Sonntag, 23. August 2020Der Tag

mit Markus Lippold
Markus Lippold
22:55 Uhr

Das war Sonntag, der 23. August 2020

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1:0 für die Bayern: Torschütze Coman (l.) jubelt über den Siegtreffer.

(Foto: REUTERS)

Liebe Leserinnen und Leser! Der letzte Fußball-Titel der Corona-Saison 2019/20 ist vergeben. Bayern München gewinnt die Champions League. Hier können Sie den Spielverlauf nochmal nachlesen. Und alle Analysen und Einschätzungen finden Sie natürlich auf ntv.de.

Was war heute sonst noch wichtig?

Damit wünsche ich Ihnen eine ruhige und erholsame Nacht und einen guten Start in die neue Woche - zu der Sie auch "Der Tag" wieder begrüßen wird.

22:49 Uhr

Kleinbus stürzt in die Tiefe - 17 Menschen tot

In Georgien stürzt ein Kleinbus 80 Meter in die Tiefe - dabei sterben mindestens 17 Menschen, wie das Innenministerium in Tiflis mitteilt. Drei weitere Menschen seien schwer verletzt worden. Der Bus sei nördlich der Hauptstadt einen Felsabhang hinuntergestürzt, heißt es weiter. Die genaue Unfallursache ist bisher nicht bekannt. Unbestätigten Berichten zufolge soll der Kleinbus mit einem Auto zusammengestoßen sein.

22:31 Uhr

Ungarn bestellt deutschen Botschafter ein

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Ungarns Außenminister ist offenbar über eine Aussage des deutschen Europastaatsministers Michael Roth verärgert.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)

Wegen eines angeblichen Antisemitismus-Vorwurfs eines deutschen Spitzenpolitikers gegen sein Land bestellt Ungarns Außenminister Peter Szijjarto den deutschen Botschafter ein. Das teilt er auf seiner Facebook-Seite mit. Offenbar hatte ihn eine Aussage des deutschen Europastaatsministers Michael Roth verärgert. Allerdings teilt der Minister nicht mit, auf welche Äußerung Roths er sich bezieht. Der deutsche Botschafter wird am Montag nach Angaben Szijjartos von Vize-Außenminister Levente Magyar empfangen, da er selbst auf Reisen in China sei.

Nach Angaben des Nachrichtenportals "index.hu" dürfte es sich um ein Interview Roths mit dem Portal "t-online.de" handeln. Darin wird Roth mit den Worten zitiert: "Ein Aspekt, der zu dem Artikel-7-Verfahren (der EU) gegen Ungarn geführt hat, war der grassierende Antisemitismus in Ungarn. Ich kann nicht kritisch über den Antisemitismus in anderen Ländern sprechen, ohne den erschreckenden Zuwachs an antisemitischen Straftaten in Deutschland zu nennen."

22:03 Uhr

Sinabung spuckt weiter Asche

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Nach Jahrhunderten der Ruhe wird der Sinabung wieder aktiv.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der Vulkan Sinabung in Indonesien spuckt Rauch und Asche:

  • Die Asche sei mehr als 1000 Meter in die Höhe geschleudert worden, teilt das Vulkanologische Institut Indonesiens mit. Die Anwohner wurden aufgefordert, einen Sicherheitsabstand von einigen Kilometern einzuhalten.
  • Der etwa 2500 Meter hohe Sinabung war jahrhundertelang nicht ausgebrochen, seit einigen Jahren kommt es aber immer wieder zu Eruptionen. Zuletzt spuckte der Vulkan am 19. August sogar vier Kilometer in die Höhe.
  • Der Sinabung ist einer von Dutzenden aktiven Vulkanen in Indonesien, das am sogenannten Pazifischen Feuerring liegt.
21:52 Uhr

Champions-League-Finale im Liveticker

Falls Sie sich für Fußball interessieren: Das Champions-League-Finale zwischen Paris St. Germain und Bayern München können Sie auch im Liveticker meines Kollegen Tobias Nordmann verfolgen. Zur Halbzeit steht es allerdings 0:0.

21:36 Uhr

Twitter warnt erneut vor Trump-Tweet

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Twitter versah den Tweet des Präsidenten mit einem Hinweis.

Erneut versieht Twitter eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump zu einem angeblich geplanten Wahlbetrug mit einem Warnhinweis:

  • Der Tweet des Republikaners habe gegen die Regeln zur Wahrung der "Integrität der Wahlen" verstoßen, erklärt das Unternehmen. Trump mache in seinem Tweet eine irreführende Gesundheitsbehauptung, die Menschen möglicherweise von der Wahl abhalten könnte. Es sei aber im öffentlichen Interesse, dass der Tweet weiter zugängig sei.
  • In dem Tweet behauptet Trump erneut ohne Angabe stichhaltiger Gründe, dass die Demokraten die wegen der Corona-Pandemie erwartete Zunahme der Briefwahl für Wahlbetrug nutzen wollten. Konkret bezeichnet er spezielle Briefkästen, in die Wahlunterlagen eingeworfen werden können, im Hinblick auf die Sicherheit als "Desaster".
  • Mit Blick auf das Coronavirus, das die Erkrankung Covid-19 auslösen kann, schreibt Trump zudem, die Briefkästen seien "nicht Covid-desinfiziert". Zudem suggerierte er, dass sie von Parteien kontrolliert würden. "Ein großer Betrug!", schreibt er.

Experten und auch viele Republikaner weisen Trumps wiederholte Warnungen vor einer Briefwahl zurück. Eine Studie der Denkfabrik Brennan Center kam zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Amerikaner die Briefwahl manipuliert, geringer sei als die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden.

21:16 Uhr

BKA schützt Nawalny in Charité

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Auf dem Weg vom Flughafen zur Charité hatte Nawalny eine Polizeieskorte.

(Foto: dpa)

Unter Polizeischutz wurde der schwer kranke russische Oppositionelle Andrej Nawalny nach seiner Landung in Berlin zur Charité gebracht. Aber auch dort wird er bewacht: Er steht unter dem Schutz des Bundeskriminalamts (BKA). "Der polizeiliche Schutz von Alexej Nawalny wurde zunächst durch den Bund übernommen", sagt dazu ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Grundlage sei Paragraf sechs des BKA-Gesetzes. Das Bundeskriminalamt ist laut Gesetz unter anderem zuständig für den Personenschutz von Mitgliedern der Bundesregierung, aber auch von ausländischen Gästen, beispielsweise bei Staatsbesuchen. In Regierungskreisen heißt es, über diese Regelung im BKA-Gesetz sei es möglich, in dem Fall zu helfen.

20:24 Uhr

Larry King verliert zwei Kinder in drei Wochen

Der langjährige amerikanische Talkshow-Moderator Larry King erlebt eine Familientragödie. Innerhalb von nur drei Wochen verliert er zwei seiner Kinder. "Beide waren gute Seelen", schreibt der 86-Jährige auf seiner Facebook-Seite, "wir werden sie sehr vermissen." Sein Sohn Andy sei am 28. Juli überraschend einem Herzinfarkt erlegen, seine Tochter Chaia sei am 20. August gestorben, nachdem die Ärzte bei ihr Lungenkrebs diagnostiziert hatten. Dem TV-Sender CNN zufolge wurden sie 65 und 52 Jahre alt. Der Tod der beiden fühle sich vollkommen falsch an, schreibt King weiter. "Kein Elternteil sollte ein Kind beerdigen müssen." Nach Angaben von CNN hat der vielfach ausgezeichnete Journalist vier weitere Kinder.

19:50 Uhr

Lukaschenko zeigt sich mit Kalaschnikow

Am Präsidentenpalast in Minsk landet ein Hubschrauber. Sofort gibt es Spekulationen: Lässt sich Machthaber Alexander Lukaschenko in Sicherheit bringen angesichts der andauernden Proteste, auch an diesem Sonntag? Immerhin wird vermutet, dass sich ein Teil der Menge auf den Palast zubewegen könnte, obwohl starke Sicherheitskräfte die Zufahrtsstraßen mit Militärfahrzeugen blockieren.

Doch das Staatsfernsehen zeigt andere, martialische Bilder: Lukaschenko ist in schwarzer Montur mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole in der Hand zu sehen, wie er den Hubschrauber verlässt und zum Palast geht. Immerhin hat er zuletzt betont, notfalls die Armee zur Sicherung seiner Macht einzusetzen und selbst bis zum Tod zu kämpfen.

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19:21 Uhr

Tödlicher Unfall mit Sechsjährigem - Verdächtiger festgenommen

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Das Kind wurde bei dem Unfall gegen eine Bushaltestelle geschleudert.

(Foto: dpa)

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall mit einem sechsjährigen Kind nimmt die Polizei einen 31 Jahre alten Autofahrer fest. Im Zuge der Ermittlungen habe sich der Verdacht erhärtet, dass es ein illegales Autorennen gegeben hatte, teilt die Polizeidirektion Dresden mit. Beamte hätten den Mann in seiner Wohnung in Dresden-Löbtau festgenommen. Er befinde sich in Polizeigewahrsam und werde am Montag einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der Junge war am Samstagabend beim Überqueren einer Straße vom Wagen des 31-Jährigen erfasst worden. Das Kind wurde gegen eine Bushaltestelle geschleudert und kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wo es wenig später starb. Zeugen hatten ausgesagt, dass sich der 31-Jährige mit einem 23-Jährigen ein Rennen lieferte.

18:49 Uhr

FDP-Politiker: "Fall Nawalny trägt Handschrift des russischen Regimes"

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"Nawalny wurde vergiftet, wir wissen, wer schuld ist, Alexej du musst leben" steht auf diesem Plakat bei einer Demo in Chabarowsk.

(Foto: dpa)

Noch steht nicht fest, ob Kremlkritiker Alexej Nawalny vergiftet wurde - sofern es überhaupt nachgewiesen werden kann. Außenpolitiker aus Regierung und Opposition fordern aber eine politische Antwort auf das Vorgehen der russischen Führung gegen ihre Kritiker:

  • "Der Fall Nawalny trägt eindeutig die Handschrift des russischen Regimes", sagt FDP-Außenpolitiker Bijan Djir-Sarai der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Deutschland müsse konkrete, personenbezogene Sanktionen gegen die Hintermänner von Anschlägen auf Oppositionelle ergreifen, fordert er.
  • CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sagt, Russland sei "kein vertrauenswürdiger Partner". Und weiter: "Umso wichtiger wäre es, dass die Europäische Union eine gemeinsame klare Sprache gegenüber Russland findet, die auch die Wirtschaftsbeziehungen mit einbezieht."
  • Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, sagt, der Kreml mache auch vor der Souveränität anderer Staaten nicht halt. "Bei aller Notwendigkeit des kritischen Dialogs mit Russland muss die Bundesregierung dies im Klartext benennen und als Ratspräsident eine europäische Linie koordinieren."
  • Und SPD-Außenpolitiker Nils Schmid: "Wir dürfen uns keine Illusionen machen: Putin ist bereit, für den Machterhalt über Leichen zu gehen."
18:19 Uhr

Auto stürzt 60 Meter in die Tiefe - ein Mensch stirbt

Beim Sturz eines Autos rund 60 Meter in die Tiefe kommt in Oberbayern ein Mann ums Leben. Der Wagen sei am frühen Morgen aus zunächst ungeklärter Ursache auf einer Forststraße in Oberaudorf im Landkreis Rosenheim von der Straße abgekommen, teilt die Polizei mit. Er stürzte danach einen Abhang hinunter und landete auf einer Almwiese. In dem Auto saßen zwei 37 und 44 Jahre alte Männer. Der Jüngere starb noch an der Unfallstelle. Der andere wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

18:02 Uhr

Muss Israel schon wieder an die Wahlurnen?

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Gantz (l.) und Netanjahu bilden eine Regierung. Letzterer ist aktueller Ministerpräsident, Gantz soll ihn im Herbst 2021 ablösen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bleiben wir noch einen Moment in Israel. Dort rutscht die Regierung in eine Krise - und könnte damit die vierte Neuwahl in eineinhalb Jahren auslösen. Worum geht's?

  • Wegen schwerer Spannungen wird die wöchentliche Kabinettssitzung in Jerusalem zum zweiten Mal in diesem Monat abgesagt.
  • Sollte es in einem Etatstreit bis Montagabend um Mitternacht (Ortszeit) keine Einigung geben, würden Neuwahlen ausgelöst. Denn das Parlament löst sich nach israelischem Gesetz im Falle einer Nicht-Billigung des Haushalts automatisch auf.
  • In der erst seit Mai bestehenden Koalition aus dem rechtskonservativen Likud von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem Mitte-Bündnis Blau-Weiß von Verteidigungsminister Benny Gantz kommt es zu großen Spannungen. Die Krise entzündet sich an einem Konflikt darüber, ob die Regierung einen Haushalt nur für das laufende Jahr oder auch für 2021 verabschieden sollte.
17:23 Uhr

Forscher legen 3200 Jahre alte Festung frei

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Die Festung hatte an ihren vier Ecken Wachtürme, am Eingang blieb eine massive Schwelle erhalten, die aus einem etwa drei Tonnen schweren Felsbrocken gehauen wurde.

(Foto: dpa)

Etwa 3200 Jahre alt ist eine Festung, die israelische Forscher freigelegt haben und die ab Dienstag für Besucher geöffnet ist.

  • Die 18 mal 18 Meter große Anlage sei Mitte des 12. Jahrhunderts vor Christus von den Kanaanitern gebaut worden, als Verteidigung gegen den damaligen Vormarsch der Philister, teilt die Altertumsbehörde mit.
  • Die Kanaaniter lebten vor den Israeliten in dem Gebiet, das dem heutigen Israel und Libanon sowie Teilen von Jordanien und Syrien entspricht. Die Philister tauchten in der späten Bronzezeit im Nahen Osten auf und besiedelten einflussreiche Städte an der Mittelmeerküste, etwa Aschkelon und Gaza.
  • Die Festung sei bei Ausgrabungen in der Nähe von Kiriat Gat gefunden worden. Der Fund erlaube "einen Einblick in die geopolitische Realität, die im (biblischen) Buch der Richter beschrieben wird, in der Kanaaniter, Israeliten und Philister sich gegenseitig bekämpften".
16:53 Uhr

Jugendliche überfallen Obdachlosen - wegen zehn Euro

Wer keine feste Bleibe hat, hat auch keinen Schutz und ist besonders angreifbar. Wie dieser Obdachlose in Dortmund:

  • Zwei 16-Jährige sollen den auf der Straße schlafenden Mann überfallen und mit einer Schreckschusswaffe in seine Richtung geschossen haben.
  • Die beiden hätten es auf das wenige Bargeld des Obdachlosen abgesehen, teilt die Polizei mit - zehn Euro in einem Pappbecher.
  • Nach dem Überfall in der Nacht seien die Jugendlichen zunächst mit einem Elektroroller geflohen, nach kurzer Zeit aber gestellt worden, heißt es. Weil sie aggressiv gewesen seien, seien sie gefesselt und in Polizeigewahrsam gebracht worden.
16:25 Uhr

Bahn meldet kaum Zugausfälle in Hitzewelle

Das Logo der Deutschen Bahn ist auf einem ICE zu sehen. Foto: Silas Stein/dpa

Bis 2024 will die Bahn 6,5 Milliarden Euro in neue Fernverkehrszüge investieren. Das Durchschnittsalter der Flotte soll damit von 21 auf 14 Jahre sinken.

(Foto: Silas Stein/dpa)

Von der Post zur Bahn, und das mit einer guten Nachricht. Denn wer kennt sie nicht, die Meldungen über ausgefallenen Klimaanlagen im ICE. In diesem Jahr aber gab es das kaum:

  • Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es während der vergangenen Hitzewelle kaum Zugausfälle.
  • Nur 0,18 Prozent der Fernverkehrszüge konnten ihre Fahrt wegen der teils extremen Temperaturen nicht wie geplant zu Ende führen, teilt das Unternehmen mit.
  • DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber führt dies auch auf Investitionen in neue Züge zurück. Zur Fernverkehrsflotte gehörten mittlerweile mehr als hundert Fahrzeuge der neuen Generationen wie der ICE 4 und der Intercity 2. "Deren Klimaanlagen sind auf Temperaturen bis 45 Grad ausgelegt", so Huber.
15:59 Uhr

Verband geht gegen hohes Briefporto vor

Für einen Standardbrief werden mittlerweile 80 Cent Porto fällig. Doch war die Erhöhung auch rechtmäßig? Das bezweifelt der Bundesverband Paket und Expresslogistik (Biek) - und geht dagegen vor:

  • Mit einem förmlichen Antrag, die Briefpreise rückwirkend neu festzusetzen, setzt der Verband die Politik und die Marktaufsicht unter Entscheidungsdruck, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet.
  • Die geltende Portogenehmigung von 2019 verstoße gegen das Postgesetz. Damit sei die Bundesnetzagentur verpflichtet, diese Genehmigung aufzuheben und neu zu bescheiden, heißt es in dem Antrag, der sich auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts stützt - das sich allerdings auf eine Portoerhöhung von 2016 bezog.
  • "Im Ergebnis muss das Porto von derzeit 80 Cent für einen Standardbrief rückwirkend deutlich gesenkt werden", sagt Biek-Chef Marten Bosselmann. Er wirft der Post vor, mit dem Briefporto den Paketmarkt quer zu subventionieren.
  • Aber auch die Netzagentur, die bei der Genehmigung einer neuen Verordnungsvorgabe folgen musste, zieht das Porto in Zweifel. Trotzdem hat sie bisher nichts unternommen, weil noch eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln läuft.
15:41 Uhr

Menschen gehen wieder in Minsk auf die Straße

Zehntausende Menschen trotzen in der belarussischen Hauptstadt Minsk den Drohungen von Machthaber Alexander Lukaschenko und gehen erneut auf die Straße, um gegen ihn zu demonstrieren:

  • Laut einem AFP-Korrespondenten auf dem Unabhängigkeitsplatz fordern die Demonstranten den Rücktritt Lukaschenkos und eine Wiederholung der umstrittenen Präsidentenwahl vom 9. August. Viele der Demonstranten schwenkten die rot-weiße Fahne der Opposition und forderten in Sprechchören "Freiheit".
  • Im Internet werden allerdings auch Videos veröffentlicht, die Polizisten in Kampfmontur und mit Wasserkanonen zeigen. Diese rücken offenbar Richtung Unabhängigkeitsplatz vor.
  • Im Vorfeld der neuen Proteste hatten die Behörden alle Staatsbürger vor der Teilnahme an "illegalen Demonstrationen"gewarnt.

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15:28 Uhr

Amthor soll wieder direkt für Bundestag kandidieren

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Seit 2017 sitzt Amthor im Bundestag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seine Lobbyarbeit für ein New Yorker Start-up sorgte für Schlagzeilen und viel Kritik. Doch die politische Karriere von Philipp Amthor scheint keinen Schaden genommen zu haben. Zumindest kommt er dem Wiedereinzug in den Bundestag einen Schritt näher:

  • Laut Partei beschließt der Kreisvorstand der CDU Vorpommern-Greifswald einstimmig, den 27-Jährigen erneut der Mitgliederversammlung als Kandidaten für den Wahlkreis 16 (Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II) vorzuschlagen.
  • Der Kreisvorsitzende Franz-Robert Liskow sagt, dass Amthor das Vertrauen der Kreis-CDU genieße. "Wir setzen damit weiter auf einen jungen und erfolgreichen Politiker, der seit 2017 hervorragende Arbeit im Deutschen Bundestag leistet."
  • Amthor war wegen seiner Nebentätigkeit und Lobbyarbeit für das US-amerikanische IT-Unternehmen Augustus Intelligence in die Kritik geraten. Er hatte erklärt, dass er inzwischen die Zusammenarbeit beendet habe. Der Bundestag sieht bei der Nebentätigkeit keine Rechtsverstöße.
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15:06 Uhr

Inoffiziell ältester Mann der Welt ist tot - so alt wurde er

Der laut südafrikanischen Medien inoffiziell älteste Mann der Welt, Fredie Blom, ist mit 116 Jahren gestorben. "Noch vor zwei Wochen hat Opa Holz gehackt", sagte Andre Naidoo im Namen der Familie der Nachrichtenagentur AFP. Doch innerhalb von drei Tagen sei er "von einem großen Mann zu einer schmalen Person" geworden und schließlich gestorben.

Blom kam nach eigenen Angaben am 8. Mai 1904 im südafrikanischen Adelaide zur Welt. Das Guinness-Buch der Rekorde führt allerdings den 112 Jahre alten Briten Bob Weighton als nachweisbar ältesten Mann der Welt. Südafrikanische Medien haben Blom mangels offiziellen Geburtsnachweises zum inoffiziell ältesten Mann der Welt gekürt.

14:40 Uhr

Vom Iran abgeschossenes Flugzeug: Details veröffentlicht

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Die Maschine stürzte kurz nach dem Start in der Nähe von Teheran ab.

(Foto: AP)

Im Januar lieferten sich die USA und der Iran einen nicht nur verbalen Schlagabtausch, nachdem der iranische General Soleimani von einer US-Rakete getötet worden war. Der Konflikt kostete auch 176 Menschen an Bord eines ukrainischen Flugzeugs das Leben - das von iranischen Raketen abgeschossen wurde. Nun veröffentlicht das Land erstmals Informationen der Flugschreiber, die in Frankreich ausgewertet wurden:

  • Demnach wurde die Maschine mit 176 Menschen an Bord im Abstand von 25 Sekunden von zwei Raketen getroffen.
  • Aus den Äußerungen der Piloten im Cockpit sei zu entnehmen gewesen, dass die Insassen 19 Sekunden nach dem ersten Einschlag noch am Leben gewesen seien, sagt der Leiter der iranischen Zivilluftfahrt-Behörde, Turadsch Dehghani-Sanganeh, im staatlichen Fernsehen.
  • Die iranischen Revolutionsgarden hatten das Flugzeug am 8. Januar kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen. Die iranische Regierung sprach später von einem "katastrophalen Fehler".
  • Im Oktober wollen der Iran und die Ukraine erneut über eine Entschädigung der Familien der Opfer sprechen.
13:58 Uhr

Trailer zum neuen Batman-Film draußen - düsterer geht kaum

Der erste Trailer zu "The Batman" ist da. In dem Clip, der beim "DC FanDome"-Event Premiere feierte, ist deutlich zu sehen: Regisseur Matt Reeves wird einen düsteren Streifen über Bruce Wayne alias Batman präsentieren, gespielt von dem aus der "Twilight"-Saga bekannten Robert Pattinson.

Zu den Klängen von Nirvanas "Something In The Way" kommt Commissioner James Gordon (Jeffrey Wright) an einen Tatort. Bei der Leiche hat der Täter eine Botschaft an Batman hinterlassen. "Fällt Ihnen dazu etwas ein?", fragt der Ermittler Batman. Eine weitere Botschaft taucht auf, bevor der "Dunkle Ritter" an eine Gruppe aus Männern mit weiß geschminkten Gesichtern gerät: "Was zum Teufel bist du denn?", fragt der Anführer. Batman schlägt den Mann daraufhin brutal zusammen, und erklärt ihm anschließend: "Ich bin Vergeltung."

"The Batman" soll im Herbst 2021 erscheinen.

13:31 Uhr

In letzter Sekunde - Schwimmer vor Kraftwerk aus Main gerettet

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Nahe dem östlichen Ufer des Main befindet sich an der Alten Mainbrücke ein Laufwasserkraftwerk mit drei Turbinen.

(Foto: imago images/HMB-Media)

Das war knapp: In letzter Sekunde sind zwei Männer kurz vor dem Wassereinlass eines Kraftwerkes in Würzburg aus dem Main gerettet worden. Die beiden Männer, einer war 28, der andere 24 Jahre alt, schwammen in der Nähe der Alten Mainbrücke, wie die zuständige Leitstelle mitteilte. Kurz bevor sie durch die Strömung des Wasserkraftwerks angesogen werden konnten, seien sie von Mitarbeitern einer angrenzenden Gaststätte mit einer Stange aus dem Wasser gezogen worden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Personen sich nur noch mit Mühe am Mühlrad festhalten können, um nicht in den Sog zu gelangen.

Als die Rettungskräfte anrückten, waren die Schwimmer bereits in Sicherheit. Da das Baden im Bereich von Brücken, Wehr-, Schleusen- und Kraftwerksanlagen verboten ist, erwartet sie nun eine Anzeige.

12:56 Uhr

Gigantischer Diamant gefunden - Wert geht in die Millionen

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Da ist das Prachtstück: Eigentlich nur ein Stein, aber ein sehr wertvoller Stein.

(Foto: Gem Diamonds)

Aus einer Mine in Lesotho im Süden Afrikas haben Arbeiter einen schier gigantischen Diamanten ans Tageslicht befördert: Das Stück wiegt 442 Karat - etwa 88 Gramm, wie das Unternehmen Gem Diamonds berichtet. Edward Sterck, Analyst bei BMO Capital Markets, glaubt laut "Bloomberg", dass der Stein 18 Millionen US-Dollar einbringen könnte. So viel wie derzeit fast 300 Kilogramm Gold.

Die Letseng Mine ist bekannt für ihre gigantischen Diamanten hoher Qualität. Vor zwei Jahren erst hatte Gem Diamonds einen Stein entdeckt, der 910 Karat (182 Gramm) aufwies und so groß war wie zwei Golfbälle. Er wurde für 40 Millionen Dollar verkauf.

12:24 Uhr

Bären-Attacke in den Alpen - Mann erleidet mehrere Verletzungen

In einem Bergdorf in den italienischen Alpen ist normalerweise nicht der Bär los. Doch am Samstagabend hatte ein Polizist eine ziemlich aufwühlende Begegnung - mit einem Raubtier: Der Mann hatte vor Dienstantritt gerade einen Abendspaziergang mit einer Begleitung gemacht, als er von einem rund 120 Kilogramm schweren Bären attackiert und zu Boden geworfen wurde. Er erlitt dabei mehrere Verletzungen, teilten örtliche Behörden mit. In der Nacht sei der Bär dann gefangen genommen worden, als er gerade Essen in Mülltonnen suchte.

In der Provinz Trentino südlich des deutschsprachigen Südtirols lösen Bären zunehmend Besorgnis aus. Im Trentino wurden die Raubtiere vor Jahren mit einem Schutz-Programm wieder angesiedelt. Sie vermehrten sich gut, sodass dort inzwischen etwa 90 Tiere leben dürften.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:47 Uhr

Rettung vorm Ertrinken - Mehrheit traut es sich nicht zu

Weniger als die Hälfte der Deutschen traut sich zu, in einer Notsituation im Wasser als Retter einzuspringen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Danach beantworteten nur knapp 45 Prozent der 2500 Befragten eine entsprechende Frage mit Ja. Etwa 43 Prozent der Befragten sahen sich nicht in der Lage, im Wasser Hilfe zu leisten. Unter Männern lag der Anteil derer, die sich eine Rettung zutrauen, bei mehr als 50 Prozent. Bei den Frauen waren es dagegen nur 36,9 Prozent. Unter jungen Menschen glaubt indes eine Mehrheit, helfen zu können.

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Die DRK-Wasserwacht  appelliert an die Bevölkerung, die eigenen Schwimmfähigkeiten zu verbessern und einen Rettungsschwimmkurs zu machen.

(Foto: imago images/Jürgen Ritter)

11:13 Uhr

Hüpfburg aus Matratzen - Sechsjähriger stürzt aus dem Fenster

Ein sechs Jahre alter Junge ist bei einer Geburtstagsfeier in Baden-Württemberg aus dem Fenster gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Die Kinder hatten sich am Samstagabend in Eislingen aus Matratzen eine Hüpfburg gebaut, wie die Polizei mitteilte. Beim Herumtoben verlor der Junge das Gleichgewicht und stürzte aus dem geöffneten Fenster im ersten Obergeschoss. Er kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus.

10:58 Uhr

"Dramatisches Umdenken" - Neuer Aktien-Boom bei jungen Menschen

Seit der Dotcom-Blase Anfang des Jahrhunderts hatten deutsche Anleger etwas das Vertrauen in Aktien verloren. Und dann kam auch noch die Finanzkrise 2008. Doch das scheint alles lange her zu sein: Privatanleger in Deutschland haben im ersten Quartal 2020 so viel in Börsenpapiere investiert wie seit mehr als einer Dekade nicht mehr. Das zeigt eine Studie der ING Deutschland, wie die "Welt am Sonntag" berichtet. Es wurde doppelt so viel Geld in Aktien investiert wie ein Jahr zuvor.

Manfred Weber von der Universität Mannheim spricht mit Blick auf das veränderte Anlageverhalten der Deutschen von einer "sensationellen" Entwicklung: "Da findet ein dramatisches Umdenken statt", sagte der "Börsenprofessor" dem Blatt. Insbesondere junge Leute würden im großen Stil Wertpapier-Sparpläne abschließen. "Wir sehen gerade eine Generation Sparplan heranwachsen."

10:23 Uhr

Polizei konnte ihn nicht stoppen - Geisterfahrer verursacht Todes-Crash auf A3

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer auf der A3 sind in Nordrhein-Westfalen zwei Menschen gestorben. Kurz vor der Anschlusstelle Siebengebirge prallte am Samstagabend ein Falschfahrer frontal mit einem anderen Wagen zusammen, wie die Kölner Polizei mitteilte. Eine Streife der Autobahnpolizei hatte zuvor vergeblich versucht, über die Mittelschutzplanke hinweg Kontakt zu dem Geisterfahrer aufzunehmen. Die Beamten konnten den Frontalzusammenstoß jedoch nicht verhindern.

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Bei dem Zusammenprall wurden der Wagen des Unfallverursachers über die Mittelschutzplanke auf die Gegenfahrbahn und der Fahrer aus dem Auto geschleudert.

(Foto: dpa)

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09:44 Uhr

Nawalny wurde vor möglicher Vergiftung beobachtet

Der prominente Kremlkritiker Alexej Nawalny soll nach einem Bericht vor seiner möglichen Vergiftung von den Behörden genau beobachtet worden sein. "Das Ausmaß der Überwachung überrascht mich überhaupt nicht, wir waren uns dessen bereits bewusst", schrieb seine Sprecherin Kira Jarmysch auf Twitter. "Aber es ist erstaunlich, dass sie nicht gezögert haben, allen davon zu erzählen."

Hintergrund ist ein Artikel der Moskauer Boulevardzeitung "Moskowski Komsomolez", der sich auf nicht näher genannte Sicherheitskreise beruft. Darin werden detailgenau alle Bewegungen des Oppositionellen bei seiner Reise durch Sibirien beschrieben. Die Behörden sollen ihn in Sibirien die ganze Zeit beschattet haben, heißt es in dem Beitrag. Wenn es überhaupt eine Vergiftung gegeben haben soll, könne das wahrscheinlich nur am Flughafen oder im Flugzeug passiert sein, so eine Schlussfolgerung.

Nawalny liegt seit Donnerstag im Koma und wird künstlich beatmet. Am Samstag wurde Nawalny, immer noch im Koma, mit einem Spezialflug nach Berlin gebracht.

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09:01 Uhr

Wegen Covid-19 - Netflix setzt gleich zwei Serien ab

Das Coronavirus kostet zwei Netflix-Serien die eigentlich bereits beschlossene Fortsetzung: Die zweiten Staffeln von "The Society" und "I Am Not Okay With This" werden doch nicht zustande kommen. "Wir sind enttäuscht, diese Entscheidungen aufgrund der von Covid geschaffenen Umstände treffen zu müssen", zitiert das Online-Portal "Deadline" aus einem Statement des Streamingdienstes. Dabei soll es sich nicht näher genannten Quellen zufolge um Unsicherheiten hinsichtlich der Produktionsbedingungen sowie unerwartete Budget-Erhöhungen handeln.

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Kathryn Newton alias Allie Pressman in "The Society".

(Foto: Seacia Pavao/Netflix)

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

Produktiver in der Stadt als auf dem Land - Studie zu Hummeln

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Auch die Steinhummel - die Lieblings-Hummelart des Autors - war Teil der Studie.

(Foto: imago images/STAR-MEDIA)

Das Leben in der Stadt bringt größere und damit auch produktivere und intelligentere Individuen hervor als das Landleben - jedenfalls bei Hummeln. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung. Die Tiere seien durch ihre Intelligenz besser an die stark durch Straßen und Häuser zerstückelten Lebensräume in der Stadt angepasst als ihre Artgenossen auf dem Land, sagte der Studienleiter, Biologe Panagiotis Theodorou von der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg.

Die Auswertung ergab, dass die Hummeln in den städtischen Lebensräumen im Schnitt größer waren als in den ländlichen. Das verschaffe den Stadt-Tieren im Vergleich mit den Hummeln vom Land einige Vorteile, erklärte die Biologin Antonella Soro von der MLU. "Größere Hummeln können besser sehen, besser lernen und haben ein größeres Erinnerungsvermögen. Sie werden auch seltener von Fressfeinden attackiert und können weitere Distanzen zurücklegen", sagte Soro.

07:58 Uhr

Präsident der jüdischen Gemeinde in Graz mit Holzprügel attackiert

Ein erschreckender Zwischenfall in Graz: Der Präsident der dortigen jüdischen Gemeinde, Elie Rosen, ist gestern Abend vor dem jüdischen Gemeindehaus von einem Mann mit einem Holzprügel attackiert worden. Rosen blieb unverletzt. Der Täter floh.

Rosen sagte der Nachrichtenagentur APA, er sei bei seiner Ankunft vor dem Gemeindezentrum auf einen Mann auf einem Fahrrad aufmerksam geworden, der einen Stein in der Hand gehalten habe. Als er ihn gefragt habe, was er vorhabe, sei der Mann mit einem Prügel auf ihn losgegangen.

In der Nacht zum Samstag waren bereits ein Fenster des Gemeindezentrums eingeschlagen und mehrere weitere beschädigt worden. Am Mittwoch war die Synagoge in Graz mit pro-palästinensischen Parolen beschmiert worden.

07:29 Uhr

Studie: Schwimmende Müllschlucker keine Lösung für Meere

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Die niederländische gemeinnützige Organisation "The Ocean Cleanup" sammelt mit einer Abfangvorrichtung Plastikmüll im Pazifik.

(Foto: The Ocean Cleanup)

Das Projekt "The Ocean Cleanup" hat in den vergangenen zwei Jahren für viel Furore gesorgt - mit einer riesigen Abfangvorrichtung soll Plastikmüll im Pazifik gesammelt werden. Doch Forscher erteilen solchen Vorhaben nun einen herben Dämpfer. Denn, so das Ergebnis einer Studie, solche schwimmenden Barrieren, die Plastik sammeln, können demnach nur einen kleinen Beitrag zur Reinigung der Meere leisten.

"Technologien, wie vom Projekt Ocean Cleanup vorgeschlagen, werden uns nicht dabei helfen, das Plastikproblem zu lösen", sagte Agostino Merico vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen. "Wir müssen dringend überdenken, wie wir Plastik produzieren, konsumieren und entsorgen und wie wir nachhaltige Alternativen vorantreiben können", so der Mitautor der Studie, die jüngst in der Zeitschrift "Science of the Total Environment" veröffentlicht wurde.

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07:00 Uhr

Panne an Londons Wahrzeichen - Tower Bridge gesperrt

Londons berühmte Tower Bridge ist im hochgeklappten Zustand steckengeblieben und war am Samstag über mehrere Stunden nicht passierbar. Der Grund: technische Probleme. Das mittlere Stück der Klappbrücke über der Themse im Zentrum der britischen Hauptstadt kann geöffnet werden, um größeren Schiffen die Durchfahrt zu gewähren. Am Abend wurde die Brücke zunächst für Fußgänger, aber nicht für den Autoverkehr wieder geöffnet, wie die Behörden mitteilten.

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Die bei Touristen beliebte Brücke wurde im späten 19. Jahrhundert erbaut. Die Klappen wurden ursprünglich mit einer Dampfhydraulik bedient. Seit den Siebzigerjahren wird das Öffnungssystem mit Öl und Strom betrieben. 

(Foto: imago images/Eibner)

06:37 Uhr

Fertighäuser immer beliebter - vor allem im Süden

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Anders als Massivhäuser werden Fertighäuser meist in speziellen Hallen vorgefertigt und dann auf den Grundstücken wie ein Bausatz zusammengesetzt.

(Foto: imago images/imagebroker)

Wenn Familien in Deutschland sich ein Haus bauen, ist es immer öfter ein Fertighaus. Das jedenfalls sagt der Bundesverband Deutscher Fertigbau: Im ersten Halbjahr 2020 stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise nicht nur um 11 Prozent auf 11.344 - auch der Anteil an allen gebauten Häusern stieg von 20,6 auf 22,1 Prozent an.

Bei der Beliebtheit von Fertighäusern gibt es allerdings ein deutliches Süd-Nord-Gefälle. Während etwa in Baden-Württemberg mittlerweile fast 40 Prozent der Baugenehmigungen auf Fertighäuser entfallen, sind es in Niedersachsen nur 9 Prozent, in Bremen sogar nur 4,5 Prozent.

Vielleicht gibt es im Norden die Sorge, das Haus würde bei einer steifen Brise weggeweht?

06:12 Uhr

Schwester: Trump hat bei Uni-Aufnahme geschummelt

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Maryanne Trump Barry ist emeritierte Bundesrichterin.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Dies sollte wohl nicht an die Öffentlichkeit gelangen: Die Schwester von US-Präsident Donald Trump, Maryanne Trump Barry, ist in einem Privatgespräch hart mit ihrem berühmten Bruder ins Gericht gegangen. Trump sei ein Lügner und habe keine Prinzipien, sagt sie in einem heimlich aufgezeichneten Gespräch mit ihrer Nichte Mary Trump, welches die "Washington Post" veröffentlichte.

Unter anderem klagt Trumps Schwester über die "gottverdammten Tweets und Lügen" ihres Bruders. In dem Audio-Mitschnitt spricht Mary Trump mit ihrer Tante auch über Donald Trumps Bewerbungstests an der University of Pennsylvania. Trump sei an der Hochschule nur angenommen worden, weil jemand anderes die Prüfungen für ihn abgelegt habe, sagt Trump Barry. Sie erinnere sich sogar an den Namen des Mannes.

Trump und das Weiße Haus reagierten zunächst nicht auf die Veröffentlichung des Mitschnitts.

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