mit Janis PeitschDas war Dienstag, der 25. Februar 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" schließt für heute. Bevor ich mich verabschiede, möchte ich Ihnen noch diese Artikel der Redaktion ans Herz legen:
USA derzeit von China abhängig: Putin lockt Trump mit gemeinsamer Ausbeutung der Ukraine
Maschine aus Pakistan: Charterflug mit 155 Afghanen in Berlin gelandet
Kinder aßen Fledermaus: Tödliche neue Krankheit im Kongo macht Medizinern Sorgen
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und eine erholsame Nacht. Machen Sie's gut!
AfD will Sitzungssaal der SPD übernehmen
Die AfD gewinnt an Macht im Bundestag. Das könnte sich bald auch räumlich zeigen. Denn die Raumverteilung im Reichstagsgebäude richtet sich üblicherweise nach der Stärke der Fraktionen.
Der Otto-Wels-Saal stand bisher der SPD als zweitstärkster Kraft zu. Dies ist nun allerdings die AfD, die bereits vor der Wahl Interesse an dem Raum angemeldet hatte. "Ich möchte den Otto-Wels-Saal nicht hergeben", sagte der scheidende SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nun.
SPD-Chef Otto Wels hatte im März 1933 in einer historischen Rede das Nein der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten begründet. Mit dem Gesetz wurde die Demokratie zerstört und der NSDAP alle Macht übertragen.
Wer den Saal nun bekommt, entscheidet der Ältestenrat des Bundestages.
CSU-Foto sorgt für Spott im Netz
Sechs Wahlsieger sitzen in einem Raum, um den von ihnen geplanten Politikwechsel zu besprechen. Frauen fehlen in der Runde. Ein von CSU-Chef Markus Söder veröffentlichtes Foto über die Unionsberatungen nach der Bundestagswahl sorgt im Netz für Diskussionen und spöttische Kommentare.
Die Satireseite "Postillon" etwa schrieb dazu: "Union wehrt sich gegen Kritik, dass keine Frauen am Meeting teilnehmen: 'Was glauben Sie denn, wer den Tisch gedeckt hat?'" Grünen-Chefin Franziska Brantner sagte zu den Diskussionen: "Die neue syrische Regierung wird wahrscheinlich vielfältiger als das Verhandlungsteam der Union."
Laut Statistik des Bundestages sind unter den insgesamt 630 Abgeordneten 204 Frauen - das sind 32,4 Prozent. Bei der CDU liegt der Frauenanteil bei 22,6 Prozent (2021: 23,8), bei der CSU bei 25 Prozent (2021: 22,2).
USA und Ukraine haben sich auf Bodenschatz-Deal geeinigt
Ukrainischen Vertretern zufolge ist sich Kiew mit den USA über ein Abkommen zu Bodenschätzen einig. Demnach ist Washington von seinen harten Forderungen abgerückt. Klare Verweise auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine fehlen jedoch. Die Einigung sei Teil eines "größeren Ganzen", heißt es.
Trump bricht mit jahrzehntelanger Tradition im Weißen Haus
Der Pool der im Weißen Haus akkreditierten Journalisten folgt seit Jahrzehnten einem eingespielten System - egal, wer gerade Präsident ist. Donald Trump will sich nun nicht mehr an die alte Tradition halten.
Der Republikaner entreißt der unabhängigen Journalisten-Vereinigung die Hoheit über die Besetzung des sogenannten Korrespondenten-Pools. Dies gilt etwa im Oval Office oder im Präsidentenflugzeug Air Force One. Das gab die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in Washington bekannt.
Hintergrund ist der seit Wochen anhaltende Streit mit der US-Nachrichtenagentur AP. Weil die international agierende Agentur nicht die von Trump neu vorgegebene Bezeichnung "Golf von Amerika" verwendet, genießen AP-Reporter nicht mehr das Privileg, Zugang zum Oval Office zu haben. AP und die White House Correspondents Association (WHCA) gehen dagegen juristisch vor.
Ehefrau von Heinz Hoenig zeigt ihre Körper-Transformation
Annika Kärsten-Hoenig zieht zwei Söhne groß und pflegt ihren Mann wieder gesund. Dabei vernachlässigt sie sich selbst aber nicht. Ein Fitnessplan und eine veränderte Ernährung helfen der Frau von Heinz Hoenig zu einem besseren Körpergefühl, wie sie ihren Fans auf Instagram berichtet.
IS ruft zu Anschlägen auf Karnevalsfeiern auf
Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ruft einem Medienbericht zufolge zu Anschlägen auf Karnevalsveranstaltungen auf. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die deutschsprachige Propagandaseite der Organisation berichtet, zeigen die Terroristen eine Liste mit potenziellen Zielen:
Die Weiberfastnacht auf dem Alter Markt in Köln
Die Karnevals-Party von GreenKomm in Köln
Eine Rosenmontagsfeier in Nürnberg
Die Schlager-Party "Festival der Liebe" in Rotterdam
"Diese Attentats-Aufforderungen verbreiten sich schnell", sagt ein Staatsschützer dem Blatt. "Gerade in den letzten Monaten gibt es eine wachsende Mobilisierung und Radikalisierung unter Islamisten." Die Strategie, selbstradikalisierte Einzeltäter über das Internet zu motivieren, scheine zunehmend erfolgreich.
Hündin stürzt in die Tiefe - Frau wird zur Lebensretterin
Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal wird ein kreativer Drogenschmuggler überführt, hat eine Frau eine rettende Idee und explodiert der Kofferraum eines umgerüsteten Taxis.
Herrscht an einigen Ostsee-Stränden bald Bikini-Verbot?
An den Rostocker Ostsee-Stränden soll es ab dem Sommer deutlich nackter zugehen als bisher. Eine neue Strandverordnung sieht vor, an den bestehenden FKK-Stränden der Stadt Kleidung nicht mehr optional zu belassen, sondern zu verbieten. Das meldet der "Nordkurier".
Wer künftig also mit Bikini oder Badehose erwischt wird, könnte ein Strandverbot kassieren - so sieht es zumindest der Satzungsentwurf vor.
"An FKK-Stränden ist der Aufenthalt ausschließlich Freikörperkultur betreibenden Personen vorbehalten. Bekleidet zu baden und bekleidet ein Sonnenbad zu nehmen, ist nicht gestattet", zitiert der Nordkurier aus dem Entwurf. Über die neue Satzung soll in der Rostocker Bürgerschaft am Mittwoch entschieden werden.
Justin Bieber pöbelt mit hängender Hose Fotografen an
Die Fans von Justin Bieber sind in Sorge: Sie fürchten einen erneuten Drogenabsturz des Musikstars. Sein Team dementiert die Gerüchte. Stattdessen soll der 30-Jährige an seinem musikalischen Comeback arbeiten und von seinen väterlichen Pflichten überfordert sein, weiß ein Society-Experte. Nun lässt Bieber seinen Frust an einem Paparazzo raus.
Schweiz verliert Chefs von Armee und Nachrichtendienst
Personalbeben in Bern: Die Schweizer Regierung muss Medienberichten zufolge neue Chefs sowohl für die Armee als auch den Nachrichtendienst suchen. Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, habe Ende Januar seien Rücktritt eingereicht, wie die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) und der TV-Sender SRF heute unter Berufung auf mehrere Quellen berichteten.
Bereits einige Tage vor ihm habe der Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), Christian Dussey, gekündigt.
Die Abgänge kommen zu einem heiklen Zeitpunkt für das Verteidigungsministerium, das wegen Verzögerungen bei wichtigen Projekten in die Kritik geraten ist. Mitte Januar hatte zudem Verteidigungsministerin Viola Amherd ihren Rücktritt bekannt gegeben. Ihr Nachfolger in der siebenköpfigen Schweizer Regierung, dem Bundesrat, soll am 12. März vom Parlament gewählt werden.
Vereistes Forschungsboot kippt und sinkt vor Russland
Das Forschungsboot "Ashamba" sorgt im Hafen des südrussischen Noworossijsk für Aufsehen. Weil das Gefährt von einer Eisschicht überzogen ist, kippt es zunächst auf die Seite und sinkt dann vollständig. Jetzt gilt es, eine schwere Umweltverschmutzung zu verhindern.
Bericht: Frankreich erwägt Stationierung von Atom-Bombern in Deutschland
Frankreich ist einem Medienbericht zufolge bereit, seine nukleare Abschreckung für den Schutz Europas einzusetzen. Wie der britische "Telegraph" berichtet, besteht die Möglichkeit, dass mit Atomwaffen bestückte Kampfjets in Deutschland stationiert werden.
Ein französischer Regierungsvertreter sagte dem Blatt, dass der Schritt eine Botschaft an Kremlchef Wladimir Putin sei. "Die Stationierung einiger französischer Kampfjets mit Nuklearwaffen in Deutschland dürfte nicht schwierig sein und würde ein starkes Signal aussenden", so die Quelle.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine geschätzte Kollegin Johanna Ohlau verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]ntv.de.
Los geht's!
Verbotene Spritztour zu Schnellrestaurant - Polizei stoppt 14-Jährigen am Steuer
Hungrig schlafen gehen? Gibt schönere Dinge, aber vielleicht hätte eine Gruppe Teenager aus Nordrhein-Westfalen lieber in den Kühlschrank zu Hause gegriffen statt sich die Autoschlüssel vom Vater zu schnappen. Mit denen wollte der 14-jährige Sohn des Mannes zusammen mit zwei 13 und 15 Jahre alten Jungen sowie einem zwölfjährigen Mädchen nachts zu einem Schnellrestaurant düsen. Die verbotene Spritztour endete mit einer Polizeikontrolle, wie die Polizei Viersen mitteilt. Der Vater lag schlafend im Bett und ahnte von der Unternehmung seines Sohnes und der anderen Kinder nichts.
Pensionierter Richter muss wegen Habeck-Beleidigung und Hetze Geldstrafe zahlen
Im Internet ist ja schon so mancher Mensch "mausgerutscht" oder anders verbal entgleist. Der scheidende grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck ist häufig Ziel solcher verbalen Angriffe und geht gegen Beleidigungen rechtlich vor. Interessant ist am folgenden Fall, wer sich hier nicht so ganz im Griff hatte: ein pensionierter Richter. Dieser wurde wegen Beleidigung und Hetze gegen Ausländer im Internet rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte aus Baden-Württemberg nahm seine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Tübingen zurück, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt. Auf Facebook hatte er Habeck demnach mehrmals "Vollidiot" genannt und in einem weiteren Beitrag Ausländer pauschal als "Vergewaltiger" und "Abschaum" bezeichnet. Das Amtsgericht Reutlingen verhängte eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen gegen ihn, das Landgericht bestätigte diese Entscheidung.
Spitzenpolitik bei CDU und CSU ist wohl nur noch Männersache
Keine Zeit verlieren und schnell eine handlungsfähige Regierung auf die Beine stellen - das hat Friedrich Merz von der CDU für die kommenden Wochen angekündigt. Und dafür haben die Schwesterparteien CDU und CSU am Morgen zusammengesessen, wie CSU-Chef Markus Söder bei X mit einem Foto zeigt. Es könnte auch Bruder-Parteien heißen, mag man bei dem Anblick denken. Sitzt eine einzige Frau mit am Tisch? Fehlanzeige. Friedrich Merz wurde im Wahlkampf ja immer wieder nachgesagt, dass man mit ihm an der Spitze des Landes eher eine Art Zeitreise zurück mache. Diese Aufnahme bestätigt zumindest den Eindruck, was die Beteiligung von Frauen an dieser "engen Abstimmung" der Unionsparteien angeht, wie Söder schreibt. Die Hälfte der Bevölkerung ist an diesem Spitzentreffen jedenfalls nicht mal mehr nur unterrepräsentiert, sie ist überhaupt nicht mehr Teil davon, wie es aussieht.
Ach, naja, irgendwie waren an dem Treffen von CDU und CSU bestimmt Frauen beteiligt: beim Eindecken des Tischs, beim Kaffeekochen, beim Putzen am Abend vorher, beim Krawatte binden. In den 50ern waren das in der Tat noch wichtige Frauenaufgaben, ja. (Ironie Ende) Es wird sich zeigen, ob das nur eine Momentaufnahme bleibt oder ob das Bild für die nächsten Jahre in Deutschland steht.
Zahl der Alkoholvergiftungen sinkt auf 22-Jahres-Tief
Das ist doch mal eine gute Nachricht: Die Zahl der Menschen, die wegen Alkoholmissbrauchs stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen, hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verringert. Nach den vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten jüngsten Zahlen wurden 2023 rund 62.300 Patientinnen und Patienten mit Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. Dies waren demnach 46,5 Prozent weniger als noch zehn Jahre davor. 2013 kamen 116.500 Menschen mit einer solchen Diagnose in ein Krankenhaus. Die jüngsten Fallzahlen bedeuten demnach den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2001. Der Alkoholmissbrauch bleibt der Statistik zufolge vorwiegend ein Problem von Jungen und Männern - der Anteil der männlichen Patienten beträgt 68,8 Prozent der Fälle.
Nach absoluten Zahlen die meisten Fälle gibt es in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen, knapp 7800 Teenager kamen 2023 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Am zweithäufigsten betroffen ist die Altersgruppe der 40- bis 44-Jährigen mit 6400 Fällen.
Tat in Video zu sehen: Russe wirft Katze von Krim-Attraktion in die Tiefe
Die Burg "Schwalbennest" thront auf einer 40 Meter hohen Klippe auf der von Russland besetzten Krim. Das Bauwerk und auch die dort lebende Katze sind bei Touristen beliebt. Doch jetzt hält eine Überwachungskamera einen grausamen Moment fest: Ein Mann wirft das Tier 40 Meter in die Tiefe. Wenig später fasst die Polizei den mutmaßlichen Täter.
Heirat oder Job weg: Firma in China sorgt für Welle der Empörung
Es gibt sie immer wieder, die unglaublichen Geschichten. So auch die folgende: Ring an den Finger oder Kündigungsschreiben in der Hand - mit so einer drastischen Maßnahme wollte ein Unternehmen in China etwas gegen sinkende Zahlen bei Eheschließungen und Geburten tun. Das war wohl selbst dem rigiden chinesischen Behörden zu viel: Sie pfiff das Unternehmen zurück. Denn natürlich zu Recht sorgte dieser Eingriff in das persönliche Leben der Mitarbeitenden für eine Welle der Empörung. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtet, wollte das Chemie-Unternehmen aus der ostchinesischen Provinz Shandong die Heiratsquote unter seinen rund 1.200 Mitarbeitern steigern. Deshalb führte es im Januar eine neue Richtlinie ein. Wer bis Ende März nicht geheiratet hätte, hätte einen Brief mit einer Selbstkritik schreiben müssen. Wäre die Heirat bis Ende Juni noch immer nicht vollzogen gewesen, hätte das Unternehmen eine "Bewertung" vorgenommen. Unklar blieb, was genau damit gemeint war. Wer bis Ende September immer noch ledig gewesen wäre, sollte gekündigt werden.
Auch Elon Musk nennt X immer wieder Twitter
Ich habe privat nie so richtig damit angefangen, Twitter und Tweets anders zu nennen, nur weil das ein Tech-Milliardär plötzlich so vorgibt. Wer weiß auch, wie lange Elon Musk das so will? Der Mann ist ja bekanntlich sehr launenhaft. Und der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier - so auch der aus Südafrika stammende Unternehmer. Twitter zu sagen, ist wohl vollkommen in Ordnung, weil es selbst dem Neu-Besitzer immer wieder passiert, dass er Twitter statt X sagt. "Twitter hat weitaus mehr Funktionen mit weniger Leuten hinzugefügt", schrieb Musk kürzlich in einem Beitrag bei X. Dabei bezieht sich Musk als Chef der neuen Doge-Behörde, die staatliche Ausgaben radikal einsparen will, auf eine Mail aus der vergangenen Woche an alle Angestellten in US-Bundesbehörden. In dieser hatte er sie aufgefordert, ihm zu schreiben, was sie in der Vorwoche für Arbeiten erledigt haben - andernfalls würden sie ihren Job riskieren. Ein Regierungsbeamter teilte den Beschäftigten dann jedoch mit, dass diese Antwort optional sei. Tja, antwortet man und stellt sich gut dar und rettet den eigenen Job? Lässt man es und ist am Ende vielleicht der Einzige, der nicht geantwortet hat und gehen muss? Ein fieses Spiel, das Musk mit den Behördenmitarbeitenden in den USA treibt, und sicherlich ein weiterer Schritt hin zu massenhaften Entlassungen. Musk hatte auch bei Twitter (also X) nach dem Kauf Tausende Mitarbeiter rausgeworfen.
Diebe sahnen Lottogewinn mit geklauter Kreditkarte ab
Im französischen Toulouse ereignet sich eine filmreife Geschichte. Zwei obdachlose Männer kaufen mit einer gestohlenen Kreditkarte Rubbellose - und gewinnen tatsächlich. Dem Kartenbesitzer fällt der Diebstahl auf. Nur: Wem steht das Geld nun zu?
Betrunkener fällt nach Nothalt aus S-Bahn - und wird von anderer S-Bahn überrollt
Im niedersächsischen Buxtehude hat sich ein schrecklicher Unfall ereignet: Dort ist ein 37 Jahre alter Mann von einer S-Bahn überrollt und dabei tödlich verletzt worden. Der stark alkoholisierte Hamburger habe in einer S-Bahn gesessen und darin kurz vor dem Bahnhof Buxtehude die Notbremse gezogen, teilt die Polizei in Stade mit. Nach dem Nothalt habe er die entriegelte Tür geöffnet, sei nach draußen gefallen und dort von einer entgegenkommenden S-Bahn erfasst worden. Dabei sei er tödlich verletzt worden. Die beiden unter Schock stehenden Triebfahrzeugführer der S-Bahn wurden vom Notfallmanagement der Deutschen Bahn betreut. Seelsorger kümmerten sich um die Fahrgäste.
Trump leckt Musk die Füße?! KI-Video "begrüßt" US-Behördenmitarbeiter
Die Trump-Administration beordert alle Behördenmitarbeitenden zurück in die Büros. Doch der "Return to Office"-Tag beginnt anders, als sich das der US-Präsident Donald Trump und Elon Musk wohl ausgedacht haben: Als die Beschäftigten in die Büros kommen, läuft auf vielen Screens ein Video ab, auf dem Trump dem Tech-Milliardär die Füße leckt. "Lang lebe der richtige König" ist in großen Buchstaben zu lesen. So berichten es Menschen in den sozialen Medien. Der "Washington Post"-Journalist Jeff Stein hat unter anderem einen Screenshot aus einem Clip gepostet. Ursprünglich hat die Journalistin Marisa Kabas das Video zugesandt bekommen und dann bei Bluesky publik gemacht. "Das Gebäudepersonal konnte nicht herausfinden, wie man es ausschaltet, also schickten sie Leute in jedes Stockwerk, um die Fernseher auszustecken", schreibt sie dazu.
Man muss nun kein Genie sein, um zu erkennen: Das ist ein Fake-Video, vermutlich mit KI generiert. Nur ein Hinweis am Rande: Musk hat zwei linke Füße. Der Leiter des neu geschaffenen Doge-Ministeriums vollzieht ja gerade einen historischen Kahlschlag mit ungeahnten Folgen in US-Behörden. Es dürfte auf jeden Fall klar sein, was jemand von diesen Sparplänen hält.
Was heute wichtig wird
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Für manche ruckelt es heute wieder ordentlich im Tagesablauf. Die Gewerkschaft Verdi ruft im Tarifstreit zu Warnstreiks auf. Unter anderem in Bremen und Hannover stehen die Busse und Bahnen im Stadtverkehr still. Warnstreiks soll es daneben auch in kommunalen Kitas, Bürgerämtern, bei der Müllabfuhr und in kommunalen Krankenhäusern geben. Was uns sonst noch an diesem Dienstag an Terminen bevorsteht:
Zwei Tage nach der Bundestagswahl kommen die Abgeordneten zu ersten Sitzungen zusammen. Geplant sind sowohl gemeinsame Versammlungen der alten und neugewählten Mandatsträger als auch konstituierende Sitzungen der neuen Fraktionen.
Vor sechs Monaten hat die Weltgesundheitsorganisation WHO höchsten Alarm wegen der Häufung der Mpox-Fälle in Afrika geschlagen. Am Mittag tagt der Mpox-Notfallausschuss unabhängiger Experten, um zu prüfen, ob die Notlage aufrechterhalten werden soll.
Nach einem Misserfolg im vergangenen Jahr geht die Weltnaturkonferenz in Rom in die Verlängerung. Vier Monate nach dem Scheitern in Kolumbien kommen Vertreter aus annähernd 200 Ländern erneut zusammen.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) verhandelt erstmals über das italienische "Albanien-Modell" zur schnellen Abschiebung von Mittelmeer-Geflüchteten.
Vier mutmaßliche Mitglieder der radikal-islamistischen Hamas stehen von heute an in Berlin vor Gericht. Sie sollen als sogenannte Auslandsoperateure für die Schaffung oder auch Auflösung von Waffendepots in mehreren europäischen Staaten zuständig gewesen sein.
Das Statistische Bundesamt legt Zahlen zu Konjunktur und Staatshaushalt im vergangenen Jahr vor. Nach vorläufigen Daten ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2024 um 0,2 Prozent zum Vorquartal geschrumpft.
Erster Verlust seit 1979? Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht am Morgen in Frankfurt ihren Geschäftsbericht für 2024. Dank Milliardenrückstellungen hat die Bundesbank ihre Bilanz 2023 gerade noch retten können.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wird erstmals den US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay besuchen. In dem 2002 nach den Terroranschlägen von New York und Washington geschaffenen Gefangenenlager werden derzeit noch 15 Häftlinge unter Terrorismusverdacht festgehalten.
Bei Fragen, Hinweisen oder Kritik können Sie mich per Mail erreichen unter: johanna.ohlau(at)ntv.de. Weiter geht's!
Bei Dallas-Attentat dabei: Kennedy-Leibwächter Clint Hill ist tot
Am 22. November 1963 fielen Schüsse, die die Welt veränderten: Der damalige US-Präsident John F. Kennedy wurde bei einer Fahrt im Cabrio durch Dallas erschossen. Auf den Fotos, die um die Welt gingen, war neben Kennedy nicht nur Präsidentengattin Jacky zu sehen, sondern noch eine dritte Person: Clint Hill. Der Leibwächter des Präsidenten sprang hinten auf die Limousine, um das Präsidentenpaar mit seinem Körper zu schützen. Zu spät bei John J. Kennedy - der US-Präsident wurde von mehreren Kugeln tödlich getroffen. Sein ganzes Leben lang machte sich Hill Vorwürfe dafür. Nun ist der ehemalige Secret-Service-Agent im Alter von 93 Jahren verstorben. Er starb am 21. Februar, wie unter anderem "CBS News" schreibt. Hill starb demnach in seinem Zuhause in Belvedere im US-Bundesstaat Kalifornien.
Der Agent soll jahrzehntelang Schuldgefühle wegen Kennedys Tod gehabt haben. Er warf sich Medienberichten zufolge vor, nicht schnell genug reagiert zu haben, und beteuerte, er hätte sein Leben gegeben, um den Präsidenten zu retten. "Wenn ich nur ein klein wenig schneller reagiert hätte. Und ich hätte es gekonnt, denke ich", sagte Hill 1975 in einem emotionalen Interview mit Mike Wallace (1918-2012) in der Show "60 Minutes": "Und damit werde ich bis zu meinem Tod leben müssen." Kurz zuvor war Hill mit 43 Jahren auf Anraten seiner Ärzte in den Ruhestand gegangen. Erst in jüngerer Zeit begann Hill, seinen Frieden mit den Ereignissen zu schließen und zu akzeptieren, was geschehen war.
Hier stehen heute Busse und Bahnen still
Im Norden müssen sich Pendlerinnen und Pendler heute auf Schwierigkeiten beim Weg zur Arbeit einstellen: Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen trifft erneut den Nahverkehr. In Bremen und Hannover bleiben Busse und Bahnen in den Depots. Das kündigen die Verkehrsbetriebe beider Städte an. In Osnabrück verkehren nur einzelne Stadtbusse, im Kreis Lüchow-Dannenberg fallen zahlreiche Fahrten aus.
Warnstreiks soll es daneben auch in kommunalen Kitas, Bürgerämtern, bei der Müllabfuhr und in kommunalen Krankenhäusern geben, etwa im Klinikum Osnabrück und im Klinikum Region Hannover. Betroffen vom Ausstand sind auch Lüneburg, Soltau, Uelzen, Celle, Stadthagen, Hildesheim, Hameln, Alfeld und Holzminden. Den Nahverkehr trifft es laut Gewerkschaft Verdi aber nur in Hannover, Bremen, Osnabrück und Lüchow-Dannenberg. Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14. bis 16. März angesetzt.
Drei US-Touristinnen liegen tot in Hotelzimmer - Drogenüberdosis?
Mitarbeitende eines Hotels in Belize haben einen grausigen Fund gemacht: Drei US-amerikanische Frauen lagen tot in einem der Zimmer eines Strandresorts. Die Frauen waren im Alter zwischen 23 und 26 Jahren, wie die Polizei mitteilt. Nachdem Mitarbeitende mehrfach versucht hatten, mit ihren Gästen in Kontakt zu treten, weil diese laut Überwachungsaufnahmen das Zimmer zwar betreten, aber nicht wieder verlassen hatten, öffneten sie schließlich mit einem Generalschlüssel die Tür. Dort fanden sie dann die Frauen reglos vor. Die Todesursache ist noch unklar. Die Polizei will untersuchen, ob die Frauen an einer Drogenüberdosis gestorben sind, da nach Angaben von Ersthelfern Schaum an ihren Mündern gefunden wurde.