mit Friederike ZörnerDas war Dienstag, der 02. Juni 2026
Russland greift in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg systematisch das Hinterland der Ukraine an. Tag für Tag werden dabei Zivilisten verletzt oder getötet - immer wieder auch in Wohnhäusern, Kindergärten und Kliniken. In der Nacht zu Dienstag waren 22 Tote und 130 Verletzte zu beklagen, nun warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer großen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft.
Über die aktuellen Entwicklungen rund um den Krieg halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
Deutschlands Zigaretten-Schwarzmarkt wächst laut Studie
Der Schwarzmarkt mit Zigaretten wächst in Deutschland. Laut einer KPMG-Studie für die Tabakfirma Philip Morris wurden im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden illegale Kippen geraucht. Das waren 0,2 Milliarden mehr als 2024. Der Anteil am Markt stieg auf 2,5 Prozent. Für die Studie sammelten Prüfer rund 100.000 leere Packungen und prüften Steuerzeichen und Echtheit.
In Frankreich ist das Problem allerdings noch größer: Dort war laut Studie fast jede zweite Zigarette illegal. Auch Belgien ist stark betroffen. In Deutschland entgingen dem Staat knapp 0,5 Milliarden Euro Steuern. Die Tabakbranche warnt vor höheren Steuern. Krebsforscher halten sie für sinnvoll, weil sie Jugendliche vom Rauchen abhalten können.
Nach Anschlagsversuch: Trump terminiert neues Presse-Dinner und kündigt Rede an
US-Präsident Donald Trump will zum Nachholtermin des wegen Schüssen abgebrochenen Gala-Dinners der US-Hauptstadtpresse kommen. Er habe zugesagt, am 24. Juli dort eine Rede zu halten, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Ende April hatte ein bewaffneter 31-Jähriger in dem Hotel, in dem das Abendessen in Anwesenheit des US-Präsidenten abgehalten wurde, eine Sicherheitsschleuse gestürmt - er erreichte den Ballsaal aber nicht. Es fielen jedoch Schüsse. Ein Beamter der Sicherheitsbehörden wurde getroffen, seine Schutzweste verhinderte schwerere Verletzungen. Die US-Regierung wurde in Sicherheit gebracht und das Dinner abgebrochen. Danach entbrannte auch eine Debatte um die Sicherheit am Veranstaltungsort.
Ausrichtungsort ist dieses Mal nach Trumps Angaben ein anderes Hotel in der US-Hauptstadt. Es handele sich um das Waldorf Astoria, das wenige Straßen vom Weißen Haus entfernt liegt. Es war im April das erste Mal gewesen, dass Trump in der Funktion als US-Präsident kam, zuvor hatte er das Gala-Dinner der White House Correspondents' Association als Präsident boykottiert. Er bezeichnet Medien gerne als "Feinde des Volkes".
Mann schießt Polizisten in Dortmund an und soll Kinder als Geiseln halten
In Dortmund ist ein Polizist bei einer Bedrohungslage angeschossen worden. Eine Schussweste habe Schlimmeres verhindert, teilte die Polizei mit. Einem Bericht der "Bild-Zeitung" zufolge hat ein Mann in einer Wohnung im Dortmunder Stadtteil Höchsten Kinder als Geiseln genommen und auf den Polizisten geschossen. Der WDR berichtet, es soll sich um die Kinder des Mannes handeln.
Der "Bild"-Zeitung zufolge hatte der Mann zuvor in einem Restaurant mit einem Knüppel randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht. Danach sei er mit einem Auto geflüchtet - als die Polizei ihn habe stoppen wollen, habe er offenbar durch die Scheibe geschossen und den Beamten getroffen. Anschließend sei er in ein Haus geflüchtet und habe dort die zwei Kinder als Geiseln genommen. Von der Polizei gab es dazu bislang keine weiteren Informationen.
Menschen in Albanien gehen gegen Pläne von Trumps Schwiegersohn auf die Straße
Es soll ein Luxusresort auf einer weitgehend naturbelassenen Insel werden - doch viele Menschen in Albanien laufen gegen die milliardenschweren Pläne von Jared Kushner Sturm. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump plant, die Sazan-Insel massiv zu bebauen und ein Luxusresort mit 10.000 Hotelzimmern zu eröffnen. Wie "Politico" berichtet, untersuchen inzwischen albanische Anti-Korruptions-Ermittler den Vorgang. Demnach sorgen umstrittene Änderungen des Schutzstatus der Gegend und des Grundeigentums für touristische Zwecke im Jahr 2024 für Skepsis bei den Behörden. Im selben Jahr soll Kushner mit seiner Firma Affinity Partner Pläne für die Insel vorgestellt haben. Anfang 2026 besuchte er laut "Politico" mit seiner Ehefrau, Ivanka Trump, die Insel. Laut dem Bericht soll Albaniens Ministerpräsident Edi Rama Gespräche zwischen Kushner und der Regierung bestätigt und auf ausstehende Umweltgutachten und finale Pläne verwiesen haben.
Die unbewohnte Insel liegt in der Adria und beherbergt in einem geschützten Feuchtgebiet Tierarten wie Flamingos, Robben und Schildkröten. Umweltorganisationen sowie Bürgerinnen und Bürger protestieren deswegen gegen das Resort-Vorhaben. So könnten allein die umfangreichen Bauarbeiten Meeresschutzgebiete vor der Insel sowie Flora und Fauna auf der Insel schädigen. Bei den jüngsten Demonstrationen kam es laut einem Bericht von Al Jazeera zu Ausschreitungen.
Polizei warnt vor aggressivem Wildschwein in Nürnberg
Die Polizei warnt vor einem auffälligen Wildschwein in Nürnberg. Das Tier habe mehrere Gärten verwüstet und eine Frau verletzt, heißt es in einer bei X veröffentlichten Mitteilung der Polizei Mittelfranken. Es seien Einsatzkräfte vor Ort. Die letzte Sichtung war demnach im Bereich der Alfons-Strauder-Straße in Neukatzwang, einem Gemeindeteil von Nürnberg. Weitere Informationen gibt es bislang nicht.
Notfall bei Musikerin: Zuschauer rettet Konzert - und wird zum Star des Abends
Ein Notfall hinter der Bühne bedroht eine Vorstellung des "La La Land"-Konzerts. Ein junger Mann aus den Zuschauerrängen ergreift die Chance und wird Teil des Ensembles. Er liefert eine überzeugende Darbietung ab, die das Publikum feiert.
Nachfolger für Baerbock gefunden
Am 9. September endet ihre Amtszeit. Bereits heute hat die UN-Generalversammlung den aktuellen Außenminister von Bangladesch, Khalilur Rahman, zu ihrem nächsten Präsidenten und damit als Nachfolger von Annalena Baerbock bestimmt. 99 der 193 Mitgliedsstaaten in dem Weltparlament stimmten für den 72-jährigen erfahrenen Diplomaten. Baerbock gratulierte ihm zu "einem der besten Jobs der Welt". Die Spitzenposition im größten Gremium der Vereinten Nationen hat in erster Linie protokollarische Bedeutung, kann aber auch begrenzten Einfluss auf Entscheidungsprozesse hinter den Kulissen nehmen. Die politischen Entscheidungen der Generalversammlung haben oft einen symbolischen Wert und gelten als weltweites Stimmungsbild.
Eisbrocken schwimmen plötzlich durch Mexiko City
In Mexiko City wird in nur wenigen Tagen die Fußball-WM eröffnet. Doch statt Fans und Fahnen dominieren in den sozialen Medien ganz andere Bilder aus der Millionen-Metropole. Nach heftigen Regenfällen sind etliche Straßen überflutet, auf den Wassermassen treiben Eisbrocken.
Schiffswrack mit kostbarer Fracht aus dem 18. Jahrhundert entdeckt
"Sensationell" sagt der norwegische Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen. Ein Norweger hat in 600 Metern Tiefe vor der Küste des Skagerrak in der Nordsee ein Wrack mit wertvoller Ladung entdeckt. Auf den Bildern der norwegischen Behörde für Denkmalschutz ist es erstaunlich gut zu erkennen: das Porzellan, das ein Schiff aus dem 18. Jahrhundert an Bord hatte. "Das Schiffswrack enthält die am besten erhaltene Ladung dieser Art, die jemals in Nordeuropa gefunden wurde", berichtete die norwegische Denkmalschutzbehörde.
Neben dem vermutlich chinesischen Porzellan fanden Forscher an Bord des Schiffes auch "Kronleuchter, Gläser, Textilien, Getreide und Kisten, die offenbar Tee, Kräuter und Medikamente enthielten. Die Arbeiten dauern noch an, und die Archäologen machen immer wieder neue Funde", so die Behörde. Fragmente von Kronleuchtern sollen möglicherweise aus Deutschland oder England stammen. "Ein Ziegelstein aus der Schiffsküche trägt den Stempel der Lübecker Ratsziegelei, die vom 15. Jahrhundert bis 1772 in Betrieb war", hieß es. Das Schiff soll etwa Mitte des 18. Jahrhunderts gesunken sein.
Polizistin bei Steinwurf auf Streifenwagen verletzt
Ein gezielt auf einen Streifenwagen geworfener Pflasterstein hat in Kiel eine Polizistin verletzt. Das Wurfgeschoss aus einem Wohnhaus im Stadtteil Mettenhof durchschlug in der Nacht gegen 0.45 Uhr die Frontscheibe und traf die 25-Jährige an Hand und Sprunggelenk, wie die Polizei mitteilte. Ihr 59 Jahre alter Kollege blieb den Angaben zufolge unverletzt. Die Staatsanwaltschaft stufte den Steinwurf als versuchtes Tötungsdelikt ein und setzte eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen.
Nach ersten Ermittlungen wurde der Stein von einem höhergelegenen Balkon des Mehrfamilienhauses geworfen. Es handele sich um ein 10 mal 20 mal 5 Zentimeter großes Bruchstück einer Gehwegplatte. Laut Polizei war der Streifenwagen kurz vor dem Steinwurf auf den Vorplatz des Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz gefahren, weil die Beamten auf dem Weg zu einem Einsatz wegen Ruhestörung in dem Haus waren. Der Pflasterstein durchschlug den Angaben zufolge unvermittelt auf Kopfhöhe die Frontscheibe des Streifenwagens. Die Ermittler suchen Zeuginnen und Zeugen.
Umfrage: Mehrheit der Deutschen fürchtet Abstieg im Alter
Die Diskussion um eine Rentenreform ist im vollen Gange. Bundeskanzler Friedrich Merz hat nun an Wirtschaft und Gesellschaft appelliert, an den bevorstehenden Reformen konstruktiv mitzuarbeiten. "Wir wollen und müssen jetzt gemeinsam zeigen, dass wir in der Lage sind, die Probleme unseres Landes zu lösen", sagte Merz beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow. Deutschland müsse seine Sozialsysteme "jetzt zukunftsfest machen, (...) wenn sie eine Chance haben wollen, in dieser Form auch in Zukunft zu bestehen". Bei Rente, Krankenversicherung, Pflege würden die "lang überfälligen" Reformen "nicht einfach". Es gehe aber darum, das Fundament des Landes so zu erneuern, "dass es wieder für Jahre, vielleicht für ein ganzes Jahrzehnt ausreicht und stabil ist". Dazu müssten alle "die sehr deutschen Reflexe des Schlechtredens", "parteipolitische Spielchen" und "das Hoffen auf einen großen Befreiungsschlag" hinter sich lassen. Eine aktuelle Umfrage des Versicherers HDI zeigt: Das Vertrauen der Bevölkerung in die gesetzliche Rente schwindet immer mehr. Und generationsübergreifend wächst die Sorge, dass das Geld im Alter nicht mehr zum Leben reicht.
Gericht entscheidet: Bei "Lügenfritz" hört der Spaß auf
Ein Besuch von Kanzler Friedrich Merz in Heilbronn schlug im Oktober vergangenen Jahres hohe Wellen. Unter einem damaligen Facebook-Post der Polizei, bei dem es um ein Flugverbot im Zuge des Besuchs ging, sammelten sich Hunderte Kommentare - darunter auch Beleidigungen. Bei 38 Beiträgen prüfte die Staatsanwaltschaft daraufhin, ob sie mit Blick auf den Tatbestand der "gegen Personen des politischen Lebens gerichteten Beleidigung" nach Paragraf 188 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar sind. Jetzt berichten der "Tagesspiegel" und die "Berliner Zeitung", dass eine in diesem Zusammenhang geäußerte Beleidigung dieses Kriterium tatsächlich erfüllt: "Lügenfritz". Wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn demnach mitteilte, habe das zuständige Amtsgericht Öhringen auf einen entsprechenden Antrag der Ermittler einen Strafbefehl in Höhe von 30 Tagessätzen gegen den Facebook-User erlassen. Die Strafe sei bereits rechtskräftig.
Bereits Ende Mai war im selben Kontext bekannt geworden, dass auch die Bezeichnung "Lackaffe" aus Sicht der Staatsanwaltschaft Heilbronn zu weit geht. Auf Antrag der Behörde hin erließ das Amtsgericht Heilbronn einen Strafbefehl wegen Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens. Laut einer Sprecherin kam die Dezernentin nach Prüfung des Sachverhalts zu dem Schluss, "dass in diesem Fall kein sachlicher Zusammenhang mit dem politischen Wirken bestand, sondern die Ehrverletzung im Vordergrund stand". Der Strafbefehl sei nicht rechtskräftig, es sei Einspruch eingelegt worden. Demgegenüber hatte die Staatsanwaltschaft die Bezeichnung von Merz als "Pinocchio" nicht beanstandet. Sie stellte das Verfahren ein, "weil es sich hierbei um eine von der Meinungsfreiheit gedeckte und damit zulässige Machtkritik handelt", wie sie im Frühjahr mitteilte.
Polizei düst auf Grubenwagen durch 600 Meter langen Tunnel unter US-Grenze
Der illegale Drogenhandel an der Grenze zu Mexiko stellt für die USA ein massives Problem dar. Fentanyl und andere gefährliche Drogen sorgen für erhebliche Sterbefallzahlen in den Vereinigten Staaten. Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat sich die Bekämpfung des Schmuggels (neben der Einschränkung von Migration über die Grenze und dem brutalen Abschieben bereits im Land befindlicher Migrantinnen und Migranten) auf die Fahnen geschrieben. Nun gelingt den mexikanischen Behörden ein empfindlicher Schlag gegen ein hochentwickeltes Schmuggelunterfangen. Sie deckten einen unterirdischen Gang auf, der mit Beleuchtung, elektrischem Schienensystem und Belüftung ausgestattet ist. Er führt direkt von der Stadt Tijuana in ein amerikanisches Geschäft.
Bas will Beamte zur Kasse bitten
Das gesetzliche Rentensystem steht bekanntermaßen vor großen Herausforderungen. So kommen immer mehr Rentnerinnen und Rentner auf weniger Beitragszahlende, zugleich wird mehr Jahre Rente bezogen. Die Bundesregierung will das System deshalb grundlegend reformieren. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas wagt sich nun mit einem Vorschlag aus der Deckung: Die SPD-Politikerin will Beamtinnen und Beamte langfristig in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. "Wir brauchen ein gemeinsames System, wenn man eine große Reform haben will", sagte sie am Montagabend bei einer Veranstaltung der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. "Wenn alle einzahlen, dann hätten wir mehr im Topf und der Staat muss nicht so viel zuzahlen." "Ich weiß, dass es ein langer Weg ist", schränkte die Ministerin ein, die zugleich SPD-Vorsitzende ist. Aber erste Schritte in Richtung einer Einbeziehung von Beamten könnten durchaus schon bei der jetzt geplanten Rentenreform getan werden. "Alle Bundesländer müssen dabei mitmachen."
Scharfe Kritik an Bas Forderung kam alsbald - wie sollte es anders sein - vom Deutschen Beamtenbund (dbb). Dessen Bundesvorsitzender Volker Geyer sprach von "populistischen Forderungen". Es würden "hier mal wieder gezielt Vorurteile gegen Beamtinnen und Beamte geschürt und gefühlte Ungerechtigkeiten instrumentalisiert". Zudem würde eine Einbeziehung die öffentlichen Haushalte enorm belasten.
Berliner Straßenbahn entgleist und aufgerissen - drei Schwerverletzte
Bei einem Straßenbahnunfall in Berlin-Lichtenberg sind laut Feuerwehr 20 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. "Wir haben insgesamt zwölf Personen in umliegende Krankenhäuser gebracht, die restlichen Personen konnten vor Ort ambulant versorgt werden", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rechneten damit, dass die Strecke erst am Donnerstag wieder zu befahren sei, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben der Feuerwehr ist ein Teil der Straßenbahn in einer Kurve vor der Arnimstraße vermutlich gegen einen Mast der Oberleitung gefahren. Dabei wurde die Seite rechts aufgerissen, wie ein Sprecher sagte. Der letzte Wagen der Bahn sei dann aus dem Gleis gesprungen.
Der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk besuchte den Unfallort laut Unternehmen am Vormittag: "Unter dem Eindruck der Bilder hier vor Ort sind wir tief betroffen. In Gedanken sind wir bei den Verletzten und unseren Fahrgästen", wurde er in einer Mitteilung zitiert. Klar sei, dass die BVG intensiv zur Aufklärung der Unfallursache beitragen werde. Polizei, Technische Aufsichtsbehörde TAB und die BVG hätten die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen, erläuterte die BVG-Sprecherin.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Johanna Ohlau hat sich in den Feierabend verabschiedet und mir die Verantwortung für den "Tag" übergeben. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Pflegebedürftige Mutter tot - Babyfon überführt Sohn als Täter
Friedlich am Lebensende eingeschlafen? Davon sind die Behörden wohl zunächst beim Todesfall einer pflegebedürftigen 89 Jahre alten Frau aus Niedersachsen ausgegangen. Doch Aufnahmen eines Video-Babyfons bringen unerwartet die Wahrheit ans Licht: Der Sohn der Gestorbenen ist für ihren Tod verantwortlich. Auf den Aufnahmen, die die Enkelinnen nur zufällig entdeckten, ist zu sehen, dass der 66-Jährige seine Mutter derart misshandelt, dass sie an den Folgen starb. Das Landgericht Verden hat den Mann für die Tat zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Da er im April 2025 bereits wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und des Herstellens von Kinderpornografie zu dreieinhalb Jahren verurteilt worden war, sprach die Vorsitzende Richterin eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren aus.
Achtung, das Folgende sollten Sie besser auslassen, wenn Sie zarter besaitet sein sollten: Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Mann die gebrechliche Frau im Juli 2024 in ihrer Wohnung im niedersächsischen Oyten vorsätzlich mehrfach grob in ihr Bett schubste. Als die 89-Jährige schließlich lag, drückte der Angeklagte sie trotz ihrer gekrümmten Wirbelsäule auf die Matratze, um sie in eine gerade Position zu bringen. Dazu fixierte er mit einer Hand ihre Stirn, mit der anderen überstreckte er ihren Rücken. Ein Babyfon filmte die Handlungen. Die Frau erlitt eine Rückenmarksverletzung und einen Wirbelsäulenbruch. In der Folge erlitt sie einen Kreislaufkollaps. Am nächsten Morgen fand der Pflegedienst sie tot in ihrem Bett.
Ab Juli nimmt der Kölner Dom Eintritt
Etwa sechs Millionen Menschen stiefeln jährlich die Domstufen hinauf und besichtigen das Wahrzeichen Kölns. Das Erlebnis ist zukünftig nicht mehr kostenlos oder nur noch an ausgewählten Tagen. Der Kölner Dom wird für Besucher ab dem 1. Juli zwölf Euro Eintritt kosten. Damit sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, wie das Domkapitel auf einer Pressekonferenz mitteilt. Die Ausnahmen: Vom 6. Januar (Fest der Heiligen Drei Könige) bis zum darauffolgenden Sonntag, am 1. Mai (Tag der Arbeit) und am 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit) sowie zur Dreikönigswallfahrt Ende September bleibt der Besuch kostenfrei. Zudem soll der Dom für Gottesdienstbesucher, Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins demnach nichts kosten.
Jetzt werden alle Touristinnen und Touristen einfach zu Gläubigen, die nur mal kurz eine Runde beten wollen? Das Domkapitel erklärte, dass man zwei verschiedene Eingänge anbieten werde: Über den Nordeingang beim Hauptbahnhof können Menschen nach wie vor einen kleinen Bereich des Doms gratis zum Beten betreten. Wer also den Kölner Dom in der Light-Variante sehen will, kann wohl diese kostenlose Option (aus)nutzen. Denn kontrollieren kann und will man das beim Domkapitel nicht.
Trauer um "Twin Peaks"-Star: Owain Rhys Davies ist tot
Trauer um Owain Rhys Davies: Der "Twin Peaks"-Star ist mit nur 44 Jahren gestorben. Sein Bruder Rhodri teilte das auf Instagram mit. "Mit tiefer Trauer müssen mein Vater und ich bekannt geben, dass mein Bruder Owain verstorben ist", schreibt er. Es sei sicherlich "ein großer Schock" für viele. Da der Schauspieler noch sehr jung war, ahnt sein Bruder schon, dass viele nach der Todesursache fragen werden: "Auch wenn noch Fragen zu den Umständen seines Todes offen sind, gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass Owain plötzlich eines natürlichen Todes und friedlich verstorben ist."
Owain Rhys Davies wurde durch seine Rolle als Agent Wilson bekannt in der dritten Staffel der Serie "Twin Peaks" bekannt. Diese wurde 2017 ausgestrahlt, 27 Jahre nach den ersten Folgen. Daneben war er unter anderem in der Horror-Satire "A Serial Killer's Guide to Life" zu sehen und sprach im Fantasy-Streifen "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" einen Frosch-Boten. Auch als Theaterdarsteller war er aktiv.
Zwei Tote bei Protesten gegen Ebola-Station für US-Bürger in Kenia
Die Trump-Regierung lehnt es strikt ab, mit Ebola infizierte US-Bürger für die Behandlung ins eigene Land zu holen. Stattdessen lässt Washington nun eine Quarantänestation in Kenia errichten für US-Bürger, die sich der Demokratischen Republik Kongo oder in Uganda damit infiziert haben könnten. Es ist wenig überraschend, dass nicht alle Kenianerinnen und Kenianer von diesen Plänen der US-Regierung begeistert sind, die eigenen Ebola-Fälle in das afrikanische Land auszulagern. Deshalb kommt es zu massiven Protesten, bei denen nach Angaben der Organisatoren zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Die Demonstranten seien in der Stadt Nanyuki an ihren Schusswunden gestorben, nachdem die Polizei gestern das Feuer auf Hunderte Teilnehmer eröffnet habe, sagte Mitorganisator Patrick Wahome der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Insider aus Sicherheitskreisen bestätigte die Todesfälle, nannte jedoch keine Details zur Ursache. Ein Polizeisprecher erklärte, ihm seien keine Toten bekannt. Kenias Präsident William Ruto verteidigte das Projekt und betonte, die Station werde auch Kenianern und anderen Ausländern offenstehen. US-Vertreter haben dies bislang jedoch nicht bestätigt.
Warum ausgerechnet Kenia? In Nanyuki befindet sich der Luftwaffenstützpunkt Laikipia, auf dem die 50-Betten-Einrichtung entstehen soll. US-Militärmaschinen flogen in den vergangenen Tagen nach Angaben von Insidern Personal und Ausrüstung ein. Nun hat ein kenianisches Gericht die Pläne für die Station für weitere drei Wochen gestoppt.
Altkanzler Schröder in Moskau gesichtet
Dieses Mal wird das Internet vermutlich nicht mit Memes seiner betenden Ehefrau Soyeon Schroeder-Kim geflutet, aber Aufmerksamkeit erregt Altkanzler Gerhard Schröder auf jeden Fall mit seinem Besuch in Moskau. Der ntv-Korrespondent Rainer Munz hat Schröder im Hotel "Kempinski" in der russischen Hauptstadt gesehen. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig. Zuletzt hatte die deutsche Bundesregierung einen Vorschlag des russischen Präsidenten für eine Vermittlerrolle Schröders im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. Am 3. Juni beginnt das Sankt Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF). Schröder könnte dafür nach Russland gereist sein.
Mehr zum Ukraine-Krieg erfahren Sie in unserem Ticker.
"Trauriger Rekord" - in diesem Bundesland ist die Armut am größten
In keinem anderen Teil Deutschlands ist die Armut so verbreitet wie in Bremen: In dem kleinen Bundesland lebt mehr als jeder vierte Mensch in Bremen in Armut. Das teilt der Paritätische Wohlfahrtsverband mit. Die Armutsquote betrug in Bremen im vergangenen Jahr 27,5 Prozent, bundesweit 16,1 Prozent. Auch im Nachbar-Bundesland Niedersachsen lag die Quote mit 17,4 Prozent über dem Durchschnitt. Die Situation verschärfe sich, warnt der Verband. "Wenn dieser Trend anhält, ist bald jeder dritte Mensch in Bremen arm", sagt Joachim Schuster, Verbandsratsvorsitzender des Paritätischen Bremen. Mit den geplanten Kürzungen in der Pflege, beim Wohngeld sowie bei Jugend- und Eingliederungshilfe könnte es für viele Menschen noch schwieriger werden.
Die Armutsquote in Deutschland erreicht laut dem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands einen neuen "traurigen Rekord". Von 2024 zu 2025 stieg dieser Anteil laut dem Armutsbericht um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent der Bevölkerung. "13,3 Millionen Menschen leben hierzulande in Armut – betrachtet man allein die relative Einkommensarmut", so der Verband. Neu sind die Zahlen nicht: Das Statistische Bundesamt hatte sie bereits im Februar mitgeteilt. Offiziell gelten die Betroffenen dabei - auf Basis einer Definition der Europäischen Union - als armutsgefährdet. Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen, gelten als armutsgefährdet, wie die Statistiker dies nennen. Bei Alleinlebenden lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.
"Super-El-Niño" könnte 2027 zum heißesten Jahr aller Zeiten machen
Das Klimaphänomen El Niño steht nach Angaben der Weltwetterorganisation WMO vor der Tür. Was das bedeutet, weiß man von vergangenen Episoden: verheerende Dürren und Überschwemmungen sowie eine globale Durchschnittstemperatur, die den Rekord von 2024 brechen könnte. Während extreme Wetterlagen nach Beginn eines El Niño um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen, ist der Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur, die jeweils Messungen eines ganzen Jahres umfasst, vor allem im Folgejahr zu spüren - also 2027. Wie stark die Auswirkungen tatsächlich sein werden, ist schwer zu sagen. In Medien und Teilen der Forschungsgemeinschaft wird über einen Super-El-Niño spekuliert, ein besonders starkes Ereignis. Das letzte, 2023/24, gehörte zu den fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Wie stehen die Chancen? 50 zu 50, sagt Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. "Es kann sein, kann aber auch nicht sein."
Nun ist das Klimaphänomen vor allem im tropischen Pazifik und wirkt damit erst einmal weit weg. Es könnte laut Daniela Domeisen von der ETH Zürich dadurch hier in Europa sogar kälteres und nasseres Wetter geben als üblich. Doch wir könnten einen baldigen El Niño zum Beispiel im Geldbeutel spüren, wenn die Ernten schlecht werden und die Preise für Zucker, Kaffee und andere Produkte aus diesem Teil der Welt in die Höhe schießen.
Neue App soll Brummifahrern bei Schlafplatz-Suche helfen
Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten am Ende des Arbeitstags noch herausfinden, wo Sie Ihren Feierabend verbringen beziehungsweise sogar schlafen können. Und dann finden Sie einfach keinen freien Platz. So ergeht es Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern, die durch die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten dann unter Druck geraten und im Zweifelsfall parken, wo es eigentlich nicht erlaubt ist. Das Bundesverkehrsministerium hat sich deshalb etwas ausgedacht, um ihnen die Suche zu erleichtern: Heute startet der digitale Stellplatzinformationsdienst (SID) für 1850 Rastanlagen, wie das Ministerium mitteilt. "So können Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer die Belegung der Lkw-Parkmöglichkeiten ganz einfach per App abrufen und frühzeitig für ihre Stellplatzsuche nutzen", erklärte Verkehrsminister Patrick Schnieder von der CDU. Nach Ministeriumsangaben liefert das System "echtzeitnahe Belegungsdaten von Lkw-Stellplätzen auf allen Autobahnrastanlagen - direkt aus dem Mautsystem in die Mobilithek des Bundes". Anbieter von Mobilitäts- und Routing-Apps können die Daten demnach kostenfrei in ihre Anwendungen integrieren.
Bericht: Trump nennt Netanjahu "verrückt"
Wenn man Donald Trump glaubt, geht ja immer alles "schnell", "großartig" und "produktiv" voran. Die Realität ist dann häufiger mal eine andere, als der US-Präsident es gern hätte. Nachdem er groß eine Einigung zwischen der Hisbollah und der israelischen Regierung verkündet, meldet die israelische Armee, trotzdem vom Libanon aus beschossen worden zu sein. Kurz davor hatten libanesische Medien von neuen israelischen Angriffen im Südlibanon berichtet. Der Ton in den angeblich "sehr produktiven" Gesprächen zwischen dem US-Präsidenten und Benjamin Netanjahu scheint deshalb wohl gekippt zu sein: Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals "Axios" warf Trump dem israelischen Regierungschef in einem Telefonat vor, mit seinem Kurs im Libanon die Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs zu gefährden. Der US-Präsident habe Netanjahu als "verrückt" beschimpft.
Mittlerweile ist die israelische Armee weiter in den Süden des Libanon vorgedrungen als zu irgendeinem Zeitpunkt seit dem Ende ihrer Besetzung des Gebiets im Jahr 2000. Immerhin: Heute kommen Vertreter aus dem Libanon und Israel für eine vierte Gesprächsrunde im US-Außenministerium in Washington zusammen.
Mehr über den Iran-Krieg erfahren Sie in unserem Ticker.
Männer häufiger als Frauen: Mehr als jeder Zweite ist zu dick
Zu wenig Bewegung, zu viel Essen und das falsche Essen - die Gründe für Übergewicht sind längst bekannt, aber wir werden laut Statistik immer schwerer. Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland ist zu dick. Im vergangenen Jahr waren rund 53,4 Prozent der Erwachsenen übergewichtig, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Männer wiegen deutlich häufiger als Frauen mehr als sie sollten: Knapp zwei Drittel der Männer (62,6 Prozent) waren 2025 übergewichtig. Bei den Frauen waren es 43,8 Prozent. Der Durchschnittsbürger wiegt demnach 78,3 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,73 Metern. Vier Jahre zuvor lag das Durchschnittsgewicht noch bei 77,7 Kilogramm.
Ab wann ist man übergewichtig? Das wird nach dem sogenannten Body-Mass-Index (BMI) bestimmt, bei dem das Körpergewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt wird. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Erwachsene mit einem BMI über 25 als übergewichtig, mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein - auch adipös genannt. Das sind laut Statistikamt 17,9 Prozent der Menschen in Deutschland. Bei den Männern waren 19,9 Prozent stark übergewichtig, bei den Frauen 15,8 Prozent.
Die Angaben über die Kilos auf der Waage gehen aus dem Mikrozensus hervor, der größten jährlichen Haushaltsbefragung. Falls Sie selbst mit Übergewicht zu kämpfen haben sollten, schauen Sie vielleicht mal auf die Seite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Mathematisch ist der Fall klar: Wer abnehmen will, muss weniger Energie aufnehmen, als er verbrennt. Doch in der Praxis ist das bei psychischen Faktoren wie Stress, Kummer und Gewohnheit sowie bei Schichtarbeit gar nicht so leicht. Und an alle ab 30 Jahren: Übertreiben Sie es nicht am ersten Tag mit dem Sport, am besten mal mit dem Arzt oder der Ärztin sprechen, bevor Sie losjoggen. Sonst geht's vielleicht sehr stark aufs Herz oder der heftige Muskelkater senkt Ihre Lust am Sport direkt wieder auf 0.
Unwetter im Anflug: Heute kann es "heftig knallen"
Der Start in den Tag ist vielerorts sonnig, aber der Schein trügt: Auf den Sommer-Vorgeschmack folgen alles andere als entspannte Tage. Schauer mit teils kräftigen Gewittern ziehen von Westen her heute auf. Ungemütlich wird es ab dem Nachmittag. Lokal drohen Starkregen, Hagel und Sturmböen. Ein Grund zur Freude für Allergikerinnen und Allergiker? Warum das nicht so ist, erfahren Sie im Video:
Mann bei Streit in Supermarkt niedergestochen - tot
Kurz vor Ladenschluss eskaliert ein Streit in einem Hamburger Supermarkt - und endet für einen der Männer tödlich. Wie die Polizei mitteilt, kam einer der Männer mit Schnitt- und Stichverletzungen ins Krankenhaus, wo er später starb. Einsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Täter im Supermarkt fest. Zu dem Alter der beiden Männer und was den Streit verursacht hatte, kann die Polizei noch keine Angaben machen. Eine Mordkommission ermittelt.
"Frauen kleinkriegen" - Bas beklagt rechten Hass gegen Politikerinnen
Beleidigungen, Morddrohungen und Vergewaltigungsfantasien - das erleben insbesondere Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen. Das beklagt nun auch Bärbel Bas. Laut der Bundesarbeitsministerin sind Politikerinnen in Deutschland Hass und Hetze von rechten politischen Kräften ausgesetzt.
"Es geht darum, starke Frauen kleinzukriegen", sagte Bas beim Ständehaustreff der "Rheinischen Post" in Düsseldorf. "Es ist nicht einfach, das auszuhalten. Es geht einfach um puren Hass bis hin zu Vergewaltigungsfantasien", sagte die SPD-Vorsitzende. "Dahinter steckt ein Prinzip, nämlich Menschen, die sich für diese Demokratie einsetzen, kleinzumachen, kaputtzumachen", sagte Bas. Wenn es ihr weniger gut gehe, "denke ich schon: Warum tue ich mir das eigentlich an?", sagte Bas. Aber dann sage sie sich: "Nein, den Gefallen tue ich denen nicht." Es sei gerade jetzt besonders wichtig, sich für die Demokratie einzusetzen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Das Bundesumweltministerium feiert heute 40. Geburtstag. Die Gründung im Jahr 1986 kommt nicht von ungefähr, sondern war eine direkte Folge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Zu dem Festakt in Berlin am Abend kommt Altbundeskanzlerin Angela Merkel und hält eine Festrede. Die CDU-Politikerin stand von 1994 bis 1998 an der Spitze des Ministeriums - es war ihr zweites Amt als Ministerin, nachdem sie von 1991 an Ministerin für Frauen und Jugend war. Als Gäste werden mehrere ehemalige Bundesumweltministerinnen und -minister erwartet: Steffi Lemke und Jürgen Trittin von den Grünen, Svenja Schulze und Barbara Hendricks von der SPD, Peter Altmaier von der CDU. Erster Bundesumweltminister war ab 1986 der 2013 verstorbene CDU-Politiker Walter Wallmann.
Diese Termine stehen heute noch an:
Gut drei Wochen nach Aufnahme der Amtsgeschäfte kommt Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU empfängt ihn am Mittag mit militärischen Ehren vor dem Kanzleramt.
Inmitten der sich zuspitzenden Situation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah im Libanon setzen sich vertreter beider Länder erneut in Washington für direkte politische Gespräche an den Tisch.
Bundeskanzler Friedrich Merz wird am Vormittag beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum im brandenburgischen Bad Saarow eine rede halten und mit Unternehmensmanagern diskutieren. Auch Digitalminister Karsten Wildberger von der CDU will am Wirtschaftsforum teilnehmen.
Vertreterinnen und Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments verhandeln zu einer Reform der europäischen Fluggastrechte. Dabei geht es unter anderem darum, ab welcher Verspätung von Flügen Passagiere künftig eine Entschädigung bekommen.
Knapp ein Jahr nach einem Axtangriff in einem ICE in Niederbayern mit mehreren Verletzten beginnt am Morgen vor dem Landgericht Regensburg der Prozess. Dem mutmaßlichen Täter, einem 21 Jahre alten Syrer, wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor.
Anfang März hatte das Kölner Domkapitel die Einführung einer Besichtigungsgebühr für das zweite Halbjahr angekündigt. Nun will das Domkapitel mitteilen, wie hoch der Eintritt ausfallen soll.
Die Zeichen mehren sich, dass das Klimaphänomen El Niño vor der Tür steht. Die Weltwetterorganisation (WMO) präsentiert ihre neuesten Modellberechnungen in Genf.
Der deutsche Tennisstar Alexander Zverev spielt am Nachmittag gegen Spaniens Jungstar Rafael Jódar um den Halbfinaleinzug bei den French Open.
Die deutsche Nationalmannschaft bricht am Mittag zur Fußball-Weltmeisterschaft auf. Sie beginnt am 11. Juni, gespielt wird in den USA, Kanada und Mexiko.
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Zahl der Asylanträge weiter gesunken - auf 13-Jahres-Tief
5566 Asylanträge - so wenig wie momentan hat es zuletzt 2013 gegeben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Zudem seien das 30 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen aus dem Bundesinnenministerium. Der Rückgang betrage gegenüber Mai 2023 sogar 75 Prozent. "Die Migrationswende setzt sich fort. Unser Ziel bleibt es, die Migration wirksam zu ordnen und die Belastungen weiter zu reduzieren", wird Bundesinnenminister Alexander Dobrindt von der CSU in dem Bericht zitiert.
Auto gerät in Gegenverkehr - zwei Frauen und zwei Kleinkinder sterben
Tödlicher Unfall in Thüringen: Dort ist ein Auto aus noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten und mit einem Lastwagen kollidiert. Für die Menschen im Auto kommt jede Hilfe zu spät: Die 20 Jahre alte Fahrerin, ihre 25 Jahre alte Beifahrerin und zwei Kinder sterben bei dem Frontalzusammenstoß, wie die Polizeiinspektion Suhl mitteilt. Der Unfall ereignete sich demnach auf der Landstraße zwischen Kaltensundheim und Aschenhausen. Die Kinder waren jeweils anderthalb Jahre alt.