Samstag, 03. Oktober 2020Der Tag

Heute mit Max Raudszus
22:30 Uhr

Das war Samstag, der 3. Oktober

Der 30. Jahrestag der deutschen Einheit geht zu Ende, die alles bestimmende Frage des Tages aber stellte sich auf der anderen Seite des Atlantik: Wie geht es Donald Trump. Am Tag nach Bekanntwerden seiner Corona-Infektion gab es darauf heute zwei Antworten, eine offizielle und eine inoffizielle. Trumps Leibarzt berichtete heute, es gehe dem Präsidenten "sehr gut", man sei sehr zufrieden mit seinen Fortschritten und er fühle sich, als könne er das Militärkrankenhaus, in das er gestern eingeliefert wurde, eigentlich schon wieder verlassen. Informierte Quellen aus dem Umfeld des Weißen Hauses zeichnen jedoch ein ganz anderes Bild. Der Zustand Trumps sei ernst und müsse scharf beobachtet werden, eine Verschlimmerung in den nächsten 48 Stunden sei jederzeit möglich.

Wie sich die globale Corona-Pandemie außerhalb des politischen Washington heute entwickelt hat, können Sie ausführlich in unserem Liveticker nachlesen.

Und das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:

  • Ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl deutet sich für Deutschland an: Egal wie, weitergehen wird es, Stand jetzt, nur mit der Union. CDU und CSU vereinen im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer so viele Stimmen auf sich, dass eine Koalition nur Schwarz/Grün oder Schwarz/Rot heißen könnte.
  • In der Fußball-Bundesliga erleben die zwei wohl größten sportlichen Rivalen des Landes einen Spieltag, der gegensätzlichere Gefühle kaum hervorrufen könnte. Borussia Dortmund überrollt den SC Freiburg mit 4:0. Der Revier-Rivale aus Gelsenkirchen sieht genauso viele Tore - allerdings gegen sich. Schalke geht mit neuem Trainer bei RB Leipzig mit 0:4 unter.
  • Nicht nur der Tag der deutschen Einheit hat heute im ganzen Land Menschen auf die Straßen gelockt, auch die Corona-Maßnahmen waren einmal mehr Gegenstand von Demonstrationen. Eine von den selbsternannten "Querdenkern" geplante Menschenkette scheiterte jedoch - statt der erwarteten 250.000 Teilnehmer kamen nach offiziellen Angaben nur etwas mehr als 10.000.
  • Und dann haben wir auch noch was fürs Herz: Als Jessica Paszka "Bachelorette" bei RTL war, hat sie den Show-Teilnehmer Johannes Haller noch verschmäht. Jetzt, drei Jahre später, sind die beiden doch noch ein Paar geworden. Hach.

Mit diesen schmusigen Gedanken entlasse ich Sie nun in den Abend. Ich freue mich, Sie morgen an gleicher Stelle wieder bei "Der Tag" auf ntv.de und in der ntv App begrüßen zu dürfen. Bis dahin, Ihnen allen eine gute Nacht.

22:13 Uhr

Unbekannter schlägt "Ghostbusters"-Star auf offener Straße nieder

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Moranis zog sich 1997 aus dem Filmgeschäft zurück, will aber bald sein Comeback geben.

(Foto: imago images / United Archives)

Der kanadische Schauspieler Rick Moranis ist einem Medienbericht zufolge in der Nähe des Central Parks in New York angegriffen worden. Ein Unbekannter schlug Moranis im Vorübergehen mit der Faust ins Gesicht, woraufhin der Filmstar zu Boden ging, wie der TV-Sender "CBS" unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die Attacke habe sich bereits am Donnerstagmorgen ereignet. Moranis, vor allem bekannt aus den Kultfilmen "Ghostbusters" und "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", ließ sich dem Bericht zufolge in einem Krankenhaus untersuchen. Schon nach kurzer Zeit habe der 67-Jährige die Klinik wieder verlassen können.

21:56 Uhr

"Limonaden Joe" Karel Fiala ist tot

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Berühmt wurde Fiala auch in Deutschland als "Limonaden Joe".

(Foto: imago/United Archives)

Der tschechische Schauspieler und Sänger Karel Fiala ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf seine Familie. Mit seiner Rolle als "Limonaden-Joe" in der gleichnamigen Westernparodie aus dem Jahr 1964 wurde er in seinem Heimatland zu einer Kultfigur. Der Musikfilm kam auch in den damaligen beiden Teilen Deutschlands in die Kinos. In dem Oscar-gekrönten Mozart-Film "Amadeus" von Milos Forman spielte Fiala die Rolle des Don Giovannis. Seine Leidenschaft für den klassischen Gesang entdeckte er als junger Mann erst, nachdem er eine Lehre zum Schornsteinfeger absolviert hatte. Fiala spielte in zahlreichen Musicals mit und wurde 2013 mit dem tschechischen Thalia-Schauspielpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

21:44 Uhr

Zwischenlager Leese: 200-Liter-Fass mit Atommüll bei Absturz beschädigt

Im Atommüll-Zwischenlager Leese im Landkreis Nienburg in Niedersachsen ist ein 200-Liter-Fass mit schwach radioaktiven Abfällen abgestürzt und beschädigt worden. Es sei als Schutzmaßnahme in ein Überfass eingestellt worden, radioaktive Stoffe seien nicht freigesetzt worden, teilte das niedersächsische Umweltministerium mit. Der Vorfall habe sich während der vorbereitenden Maßnahmen für die zweite Auslagerungs-Aktion für schwachradioaktive Altabfälle ereignet. Bis zur Klärung der Absturzursache würden nun keine weiteren Fässer von dem Stapel heruntergehoben.

20:58 Uhr

"Grausamkeit und Inkompetenz": Clinton-Tochter ätzt gegen Trump-Tochter

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Einst Freunde, heute Spinnefeind: Chelsea Clinton (l.) und Ivanka Trump (r.).

(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Früher waren Chelsea Clinton und Ivanka Trump befreundet. Seit vier Jahren aber haben die Tochter der 2016er-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton und die Tochter des US-Präsidenten Donald Trump kein Wort mehr miteinander gesprochen. Das hat die 40-jährige Clinton in der Fernsehshow "Watch what happens Live" erzählt, wie die "Daily Mail" berichtet. Vor allem aber hat es ihre Begründung in sich. Sie wirft Ivanka Trump vor, sich durch ihre "aktive Unterstützung" des "Rassismus", "Sexismus" und der "Lügen" Donald Trumps "mitschuldig" zu machen. Sie habe "keinerlei Interesse" daran, mit jemandem befreundet zu sein, der an der "täglichen Kollision von Grausamkeit und Inkompetenz dieser Regierung" beteiligt sei.

20:44 Uhr

Mann ersticht Person auf offener Straße - dänische Polizei erschießt Angreifer

Ein Mann hat in einer dänischen Kleinstadt eine Person auf offener Straße erstochen und ist daraufhin von der Polizei erschossen worden. Der Täter sei am Nachmittag in der Stadt Nykøbing Falster mit mehreren Messern umhergelaufen und habe sich sehr drohend verhalten, teilte die zuständige Polizei am Abend mit. Als alarmierte Polizeibeamte eingetroffen seien, habe er auf eine Person eingestochen, die zufällig an dem Ort gewesen sei. Darauf hätten die Beamten auf den Angreifer geschossen. Beide Verletzten - der Täter und das Opfer - seien später in einem Krankenhaus für tot erklärt worden. Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Nykøbing Falster liegt an der Westküste der dänischen Insel Falster und hat knapp 17.000 Einwohner. Die Stadt liegt rund 120 Kilometer südwestlich von Kopenhagen.

20:22 Uhr

Bayern wollte 30 Millionen Bäume pflanzen - bisher gepflanzt: 0

Gut ein Jahr nach der Ankündigung eines 30-Millionen-Bäume-Programms für den Klimaschutz im Freistaat Bayern soll nun mit der Umsetzung begonnen werden. Bisher sei im Rahmen des Programms noch kein einziger zusätzlicher Baum gepflanzt worden, erklärte das bayerische Landwirtschaftsministerium auf Nachfrage der "Passauer Neuen Presse" und des "Donaukuriers".

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Gut, Bayern hat auch schon ein paar Bäume ...

(Foto: imago images/U. J. Alexander)

Die Zeit für das Vorhaben war auf fünf Jahre begrenzt - das Ziel war hochgesteckt: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder versprach fünf Millionen Bäume mehr als vorgesehen. "Wir brauchen dringend natürliche CO2-Speicher", sagte er im Oktober 2019. Laut dem Landwirtschaftsministerium mussten dafür aber zunächst die förderrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Und: "In den Sommermonaten werden wegen ungünstigerer klimatischer Bedingungen grundsätzlich keine jungen Bäume gepflanzt." Die Pflanzungen sollen nun diesen Herbst starten - und die fünf Jahre gelten erst ab 2020.

20:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

19:53 Uhr

Berliner Polizisten krachen im Einsatz mit Streifenwagen gegen Haus

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Was aus dem eigentlich vorgesehenen Einsatz wurde, ist unklar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Polizist hat am Morgen während eines Einsatzes in Berlin die Kontrolle über seinen Streifenwagen verloren und ist damit gegen eine Hauswand in Bezirk Tiergarten geprallt. Der Fahrer blieb durch den Aufprall unverletzt, ein mit im Auto sitzender Kollege zog sich eine Platzwunde zu, wie die Polizei mitteilte. Eine Kollegin, die auf dem Beifahrersitz saß, erlitt bei dem Unfall auf der Potsdamer Straße einen Schock. Beide kamen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Wagen war nach ersten Ermittlungen mit Martinshorn und eingeschaltetem Blaulicht auf dem Weg zu einem Einsatz wegen Körperverletzung. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall kam.

19:43 Uhr

O2 aktiviert 5G-Antennen in deutschen Metropolen

Das Mobilfunkunternehmen Telefónica hat als dritter deutscher Netzbetreiber Antennen in dem Übertragungsstandard 5G aktiviert. Die Anschaltphase mit rund 150 Funkstationen in fünf Großstädten habe begonnen, teilte Telefónica mit. Von diesem Dienstag an können Kunden der Telefónica-Marke O2 das Netz nutzen, wenn sie einen entsprechenden Tarif und ein 5G-kompatibles Endgerät haben. Die Stationen stehen in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main und Köln - dort decken sie aber nur einen kleinen Teil des Stadtgebiets ab. Noch in diesem Monat sollen Stationen in zehn weiteren Großstädten hinzukommen, etwa in Düsseldorf, Münster und Essen. Telefónica ist beim 5G-Ausbau spät dran, da die Firma zunächst noch Funklöcher im 4G-Standard schließen musste. Die Wettbewerber Vodafone und Deutsche Telekom sind deutlich weiter, sie begannen bereits 2019 mit dem 5G-Ausbau.

19:21 Uhr

Populisten gewinnen Regionalwahl in Tschechien überraschend deutlich

Die populistische Regierungspartei ANO von Ministerpräsident Andrej Babis hat die Regionalwahl in Tschechien überraschend klar gewonnen. Die Bewegung erreichte insgesamt die meisten Stimmen und lag in zehn der 13 Regionen an erster Stelle. Das gab die Statistikbehörde CSU nach Auszählung fast aller Stimmen bekannt. Die ANO von Multimilliardär Babis dürfte es nach Einschätzung von Beobachtern indes schwer haben, Koalitionspartner zu finden, um jeweils den Regionspräsidenten zu stellen. Die mitregierenden Sozialdemokraten (CSSD) erlitten dramatische Verluste und erzielten nur knapp fünf Prozent der Stimmen. Stärkste Oppositionspartei wurden die tschechischen Piraten.

18:56 Uhr

Schiffsfriedhof zerlegt wegen Corona-Krise jetzt Kreuzfahrt-Riesen

Normalerweise - also das heißt: vor der Corona-Pandemie - wurden im Hafen der türkischen Stadt Aliaga meist Frachter demontiert. Die von der Krise schwer getroffene Kreuzfahrtbranche sortiert nun aber immer mehr Schiffe aus, die auf dem riesigen Recycling-Hof ihr Ende finden - jedenfalls, was ihre Gesamtform betrifft. Die gigantischen Schiffe werden nun in ihre Einzelteile zerlegt, um diese weiterverwenden zu können. Die meisten Schiffe, berichtet die Daily Mail, stammen aus den USA und Großbritannien. Unter ihnen befindet sich beispielsweise auch die "Carnival Fantasy" des US-Branchenriesen Carnival Cruise Line. Das Schiff war 30 Jahre in Betrieb - und erst 2019 renoviert worden.

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: REUTERS)

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(Foto: REUTERS)

18:28 Uhr

Vier Deutsche nach schweren Unwettern vermisst

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In der betroffenen Region wurden zahlreiche Häuser weggerissen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den schweren Unwettern werden im italienisch-französischen Grenzgebiet auch vier Deutsche vermisst. In dem Gebiet werde zudem nach 18 Italienern gesucht, teilte der italienische Zivilschutz mit. In Südfrankreich im Hinterland von Nizza sowie in den angrenzenden Regionen in Italien waren nach heftigen Regenfällen zahlreiche Häuser weggerissen und Straßen überschwemmt worden.

Update 20:42 Uhr: Der italienische Zivilschutz teilt mit, dass die vermissten Deutschen gefunden wurden.

18:09 Uhr

Sudan unterzeichnet Friedensabkommen mit Rebellen

Mit der feierlichen Unterzeichnung eines Friedensabkommens haben Sudans Übergangsregierung und mehrere Rebellengruppen einen Schlussstrich unter ihre jahrelangen Kämpfe gezogen. Sie standen sich jahrelang in der Region Darfur im Westen des Landes sowie in den Provinzen Blauer Nil und Südkordofan im Süden feindlich gegenüber. Es gilt als wichtiger Meilenstein beim demokratischen und wirtschaftlichen Wandel im Sudan. Die Konfliktparteien, die unter Vermittlung des Nachbarlandes Südsudan verhandelt hatten, einigten sich unter anderem auf eine Machtteilung, die Rückkehr von Geflüchteten und Landrechte. "Damit hat der Sudan nach der friedlichen Revolution im letzten Jahr einen weiteren entscheidenden Schritt hin zu Frieden und Versöhnung geschafft", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. "Der Wandel in Sudan ist wichtig für die Region, für die Zukunft des Landes ist er grundlegend."

17:57 Uhr

Wachleute bei Einheits-Feier posieren vor "SS"-Buchstaben

Rund um die zentralen Einheitsfeiern in Potsdam ist ein umstrittenes Bild von zwei Wachleuten bekannt geworden, die vor den Buchstaben "SS" eines Schriftzugs des Landes Hessen posiert haben. Die beiden Männer hatten sich auf der "Einheits-Expo" so davor postiert, dass nur noch die beiden "S" des Landesnamens zu sehen waren. "Dies ist uns zur Kenntnis gelangt, und wir haben uns sofort mit dem Veranstalter in Verbindung gesetzt", sagte die stellvertretende Brandenburger Regierungssprecherin Eva Jobs. Der Staatskanzlei sei zurückgemeldet worden, dass die beiden Sicherheitskräfte nicht mehr auf der Expo tätig seien.

17:14 Uhr

Blutender Mann bittet in Café um Hilfe: Fünf Tote in Paris gefunden

Ermittler haben in einem Haus in einem Pariser Vorort fünf Tote gefunden. Unter den Opfern seien vier Kinder, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. Unter der Verletzten sei auch der mutmaßliche Täter. Der Hintergrund der Tat ist bislang unklar. Der TV-Nachrichtensender BFM berichtete ergänzend, ein blutender junger Mann sei in ein Café in Noisy-le-Sec nordöstlich von Paris gekommen und habe um Hilfe gebeten. Er habe von einem Verwandten gesprochen, der mit einem Hammer und einem Messer die Familie angegriffen haben.

16:32 Uhr

Biden zieht Attacken gegen Trump zurück

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"Man kann Dummheit nicht heilen, aber man kann sie abwählen" - wenngleich dieses Schild wohl nicht von der offiziellen Kampagne stammt: Der Ton im US-Wahlkampf ist rau.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ob Donald Trump seinem Widersacher auch so fair begegnet wäre, wenn sich die Situation andersrum ergeben hätte? Nach der Corona-Infektion des US-Präsidenten will sein Herausforderer Joe Biden auf sogenannte negative Werbung verzichten. Gemeint sind damit Werbespots, die Trump negativ darstellen, ihn angreifen oder diskreditieren. Der ehemalige Vizepräsident könne nicht der Trump-Familie beste Genesungswünsche senden und danach in Werbespots schlecht über sie sprechen, zitierte die Politik-Webseite "The Hill" Mitarbeiter des Wahlkampfteams von Biden.

15:53 Uhr

Mann wirft Brandsätze auf Wohnhaus, Kirche und Polizei - mehrere Verletzte

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Das Wohnhaus wurde durch den Brand unbewohnbar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Acht Verletzte und hoher Schaden im baden-württembergischen Marbach: Ein 42-jähriger Mann soll in der Nacht Brandsätze auf ein Wohnhaus, eine Kirche und ein Polizeirevier in der Altstadt geworfen haben. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Es entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro. Bei seiner Festnahme habe der Deutsche neben wirrem Zeug auch "polizei- und fremdenfeindliche Parolen" von sich gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Nach erstem Eindruck gehen die Beamten davon aus, dass er die Tat in einem "psychischen Ausnahmezustand" beging. Ob und inwieweit rechtsextremes Gedankengut ausschlaggebend war, wird noch ermittelt. Vier Bewohner des Mehrfamilienhauses, zwei Ersthelfer und zwei Polizisten wurden leicht verletzt. Am Mehrfamilienhaus entstand ein Schaden von mindestens 500.000 Euro; das Gebäude wurde durch den Brand unbewohnbar. Der mutmaßliche Brandstifter wurde gleich nach dem Anschlag auf das Polizeirevier festgenommen. Dabei bewarf der mit einem Schlagstock bewaffnete Mann eine Beamtin mit einer Schnapsflasche.

15:40 Uhr

Niedersachsens dickster Kürbis wiegt 702 Kilo

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Dieser Brocken dürfte für einige Liter Kürbissuppe reichen. Alternativ könnte man daraus auch eine Märchenkutsche schnitzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Gärtner aus Ostfriesland hat mit einem mehr als 702 Kilogramm schweren Kürbis einen Rekord für Niedersachsen aufgestellt. Kevin Rataj holte mit dem Gemüse den ersten Platz bei der 16. Niedersächsischen Kürbismeisterschaft. Der 26 Jahre alte Gärtner konnte damit in Bad Essen seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen, damals wog der Sieger-Kürbis 568 Kilogramm. Pro Woche gebe er seinen Kürbissen in seinem privaten Garten 400 bis 500 Liter Wasser, verriet Rataj. Hinzu komme Flüssigdünger. Und: "Sobald die Sonne scheint, wachsen die mehr." Die Niedersachsen-Meisterschaft wurde in den Gärten von Schloss Ippenburg im Landkreis Osnabrück ausgetragen.

15:04 Uhr

Möglicher Sprengsatz in Zug in Köln gefunden

Die Polizei hat in der Nacht einen verdächtigen Gegenstand in einer abgestellten Regionalbahn in einem Zug-Depot in Köln-Deutz gesichert. Nach "Bild"-Informationen soll es sich dabei um eine selbstgebaute Bombe gehandelt haben. Eine Reinigungskraft hatte den in einem Karton versteckten Sprengsatz entdeckt. Die alarmierte Bundespolizei sicherte den Fundort weiträumig ab, Sprengstoffhunde schlugen an und der Karton wurde mit Röntgengeräten untersucht. Spezialisten entschärften die Bombe noch am Fundort. Der Sprengsatz enthielt laut "Bild" eine Zündschnur, Feuerwerkskörper, Schwarzpulverkugeln, Nägel und Schrauben. Ob es sich um einen versuchten Terroranschlag oder um eine geplante Erpressung handelt, ist unklar. Wann der Karton in der nach der Räumung von Gummersbach nach Köln gefahrenen Bahn deponiert wurde, ist unklar. Die Polizei sucht daher auch nach Zeugen.

Update 17:09 Uhr: Nach Aussage der Kölner Polizei war das gefundene Objekt "nicht zündfähig". Experten zufolge wären die Nägel selbst bei einer Explosion aufgrund der geringen Menge Sprengstoffs wohl nur wenige Zentimeter geflogen.

15:00 Uhr

Schlagzeilen am Nachmittag

14:33 Uhr

London prüft Bau der mit Abstand längsten Brücke Europas

Bislang hat der britische Premier Boris Johnson in der Weltgeschichte eher nicht dadurch auf sich aufmerksam gemacht, ein großer Brückenbauer zu sein - und jetzt das: Die britische Regierung will mit umfangreichen Projekten zum Straßen- und Brückenbau die von der Virus-Pandemie hart getroffene Wirtschaft wieder anschieben. Zudem sollen dadurch die Verbindungen zwischen den Mitgliedsländern des Vereinigten Königreichs gestärkt werden. Johnson gab nach Angaben der Regierung eine entsprechende Studie in Auftrag. Dabei soll es unter anderem um die Machbarkeit einer Brücke zwischen Schottland und Nordirland mit einer Länge von mindestens 32 Kilometern gehen. Das wäre dann die mit Abstand längste Brücke Europas. Bislang hält diesen Titel die Ponte Vasco da Gama vor der portugiesischen Hauptstadt Lissabon - mit allerdings "nur" 12,345 Kilometern Länge. Johnson hatte zuletzt wiederholt Sympathie für ein solches Projekt bekundet. Zudem soll es um den möglichen Ausbau von Flug-, Straßen und Bahnverbindungen in Schottland, Wales und Nordirland gehen. Die Ergebnisse der Studie solle Mitte kommenden Jahres vorliegen.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Einen wunderschönen guten Tag, liebe Leserinnen und Leser. Meine Kollegin Frauke Niemeyer verabschiedet sich und enteilt in den herrlich sonnigen Berliner Nachmittag. An ihrer Stelle übernehme jetzt ich, Max Raudszus, und werde Sie bis in die späten Abendstunden durch diesen 30. Einheitstag begleiten und mit allerhand Nachrichten und spannenden Geschichten aus dem zusammengewachsenen Deutschland und der dieser Tage etwas auseinandergerückten weiten Welt versorgen.

Zur Feier des Tages kann ich Ihnen übrigens das DDR-Gedankenexperiment meiner Kollegin Friederike Zörner nur wärmstens empfehlen. Falls Sie sich schon immer mal gefragt haben, was wäre eigentlich gewesen, hätte die DDR nicht in 1989 ihr Ende gefunden, gehen Sie ruhig mal auf diese experimentelle Reise der Dystopie eines Lebens.

Wenn ihnen das, was damals wirklich geschah näher ist, dann hören Sie mal in unser ausführliches Interview mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble rein. Der war damals selbst dabei und hat einiges zu berichten.

Wenn Sie an mich und uns im weiteren Tagesverlauf Fragen, Wünsche oder Anregungen haben, kontaktieren Sie mich gern unter max.raudszus[at]nama.de. Schön, dass Sie da sind!

13:46 Uhr

Tiere sterben massenhaft in Kamtschatka

Greenpeace schlägt Alarm: An der Küste der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands sterben massenhaft Tiere. In Videos waren ein mutmaßlicher Erdölteppich und tote Robben, Kraken und Fische zu sehen. Demnach wurde eine große Zahl toter Meerestiere vor Kamtschatka angespült. Die Strände dort sind bei Surfern beliebt. Touristen klagten über Vergiftungsbeschwerden geklagt.

Der Gouverneur der Region, Wladimir Solodow, warnte am Samstag Einwohner und Besucher davor, an den Strand zu gehen. "Das einzige, was man bisher sagen kann, ist, dass es eine Wasserverschmutzung gibt", sagte er einer Mitteilung zufolge. Vermutet werde, dass Erdölprodukte aus Schiffen ins Meer gelangt seien. Das russische Verteidigungsministerium weist Vorwürfe zurück, dass Schiffe der Pazifikflotte verantwortlich sein könnten.

13:18 Uhr

Experte zweifelt an Mehrwertsteuer-Effekt

Bringt die niedrigere Mehrwertsteuer tatsächlich etwas? Von Anfang an haben viele bezweifelt, dass eine Mehrwertsteuersenkung den Konsum in Deutschland spürbar anfeuern könnte. Nun stützt die Einschätzung der Verbraucherzentrale diese Sicht. Viele Unternehmen hätten die Senkung nicht an die Verbraucher weitergegeben, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, dem Handelsblatt. "Das mussten sie aber auch nicht, weil die Bundesregierung kein Unternehmen zur Weitergabe verpflichten konnte", sagte Müller. "Daraus folgt ein relativ überschaubarer Kaufanreiz."

Müller hat andere Ideen. "Eine bessere Möglichkeit, um Verbraucher direkt zu entlasten, wäre beispielsweise eine stärkere Absenkung der Stromkosten oder ein höherer Kinderbonus", sagte der vzbv-Chef. Die Mehrwertsteuer-Senkung bleibt aus seiner Sicht "bestenfalls gute Absicht". Finanzminister Olaf Scholz hingegen hat die Wirkung vor kurzem gelobt. "Wir kriegen ja jetzt in diesen Tagen überall die Meldung, dass die Konjunktur wieder anzieht, dass auch die Mehrwertsteuersenkung ihre Wirkung entfaltet hat, dass das dazu beiträgt, dass der Konsum belebt worden ist", sagte Scholz kürzlich dem SWR. Egal, wer von beiden recht hat: die niedrigeren Steuersätze gelten noch bis Ende des Jahres.

13:05 Uhr

Kommt für Berlin nachts Alkoholverbot?

Bald könnte es in Berlin nachts richtig ruhig werden, sogar vorm Späti: Für die Hauptstadt könnte ein Ausschank- und Verkaufsverbot für Alkohol von 23.00 bis 06.00 Uhr kommen. Das zumindest fordert die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Das Verbot müsse für Restaurants, Bars, Clubs und Spätverkaufsstellen gelten, sagte die SPD-Politikerin heute. Und forderte erneut weitergehende Kontaktbeschränkungen: Begegnungen sollten auf zwei Haushalte oder fünf Personen begrenzt werden. "Wir haben nicht die Zeit zu sagen, wir gucken mal. Die Uhr tickt", sagte Kalayci.

Unterschiedliche Beschränkungen des Alkoholverkaufs gibt es auch schon in anderen Städten. Zuletzt breitete sich das Coronavirus in Berlin stark aus. Die offizielle Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag zuletzt bei 34,5 und damit über dem Berliner Alarmwert von 30. In fünf von zwölf Bezirken lag sie über 40. Spitzenreiter ist Mitte (59,6), auch Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln liegen über 50.

Kalayci sagte, bei nur noch 20 Prozent der Infektionen sei der Ausbruch klar lokalisierbar. Für einen solchen Fall habe sich die Ministerpräsidentenkonferenz auf konsequente lokale Beschränkungen verständigt. "Das müssen wir in Berlin jetzt umsetzen."

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12:31 Uhr

Söder teilt gegen AfD aus

Zum Tag der Deutschen Einheit teilt Markus Söder gegen die AfD aus. "Eine der größten Gefahren ist das Schlechtmachen, das Zerreden der demokratischen Kultur", sagte Bayerns CSU-Ministerpräsident beim Deutschlandfest der Union. Coronabedingt konnte das in diesem Jahr nicht im oberfränkischen Mödlareuth stattfinden, sondern nur online. Zunächst hätten Teile der Linkspartei die Wiedervereinigung schlecht geredet, um ihr vermeintliches Erbe zu retten, sagte Söder. Mittlerweile sei es die AfD. "Sie versucht, alles schlechtzureden. Und sie knüpft dabei an Ressentiments an, die extrem gefährlich sind."

Der CSU-Chef sprach von Rassismus und Antisemitismus. Die AfD stelle die grundlegenden demokratischen Werte infrage. "Das dürfen wir nicht zulassen." Söder weiter: "Wir brauchen Leute, die Zukunft bauen wollen", nicht solche, die nur schimpften oder Hass verbreiteten. Natürlich seien in den vergangenen 30 Jahren Fehler gemacht worden, "nicht alles war perfekt", hatte Söder bereits zuvor bei einem Treffen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bei Weischlitz gesagt. Bayern hatte unter den westdeutschen Bundesländern mit 422 Kilometern die längste Grenze zur DDR.

12:02 Uhr

Kleinkind rollt in Bach und stirbt

Ein Zweijähriger in Österreich ist mit dem Auto der Eltern unbeobachtet in einen Bach gerollt und ums Leben gekommen. Der Junge aus der Steiermark starb Freitagnacht in einer Klinik, nachdem Rettungskräfte ihn einen Kilometer bachabwärts vom Auto fanden. Das Kleinkind sei in einem unbeobachteten Moment in das Auto der Eltern vor ihrem Haus geklettert und habe den Automatik-Wagen wohl in den Leerlauf geschaltet, teilte die Polizei am Samstag mit. Das Auto rollte bergab in den Bach, wo das Kind von der Strömung mitgerissen wurde. Die Mutter schlug Alarm, nachdem sie ihren Sohn im Haus nicht finden konnte und das Auto im Bach sah.

10:51 Uhr

Clint Eastwood arbeitet an neuem Film

Wenn ein beschauliches Rentnerdasein nicht in Frage kommt: Clint Eastwood, inzwischen 90 Jahre alt, bereitet gerade das nächste Filmprojekt vor, das berichtet das Fachmagazin "Deadline". Danach sucht er derzeit geeignete Drehorte für den Film "Cry Macho", in dem er spielen und auch Regie führen will. Zum geplanten Kinostart gibt es noch keine Infos.

"Cry Macho" basiert auf dem gleichnamigen Buch von N. Richard Nash aus den 1970er Jahren. Es erzählt die Geschichte eines ehemaligen Rodeo-Stars, der sich auf den gefährlichen Job einlässt, den Sohn seines Ex-Bosses in Mexiko zu entführen und über die US-Grenze zu bringen. Das Drehbuch für den Film schrieb Autor Nash gemeinsam mit Nick Schenk, mit dem Eastwood schon öfter zusammengearbeitet hat, zum Beispiel bei "The Mule" von 2018. Bis "Cry Macho" ins Kino kommt, können sich Fans ja auch immer nochmal mit den alten Schinken vergnügen - "Zwei glorreiche Halunken" ist bis heute unschlagbar.

10:08 Uhr

Neun Menschen in Südfrankreich vermisst

Nach Unwettern und Überschwemmungen in der Region der südfranzösischen Metropole Nizza werden mindestens neun Menschen vermisst, das berichten Medien. Unter ihnen seien zwei Angehörige der Feuerwehr, die im Einsatz waren, berichtet der Nachrichtensender Franceinfo und beruft sich auf die Behörden. Die Wetterlage beruhige sich zwar, aber es gebe erhebliche Schäden und zahlreiche Menschen, die vermisst würden, teilte der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, via Twitter mit.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sagte nach einer Krisensitzung in Paris zu, zusätzliche Hubschrauber und Feuerwehrleute in die Region zu entsenden. Starkregen hatte vom Donnerstag an besonders im bergigen Hinterland von Nizza zu Überschwemmungen und chaotischen Verkehrsbedingungen geführt. Der Flughafen Nizza rief in der Nacht Passagiere via Twitter auf, wegen der Wetterbedingungen nicht zum Airport zu kommen. Tausende Menschen in der Region waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Einige Dörfer seien nicht mehr erreichbar, berichten Medien.

09:33 Uhr

Sorge vor Islamisten in Berg-Karabach

Im blutigen Konflikt um die Region Berg-Karabach wächst international die Sorge vor einem Flächenbrand im Südkaukasus mit Beteiligung islamistischer Terroristen aus Syrien und Libyen. Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan hat der Türkei vorgeworfen, Tausende Söldner aus den Kriegsgebieten in Syrien und Libyen in den Südkaukasus verlagert zu haben. Auch Russland teilte mit, plausible Hinweise zu haben. Moskau hat die Konfliktparteien zu einem sofortigen Abzug der Kämpfer illegaler Terrorgruppen aus dem Nahen Osten aufgefordert. Sollte sich ein Einsatz dieser Kämpfer bewahrheiten, dann hätte der jahrzehntealte Konflikt eine neue Dimension. Harte Beweise für den Einsatz von Söldnern gab es nicht.

Die Vermittlungsgruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) forderte ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen sowie eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Zuvor hatten US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kremlchef Wladimir Putin in einer gemeinsamen Erklärung die Einhaltung der Waffenruhe und einen Dialog gefordert. Während sich Armenien offen zeigte für Verhandlungen, lehnte Aserbaidschan das ab. Mit Unterstützung der Türkei betonte Aserbaidschan mehrfach, Armenien das Gebiet entreißen zu wollen. Das gas- und ölreiche Land hat in den vergangenen Jahren deutlich aufgerüstet und ist dem völlig verarmten Armenien militärisch überlegen.

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08:40 Uhr

Kind beim Ausparken überrollt

Ein Kleinkind ist im bayerischen Deggendorf von einem ausparkenden Auto überrollt und getötet worden. Das Mädchen war mit seinem Vater in einem Schuppen, als es aus noch unbekannter Ursache auf die angrenzende Straße lief, so die Polizei. In diesem Moment habe eine Autofahrerin ausgeparkt, dabei die Zweijährige nicht wahrgenommen und sie überrollt. Das Kind wurde vom Notarzt reanimiert, es verstarb am Freitagabend jedoch noch an der Unfallstelle. Die Autofahrerin und die Familienangehörigen des Mädchens wurden durch Seelsorger und ein Kriseninterventionsteam betreut.

08:10 Uhr

Trumps Wahlkampfchef infiziert

Und der nächste Corona-Fall im Umfeld von Donald Trump: Nun ist auch sein Wahlkampfchef Bill Stepien positiv getestet worden. Das Wahlkampfteam des US-Präsidenten hat einen Bericht des Magazins "Politico" vom späten Freitagabend bestätigt. Stepien hat leichte, grippeähnliche Symptome und kontrolliert die Wahlkampagne Trumps weiterhin aus dem Home-Office heraus, heißt es.

Früher am Freitag war bekannt geworden, dass sich auch die republikanische Parteivorsitzende Ronna McDaniel mit dem Virus angesteckt hat. Nachdem Trumps enge Beraterin Hope Hicks am Donnerstag ein positives Testergebnis erhielt, ließen sich auch viele andere aus Trumps Umfeld testen. Der US-Präsident liegt mittlerweile in einem Militärkrankenhaus und wird mit einem speziellen Antikörper-Cocktail behandelt sowie mit dem Medikament Remdesivir. Als Trump über den Rasen am Weißen Haus zum wartenden Helikopter ging, der ihn zur Klinik fliegen sollte, trug er eine Maske.

07:27 Uhr

James-Bond-Film wieder verschoben

Der neueste James-Bond-Film liegt noch ein bisschen auf Halde. Frühestens im kommenden April soll er in die Kinos kommen, das haben die Produzenten von "No Time To Die" am Freitag bekannt gegeben. Ursprünglich hätte der Film bereits am 31. März, also vor etwa einem halben Jahr, in London Weltpremiere feiern sollen. Anschließend sollte er weltweit in die Kinos kommen. Als dann jedoch die Corona-Pandemie begann und Lockdowns in vielen Teilen der Welt dafür sorgten, dass niemand mehr ins Kino gehen konnte, verschob die Produktion den Kinostart auf Mitte November. Das war leider zu optimistisch.

Auch dieser Termin ist nun nicht mehr zu halten. Neuer Starttermin ist der 2. April. "No Time To Die" ist der 25. Bond-Film und voraussichtlich der letzte mit Daniel Craig in der Rolle von 007. Zum Glück ist ja der wunderbare Bond-Song "No Time To Die" von Billie Eilish schon im Februar erschienen, der kann die Wartezeit bis zum Kinostart angenehm gestalten und hat seit Neuestem auch ein Video. Eilish ist darin abwechselnd mit Filmszenen aus dem Bond zu sehen. Der Clip hatte nach einer Stunde 300.000 Aufrufe.

06:50 Uhr

Auch Trumps Ex-Beraterin Conway positiv

Nach US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania ist nun auch Trumps frühere hochrangige Beraterin, Kellyanne Conway, Corona-positiv. Sie sei am Freitagabend positiv getestet worden, schrieb Conway auf Twitter. Laut eigener Aussage hat sie bislang milde Symptome - einen leichten Husten - fühlt sich gut und ist nun in Quarantäne.

Conway war auch mit dabei, als sich am vergangenen Samstag Polit-Größen im Garten des Weißen Hauses trafen und Trump die konservative Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den freien Posten am Obersten Gericht der USA vorstellte. Conway war auf Fotos ohne Masken und in engem Kontakt mit anderen Gästen zu sehen, zum Beispiel an der Seite von Justizminister William Barr. Am Freitag hatten bereits die Ansteckungen zweier Republikaner im US-Senat die Aufmerksamkeit auf die Veranstaltung gelenkt. Sie fand zwar unter freiem Himmel im Rosengarten statt, es war aber gut zu sehen, dass viele Teilnehmer keine Masken trugen und keinen Abstand hielten. Conway saß bei der Veranstaltung direkt hinter Melania Trump.

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