Der Tag
3. Juni 2026
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
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22:25 Uhr

Das war Mittwoch, der 03. Juni 2026

Was für eine Enttäuschung in New York: Deutschland ist mit seiner Kandidatur für einen Sitz im mächtigen Sicherheitsrat der Vereinten Nationen krachend gescheitert. Bereits im ersten Wahlgang unterlag die Bundesrepublik Portugal und Österreich, wie die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, mitteilte. Deutschland war bereits sechs Mal im Sicherheitsrat vertreten, zuletzt 2019 und 2020. Durchgefallen war das Land bei einer Kandidatur laut Diplomaten bisher noch nie. Außenminister Johann Wadephul kündigte eine tiefgreifende Analyse der Gründe des Scheiterns an. Zu welchem Ergebnis diese am Ende kommen wird, erfahren Sie natürlich bei uns.

Diese Abendlektüre empfehle ich Ihnen heute:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Mittwoch, der 03. Juni 2026
22:12 Uhr

15-Jähriger flieht mit Auto vor Polizei und überfährt Gans

Ein 15-jähriger Autofahrer hat sich in Gelsenkirchen eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert und dabei eine Gans überfahren. Der Jugendliche fiel am Dienstagmorgen in einem Auto auf, weil die Kennzeichen entstempelt waren, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt heute mitteilte. Als Polizisten den Wagen kontrollieren wollten, flüchtete der 15-Jährige mit hohem Tempo durch mehrere Straßen. Er missachtete rote Ampeln und fuhr auch über Grünflächen, auf denen Fußgänger ausweichen mussten. Dabei überfuhr er nach Polizeiangaben die Gans. Später flüchtete er zusammen mit seinem gleichaltrigen Beifahrer zu Fuß, beide wurden gefasst.

Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Jugendliche gab zudem an, Drogen konsumiert zu haben. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

15-Jähriger flieht mit Auto vor Polizei und überfährt Gans
21:41 Uhr

Bericht: Trump gibt Einnahmen für Nationalparks lieber für Verschönerung Washingtons aus

Wenn die USA am 4. Juli den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feiern, soll vor allem ein Ort schön aussehen: Washington, D.C. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, die Hauptstadt herauszuputzen. Der berühmte Lincoln Memorial Reflecting Pool bekommt eine neue Farbe, Statuen und Springbrunnen werden erneuert. Wie die "Washington Post" berichtet, kommt das Geld dafür aus einem Topf, der eigentlich für alle Nationalparks in den USA gedacht ist - doch die haben gerade das Nachsehen.

Die Zeitung hat nach eigenen Angaben interne Behördendokumente einsehen können und unter anderem festgestellt, dass 90 Millionen Dollar von Eintrittsgeldern von Nationalparks wie Yellowstone und Yosemite nach Washington abgedrückt werden. Diese Gelder sollen beispielsweise für ein 1,6 Millionen Dollar teures Feuerwerk am Unabhängigkeitstag eingesetzt werden. 76 Millionen Dollar sollen für die Reparatur von Springbrunnen, darunter den Lincoln Memorial Reflecting Pool, verwendet werden. Beim restlichen Parksystem der Nation klaffe dagegen eine Lücke von 24 Milliarden Dollar, die für dringend benötigte Infrastrukturreparaturen und -verbesserungen gebraucht werden. "So war das nicht gedacht", zitiert die Post Ed Stierli von der National Parks Conservation Association. "Es sollte nicht alles in einem Park auf Kosten des gesamten nationalen Parksystems geschehen."

Bericht: Trump gibt Einnahmen für Nationalparks lieber für Verschönerung Washingtons aus
21:01 Uhr

Hersteller von Macrons Sonnenbrillengläsern insolvent

An ihm hat es mit Sicherheit nicht gelegen: Mit seiner beim Weltwirtschaftsforum getragenen Sonnenbrille löste Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Januar einen Hype um das Luxusmodell aus - nun ist der französische Hersteller der speziellen Gläser der Brille zahlungsunfähig. Das Handelsgericht wies einen Sanierungsplan für das Unternehmen Dalloz Creations zurück und eröffnete ein Insolvenzverfahren, wie aus einem Auszug des Gerichtsentscheids hervorgeht. Nach französischen Medienberichten verlieren 29 Menschen ihre Arbeit.

Das 1957 von Christian Dalloz gegründete Unternehmen in Saint-Claude unweit von Genf hatte sich auf hochwertige Sonnenbrillengläser spezialisiert. Sein Gründer gilt insbesondere als Pionier bei der Verwendung von Polycarbonat, ein Material, das heute aufgrund seiner Leichtigkeit und Widerstandsfähigkeit weit verbreitet ist, wie die Zeitung "Le Parisien" berichtete. Nicht von der Insolvenz betroffen ist die Marke Henry Jullien, von der die Pilotensonnenbrille stammt, die Macron im Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos trug. Wegen einer Augenentzündung hatte der Präsident die Brille damals über rund zwei Wochen getragen.

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Dieser Look sorgte im Januar für Aufsehen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)
Hersteller von Macrons Sonnenbrillengläsern insolvent
20:35 Uhr

Thomas und Lisa Müller haben sich getrennt

Fußballstar Thomas Müller und seine Frau, die Dressurreiterin Lisa Müller, sind nicht mehr zusammen. Das bestätigte der Medienanwalt der beiden, Christian Schertz, der "Bild"-Zeitung. Das Paar habe sich einvernehmlich vor einiger Zeit getrennt, hieß es. Schon seit Monaten hatte es Spekulationen über die Beziehung der Müllers gegeben. Das Paar hatte 2009 geheiratet. Der ehemalige Nationalspieler spielt seit dem vergangenen Sommer bei den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen Profiliga MLS. Lisa Müller, die nicht mit nach Kanada gegangen und in Bayern geblieben ist, kümmert sich weiter um das gemeinsame Gestüt Gut Wettlkam.

Thomas und Lisa Müller haben sich getrennt
20:11 Uhr

Wohnmobil kracht in Stauende - Familienvater stirbt

Tragischer Unfall auf der A3: Beim Aufprall eines Wohnmobils auf einen Lastwagen am Stauende ist ein Familienvater aus Bayern ums Leben gekommen. Der 43-jährige Wohnmobil-Fahrer starb noch an der Unfallstelle bei Limburg in Mittelhessen, wie die Polizei in Wiesbaden mitteilte. Seine Frau und die beiden Kinder wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen hatte der Vater den Stau übersehen und war in Fahrtrichtung Frankfurt fast ungebremst auf den Sattelzug aufgefahren. Der 43-Jährige, seine 35 Jahre alte Frau und die neunjährige Tochter wurden im vorderen Teil des Fahrzeugs eingeklemmt und dann von der Feuerwehr befreit. Der sieben Jahre alte Sohn, der sich im hinteren Bereich aufhielt, konnte sich schwer verletzt selbst aus dem Wohnmobil befreien, wie es hieß. Rettungshubschrauber flogen die Ehefrau und die Tochter in Kliniken, in Lebensgefahr schweben sie laut Polizei nicht. Der Sohn kam per Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Wohnmobil kracht in Stauende - Familienvater stirbt
19:35 Uhr

Trump stellt sich hinter rechten Kandidaten in Südamerika

"Mit erhobenem Haupt und einem Herzen voller patriotischer Dankbarkeit nehme ich Ihre Worte und Ihre standhafte Unterstützung entgegen": Der kolumbianische Präsidentschaftskandidat Abelardo de la Espriella hat sich überschwänglich für die Unterstützung von Donald Trump bedankt. Der US-Präsident hatte de la Espriella zuvor seine "vollständige und uneingeschränkte Unterstützung" ausgesprochen. Trump bezeichnete den Kandidaten als "klugen, starken und entschlossenen Anführer" und erklärte, dessen Wahlsieg sei wichtig für die Zukunft Kolumbiens und die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten.

De la Espriella kündigte seinerseits eine engere Zusammenarbeit mit Washington an. Die Vereinigten Staaten und Kolumbien seien "Schwesternationen", die durch gemeinsame Werte verbunden seien. Beide Länder würden gemeinsam gegen den "Drogenterrorismus" vorgehen und Freiheit sowie freies Unternehmertum verteidigen. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro kritisierte die Unterstützung Trumps scharf. "Wenn ein Land in die Entscheidungen eines anderen Landes eingreift, stirbt die Freiheit", schrieb er auf X.

Der Anwalt trifft am 21. Juni in der Stichwahl auf den linken Senator Iván Cepeda aus dem Lager von Petro. Nach dem vorläufigen Endergebnis der ersten Wahlrunde lag de la Espriella mit 43,7 Prozent der Stimmen vor Cepeda mit rund 41 Prozent.

Trump stellt sich hinter rechten Kandidaten in Südamerika
19:05 Uhr

Ausgebüxte Kühe spazieren durch Notaufnahme in Hessen

Tierischer Einsatz in einem Krankenhaus: Sechs ausgebüxte Kühe sind in die Notaufnahme der Kreisklinik Wolfhagen in Nordhessen spaziert. Wie die Polizei mitteilte, waren acht freilaufende Tiere auf Wanderschaft in Richtung Krankenhaus. Ein Passant alarmierte deswegen am Morgen die Polizei. Helfer konnten demnach zwei der Kühe auf dem Parkplatz der Klinik festsetzen. Sechs Tiere marschierten allerdings in das Gebäude. Sie gelangten laut Polizei durch die mit einem Bewegungsmelder versehene Tür zur Notaufnahme hinein. Anschließend seien sie sogar durch das Treppenhaus in den zweiten Stock gelaufen, hieß es.

Der Besitzer konnte die tierischen Besucher laut Mitteilung gemeinsam mit der Polizei und Helfern schnell dingfest machen und wieder nach draußen bringen. Mit einem Treibwagen sei es für die Ausreißer dann zurück auf ihre rund einen Kilometer entfernte Weide gegangen. Verletzt wurden den Angaben zufolge weder Menschen noch die Tiere. Allerdings hätten die Tiere offenbar angesichts der eigenen Aufregung verschiedene Ausscheidungen im Krankenhaus hinterlassen, hieß es.

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Kühe im Treibwagen, in dem es wieder zurück auf die Weide ging. (Foto: Polizeipräsidium Nordhessen)
Ausgebüxte Kühe spazieren durch Notaufnahme in Hessen
18:38 Uhr

"Blamabel": Grüne lesen Merz und Wadephul die Leviten

Alles Werben war umsonst: Deutschland erhält nicht den begehrten Sitz als nicht ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das erste Mal in Jahrzehnten verpasst die Bundesrepublik bei der Abstimmung in der UN-Vollversammlung die nötige Zweidrittelmehrheit der Stimmen. Für die Grünen ist klar, wer das Debakel zu verantworten hat: Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul. "Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul", erklärte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger in Berlin. Die Bundesregierung habe "viel zu wenig getan, um diese Kandidatur mit modernen Ideen zu hinterlegen".

Die Regierung Merz habe sich international zu wenig profiliert - beim Klimaschutz, beim Erhalt der regelbasierten Ordnung und bei der Entwicklungszusammenarbeit, deren Mittel stark gekürzt worden seien, kritisierte Brugger. Die Regierung habe damit "Deutschlands Ansehen und Verantwortung in der Welt verspielt". Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende fügte hinzu: "All diese Fehler und Versäumnisse schaden Deutschlands Interessen in einer unsicheren Welt."

"Blamabel": Grüne lesen Merz und Wadephul die Leviten
18:19 Uhr

Britischer Armee-Heli abgestürzt - drei Tote

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Der Helikopter wurde bei dem Absturz komplett zerstört. (Foto: picture alliance / PA Images)

Bei dem Absturz eines Helikopters nahe dem britischen Ort Okehampton sind drei Soldaten der Royal Navy ums Leben gekommen. Demnach stürzte die Maschine vom Typ Merlin Mk4 bei einem Übungsflug am frühen Morgen ab, berichten britische Medien. Premierminister Sir Keir Starmer bezeichnete auf X den tödlichen Absturz als "zutiefst tragisch" und sprach den "Familien, Freunden und Angehörigen der drei Mitglieder der Royal Navy, die tragischerweise ihr Leben verloren haben", sein Beileid aus.

Der Chef der Marine, General Sir Gwyn Jenkins, sagte in einem Statement: "Ich weiß, dass dies ein großer Schock für alle in unserer Marinegemeinschaft sein wird, und mein tiefstes Beileid gilt den Familien, Freunden und Angehörigen, die von dieser Tragödie betroffen sind." Zeugen am Unfallort sagten laut BBC, sie hätten Geräusche gehört, die sich wie "Probleme mit der Mechanik" anhörten, als der Hubschrauber über sie hinweg flog. Was genau zu dem Absturz führte, ist noch nicht bekannt.

Britischer Armee-Heli abgestürzt - drei Tote
17:55 Uhr

Ostsee-Buckelwal wird am Strand obduziert und alle dürfen zuschauen

Schon morgen könnte es Gewissheit darüber geben, warum der als "Timmy" oder "Hope" bekannt gewordene Buckelwal ums Leben gekommen ist. Am Strand der dänischen Insel Anholt soll der tote Meeressäuger öffentlich obduziert werden. Ein kleines Team von Tierärzten und Wal-Experten will bei der Untersuchung unter anderem DNA-Proben entnehmen und die Todesursache klären. Die Forscher wollen unter anderem nach Spuren von Fischernetzen in Magen und Darm des Wals suchen. Die Obduktion soll ab dem Nachmittag etwa sechs Stunden dauern. Journalisten und Schaulustige dürfen dabei sein, müssen aber einen Sicherheitsabstand einhalten.

Das Schicksal des Buckelwals beschäftigt viele Menschen in Deutschland seit mehreren Monaten. Das Tier war zunächst sehr geschwächt mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte es gegen den Rat von Fachleuten auf einem Lastkahn Richtung Nordsee transportiert und abgesetzt. Einige Zeit später war der Wal tot auf Anholt angespült worden.

Ostsee-Buckelwal wird am Strand obduziert und alle dürfen zuschauen
17:34 Uhr

Deutschland scheitert mit Bewerbung für Sitz in UN-Sicherheitsrat

Deutschland ist mit seiner Bewerbung für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat in den Jahren 2027 und 2028 gescheitert. Bei der geheimen Abstimmung in der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York setzten sich Österreich und Portugal gegen die deutsche Bewerbung durch. 

Deutschland scheitert mit Bewerbung für Sitz in UN-Sicherheitsrat
17:17 Uhr

Höchstes Camp vor Mount-Everest-Gipfel versinkt im Müll

Eine Rekordzahl von mehr als 1000 Bergsteigerinnen und Bergsteigern hat in diesem Frühjahr den Mount Everest, den höchsten Berg der Erde, bestiegen. Das teilte heute die nepalesische Tourismusbehörde mit. Der bisherige Rekord hatte laut der Himalaya-Datenbank der deutschen Alpinistin Billi Biering bei 877 Mount-Everest-Besteigungen im Jahr 2019 gelegen. Zu der hohen Zahl in diesem Jahr trug ein langer Zeitraum mit stabilem Wetter bei. Allerdings gab es auch in dieser Saison mehrere Todesfälle: Zwei indische Bergsteiger sowie drei Nepalesen, die bei Everest-Aufstiegen halfen, starben. Ein weiterer Nepalese wird seit seinem Abstieg vermisst. Und der Massentourismus in dem Gebirge hat noch eine weitere Schattenseite: Im letzten Camp vor dem Gipfel des Berges stapeln sich Zelte und Ausrüstungen, die zurückgelassen werden.

Höchstes Camp vor Mount-Everest-Gipfel versinkt im Müll
16:44 Uhr

Weiterer AfD-Landesverband darf zukünftig beobachtet werden

Was haben die Landesverbände der AfD in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und nun auch Hessen gemeinsam? Sie alle sind als rechtsextreme Verdachtsfälle eingestuft und dürfen vom jeweiligen Verfassungsschutz beobachtet werden. Im Fall von Hessen entschied das heute das Verwaltungsgericht in Wiesbaden und wies Klagen der AfD größtenteils ab. Es gebe genügend Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, hieß es.

Der hessische Verfassungsschutz hatte im September 2022 angekündigt, den Landesverband der AfD mit geheimdienstlichen Mitteln zu beobachten. Dagegen ging die Partei gerichtlich vor. Eilanträge scheiterten 2023 und 2025 in Wiesbaden und vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel. Nun hatte der AfD-Landesverband mit der Klage gegen die Einstufung auch im Hauptsacheverfahren keinen Erfolg. Das Gericht entschied aber, dass die Einstufung 2022 nicht öffentlich hätte gemacht werden dürfen - insoweit war die AfD erfolgreich. Eine Berufung gegen die Urteile ist noch möglich.

Übrigens, gesichert rechtsextrem sind folgende AfD-Landesverbände: Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen.

Weiterer AfD-Landesverband darf zukünftig beobachtet werden
16:15 Uhr

Streit um Nacktszene: Wenders zieht Film vorerst zurück

Ganz oder gar nicht: Nach dem Streit um eine Nacktszene mit Schauspielerin Nastassja Kinski soll der Film "Falsche Bewegung" von Regisseur Wim Wenders vorerst nicht mehr gezeigt werden. Der Film werde aus allen aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen, teilte die Wim Wenders Stiftung mit. "Streaming-, TV- und Vertriebspartner werden angewiesen, den Film nicht mehr öffentlich zugängig zu machen." In der Mitteilung bat Wenders um Entschuldigung. "Als einziger der damals für 'Falsche Bewegung' handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber".

Und weiter: "Die vielen Reaktionen, Hinweise und Gespräche der vergangenen Tage haben wesentlich dazu beigetragen, meinen Blick auf die damaligen Ereignisse weiter zu schärfen. Dafür bin ich dankbar." Es sei nötig, dass unsere Gesellschaft angemessene Umgangsweisen für strittige Filmwerke des 20. Jahrhunderts finde und sich neuen Lernprozessen und Perspektiven stelle. In dieser wichtigen Debatte würden sie einen breiten Austausch suchen. "Erst danach, auch wenn es länger dauern sollte, und nachdem wir eine einvernehmliche Lösung, auch in Absprache mit Nastassja Kinski, haben vorlegen können, werden wir den Film wieder freigeben." Hintergrund des Streits ist eine Szene in dem Film aus dem Jahr 1975, in der die damals 13-jährige Kinski mit nacktem Oberkörper gezeigt wird. Die Schauspielerin bittet Wenders laut eigenen Angaben seit Jahren, die rund zweiminütige Szene zu entfernen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie kürzlich: "Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war".

Streit um Nacktszene: Wenders zieht Film vorerst zurück
15:48 Uhr

Steuerermittlungen gegen Grünen-Chef Banaszak

Grünen-Chef Felix Banaszak wagt die Flucht nach vorn: Wie er selbst mitteilte, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Der Politiker hat nach eigenen Angaben nach mehreren Umzügen innerhalb der Hauptstadt vergessen, seine Angaben zur Zweitwohnung beim Finanzamt in Berlin zu aktualisieren - und damit auch seit 2022 zu wenig Zweitwohnsitzsteuer gezahlt. Die Berliner Staatsanwaltschaft wollte sich mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht äußern. "Wer öffentliche Verantwortung trägt, muss die eigenen Angelegenheiten in Ordnung halten. Das habe ich nicht ausreichend getan und bedaure diesen Fehler ausdrücklich", erklärte Banaszak. "Ich kooperiere vollumfänglich bei der Klärung und habe alle erforderlichen Angaben und Unterlagen unverzüglich über meinen Rechtsanwalt nachgereicht."

Der Grünen-Vorsitzende sicherte zu, die ausstehenden Beträge unverzüglich nachzuzahlen, sobald die Nachforderungen festgesetzt seien. Die sogenannte Zweitwohnungsteuer beträgt nach Angaben des Landes Berlin 15 Prozent der Nettokaltmiete für Besteuerungszeiträume ab dem Jahr 2019. Für Besteuerungszeiträume ab dem Jahr 2025 liege der Satz bei 20 Prozent der Nettokaltmiete. Banaszaks Erstwohnsitz liegt nach Parteiangaben in seinem Wahlkreis und Geburtsort Duisburg. Der 36-Jährige gehört seit 2021 dem Bundestag an. Seit November 2024 teilt er sich den Vorsitz der Grünen mit Franziska Brantner.

Steuerermittlungen gegen Grünen-Chef Banaszak
15:33 Uhr

Jeder vierte Neuwagen ist ein E-Auto

Im Mai war in Deutschland jeder vierte Neuwagen rein elektrisch. Damit legten E-Autos deutlich zu. Hybridautos machten weiter den größten Teil der Neuzulassungen aus. Benziner und Diesel verloren dagegen spürbar. Vor allem neue Autos mit Benzinmotor wurden seltener zugelassen als vor einem Jahr. SUVs blieben die beliebteste Fahrzeugklasse.

Jeder vierte Neuwagen ist ein E-Auto
15:02 Uhr

Schäden am Tragwerk: Autobahn-Brücke wird ab sofort gesperrt

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Die Bonner Nordbrücke ist bereits seit Februar für schwere Lkw gesperrt. (Archivbild)

In Bonn wird eine wichtige Rheinbrücke kurzfristig voll gesperrt: Ab 15 Uhr werde die Autobahnbrücke Bonn-Nord vorsorglich für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, teilte die Autobahn Gmbh mit. Grund seien strukturelle Schäden am Tragwerk der Vorlandbrücke am linken Rheinufer, das sei bei aktuellen Brückenprüfungen festgestellt worden. Eine "unverzügliche Sicherung" sei erforderlich. Die Friedrich-Ebert-Brücke ist Teil der Autobahn 565. "Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar", teilte der technische Geschäftsführer der Autobahn Gmbh, Dirk Brandenburger, mit. "Wir handeln auf der Basis unserer aktuellen gutachterlichen Prüfergebnisse." Bisherige Maßnahmen, etwa ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, hätten nicht ausgereicht, um weitere Schäden zu verhindern, erklärte das Unternehmen.

Schäden am Tragwerk: Autobahn-Brücke wird ab sofort gesperrt
14:28 Uhr

15-Jähriger verletzt sich bei Anschlagsvorbereitung durch Kugelbombe

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen 15 Jahre alten Jugendlichen, der mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat sympathisieren und einen Anschlag in Deutschland geplant haben soll. Ziel der Anschlagsplanungen soll insbesondere eine Synagoge gewesen sein, erklärte die Behörde. Der in Untersuchungshaft sitzende Jugendliche soll dafür "eine große Menge an pyrotechnischen Gegenständen" bei sich zu Hause gehortet haben.

Laut einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" stammt der Heranwachsende aus dem Landkreis Augsburg. Er soll der Zeitung zufolge im vergangenen Oktober beim Zünden einer selbstgebastelten Kugelbombe zwei Finger verloren haben. Bei den weiteren Ermittlungen sei der Verdacht gegen ihn entstanden. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft dem Schüler den Angaben zufolge die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Terrorismusfinanzierung, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährliche Körperverletzung vor. Bei der Explosion im Oktober wurde demnach ein weiterer Mensch verletzt.

15-Jähriger verletzt sich bei Anschlagsvorbereitung durch Kugelbombe
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Lukas Wessling hat sich in den Feierabend verabschiedet. Bis zum späten Abend versorge ich Sie nun mit Nachrichten aus aller Welt in "Der Tag". Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:58 Uhr

RBB muss wohl einen Radiosender dichtmachen

Der RBB soll künftig nur noch sechs Radiosender haben. Berlin und Brandenburg haben dafür einen neuen Staatsvertrag auf den Weg gebracht. Heute betreibt der Sender sieben Programme: Radio Eins, Radio 3, Fritz, 88.8, Antenne Brandenburg, Inforadio und Cosmo. Welche Welle wegfällt oder zusammengelegt wird, entscheidet der RBB selbst.

RBB muss wohl einen Radiosender dichtmachen
13:43 Uhr

Berlin verzeichnet dickes Einbürgerungs-Plus - auch wegen Digitalisierung

In Berlin haben 2025 deutlich mehr Menschen den deutschen Pass bekommen als zuvor. 39.041 Ausländerinnen und Ausländer wurden eingebürgert. Das waren 17.230 mehr als 2024, ein Plus von fast 80 Prozent. Die größte Gruppe bildeten Syrerinnen und Syrer, danach folgten Menschen aus der Türkei und Russland. Bundesweit stieg die Zahl der Einbürgerungen auf 332.500.

Grund für den Anstieg ist vor allem das neue Staatsangehörigkeitsgesetz von Juni 2024. In Berlin hilft auch die Reform der Verwaltung: Die Einbürgerungen liegen nun beim Landesamt für Einwanderung, viele Schritte laufen digital. 2025 gingen 42.517 Anträge ein, 1.934 wurden abgelehnt. Eingebürgerte lebten im Schnitt 11,2 Jahre in Deutschland und waren 32,4 Jahre alt.

Berlin verzeichnet dickes Einbürgerungs-Plus - auch wegen Digitalisierung
13:12 Uhr

Vierfach-Mord an Erntehelfern erschüttert Italien

Ein Vierfach-Mord erschüttert Italien: Nahe Amendolara in Kalabrien sollen zwei Männer einen Minivan an einer Tankstelle mit Benzin gefüllt und angezündet haben. Vier Erntehelfer aus Afghanistan und Pakistan starben. Ein fünfter Mann überlebte schwer verletzt. Die Opfer arbeiteten auf Feldern in der Region, zu sehr niedrigen Löhnen und unter harten Bedingungen. Laut dem Überlebenden gab es Streit um ausstehende Bezahlung.

Zwei Männer aus Pakistan sitzen als mutmaßliche Täter in Haft. Ermittler prüfen, ob sie ein Exempel statuieren wollten.

Der Fall rückt die Ausbeutung in Italiens Landwirtschaft in den Fokus. Schätzungen zufolge arbeiten dort mehr als 200.000 Menschen unter solchen Bedingungen. Viele sprechen von moderner Sklaverei. Die Ernte landet oft auch in deutschen Supermärkten.

Vierfach-Mord an Erntehelfern erschüttert Italien
13:10 Uhr

EU-Komission will Schuldenregeln für Energiewende lockern

Angesichts der durch den Iran-Krieg verursachten Energiekrise will die Europäische Kommission die Schuldenregeln der EU weiter lockern. Nach einem Vorschlag der Brüsseler Behörde sollen künftig höhere Schulden auch für Investitionen in die Energiewende erlaubt sein.

EU-Komission will Schuldenregeln für Energiewende lockern
12:47 Uhr

Braunbärin beißt Wanderer in Slowakei in den Hals

In der Slowakei hat eine Braunbärin am Abend einen Wanderer schwer verletzt. Der Angriff passierte in der Nähe Stranavys, im Nordwesten der Slowakei, am Rand einer Wiese nahe dem Wald. Der 36-jährige Wanderer erlitt vor allem Bissverletzungen im Halsbereich und kam per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Zilina. Sein Zustand ist stabil.

In der Nähe waren zwei Jungtiere zu sehen. Die Bärin wollte sie vermutlich schützen. Die Behörden rufen dazu auf, das Gebiet zu meiden, und haben eine Fotofalle aufgestellt. In der Slowakei leben rund 1200 Bären. Meist meiden sie Menschen, können bei Überraschungen oder Gefahr für ihre Jungen aber angreifen.

Braunbärin beißt Wanderer in Slowakei in den Hals
12:31 Uhr

Generalstreik legt weite Teile Portugals lahm

Ein Generalstreik hat weite Teile Portugals lahmgelegt. Hunderte Flüge sind ausgefallen, Züge stehen still, Schulen blieben geschlossen. Der Fernverkehr ist außer Betrieb, in Lissabon fährt die U-Bahn nicht. Krankenhäuser haben viele Termine und Operationen verschoben, weil Pflegekräfte streiken.

Die Gewerkschaften protestieren gegen eine Arbeitsmarktreform der Mitte-Rechts-Regierung. Sie betrifft mehr als 100 Artikel im Arbeitsgesetz. Die Regierung will Produktivität und Wachstum stärken. Die Gewerkschaften warnen vor leichteren Kündigungen, längeren Arbeitszeiten, weniger Streikrechten und schlechterem Schutz für Eltern. Das Gesetz dürfte mit Hilfe der rechtsextremen Chega-Partei verabschiedet.

Generalstreik legt weite Teile Portugals lahm
12:02 Uhr

New York rätselt über mysteriöse Gully-Gestalten

Überwachungskameras in New York City filmen Männer, die nachts in Abwasserkanälen verschwinden oder plötzlich aus Gullys auftauchen. Das gibt der Polizei Rätsel auf, denn beschädigt ist in den Schächten nichts. Die Ermittler vermuten eine recht harmlose Motivation hinter den mysteriösen Gestalten.

New York rätselt über mysteriöse Gully-Gestalten
11:47 Uhr

Verdoppelte Nachfrage macht Tofu knapp

Tofu wird in Deutschland knapp. In Supermärkten und Discountern bleiben teils Regale leer. Rewe nennt als Grund die stark gestiegene Nachfrage und Engpässe bei Herstellern. Eine Normalisierung erwartet der Konzern frühestens Ende 2026. Bei Rewe hat sich der Tofu-Absatz in drei bis vier Jahren verdoppelt, 2025 lag er 30 Prozent über dem Vorjahr.

Verdoppelte Nachfrage macht Tofu knapp
11:35 Uhr

Bahnstrecke Hamburg - Berlin öffnet wieder - anfangs mit Verzögerungen

Die Bahnstrecke Hamburg - Berlin öffnet wieder. Ab 14. Juni sollen alle Nahverkehrszüge wieder nach Plan fahren. Der Busersatzverkehr endet. Auch der Güterverkehr hat wieder volle Kapazität. Im Fernverkehr müssen Reisende allerdings in den ersten beiden Wochen mit kleinen Verzögerungen rechnen. Die Bahn nimmt neue Signal- und Stellwerkstechnik ab und macht Belastungsfahrten. Deshalb fahren Züge stellenweise langsamer. Laut Bahn geht es um wenige Minuten.

Bahnstrecke Hamburg - Berlin öffnet wieder - anfangs mit Verzögerungen
11:15 Uhr

Bernie Sanders will KI-Konzerne teil-vergesellschaften

Der US-Demokrat Bernie Sanders will die US-amerikanische Öffentlichkeit an großen KI-Firmen beteiligen. Der Senator hat dafür einen Staatsfonds vorgeschlagen. Große KI-Firmen sollen darin einmalig 50 Prozent ihrer Anteile in Form von Aktien einbringen. Genannt werden OpenAI, Anthropic und xAI. Sanders argumentiert: KI-Modelle nutzen Bücher, Musik, Kunst, Journalismus, Code und Forschung vieler Menschen. Darum müsse der Gewinn der Allgemeinheit zugutekommen. Der Fond stelle nichts anderes dar als eine Art Rückzahlung für die "gestohlenen" Daten. Die Konzerne hätten ungefragt die über Jahrhunderte angesammelte "kollektive menschliche Intelligenz" für das Training ihrer Modelle verwendet, ohne dafür zu bezahlen. Das stelle die Basis für ihren wirtschaftlichen Erfolg dar.

Bernie Sanders will KI-Konzerne teil-vergesellschaften
10:49 Uhr

Reul zieht Bilanz zu Klimacamp in Hamm: 162 Festnahmen

Nach dem Klimacamp in Hamm zieht NRW-Innenminister Herbert Reul Bilanz. Seit vergangener Woche zählte das Innenministerium 162 Ingewahrsamnahmen, 280 Platzverweise und 18 Strafanzeigen. Am Freitag waren 2200 Polizisten im Einsatz, am Samstag 2100. Die Polizei stellte unter anderem Pyrotechnik und Vermummung sicher. Die meisten Teilnehmer blieben laut Polizei friedlich. Es gab aber Ausreißer. Den größten Zulauf hatte das Camp, als Greta Thunberg auftauchte.

Reul zieht Bilanz zu Klimacamp in Hamm: 162 Festnahmen
10:20 Uhr

USA drohen Indien mit Zusatzzoll - auch EU im Visier

Die USA drohen Indien in laufenden Handelsgesprächen mit einem Zusatzzoll von 12,5 Prozent. Der Grund: Indien soll nicht genug gegen Waren aus Zwangsarbeit tun. Washington nennt das eine Belastung für den US-Handel. Auch Kanada und die EU stehen im Visier; ihnen droht ein Sonderzoll von zehn Prozent. Laut Handelsexperte Ajay Srivastava geht es nicht um indische Exportwaren, sondern um Importe nach Indien, die mit Zwangsarbeit verbunden sein könnten. Der US-Bericht nennt etwa Baumwoll-Lieferketten mit Bezug zu China. Indiens Handelsministerium äußerte sich zunächst nicht.

USA drohen Indien mit Zusatzzoll - auch EU im Visier
09:54 Uhr

Kanada und Mexiko wollen Handelsdeal verlängern, Trump provoziert

Kanada und Mexiko wollen ihr Freihandelsabkommen mit den USA verlängern und überarbeiten. Mexiko spricht von einer Verlängerung um 16 weitere Jahre. Kanadas Handelsminister Dominic LeBlanc nannte sein Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten positiv. Das Abkommen USMCA gilt seit 2020. Bis 1. Juli müssen die drei Länder sagen, ob sie es ändern oder kündigen wollen. Für Kanada und Mexiko steht viel auf dem Spiel: 75 Prozent der kanadischen und 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA. US-Präsident Donald Trump stellt den Nutzen für sein Land infrage und provoziert Kanada erneut mit der Idee, es zum 51. Bundesstaat zu machen.

Kanada und Mexiko wollen Handelsdeal verlängern, Trump provoziert
09:25 Uhr

Strack-Zimmermann: Wollte mit Kandidatur "Erdbeben an Austritten" verhindern

Marie-Agnes Strack-Zimmermann wollte mit ihrer überraschenden Kampfkandidatur auf dem FDP-Parteitag nach eigenen Worten Austritte aus der Partei verhindern. Nach dem Rückzug von Henning Höne, nur zwei Wochen vor dem Parteitag, seien viele Mitglieder enttäuscht gewesen. "Da drohte ein regelrechtes Erdbeben an Austritten", sagte sie dem "Handelsblatt". Sie wollte die progressiven Kräfte in der FDP halten. Am Ende fehlten ihr gegen den neuen Parteichef Wolfgang Kubicki 131 Stimmen. Nun setzt sie auf Zusammenarbeit: Beide sprächen unterschiedliche Menschen an. Das solle der FDP bei sechs anstehenden Landtagswahlen helfen.

Strack-Zimmermann: Wollte mit Kandidatur "Erdbeben an Austritten" verhindern
09:06 Uhr

Seltener Rückschlag für Trump: Wunschkandidat verliert Vorwahl

Immer wieder hatte US-Präsident Donald Trump seine makellose Bilanz bejubelt: In den republikanischen Vorwahlen gewannen bisher immer die Kandidaten, denen er seine Unterstützung ausgesprochen hatte. Bis jetzt. Im US-Bundesstaat Iowa verlor Trumps Wunschkandidat Randy Feenstra die republikanische Vorwahl um das Gouverneursamt. Der Abgeordnete unterlag knapp dem Farmer und Unternehmer Zach Lahn. Trump unterstützte Feenstra allerdings erst Tage vor der Wahl.

Seltener Rückschlag für Trump: Wunschkandidat verliert Vorwahl
08:51 Uhr

Angriffe auf Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Zum Start des Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben ukrainische Drohnen Energie- und Militäranlagen der Stadt angegriffen. Das melden beide Seiten. Gouverneur Alexander Beglow sprach von mehreren beschädigten Infrastruktureinrichtungen. Tote habe es nicht gegeben. Kiew erklärte, die Angriffe sollten das dreitägige Forum stören. Dort wird neben AfD-Vertretern und deutschen Unternehmen auch Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet.

Angriffe auf Wirtschaftsforum in St. Petersburg
08:36 Uhr

Video zeigt Bärenangriff vor japanischem Fabriktor

Im japanischen Fukushima greift ein Schwarzbär einen Arbeiter an - direkt vor einem Fabriktor. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie das Tier den Mann zunächst um einen Baum herum jagt. Der Mann wird von dem Bären zu Boden geworfen, als plötzlich Hilfe herbeieilt.

Video zeigt Bärenangriff vor japanischem Fabriktor
08:22 Uhr

Studie: "Rente mit 63" kostet Staat Milliarden

Wer mindestens 45 Beitragsjahre angesammelt hat, kann in Deutschland zwei Jahre vor dem Regeleintrittsalter in den Vorruhestand gehen - ohne Abschläge. Sollte diese Regelung fallen, würde das den Staat pro Rentnerjahrgang um rund 9,5 Milliarden Euro entlasten. Zugleich blieben etwa 125.000 Vollzeitkräfte länger im Job. Das legt eine DIW-Studie für die Bertelsmann-Stiftung nahe.

Derzeit liegt das Regelrentenalter bei 66 Jahren und vier Monaten, die abschlagsfreie Frührente ist aktuell also ab 64 Jahren und vier Monaten möglich. Jährlich nutzen das 250.000 bis 280.000 Beschäftigte. Das DIW rechnet damit, dass Betroffene ohne diese Regel im Schnitt zehn Monate länger arbeiten. Für Kranke oder Menschen mit harten Jobs bräuchte es Ausnahmen.

Studie: "Rente mit 63" kostet Staat Milliarden
08:06 Uhr

Zahl der Einbürgerungen auf Höchststand

2025 haben in Deutschland nach vorläufigen Zahlen 332.500 Ausländerinnen und Ausländer den deutschen Pass bekommen. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Im Vergleich mit 2024 ist das ein Plus von 14 Prozent. Die Zahl steigt damit seit fünf Jahren. Seit Beginn der Statistik im Jahr 2000 gab es noch nie mehr als 300.000 Einbürgerungen in einem Jahr. Am häufigsten wurden erneut Syrerinnen und Syrer eingebürgert: 65.600 Menschen, also jede fünfte Person. Im Vergleich zu 2024 sank ihre Zahl aber um 21 Prozent.

Laut einer Prognose des Statistischen Bundesamts dürfte die Bevölkerung Deutschlands bei stabiler Geburtenrate und Lebenserwartung in den kommenden Jahren schrumpfen. Das könne auch die Zuwanderung nicht ausgleichen, wenn sie im aktuellen Maßstab stattfindet.

Zahl der Einbürgerungen auf Höchststand
07:46 Uhr

Bericht: Trump-Regierung macht Aufständischen zum Terrorismus-Beauftragten

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump soll einen sensiblen Job im Pentagon mit Elias Irizarry besetzt haben; einem jungen Mann, der am Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 beteiligt war. Die "Washington Post" schreibt, Irizarry sei damals 19 Jahre alt gewesen, habe sich später schuldig bekannt und 14 Tage Haft bekommen. Demnach bereute er seine Rolle. Trump habe Irizarry 2025 begnadigt.

Nun arbeite Irizarry in einem Büro für irreguläre Kriegsführung und Terrorabwehr. Dort geht es laut dem Bericht um Botschaftsschutz, Geiselbefreiung und Rettungsmissionen. Im Pentagon sorge die Personalie für Sorge. Das Ministerium nennt Irizarry einen qualifizierten, patriotischen jungen Fachmann.

Bericht: Trump-Regierung macht Aufständischen zum Terrorismus-Beauftragten
07:11 Uhr

Supreme Court erlaubt Republikanern nächste Wahlkreisreform

Der Supreme Court lässt den US-Bundesstaat Alabama vorerst neue Wahlkreise nutzen. Damit haben die Republikaner von US-Präsident Donald Trump einen Erfolg erzielt. Ein Bundesgericht hatte den Plan aus dem Jahr 2023 zuvor gestoppt. Es sah schwarze Wähler benachteiligt. Ihre Stimmen würden auf mehrere Bezirke verteilt und verlören an Kraft. Der Fall ist wichtig für die Zwischenwahlen am 3. November. Dann wird das ganze Repräsentantenhaus neu gewählt.

Alabama ist längst kein Einzelfall: In vielen Bundesstaaten wurden Wahlkreise neu zugeschnitten, in Virginia kippte ein Gericht jüngst eine Reform zugunsten der Demokraten. In Summe begünstigen die Neuzuschnitte bisher die Republikaner. Das ist für Präsident Trump wichtig, weil er nicht mehr so durchregieren könnte, sollte seine Partei im November eine oder beide Parlamentskammern verlieren.

Supreme Court erlaubt Republikanern nächste Wahlkreisreform
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Verehrtes Publikum,

den zweiten Tag in Folge führen israelische und libanesische Regierungsvertreter heute direkte Gespräche in Washington. Das Ziel: langfristige Lösungen für den Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah zu finden. Bisher haben die Gespräche zwar zu einer offiziellen Waffenruhe geführt. Der Krieg ging aber dennoch weiter.

In St. Petersburg startet heute Putins Wirtschaftsforum. Mit dabei: neben Vertretern der AfD erstmals auch wieder deutsche Unternehmen.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Deutschland stellt sich zur Wahl zum nicht ständigen Mitglied im UN-Sicherheitsrat.

  • Statistisches Bundesamt legt Zahlen zu Einbürgerungen im vergangenen Jahr vor.

  • EU-Gericht urteilt zu strikteren Regeln für bestimmte Meta-Dienste.

  • Französischer Präsident Macron empfängt ungarischen Regierungschef Magyar.

Mein Name ist Lukas Wessling. Ich freue mich, heute mit Ihnen in den Tag starten zu dürfen! Sollte Ihnen ein Eintrag besonders gut gefallen haben, sollten Sie einen Tippfehler entdeckt haben oder andere Verfehlungen meinerseits, schreiben Sie mir gerne eine Mail an lukas.wessling@ntv.de ...

Das wird heute wichtig
06:43 Uhr

Forschende finden Leben in Ötzis Magen

Ötzi ist seit mehr als 5000 Jahren tot. Doch im Gewebe seiner Gletschermumie haben Forschende Hinweise auf lebende Mikroben gefunden. Vor allem geht es um Hefen mit gut erhaltener, also jüngerer DNA. Das deutet darauf hin, dass sie sich noch in jüngerer Zeit vermehrt haben. Das Team fand sie in Hautproben und im Mageninhalt Ötzis. Sie könnten aus der alten Gletscherwelt stammen. Unklar ist, ob die Hefen seit Jahrtausenden weiterwachsen oder ob sie nach dem Auftauen der Mumie wieder aktiv wurden.

Forschende finden Leben in Ötzis Magen
06:31 Uhr

USA entdecken Schmuggel-Tunnel - Ausstieg in Einkaufsladen

US-Ermittler haben unter der Grenze zu Mexiko einen Schmuggel-Tunnel entdeckt. Er führte von Tijuana nach Otay Mesa in Kalifornien. Durch ihn soll Kokain im Wert von 45 Millionen Dollar in die USA gelangt sein, umgerechnet 39 Millionen Euro. Vier Menschen wurden angeklagt. Der Tunnel war etwa 590 Meter lang, bis zu 16 Meter tief und 1,40 Meter hoch. Er hatte feste Wände, Schienen, Lüftung und Strom. Der Ausgang lag versteckt in einem Geschäft. Ermittler beobachteten den Tunnel monatelang. Dann fanden sie dort mehr als 1.000 Kilo Kokain.

USA entdecken Schmuggel-Tunnel - Ausstieg in Einkaufsladen
06:00 Uhr

Deutschlands Zigaretten-Schwarzmarkt wächst laut Studie

Der Schwarzmarkt mit Zigaretten wächst in Deutschland. Laut einer KPMG-Studie für die Tabakfirma Philip Morris wurden im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden illegale Kippen geraucht. Das waren 0,2 Milliarden mehr als 2024. Der Anteil am Markt stieg auf 2,5 Prozent. Für die Studie sammelten Prüfer rund 100.000 leere Packungen und prüften Steuerzeichen und Echtheit.

In Frankreich ist das Problem allerdings noch größer: Dort war laut Studie fast jede zweite Zigarette illegal. Auch Belgien ist stark betroffen. In Deutschland entgingen dem Staat knapp 0,5 Milliarden Euro Steuern. Die Tabakbranche warnt vor höheren Steuern. Krebsforscher halten sie für sinnvoll, weil sie Jugendliche vom Rauchen abhalten können.

Deutschlands Zigaretten-Schwarzmarkt wächst laut Studie