Unterhaltung

HIV-und Krebsdiagnose"Lindenstraße"-Star Georg Uecker geht es heute "sehr gut"

02.06.2026, 11:49 Uhr
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Georg Uecker zeigt sich wieder auf Events, wie hier im Dezember 2025. (Foto: IMAGO/BREUEL-BILD)

Seit 1993 lebt der ehemalige "Lindenstraße"-Darsteller Georg Uecker mit HIV, überlebt eine Krebserkrankung. Er sei ein "zähes Luder", erklärt er. Den Verdienstorden des Landes NRW möchte er nun unbedingt persönlich entgegennehmen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst verleiht am heutigen Dienstag, den 2. Juni, den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Unter den 15 Geehrten sind "Lindenstraße"-Schöpfer Hans W. Geißendörfer, Schauspieler Ralph Morgenstern und "Lindenstraße"-Star Georg Uecker. Im Vorfeld der Verleihung gab dieser nun einen Einblick in seinen aktuellen Gesundheitszustand.

Der heute 63-jährige Uecker lebt seit 1993 mit HIV. Hinzu kam eine Erkrankung an Morbus Hodgkin, einem bösartigen Tumor im Lymphsystem. Beide Diagnosen erhielt er damals auf einmal - kurz nachdem sein Freund gestorben war. Er habe seinerzeit gedacht, dass er sterben müsse, schilderte Uecker bereits 2019 dem Magazin "Stern". Er konnte den Krebs jedoch besiegen.

Seine Infektion mit dem HI-Virus hat er 2016 öffentlich gemacht, nachdem zuvor bereits mehrere Jahre über den Gesundheitszustand des abgemagert erscheinenden Schauspielers spekuliert worden war. 

Über drei Jahrzehnte verkörperte Georg Uecker in der "Lindenstraße" die Rolle des Dr. Carsten Flöter und gehörte zu den Lieblingen der ARD-Kultserie. Seit deren Ende 2020 war der Schauspieler kaum noch öffentlich zu sehen - auch aus gesundheitlichen Gründen. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärt er nun aber, dass es ihm "sehr gut" gehe: "Ich bin ein zähes Luder!" Erst kürzlich habe er einen Urlaub in Mexiko genossen.

Aus der Bahn geworfen habe ihn das Aus der "Lindenstraße" vor sechs Jahren nicht. Im Anschluss habe es "eine kleine Pause" gegeben, doch nun sei er mit einer Theater- und Lese-Tour, die auf seiner Autobiografie "Ich mach dann mal weiter" basiert, unterwegs.

Engagement für queere Community wird gewürdigt

Dass Uecker nun den Verdienstorden erhält, sei eine schöne Überraschung nach den harten Jahren: "Ich fühle mich sehr geehrt, aber habe absolut nicht damit gerechnet. Ich wollte ja für mein Engagement nie einen Orden, sondern gesellschaftliche Veränderung. Und die haben wir erreicht. Man muss aber auch das, was wir erreicht haben, verteidigen. Und dafür ist so eine Auszeichnung natürlich prima!"

Gewürdigt wird das jahrelange Engagement des Schauspielers für die queere Community - ebenso wie der berühmte Kuss mit seinem Kollegen Martin Armknecht in der "Lindenstraße". Es war der erste gleichgeschlechtliche Kuss im deutschen Vorabendprogramm. Den Orden nehme er persönlich entgegen, betont Uecker: "Das ist keine Frage, natürlich bin ich dabei, allein aus Respekt."

Quelle: ntv.de, csp/spot

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