Der Tag
27. Oktober 2025
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Zum Archiv
22:19 Uhr

Das war Montag, der 27. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

in Argentinien hat Präsident Javier Milei die Präsidentschaftswahlen gewonnen und sich damit eine Bestätigung für seine Politik abgeholt. Allerdings hat er sich nur Zeit gekauft, wie mein Kollege Roland Peters in Buenos Aires analysiert. Seinen Text würde ich Ihnen zum Abend noch ans Herz legen.

National ging heute auch wieder die Debatte um das "Stadtbild" in eine neue Runde. Bei ntv stritten in der neuen Talkshow "Blome & Pfeffer" Sahra Wagenknecht und Karl Lauterbach.

Darüber hinaus kann ich Ihnen noch diese Stücke empfehlen:

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Das war Montag, der 27. Oktober 2025
22:10 Uhr

"Freunde, ich kann nichts beschönigen": Ex-Präsident Biden meldet sich zu Wort

Der frühere US-Präsident Joe Biden hat sich besorgt zum Zustand der Demokratie in den USA geäußert. "Freunde, ich kann nichts beschönigen. Es sind dunkle Zeiten", sagte der 82-Jährige laut Associated Press bei einer Preisverleihung in Boston.

Dennoch gibt sich der Demokrat weiter zuversichtlich: "Amerika ist kein Märchen", sagte Biden. "Seit 250 Jahren ist es ein ständiges Hin und Her, ein existenzieller Kampf zwischen Gefahr und Möglichkeit." Es sei noch nicht der Zeitpunkt, um aufzugeben. "Wir sind eines der wenigen Länder weltweit, das jede Krise, mit der es konfrontiert war, immer wieder gestärkt überwunden hat", führte Biden aus. "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass wir wie immer gestärkt, weiser, widerstandsfähiger und gerechter aus dieser Krise hervorgehen werden."

"Freunde, ich kann nichts beschönigen": Ex-Präsident Biden meldet sich zu Wort
21:39 Uhr

"Kein anderer Ausweg": Streit um Hausaufgaben eskaliert völlig

Hausaufgaben sind nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Aber in Bayern führte jetzt ein handfester Streit um Hausaufgaben zwischen einer Mutter und ihrer Tochter zu einem Polizeieinsatz. Laut den Beamten weigerte sich das neun Jahre alte Mädchen in Landshut, ihre Hausaufgaben zu machen.

Mutter und Tochter gerieten darüber so heftig aneinander, dass der Vater "keinen anderen Ausweg" gesehen habe, als die Polizei zu rufen, teilten die Beamten mit. Den Polizisten sei es gelungen, den Streit zu schlichten. Ob das Mädchen ihre Hausaufgaben am Ende erledigte, blieb laut Polizei aber unklar.

"Kein anderer Ausweg": Streit um Hausaufgaben eskaliert völlig
20:57 Uhr

Sensationsfund: Forscher entdecken Millionen Jahre altes Dinosaurier-Ei

Auf dem Rückweg von einer Expedition in einem argentinischen Steinbruch entdeckt ein Forscherteam ein Ei der besonderen Art: Es soll 70 Millionen Jahre alt sein und von einem Dinosaurier stammen. Der Fund könnte dabei helfen, das Ende der Dinosaurier noch besser zu verstehen.

Sensationsfund: Forscher entdecken Millionen Jahre altes Dinosaurier-Ei
20:32 Uhr

Deutsche Bahn verleiht begehrten Preis

Der Hauptbahnhof in Magdeburg ist Bahnhof des Jahres. Eine Jury unter anderem mit Vertretern von Kundenverbänden, des Deutschen Tourismusverbandes und der Allianz pro Schiene lobte mit der Auszeichnung das Ergebnis einer umfassenden Sanierung. Magdeburg punkte nun "vor allem bei Aufenthaltsqualität und Anschlussmobilität, also etwa der Verknüpfung mit Fahrrad, Straßenbahn, Bus und Auto".

Frische Farben und grüne Inseln machten den Bahnhof zudem freundlicher und erhöhten die Aufenthaltsqualität. Innerhalb des Bahnhofsgebäudes lobte die Jury diverse Einkaufsmöglichkeiten, eine kleine Spielecke für Kinder im Warteraum sowie einen Bereich mit Arbeitsflächen. An den Sitzen gebe es USB-Anschlüsse.

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Frische Farben überzeugten die Jury unter anderem. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Bauarbeiten am Magdeburger Hauptbahnhof hatten vor gut zehn Jahren begonnen. Zunächst wurden Weichen und Schienenwege erneuert und zusätzliche Abstellgleise in Bahnhofsnähe gebaut, wie die Allianz pro Schiene erklärte. Durch den Einbau weiterer Aufzüge seien nun alle Bahnsteige barrierefrei erreichbar. Der Kölner Platz zwischen der Ost- und der Westseite des Bahnhofs wurde komplett umgestaltet.

Deutsche Bahn verleiht begehrten Preis
20:08 Uhr

Betrunkener geht mit Kettensäge auf Bekannte los

Im kleinen Ort Arti in der Region Swerdlowsk gerät ein 28-Jähriger nach einem Streit mit Bekannten in Rage. Betrunken schnappt er sich eine Kettensäge und geht auf die Gruppe junger Leute los - die reagieren jedoch erstaunlich unerschrocken und mutig.

Betrunkener geht mit Kettensäge auf Bekannte los
19:35 Uhr

Plötzlich wieder da: Helene Fischer legt Überraschungsauftritt hin

Sängerin Helene Fischer hat ihre Babypause unterbrochen und in einer TV-Show ihr neues Kinder-Album vorgestellt. Fischer sei überraschend am Sonntag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung "Klein gegen Groß" mit Kai Pflaume aufgetreten, berichtet RTL. Ein Sprecher Fischers bestätigte, dass die Sendung am 13. Dezember ausgestrahlt werden soll. Fischer stelle in der Sendung auch ihr neues Album mit dem Titel "Die schönsten Kinderlieder - Winter- und Weihnachtszeit" vor.

Es soll aber vorerst bei diesem einen Auftritt bleiben. Die Sängerin hatte im Sommer die Geburt ihrer zweiten Tochter öffentlich gemacht. Ende August schrieb sie auf ihren Social-Media-Kanälen, dass ihr Fokus derzeit auf ihrem Familienleben liege. "Diese kostbare Zeit mit meiner Familie bedeutet mir unendlich viel und ich wollte sie ganz bewusst in Ruhe erleben." Sie führte aus: "In diesem Jahr möchte ich weiterhin so viel Zeit wie möglich mit meiner kleinen Familie verbringen."

Plötzlich wieder da: Helene Fischer legt Überraschungsauftritt hin
19:12 Uhr

Erschreckend häufig: KI-Chatbots lügen

ChatGPT, Perplexity und Co. werden von immer mehr Menschen in ihren Alltag eingebunden. Doch eine Studie der Europäischen Rundfunkunion schürt nun neue Zweifel an der Zuverlässigkeit der digitalen Helfer.

Der Untersuchung zufolge erfinden die Chatbots bis zu 40 Prozent ihrer Antworten. Dem User präsentieren sie diese allerdings als Fakten. Neben echten Halluzinationen der KI-Chatbots gibt es noch ein systematisches Problem, heißt es in der Studie. Denn die Anwendungen sind mitunter mit veralteten Trainingsdaten trainiert worden.

Erschreckend häufig: KI-Chatbots lügen
18:42 Uhr

Nächster US-Bundesstaat steigt ins Wahlkampf-Wettrüsten ein

Nach der Neuzuschneidung der Wahlkreise unter anderem in Texas und Missouri folgt nun Indiana. Die Republikaner in dem Bundesstaat wollen mit einer Neuziehung erreichen, dass sie bei den nächsten Kongresswahlen im November 2026 mehr eigene Kandidaten nach Washington schicken können.

Zu einer entsprechenden Sondersitzung lud der Gouverneur des Bundesstaats Mike Braun nun gerade ein. "Ich berufe eine Sondersitzung der Legislative ein, um die Einwohner Indianas vor Bestrebungen anderer Bundesstaaten zu schützen, die darauf abzielen, ihren Einfluss in Washington zu schwächen, und um sicherzustellen, dass sie im Kongress fair vertreten sind", erklärte Braun in einer Stellungnahme.

Die dortigen Republikaner beugen sich dem Druck von US-Präsident Donald Trump, der sie zu diesem Schritt aufforderte. Die Demokraten versuchen die republikanischen Zugewinne durch "Gerrymandering" in Kalifornien auszugleichen. Dieses Vorhaben muss aber erst noch die Zustimmung der Wähler bekommen.

Nächster US-Bundesstaat steigt ins Wahlkampf-Wettrüsten ein
18:12 Uhr

"Heißhunger" endet mit Verletzungen und Anzeige

Bei Süßigkeiten wird so mancher gerne einmal schwach. Ich hoffe, dass das bei Ihnen nicht so abläuft, wie bei einem aktuellen Fall in Hamburg. Dort verspürte am Morgen ein 33-Jähriger am S-Bahnhof Elbgaustraße im Stadtteil Eidelstedt "Heißhunger auf Süßes" wie die Polizei mitteilte. Da ihm das Geld fehlte, versuchte er, durch den Ausgabeschacht an die Süßigkeiten zu gelangen – und blieb stecken.

Polizei und Feuerwehr konnten den Mann unter enormem Aufwand nach einer Stunde wieder befreien. Leichte Schwellungen an der Hand wurden vor Ort versorgt. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Diebstahl gegen den bereits polizeilich bekannten 33-Jährigen ein. Der Sachschaden am Automaten wird auf rund 8000 Euro geschätzt.

"Heißhunger" endet mit Verletzungen und Anzeige
17:27 Uhr

"Dummer Moment in seinem Leben": Trump erklärt Verhältnis zu Musk

Die enge Beziehung zwischen US-Präsident Donald Trump und Tesla-Chef Elon Musk hielt nur wenige Monate in seiner zweiten Amtszeit. Dann kam es zum Bruch - aufgrund gleich mehrerer Differenzen. Doch den Streit scheinen die beiden wieder vollumfänglich hinter sich gelassen zu haben.

"Ich mag Elon, ich habe Elon immer gemocht“, erklärte Trump auf die Frage einer Journalistin an Bord der Air Force One. "Er hatte eine schlechte Phase. Er hatte eine schlechte Zeit. Er hatte einen schlechten Moment. Es war ein dummer Moment in seinem Leben. Sehr dumm. Aber ich mag Elon und ich vermute, ich werde ihn immer mögen."

"Dummer Moment in seinem Leben": Trump erklärt Verhältnis zu Musk
16:49 Uhr

Kreuzberger Grüne stellen Strafanzeige gegen Kanzler Merz

Der Berliner Grünen-Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg hat Bundeskanzler Friedrich Merz wegen seiner Aussagen in der "Stadtbild"-Debatte angezeigt. Die Anzeige erfolgte wegen Verdachts der Volksverhetzung, heißt es in einer Mitteilung der Grünen. Anlass seien seine wiederholte Aussagen, im deutschen Stadtbild gebe es "dieses Problem", das durch Rückführungen zu "lösen" sei.

"Diese Formulierung ist keine unbedachte Wortwahl, sondern Ausdruck einer rassistischen Denkfigur, die Menschen mit Migrationshintergrund pauschal als 'Störfaktor' im öffentlichen Raum markiert. Wer von einem 'Problem im Stadtbild' spricht, meint nicht Müll, Armut oder Vernachlässigung, sondern unsere Mitmenschen. Und genau das ist das Problem", so die Kreuzberger Grünen.

Kreuzberger Grüne stellen Strafanzeige gegen Kanzler Merz
16:06 Uhr

Nahezu reines Gold: Einzigartiger Schatz in Sachsen entdeckt

In Sachsen ist eine etwa 2200 Jahre alte keltische Goldmünze entdeckt worden. Ein Sondengänger fand das Goldstück im Juli auf einem Feld bei Gundorf nordwestlich von Leipzig, wie das sächsische Kulturministerium mitteilte. Die Behörden sprachen von einem für Sachsen "einzigartigen" Fund.

Eine Analyse im Landesamt für Archäologie Sachsen ergab, dass die zwei Gramm leichte Münze nahezu aus reinem Gold mit einem ganz geringen Silberanteil besteht. Vergleichbare Stücke finden sich demnach vor allem in Nordböhmen und datieren in das dritte Jahrhundert vor Christus. Das sächsische Fundstück belegt nach Angaben der Experten die Verbindung zum keltischen Kulturkreis in Böhmen, zu dem Sachsen eindeutig nicht gehörte.

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Klein, aber oho: Die Keltenmünze ist nicht einmal annähernd so groß wie eine Fingerkuppe. (Foto: picture alliance/dpa)

Auf der leicht nach außen gewölbten Vorderseite ist demnach der stilisierte Kopf eines Tieres zu sehen. Auf der Rückseite sind ein geöffneter Halsring mit verdickten Enden sowie ein Stern mit abgerundeten Ecken und eine Kugel dargestellt.

Nahezu reines Gold: Einzigartiger Schatz in Sachsen entdeckt
15:28 Uhr

"Lassen Sie AOC gegen Trump antreten": US-Präsident fordert Demokratin zum Duell

US-Präsident Donald Trump wirft nahezu täglich mit Herabwürdigungen für seine politischen Gegner um sich. Jetzt fordert er die linke Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez zu einem Duell in einem kognitiven Test heraus. "Sie haben Jasmine Crockett – eine Person mit niedrigem IQ. AOC hat einen niedrigen IQ. Lassen Sie sie die Prüfungen bestehen, die ich absolviert habe, als ich im Walter Reed war. Das sind kognitive Tests", erklärte der US-Präsident auf seinem Flug in Richtung Japan.

"Lassen Sie AOC gegen Trump antreten. Lassen Sie Jasmine gegen Trump antreten." Die ersten Fragen seien einfach, doch dann würde es schwierig. "Ein Tiger, ein Elefant, eine Giraffe, wissen Sie. Wenn man bei etwa fünf oder sechs angelangt ist, und dann bei 10 und 20 und 25, könnte sie keine dieser Fragen auch nur annähernd beantworten", behauptet Trump. Die Äußerungen des Präsidenten erfolgten, nachdem er sich Anfang dieses Monats einer medizinischen Untersuchung im Rahmen einer "halbjährlichen Vorsorgeuntersuchung" im Walter Reed National Military Medical Center unterzogen hatte.

"Lassen Sie AOC gegen Trump antreten": US-Präsident fordert Demokratin zum Duell
14:58 Uhr

22-Jähriger liefert sich wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei

Um einer Polizeikontrolle zu entgehen, soll ein 22-Jähriger mit einem Mietwagen davongerast und dabei gegen einen Zaun sowie gegen einen Baum geprallt sein. Rettungskräfte brachten ihn nach dem Unfall in Delmenhorst mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Zwischenzeitlich war der Autofahrer demnach mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern pro Stunde in einer 30er-Zone unterwegs. Er versuchte noch vor den Beamten zu Fuß zu fliehen, wurde aber in unmittelbarer Nähe fixiert.

Die Verfolgungsfahrt dauerte einem Polizeisprecher zufolge nur wenige Minuten an. Der 22-Jährige hatte keinen Führerschein und schien laut der Polizei unter dem Einfluss von Drogen zu stehen. Spürhunde fanden in dem Auto geringe Mengen Kokain und Cannabis.

An dem neuwertigen Mietwagen entstand ein Schaden in Höhe von 40.000 Euro. Gegen den 22-Jährigen ermittelt die Polizei unter anderem wegen der Flucht mit "rücksichtsloser und verkehrswidriger Fahrweise" und leitet nun ein Verfahren wegen eines möglichen verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein.

22-Jähriger liefert sich wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei
14:15 Uhr

Pärchen hat Sex im Fotoautomat - und dann ist die Handtasche weg!

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Gibt gemütlichere Orte für schöne Momente zu zweit, oder? (Foto: picture alliance / Sueddeutsche Zeitung Photo)

Bei einem Fotoautomat denke ich sofort an lustige Erinnerungsfotos mit Freunden - und eher weniger an Sex. Aber wer bin ich, um darüber zu urteilen, dass ein Pärchen einen solchen Automaten am Hauptbahnhof in Rostock als Ort fürs Liebesspiel ausgewählt hatte. Ob es dabei ein Happy End gab, ist mir nicht bekannt, aber für die Frau gab es doppelten Ärger: Nicht nur, dass die 47-Jährige und ihr 45 Jahre alter Partner eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses am Hals haben. Ihre Handtasche ist auch noch weg. Diese hatte die Frau laut Bundespolizei nach dem Schäferstündchen an dem Automaten vergessen. Ein Langfinger war jedoch schnell zur Stelle und machte sich mit der Tasche unerkannt davon. Zu sehen war das auf Überwachungskameras. Wegen des kurzen Vorhangs war Bundespolizei und Passanten ziemlich schnell klar, was da bei dem laut Polizei alkoholisierten Pärchen in der Kabine vor sich geht.

Pärchen hat Sex im Fotoautomat - und dann ist die Handtasche weg!
14:07 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Johanna Ohlau hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und versucht nun, das Beste aus diesem kühlen und nassen Herbstwetter zu machen.

Mein Name ist Lukas Märkle und ich begleite Sie hier bis in die späten Abendstunden. Wie gewohnt schauen wir auf die politische Welt, aber auch die abseitigeren Themen sollen hier nicht zu kurz kommen.

Bei Fragen, Anmerkungen oder Feedback melden Sie sich gerne bei mir unter lukas.maerkle(at)ntv.de

Schichtwechsel
13:51 Uhr

Loeffler-Institut: Bereits mehr als halbe Million Tiere wegen Vogelgrippe getötet

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Nach einem Ausbruch in Brandenburg wurden alle Tiere in dem Geflügelmastbetrieb getötet. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Vogelgrippe breitet sich rasant aus. Im Kampf dagegen sind in Deutschland bereits mehr als 500.000 Nutztiere getötet worden. Seit Anfang September seien 31 Ausbrüche in Tierhaltungsbetrieben festgestellt worden, erklärt das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald. In betroffenen Geflügelbetrieben wurden die Tiere getötet. "Die Lage ändert sich derzeit so schnell, dass die Zahlen nur eine Momentaufnahme sind und eher die Dimension abbilden als die absoluten Zahlen", erklärt eine LFI-Sprecherin.

Die meisten Ausbrüche gibt es derzeit in Niedersachsen (acht) sowie in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (jeweils sechs). Außerdem sind Thüringen und Schleswig-Holstein vergleichsweise stark betroffen, in Nordrhein-Westfalen gibt es bislang zwei Ausbrüche und in Baden-Württemberg und Bayern jeweils einen. Zudem hat das LFI 96 Fälle bei Wildvögeln registriert, auch hier können jeweils mehrere Tiere betroffen sein. Schwerpunkte liegen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in den insbesondere von Kranichen aufgesuchten Vogelrastgebieten in Sachsen-Anhalt und Thüringen und Niedersachsen. Wie viele Wildvögel insgesamt an der Geflügelpest verendet sind, ist den Angaben des Instituts zufolge nicht zu beziffern. "Allein in Brandenburg sind es wohl schon über 1500 Kraniche", so die Sprecherin.

Loeffler-Institut: Bereits mehr als halbe Million Tiere wegen Vogelgrippe getötet
13:21 Uhr

Trumps liebstes Hobby: Trümmer des Weißen Hauses landen auf Golfplatz

Die Abrissarbeiten am Weißen Haus gehen weiter, um Platz für den mindestens 300 Millionen Dollar teuren Ballsaal von US-Präsident Donald Trump zu schaffen. Der Schutt landet indes nicht nur auf Abfallplätzen, sondern wird gleich noch für ein anderes Herzensanliegen Trumps "recycelt": Golf.

Trumps liebstes Hobby: Trümmer des Weißen Hauses landen auf Golfplatz
13:02 Uhr

Unbekannte randalieren auf jüdischem Friedhof - Grabsteine umgestoßen

Das war wohl nicht bloß der Wind: Auf einem jüdischen Friedhof im niedersächsischen Rinteln im Landkreis Schaumburg haben Unbekannte zehn Grab- und Gedenksteine umgeworfen. Die Polizei geht von einem vorsätzlichen Handeln aus. Nach Rücksprache mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen sei ein unbeabsichtigtes Umfallen ausgeschlossen, teilt ein Sprecher mit. Zeugen werden gebeten, sich zu melden. Nicht weit entfernt in Obernkirchen haben zudem unbekannte Täter einen jüdischen Gedenkstein mit verfassungsfeindlichen Schriftzügen beschmiert. Der Staatsschutz ermittelt und bittet ebenfalls um Hinweise.

Unbekannte randalieren auf jüdischem Friedhof - Grabsteine umgestoßen
12:24 Uhr

Frauen zu Prostitution gezwungen? Polizei nimmt zwei ältere Frauen fest

Das ist mal ein eher ungewöhnliches Täterprofil: Zwei ältere Frauen sollen in Berlin andere Frauen zur Prostitution gezwungen haben. Bei einer Razzia in zwei Hotels in den Stadtteilen Schöneberg und Charlottenburg wurden eine 83-Jährige und eine 51-Jährige festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt mitteilen. Sie würden des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung verdächtigt. In den Hotels fanden die Beamten sieben mutmaßliche Zwangsprostituierte.

Bei der Durchsuchung wurde in einem der Hotels eine 36 Jahre alte Frau festgenommen, gegen die ein Haftbefehl wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe bestand. Die Polizei zog den Angaben nach auch die Bauaufsicht hinzu. Diese fand in dem Hotel in Charlottenburg lebensbedrohliche Mängel. Die Zimmer sowie Ein- und Ausgänge wurden abgesperrt und versiegelt und das Hotel evakuiert.

Frauen zu Prostitution gezwungen? Polizei nimmt zwei ältere Frauen fest
11:46 Uhr

Was ist das am Himmel? Grüner Feuerball schießt über Moskau hinweg

Am Nachthimmel über Moskau erstrahlt plötzlich ein gleißend heller, grüner Schein: Ein riesiger Feuerball schießt über die russische Hauptstadt. Unklar ist, was der Ursprung des Objekts ist. Astronomen vermuten einen Gegenstand von der Größe eines Basketballs.

Was ist das am Himmel? Grüner Feuerball schießt über Moskau hinweg
11:28 Uhr

Berichte: Toter und Verletzte bei Drohnenangriff im Gazastreifen

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Leben in Ruinen und weiterhin in Gefahr: Trotz Waffenruhe kommt es im Gazastreifen immer wieder zu Angriffen und verletzten Zivilisten. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Erst am Wochenende gab es Meldungen von verletzten Zivilisten im Gazastreifen, nun gibt es erneut Berichte über Verletzte im Süden des Gebiets. Die Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas bleibt sehr fragil. Israels Armee habe bei dem jüngsten Zwischenfall mit einer Drohne eine Gruppe in der Kleinstadt Abasan al-Kabira angegriffen, meldet die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Demnach wollten die Menschen ihre Häuser besichtigen. Laut medizinischen Kreisen des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis wurden ein palästinensischer Mann getötet sowie vier weitere Menschen verletzt. Die Angaben lassen sich noch nicht unabhängig überprüfen. Israels Militär teilt auf Anfrage mit, es gehe dem Bericht nach.

Die östlich von Chan Junis gelegene Stadt steht unter israelischer Militärkontrolle und liegt hinter der sogenannten "gelben Linie". Hinter diese Linie hatte sich die israelische Armee als Teil der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen. Israels Armee hat seitdem eigenen Angaben nach mitunter auf Personen gefeuert, die dieses vom Militär kontrollierte Gebiet betreten und sich Soldaten dort genähert hätten. Auch diese Angaben sind derzeit nicht überprüfbar.

Berichte: Toter und Verletzte bei Drohnenangriff im Gazastreifen
11:01 Uhr

Italienisches Gericht erlaubt Auslieferung von Nord-Stream-Saboteur an Deutschland

Im juristischen Streit um die Auslieferung eines mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs an Deutschland gibt ein italienisches Gericht grünes Licht. Dies teilt der Anwalt des beschuldigten Ukrainers mit.

Italienisches Gericht erlaubt Auslieferung von Nord-Stream-Saboteur an Deutschland
10:52 Uhr

Veggie-Schnitzel soll bleiben: Agrarminister Rainer gegen Namensverbot

"Nanu, was hab ich denn da im Supermarkt versehentlich für ein Schnitzel gekauft?" Ungefähr so dumm müssen sich die Befürworterinnen und Befürworter eines Namensverbots für Fleischersatzprodukte wohl die Kundinnen und Kunden vorstellen. Auf EU-Ebene läuft ja seit Längerem schon eine Debatte darum, ob Veggie-Schnitzel, Veggie-Burger und Co. noch so heißen dürfen oder nicht. Eine knappe Mehrheit im EU-Parlament hat sich Anfang Oktober dafür ausgesprochen. Da ist das letzte Wort aber wohl noch nicht gesprochen - jedenfalls nicht mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Der CSU-Politiker will sich in Brüssel gegen ein Namensverbot einsetzen. Es sei "unnötig, diese Diskussion zu führen", sagte Rainer bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg. Er verwies auf einen hohen Verwaltungsaufwand bei einer Umstellung. "Meine persönliche Meinung: Ein Schnitzel besteht für mich aus Schwein, Kalb, Pute", sagte Rainer. Allerdings wüssten Verbraucherinnen und Verbraucher, was sie im Supermarkt kauften: "Wenn sie ein Veggie-Schnitzel kaufen, dann wissen sie, dass das nicht aus Fleisch ist."

Das ist schon eine kleine Kehrtwende im Veggie-Namensstreit: Zuvor hatten sich sowohl Rainer als auch Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU grundsätzlich hinter ein Namensverbot gestellt. Nun argumentiert der Agrarminister mit wirtschaftlichen Gründen. Die Umstellung würde zusätzliche Kosten für Unternehmen verursachen. Zudem ist noch wichtig zu wissen: Nach dem Votum im Parlament geht es jetzt erst einmal in die Verhandlungen mit allen 27 Regierungen der EU-Staaten.

Veggie-Schnitzel soll bleiben: Agrarminister Rainer gegen Namensverbot
10:01 Uhr

Lehrer trotz Krankschreibung bei TV-Kochshow?

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Krankgeschrieben lieber nur am eigenen Herd Suppe aufwärmen. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Wer krankgeschrieben ist, muss zuhause oder im Bett liegen bleiben? Nein, grundsätzlich ist erst einmal alles erlaubt, was die Genesung nicht gefährdet. Ein langer Spaziergang, ein Besuch bei der Familie oder Ähnliches. Doch ein TV-Auftritt in einer Kochshow zählt sicherlich nicht dazu. Genau damit sorgt jetzt ein lange krankgeschriebener Lehrer für Aufregung in Nordrhein-Westfalen: Der Mann soll während einer rund einjährigen Auszeit in zwei Kochshows im Fernsehen aufgetreten sein. Die zuständige Bezirksregierung Köln bestätigt der Deutschen Presse-Agentur, dass sie ein Disziplinarverfahren gegen den Mann eingeleitet habe. Die Aufsichtsbehörde wollte keine weiteren Angaben machen, "da es sich bei Disziplinarangelegenheiten um streng vertrauliche Personalmaßnahmen handelt."

Die Aufsichtsbehörden in NRW stehen ja bereits sehr in der Kritik, seit ein extremer Fall um eine Lehrerin im Ruhrgebiet kürzlich bekannt geworden ist: Die Lehrerin war seit 16 Jahren krankgeschrieben - und musste nie zum Amtsarzt. Als sich dies Anfang des Jahres durch einen Wechsel in der Sachbearbeitung änderte, klagte die Frau - wodurch der Fall überhaupt publik wurde.

Lehrer trotz Krankschreibung bei TV-Kochshow?
09:50 Uhr

Kosten für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen

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Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Urnengrab. (Foto: picture alliance/dpa)

Auch rund um den Tod gibt es so was wie Trends, und die gehen in den vergangenen Jahren klar zur Urne. Das dürfte nicht nur mit der Bestattungsform zu tun haben, sondern sicherlich auch mit dem Preis: Urnengräber sind deutlich günstiger als die lange Zeit übliche Bestattung mit Sarg, Grabstein und aufwendigen Blumenarrangements. Die Preise für Bestattungen sind auch im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gestiegen: Särge, Urnen, Grabsteine und andere Begräbnisartikel wurden um 3,9 Prozent im Vorjahresvergleich teurer, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren stiegen sogar um 4,6 Prozent. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise kletterten im selben Zeitraum um 2,2 Prozent.

Kosten für Bestattungen überdurchschnittlich gestiegen
09:17 Uhr

Handel mit Kriegswaffen? SEK stößt bei Razzia in NRW auf Waffenarsenal

Großer Polizeieinsatz in Nordrhein-Westfalen: Laut mehreren Medienberichten sollen seit gestern Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in mehrere Objekte und Wohnhäuser in Remscheid gestürmt sein. Demnach stießen die Polizisten, die von Ermittlern von Europol unterstützt wurden, auf ein größeres Waffenarsenal. Mehrere Verdächtige wurden wegen des Verdachts auf illegalen Handel mit Kriegswaffen festgenommen, wie der "Remscheider General-Anzeiger" meldet. In einem Gebäude sollen Sprengstoff und Panzerminen entdeckt worden sein. Auch auf der Autobahn 1 soll ein Fahrzeug gestoppt worden sein. Den Berichten zufolge sollen die Durchsuchungen noch nicht abgeschlossen sein und auch im Ausland stattfinden. Die Polizei hält sich mit Details bislang noch etwas bedeckt. Die Polizei Wuppertal bestätigt bislang lediglich einen laufenden Einsatz.

Handel mit Kriegswaffen? SEK stößt bei Razzia in NRW auf Waffenarsenal
08:43 Uhr

Streit eskaliert: Taxifahrer sprüht Pfefferspray auf Fahrgast

Man ruft sich ein Taxi, steigt ein, lässt sich zum gewünschten Ort bringen und bezahlt für die Fahrt - Taxifahren ist so einfach, aber dann kommt wohl die Praxis: Zwischen einem Taxifahrer und einem Fahrgast in Hessen ist ein Streit komplett eskaliert. Der Ausgangspunkt des Streits ist relativ gewöhnlich, würde ich vermuten: Der Fahrgast lässt sich zwar zum gewünschten Ziel kutschieren, aber will dann nicht bezahlen (was wohlgemerkt bei digital gebuchten Fahrten mit hinterlegtem Bankkonto so eher nicht passieren würde). Nun kommen wir zum eher ungewöhnlichen Teil des Vorfalls, der sich laut Polizei am Wochenende im Landkreis Offenbach ereignet hat: Im Streit soll der Kunde den 39 Jahre alten Taxifahrer geschlagen und ihm Bargeld weggenommen haben. Der 39-Jährige habe daraufhin mit Pfefferspray gesprüht, wobei er neben seinem Widersacher auch einen weiteren Fahrgast getroffen haben soll. Der 33-jährige Fahrgast flüchtete den Angaben zufolge in ein angrenzendes Wohnhaus, wo ihn die Polizei später festnahm. Von dem Bargeld fehlt jedoch jede Spur. Die Beamten ermitteln gegen ihn wegen des Verdachts des Raubes. Dem Taxifahrer wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Streit eskaliert: Taxifahrer sprüht Pfefferspray auf Fahrgast
08:06 Uhr

Hier sind die Menschen am glücklichsten in Deutschland

Wo leben wohl die glücklichsten Menschen in Deutschland? Wenn man sie befragt, so geben Hamburgerinnen und Hamburger die Antworten, die am meisten auf zufriedene Lebensumstände schließen lassen (Radfahren gehört wohl nicht zur Umfrage, siehe mein voriger Eintrag). Das hat erneut das Länderranking im "Glücksatlas" ergeben, den die Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) erstellt hat. Auf einer Skala zwischen 0 und 10 bewerteten die Befragten in Hamburg demnach ihre Zufriedenheit im Schnitt mit 7,33 Punkten – das ist etwas weniger als 2024. Das begründen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so: "Die Hamburger sind wohlhabend, und das Glück ist ziemlich gleich verteilt." Außerdem biete die Stadt eine gute Versorgung mit öffentlichen Gütern.

Und wie sieht es in den anderen Bundesländern aus? Einige folgen knapp dahinter: Auf den vorderen Plätzen folgten Bayern (7,21), Rheinland-Pfalz (7,21), Nordrhein-Westfalen (7,19) und Schleswig-Holstein (7,12). Die Schlusslichter sind laut der Befragung Bremen (6,89), Berlin (6,83), das Saarland (6,78) und Mecklenburg-Vorpommern (6,06). Die Menschen in Rheinland-Pfalz und Thüringen sind demnach etwas zufriedener geworden, in Schleswig-Holstein sind sie dagegen etwas weniger erfüllt.

Hier sind die Menschen am glücklichsten in Deutschland
07:27 Uhr

Nach tödlichem Dooring-Unfall: Hamburger CDU fordert mehr Schutz für Radfahrer

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Ups, übersehen? Für Radfahrer wird die Unachtsamkeit von Autofahrern schnell zur tödlichen Gefahr. (Foto: picture alliance / BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com)

Ich sage immer: In Bremen fahre ich für mein Leben gerne Fahrrad, in Hamburg tue ich das nicht - weil mir mein Leben lieb ist. Klar, auch in Bremen ist es nicht überall ein Vergnügen, aber es ist nun kein Geheimnis, dass Hamburg für Radfahrende ein (lebens-)gefährliches Pflaster ist. Man braucht oft nicht allzu lange, um eines der weiß angesprühten Fahrräder im Stadtbild zu sehen - Mahnmale nach tödlichen Fahrradunfällen. Ein weiteres weißes Rad wird wohl bald auch im Stadtteil Rotherbaum in Hamburg stehen. Dort war die "Großstadtrevier"-Schauspielerin Wanda Perdelwitz bei einem "Dooring-Unfall" so schwer verletzt worden, dass sie wenig später ihren Verletzungen im Krankenhaus erlag. Jemand hatte nicht achtgegeben auf Radfahrende, die Autotür geöffnet und so die folgenschwere Kollision verursacht.

Ob prominent oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle, aber wenn dieser Tod irgendetwas Gutes hat, dann dass nun über die Gefahr für Radfahrende gesprochen wird: Denn seit Jahresbeginn sind fast ein Dutzend Radfahrerinnen und Radfahrer auf Hamburgs Straßen ums Leben gekommen. Die CDU fordert vom rot-grünen Senat Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Hamburg. Insbesondere gegen Dooring-Unfälle müsse etwas getan werden, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Richard Seelmaecker. Nicht nur die Hamburger CDU scheint sich mit Dooring-Unfällen vorher noch nicht allzu oft befasst zu haben: Seelmaecker, der auch Mitglied des Verkehrsausschusses der Bürgerschaft ist, wollte in einer Schriftlichen Kleinen Anfrage vom rot-grünen Senat wissen, wie viele solcher Unfälle es in der Hansestadt gibt und was zu ihrer Vermeidung getan wird. Angaben zur Anzahl dieser Unfälle konnte der Senat jedoch nicht machen, da sie nicht gesondert statistisch erfasst würden. "Wir müssen nicht nur den Radverkehr fördern, sondern wir müssen für die Sicherheit der Radfahrer sorgen – und das beginnt mit belastbaren Zahlen", so Seelmaecker.

Nach tödlichem Dooring-Unfall: Hamburger CDU fordert mehr Schutz für Radfahrer
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

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So langsam müssen wir uns von den Glücks-Kleeblättern für dieses Jahr verabschieden. (Foto: picture alliance / Caro)

Das eklige Herbstwetter trägt momentan nicht so zu meinem persönlichen Glück bei, aber ansonsten bin ich gerade glücklich und zufrieden. Wie ist das bei den Menschen in Deutschland? Das stellt der "Glücksatlas" heute am Vormittag wieder vor, also wo die Menschen am glücklichsten in Deutschland sind und was sie glücklich macht. Wir preschen mit einem kleinen Umfrage (und zugegeben auch wissenschaftlich nicht so belastbar) etwas vorweg - die finden Sie unten am Eintrag. Stimmen Sie gern mit ab.

Das steht ansonsten im Kalender für heute:

  • US-Präsident Donald Trump setzt seine Asientour fort und reist nach Japan. Heute will er in Tokio Japans Kaiser Naruhito treffen, wie das Weiße Haus ankündigt.

  • Bildungsministerin Karin Prien von der CDU beginnt offiziell ihre Israel-Reise. Geplant ist ein Besuch in der größten Holocaust-Gedenkstätte der Welt - Yad Vashem in Jerusalem.

  • 75 Jahre Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV): Das wird heute mit einem Festakt im Bundesinnenministerium in Berlin gefeiert. BfV-Präsident Sinan Selen zählt Spionage und Sabotage aktuell zu den größten Bedrohungen, um die sich der Inlandsgeheimdienst kümmern muss.

  • Ein Polizist steht ab heute wegen des Vorwurfs der Strafvereitelung im Amt vor Gericht. Der 29-Jährige soll gegen den mutmaßlichen Messerstecher von Aschaffenburg keine Ermittlungen eingeleitet haben, der Monate vor der Bluttat mit zwei Toten bereits seine Freundin angegriffen haben soll.

  • Für Fußball-Fans startet die zweite Anmeldephase für WM-Tickets. Interessierte haben zunächst bis zum 31. Oktober Zeit, sich auf der FIFA-Homepage für den Verkauf zu registrieren. Anders als in der ersten Phase, die ausschließlich Visa-Card-Inhaberinnen und -Inhabern vorbehalten war, kann sich diesmal jeder um Tickets bewerben.

Zurück nochmal zum Glück: Wir können ja glücklicherweise miteinander in Kontakt treten. Sollten Sie also über etwas nicht so glücklich sein im Tag oder könnten mich mit einem Hinweis auf ein interessantes Thema glücklich machen - schreiben Sie mir gern eine Mail an: johanna.ohlau(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:46 Uhr

SPD will "Stadtbild"-Gipfel im Kanzleramt - Union lehnt ab

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Friedrich Merz (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Erst sprach Friedrich Merz von der CDU von "Problemen im Stadtbild", dann von Töchtern, die man für nähere Details fragen soll. Mit seinen Äußerungen hat der Bundeskanzler eine länger anhaltende Debatte über Sicherheit im öffentlichen Raum ausgelöst. Der Koalitionspartner der Union, die SPD, fordert deshalb jetzt sogar ein Spitzentreffen im Kanzleramt. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Adis Ahmetovic, der mit neun weiteren Abgeordneten einen Acht-Punkte-Plan zur "Stadtbild"-Debatte verfasst hat, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich erwarte, dass der Kanzler Vertreter von Großstädten, kommunalen Verbänden und den Fraktionen zu einem Stadtbild-Gipfel an einen Tisch holt, wie beim Stahl- oder Automobil-Gipfel." Die Union sieht dafür keine Notwendigkeit. Die Gruppe der SPD-Abgeordneten hatte in ihrem Plan "für ein soziales, sicheres und solidarisches Stadtbild" geschrieben: "Schwierigkeiten im Stadtbild haben vielfältige Ursachen: soziale Missstände, Wohnungsnot, Verwahrlosung öffentlicher Räume, fehlende soziale Infrastruktur und unzureichende Prävention." Wer die Debatte auf Asyl, Flucht und Migration verenge, verhindere Lösungen.

Die Union jedoch lehnt einen Gipfel ab. "Der Bundeskanzler hat die Problemlage klar benannt, eine weitere Erörterung ist nicht nötig", sagte Fraktionsgeschäftsführer Steffen Bilger der "Bild". Die Union stehe aber für Gespräche mit der SPD über eine noch konsequentere Innenpolitik jederzeit bereit. Zumindest von außen erwägt die Reaktion der Union nicht den Eindruck, dass es Kanzler Merz bei der Äußerung um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Sicherheit im öffentlichen Raum ging - Wasser auf die Mühlen seiner vielen Kritikerinnen und Kritiker, die ihm das Schüren von Angst und Fremdenfeindlichkeit vorwerfen.

SPD will "Stadtbild"-Gipfel im Kanzleramt - Union lehnt ab
06:02 Uhr

Krokodil attackiert jungen Angler - 14-Jähriger überlebt

Krokodile, giftige Quallen, Spinnen und Schlangen - Australien ist im Vergleich zu uns schon ein gefährliches Pflaster. Die Strände und das Meer sind jedoch auch sehr verlockend: Das wurde einem 14-jährigen Angler im tropischen Norden des Landes fast zum Verhängnis. Der Teenager ist an einem Strand am Myall Beach im Bundesstaat Queensland von einem Krokodil attackiert und verletzt worden. Der 14-Jährige sei am Wochenende in hüfttiefem Wasser von dem Reptil angefallen worden, berichtet der Sender Sky News unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Der Strand liegt nahe der Landzunge Cape Tribulation im bei Touristen beliebten Daintree-Nationalpark. Die Strände in der Region zählen zu den gefährlichsten der Welt. Augenzeugen halfen dem Teenager nach der Attacke und brachten ihn zur Erstversorgung in ein nahe gelegenes Hostel. Anschließend wurde er in ein Krankenhaus ins 140 Kilometer weiter südlich gelegene Cairns geflogen. Den Angaben zufolge hat er Verletzungen am Bein und am Bauch erlitten, die aber nicht lebensbedrohlich sind.

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