunde gemacht. Unter anderem setzte er sich gegen den weitverbreiteten Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln ein. Seine eigene Kandidatur für die Präsidentschaft gab er im Sommer auf und stellte sich hinter Trump.
Gewaltbereite US-Christen machen Wahlkampf mit Dietrich Bonhoeffer - deutsche Bischöfe protestieren
"Christliche Nationalisten berufen sich immer häufiger auf Dietrich Bonhoeffer", kritisieren deutsche Bischöfe und amerikanische Theologen in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit". Der Widerstandskämpfer werde "dazu benutzt, politische Gewalt zu legitimieren", heißt es in einem offenen Brief, der unter anderem von Heinrich Bedford-Strohm und Wolfgang Huber unterzeichnet ist, beide ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland.
"In der Sorge um das Gemeinwohl warnen wir vor missbräuchlichem Umgang mit dem Erbe Bonhoeffers", so die Verfasser. Im US-Wahlkampf würden gewaltbereite Christen "ihre politischen Gegner mit Nazi-Verbrechern" gleichsetzen und "ihre eigenen militanten Aktionen auf eine Stufe mit dem Widerstand gegen die nationalsozialistische Schreckensherrschaft" stellen. Die Autoren stellen klar: "Dietrich Bonhoeffer setzte sich für Gerechtigkeit und Nächstenliebe ein, insbesondere im Dienste der Schwächsten." Er habe sich bereits 1930 gegen die Gefahren des christlichen Nationalismus verwahrt.
Tödliche Überdosis: Bundesinstitut warnt vor Koffeinpulver
Einen Todesfall gab es in Deutschland bereits: Eine junge Frau starb an einer akuten Koffeinvergiftung, weil sie zwei Teelöffel eines hochkonzentrierten Koffeinpulvers zu sich genommen hatte. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt daher vor dem Koffein in Pulverform, das im Handel als Nahrungsergänzungsmittel angeboten wird. Die Gefahr einer versehentlichen Überdosierung sei hoch.
So empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit für gesunde Erwachsene nicht mehr als 0,2 Gramm Koffein als Einzeldosis und nicht mehr als 0,4 Gramm über den Tag verteilt.
Das BfR erklärt, solch eine kleine Menge an reinem Koffeinpulver lasse sich kaum exakt abmessen, sodass es leicht zu einer Überdosis kommen kann. Küchenwaagen messen meist erst ab einem Gramm relativ genau.
Zu hohe Mengen an Koffein würden starke Unruhe, Übelkeit, erhöhten Blutdruck, Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen auslösen.
Ab einer Einnahme von fünf bis zehn Gramm sei pures Koffein lebensgefährlich. Zum Vergleich: Für fünf Gramm Koffein müsste ein Mensch rund zehn Liter Kaffee trinken. Bei Koffeinpulver brauche es dafür nur ein oder zwei Teelöffel, so das BfR.
Sean "Diddy" Combs will die Namen seiner mutmaßlichen Opfer wissen
Die Anwälte des inhaftierten Musikers Sean "Diddy" Combs gehen offenbar in den Angriffsmodus über. Wie US-Medien übereinstimmend berichten, versucht das Anwaltsteam des Rappers nun, die Namen der mutmaßlichen Opfer in dem Strafverfahren zu erfahren. Bislang verweigert die Bundesstaatsanwaltschaft die Herausgabe der Klarnamen, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und um zu verhindern, dass die Klägerinnen und Kläger unter Druck gesetzt werden können.
Combs' Anwälte reichten am Dienstag entsprechende Dokumente ein, um dagegen vorzugehen, wie unter anderem das Klatschportal "TMZ" berichtet. Ein Bundesrichter soll die Staatsanwaltschaft demnach anweisen, die Namen herauszugeben, damit die Verteidigung sich überhaupt erst konkret mit den Vorwürfen auseinandersetzen könne. Andernfalls, so das Argument von Combs' Team, könne man eine vernünftige Verteidigung überhaupt nicht organisieren. Dem 54-Jährigen wird zigfach vorgeworfen, zahlreiche Männer und Frauen "missbraucht, bedroht und genötigt" zu haben. Teilweise soll es sich bei den Opfern auch um Minderjährige handeln.
Ältester Kirchturm in Bremerhaven brennt komplett aus
Ein Feuer beschädigt die älteste Kirche Bremerhavens schwer. Die Flammen setzen vor allem dem Glockenturm zu. Die 800 Jahre alten Glocken der Dionysiuskirche drohen herabzustürzen. Videos zeigen das historische Gebäude in Flammen und Feuerwehrkräfte vor einem ausgebrannten Turm.
Autofahrer fährt in ausgebüxte Schafherde - 13 Tiere tot
Schlimmer Unfall auf der Bundesstraße 19: 13 Schafe einer ausgebüxten Schafherde sind bei Königsbronn in Baden-Württemberg von einem Auto angefahren und tödlich verletzt worden. Die 28-köpfige Schafherde war am Dienstagabend entkommen und lief auf die B19, wie die Polizei mitteilte. Ein 22-Jähriger versuchte den Angaben zufolge noch, mit seinem Auto zu bremsen. Dennoch erfasste er mehrere Tiere der Herde mit seinem Wagen. Die B19 war nach dem Unfall mehrere Stunden lang voll gesperrt. Die Polizei verständigte den Schäfer, der sich um die Herde kümmerte, wie es weiter hieß. Ob und wie viele andere Schafe angefahren und verletzt wurden, ist noch unklar.
Ein Mann von gestern? Das sagt Friedrich Merz dazu
Friedrich Merz, Partei- und Fraktionschef der CDU, sieht sich selbst nicht als Mann von gestern. "Ich habe mich ehrlich gesagt bei dem, was ich von der SPD in der Steuerpolitik gehört habe, an die 70er Jahre erinnert gefühlt. Das ist im Wortlaut das, was ich in den 70er Jahren, als ich in die CDU eingetreten bin, damals schon von der SPD gehört habe", so Merz im RTL/ntv Frühstart. "Also den Vorwurf, den kann ich leicht entkräften", so Merz weiter.
Sollte die SPD einen Wahlkampf führen gegen "die Merz-CDU", dann führe die CDU einen gegen Bundeskanzler Olaf Scholz. "Also dann machen wir den Wahlkampf gegen die Scholz-SPD. Ich habe nichts dagegen. Offensichtlich arbeitet sich die SPD mittlerweile mehr an mir ab, als dass sie die eigenen Erfolge, soweit vorhanden, versucht, ins Fenster zu stellen." Die CDU werde mit klaren Konzepten in den Wahlkampf ziehen. "Wir gehen vor allen Dingen mit dem festen Willen in diese Wahl, die Wirtschaftspolitik in Deutschland wieder zu ändern, damit sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicher fühlen können in ihren Arbeitsplätzen, und damit die Unternehmen in Deutschland das Land nicht verlassen, sondern hier bleiben."
Richter weist Republikaner in Georgia in die Schranken
Georgia bleibt für Donald Trump ein hartes Pflaster. Nachdem er bei der US-Präsidentschaftswahl 2020 in dem Bundesstaat denkbar knapp gegen Joe Biden verloren hatte, werden seine Republikaner für das anstehende Votum im November in die Schranken gewiesen. Ein Richter kippte die umstrittene Regelung, wonach die Stimmzettel zur Präsidentenwahl dort per Hand ausgezählt werden müssen. Zur Begründung erklärte Richter Robert McBurney, die Handauszählung drohe den Wahlablauf durcheinander zu bringen: "Alles, was zusätzliche Unsicherheit und Unordnung in den Wahlprozess bringt, dient nicht dem Wohle der Bevölkerung", befand der Richter.
Im September hatte die Wahlkommission des Bundesstaats mit einer knappen Mehrheit pro-republikanischer Stimmen beschlossen, dass die Stimmzettel zur Präsidentenwahl am 5. November zusätzlich zum maschinellen Verfahren auch per Hand ausgezählt werden müssen. Kritiker befürchten, dass dieses Verfahren die Auszählung in die Länge zieht und die Bekanntgabe der Ergebnisse damit verzögert. In einer weiteren Entscheidung ordnete Richter McBurney nun an, dass die Vorsitzenden der örtlichen Wahlausschüsse alle Ergebnisse beglaubigen müssen. Ein republikanisches Wahlausschussmitglied hatte zuvor bei Gericht eine Entscheidung beantragt, wonach es im Ermessen der Ausschussvorsitzenden liegen solle, Wahlergebnisse zu beglaubigen oder nicht.
Ex-Supermodel feiert Comeback bei Victoria's Secret Show
Die Victoria's Secret Show ist nach sechs Jahren Pause zurück. Und mit ihr auch das frühere Supermodel Tyra Banks. Die 50-Jährige feierte dort ihr viel umjubeltes Comeback, nachdem sie sich eigentlich im Jahr 2005 von den Laufstegen dieser Welt verabschiedet hatte. Unter tosendem Applaus präsentierte sie sich zunächst als Moderatorin selbstbewusst wie eh und je, bevor sie sich in einem kristallbesetzten, schwarzen Bustier inklusive Corsage auch als Model zeigte.
Auch andere absolute Superstars ließen sich die Wiederauferstehung der Show mit den weltbekannten Dessous und den legendären Engelsflügeln nicht entgehen. Adriana Lima und Gigi Hadid sowie Candice Swanepoel, Behati Prinsloo und Barbara Palvin zeigten auf der Veranstaltung der Unterwäschemarke unterschiedliche Dessous. Als Special-Guests erschienen zudem überraschend Kate Moss und Carla Bruni.
Tiertransporter verliert Bullen auf A1
Ein Tiertransporter hat auf der Autobahn 1 am Westhofener Kreuz in Nordrhein-Westfalen beim starken Abbremsen einen Bullen verloren. Die Autobahnpolizei Dortmund rief Autofahrer zu besonderer Aufmerksamkeit auf und warnte vor einer Unfallgefahr. Nach ersten Erkenntnissen habe der Bulle die Autobahn verlassen und sei nun im ländlichen Umfeld von Schwerte nahe Dortmund unterwegs.
"Schwarzer Nazi": Republikaner verklagt CNN nach Bericht über Kommentare auf Pornoseite
Vor knapp einem Monat sorgt ein Bericht des US-Senders CNN für Aufsehen. Darin beschreiben die Autoren, dass der republikanische Nominierte für das Amt als Gouverneur des US-Bundesstaats North Carolina, Mark Robinson, vor Jahren auf einer Pornoseite verstörende Nutzerkommentare abgegeben haben soll. Robinson soll sich auf der Webseite namens "Nacktes Afrika" als "Perverser" und "schwarzer Nazi" bezeichnet haben. Der Afroamerikaner schrieb demnach zudem, Sklaverei sei "nicht schlecht ... ich würde sicher ein paar kaufen". Im aktuellen Wahlkampf gab es außerdem Kritik an älteren Äußerungen Robinsons, in denen er den Holocaust relativierte und Adolf Hitler lobte.
Die Vorwürfe, die ihm politisch schadeten, lässt Robinson nicht auf sich sitzen: Er verklagt CNN. Den Bericht des Nachrichtensenders bezeichnete er als rücksichtslos und verleumderisch. CNN lehnte es ab, sich zu der Klage zu äußern. Robinson reichte zudem Klage gegen einen Mann ein, der behauptet hat, er habe vor Jahrzehnten einen Sexshop frequentiert.
In diesem europäischen Land kann jeder Bestatter sein und Leichen in der Garage lagern
In Großbritannien klärt derzeit eine Untersuchungskommission, wie ein Doppelmörder und Sexualstraftäter mit nekrophiler Neigung sich jahrelang in Kliniken an Dutzenden Leichen vergehen konnte. Der Mann wurde Ende 2021 zu lebenslanger Haft verurteilt und wird das Gefängnis vermutlich nicht mehr lebend verlassen. In der ersten Phase hatte die Untersuchung schwerwiegende Mängel in den beiden Krankenhäusern aufgedeckt. Nun geht es um die Situation der Bestattungsbranche.
Denn: Jeder kann in Großbritannien als Bestatter arbeiten und Leichen in seiner Garage aufbewahren. "Niemand könnte sie hindern", warnte Jonathan Michael, Chef der Untersuchungskommission in einem Zwischenbericht. "Das kann nicht richtig sein." Michael forderte: "Wir brauchen eine Regulierung, die keine Form von Missbrauch toleriert oder Praktiken, die die Sicherheit und Würde der Gestorbenen gefährden." Viele Menschen würden annehmen, dass das Bestattungswesen reguliert ist - und reagierten schockiert, wenn sie feststellen, dass das nicht der Fall sei, sagte Michael. "Tatsache ist, dass sich jeder als Bestatter betätigen kann. Er könnte das von zu Hause aus tun und die Leichen der Gestorbenen in seiner Garage aufbewahren, ohne dass ihn jemand daran hindern könnte."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
mit Spannung wird heute der Auftritt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kiewer Parlament erwartet. Denn nach wochenlanger Diskussion will der Staatschef dort seinen "Siegesplan" öffentlich vorstellen. Bislang ist nicht bekannt, wie er den zerstörerischen Krieg gegen Russland beenden will. Bei Besuchen in Washington, London, Paris, Rom und Berlin hatte Selenskyj den Plan seinen westlichen Partnern bereits präsentiert. Am Donnerstag soll er den Plan beim EU-Gipfel in Brüssel vorstellen.
Es wird damit gerechnet, dass Selenskyj vom Westen eine Freigabe von Langstreckenwaffen für Schläge gegen militärische Ziele weit im russischen Hinterland fordern wird. Auch eine konkrete Einladung für die Ukraine zur NATO-Mitgliedschaft wird wohl Teil des Plans sein.
Über die aktuellen Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg können Sie sich in unserem Liveticker informieren.
Diese Themen stehen heute noch auf der Agenda:
Angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen erhöht die US-Regierung den Druck auf ihren Verbündeten Israel. Sollte sich die Situation für die Menschen in dem abgeriegelten Küstenstreifen nicht innerhalb von 30 Tagen spürbar verbessern, drohe ein Verstoß gegen US-Gesetze zur militärischen Unterstützung, hieß es aus Washington. Das könnte auch die amerikanische Militärhilfe für Israel gefährden.
Eigentlich wollte ein Schätzerkreis schon am Dienstag die Prognose zum rechnerisch notwendigen Zusatzbeitrag bei den gesetzlichen Krankenkassen vorlegen. Doch die Experten taten sich mit den Berechnungen schwer. Nun soll im Laufe des heutigen Tages veröffentlicht werden, wie stark die Beiträge angesichts der schwierigen finanziellen Situation der Krankenkassen theoretisch angehoben werden müssten.
Die Internationale Energieagentur legt in Paris ihren Weltenergieausblick vor. Ein Schwerpunkt ist angesichts der eskalierenden Krise im Nahen Osten und der weltweit zunehmenden geopolitischen Spannungen die Frage der Energiesicherheit. Dabei geht es auch um zunehmende Bedrohungen durch extreme Wetterereignisse.
Die italienische Rechtsregierung von Giorgia Meloni macht Ernst: Als erstes Land der Europäischen Union beginnt Italien heute mit der Aufnahme von Migranten, die sich übers Mittelmeer auf den Weg nach Europa gemacht hatten, in Lager außerhalb der EU. In Albanien wird mit einem italienischen Marineschiff eine erste Gruppe von 16 Männern aus Ägypten und Bangladesch erwartet.
Bundeskanzler Olaf Scholz gibt im Bundestag eine knapp halbstündige Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab, der am Donnerstag und Freitag in Brüssel stattfindet.
Die EU organisiert in Brüssel zum ersten Mal in ihrer Geschichte ein Gipfeltreffen mit sechs einflussreichen Golfstaaten.
Ab heute können Bahnreisende Tickets für den neuen Fahrplan ab Mitte Dezember buchen, also auch über die Weihnachtstage.
Als erster Deutscher soll Thomas Tuchel das Amt des englischen Fußball-Nationaltrainers übernehmen. Nach Verhandlungen im Eiltempo hat sich der 51-Jährige übereinstimmenden Medienberichten zufolge auf einen Vertrag mit Englands Verband geeinigt. Es wird erwartet, dass die Verbandsspitze Tuchels Engagement heute bei einer Pressekonferenz bestätigt.
Und zu guter Letzt noch ein Service-Hinweis: Die Panda-Zwillinge im Berliner Zoo sind ab heute täglich für etwa eine Stunde zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr für Besucher zu sehen.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Mehrere Bundesländer warnen vor gefälschten Steuerbescheiden
In mehreren Bundesländern warnen die jeweiligen Landesämter für Finanzen vor gefälschten Steuerbescheiden. Empfänger würden darin aufgefordert, kurzfristig Einkommensteuer nachzuzahlen, teilten die verantwortlichen Behörden mit. Betroffen sind unter anderem:
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.
Die Betrüger versenden die gefälschten Bescheide per Post, fordern Steuernachzahlungen per Überweisung und versuchen, so Geld zu ergaunern. "Bitte seien Sie wachsam, wenn Sie nicht mit einem Steuerbescheid rechnen und einen derartigen Brief erhalten", warnt etwa das Landesamt in Hannover. Als Absender werden demnach die jeweiligen Finanzämter mit unzutreffender Anschrift oder die "Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland" angegeben. Doch die Bezeichnung "Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland" gebe es gar nicht, schreibt das Landesamt für Steuern und Finanzen in Sachsen. Auffällig sind in den gefälschten Bescheiden demnach auch die angegebenen Telefon- und Telefaxnummern, welche nicht zum Ort passen.
Musk investiert als Solo-Spender in Pro-Trump-Truppe
Das dürfte für niemanden mehr überraschend sein: Der Tech-Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk hat innerhalb von nur drei Monaten rund 75 Millionen Dollar an eine politische Organisation gespendet, die den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump unterstützt. Das geht aus Dokumenten der US-Wahlkommission hervor. Der Großteil des Geldes, rund 72 Millionen Dollar, floss den Unterlagen zufolge zwischen Juli und September an den "America PAC". Musk war in diesem Zeitraum der einzige Spender an die Gruppe. Die Organisation konzentriert sich auf die Mobilisierung von Wählern in umkämpften Bundesstaaten.
Damit hat "America PAC" mehr Geld ausgegeben als jede andere Pro-Trump-Gruppe mit demselben Fokus. Musk, der in der Vergangenheit nach eigenen Angaben für demokratische Präsidentschaftskandidaten gestimmt hatte, vollzog damit einen deutlichen Schritt nach rechts. Er hatte Trump im Juli öffentlich unterstützt und war Anfang des Monats gemeinsam mit ihm bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania aufgetreten.
Strand in Australien muss wegen "mysteriöser" Kugeln schließen
"Coogee Beach ist bis auf Weiteres geschlossen": An einem beliebten Strand in einem Vorort Sydneys sind Hunderte geheimnisvolle, teerartige Kugeln angeschwemmt worden und haben zur Sperrung des Strandes geführt. Die "mysteriösen, schwarzen, kugelförmigen Trümmer" seien zunächst am Dienstagnachmittag aufgetaucht, erklärte der örtliche Bürgermeister Dylan Parker - und hinterließen die Behörden ratlos, um was es sich handeln könnte und woher die Kugeln kamen.
An dem beliebten Strand waren Hunderte kleine Bälle zu sehen. Statt Besuchern wanderten nur einige Möwen umher, pickten und begutachteten den Strand. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bekannt, um welches Material es sich handelt, aber es könnte sich um Teerkugeln handeln, die sich bilden, wenn Öl mit Schmutz und Wasser in Berührung kommt, typischerweise als Folge von Ölverschmutzungen oder Einsickerungen", gab Parker an.