mit Friederike ZörnerDas war Mittwoch, der 04. Februar 2026
Säbelrasseln à la Donald Trump: Kurz vor geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran richtet der US-Präsident warnende Worte an den obersten Führer des Landes. Auf die Frage, ob Ajatollah Ali Chamenei aktuell besorgt sein solle, antwortete Trump dem Sender NBC News: "Ich würde sagen, er sollte sehr besorgt sein." Einen konkreten Grund dafür nannte Trump in dem Zuge nicht direkt. Er verwies aber auf Verhandlungen seines Landes mit dem Iran. Er habe gehört, dass der Iran versuche, sein Atomprogramm wiederaufzubauen, sagte Trump auf eine entsprechende Nachfrage. Für einen solchen Fall drohte der US-Präsident damit, dem Iran "schlimme Dinge" anzutun.
An diesem Freitag will der Iran nach eigenen Angaben mit den USA im Oman neue Verhandlungen beginnen. Die Atomgespräche seien für 10 Uhr (Ortszeit) in der omanischen Hauptstadt Maskat geplant, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. Eine offizielle Bestätigung aus Washington gibt es bislang nicht. US-Außenminister Marco Rubio sagte lediglich, die Vereinigten Staaten seien für einen Dialog mit dem Iran und der US-Sondergesandte Steve Witkoff für ein Treffen am Freitag bereit. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Trump stellt klar, warum er Warsh für Fed-Chef-Posten nominierte
Es geht, wie sollte es auch anders ein, um die Zinsen: US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten Kevin Warsh wegen der Aussicht auf Zinssenkungen für den Chefposten der US-Notenbank nominiert. Er hätte den früheren Gouverneur der Federal Reserve nicht für das Amt vorgeschlagen, wenn dieser Zinserhöhungen angekündigt hätte, sagte Trump in einem Interview des US-Senders NBC News. Er denke, dass Warsh verstanden hätte, dass er sich eine lockerere Geldpolitik wünsche.
Der Präsident hatte Warsh als Nachfolger für den derzeitigen und von ihm verhassten US-Notenbank-Chef Jerome Powell vorgeschlagen - der US-Senat muss seinen Kandidaten als künftigen Chef der Federal Reserve (Fed) aber noch bestätigen. Powells Amtszeit als wichtigster Notenbanker der Welt endet regulär im Mai. Kritiker befürchten, dass die Unabhängigkeit der Notenbank mit Warsh an der Spitze wackelt. Trump will niedrigere Zinsen, ihm ist das derzeitige Zinsniveau von 3,5 bis 3,75 Prozent trotz langsamer Senkungen zu hoch. Doch anders als von Trump regelmäßig verkürzt dargestellt, entscheidet der Fed-Chef nicht allein über den Leitzins. Stattdessen tagt der zwölfköpfige Zentralbankrat in regelmäßigen Abständen und stimmt dann über den weiteren geldpolitischen Kurs ab.
Oberstes Gericht macht Republikanern Strich durch die Rechnung
Das Oberste Gericht der USA erlaubt dem US-Bundesstaat Kalifornien eine Wahlkreisreform, die den dort regierenden Demokraten bei den Kongresswahlen im November einen Vorteil verschaffen kann. Der Supreme Court wies einen Einspruch der Republikaner in dem Bundesstaat zurück. Die Demokraten in dem Westküstenstaat können mit dem neuen Zuschnitt der Wahlbezirke nun auf bis zu fünf zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus in Washington hoffen.
Zuvor hatten die Demokraten in dem Bundesstaat bei einer Sonderabstimmung einen klaren Sieg errungen. Die Mehrheit der kalifornischen Wähler sprach sich im November für eine Wahlkreisreform aus. Auch der republikanische Bundesstaat Texas lässt seine Wahlkreise neu zuschneiden, um so der Partei von US-Präsident Donald Trump die Chance auf fünf weitere Sitze zu sichern.
Bill Gates bereut "jede Minute" mit Jeffrey Epstein
Bill Gates hat sich erneut zu seiner Verbindung mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert. In einem Interview mit dem australischen Sender 9 News sagte der Microsoft-Mitgründer: "Ich bereue jede Minute, die ich mit ihm verbracht habe, und entschuldige mich dafür, dass ich das getan habe." Anlass für das Interview ist die Veröffentlichung von rund drei Millionen Seiten an Dokumenten durch das US-Justizministerium. In den Akten finden sich auch E-Mail-Entwürfe aus Epsteins Account, die Anschuldigungen gegen Gates enthalten - unter anderem soll er angeblich Affären mit Frauen gehabt und eine Geschlechtskrankheit vor seiner damaligen Ehefrau Melinda French Gates verheimlicht haben.
Diese Behauptungen wies Gates im Interview entschieden zurück. "Anscheinend hat Jeffrey eine E-Mail an sich selbst geschrieben. Diese E-Mail wurde nie verschickt. Die E-Mail ist gefälscht", erklärte er im Gespräch mit 9 News. Er wisse nicht, was Epstein sich dabei gedacht habe - ob dieser ihn habe angreifen wollen. Gates betonte, er habe Epstein 2011 kennengelernt und sei bis 2014 lediglich zu Dinner-Treffen mit ihm zusammengekommen.
Lebenslange Haft für versuchtes Attentat auf Trump
Mitten im Wahlkampf 2024 stößt der Secret Service auf einen bewaffneten Mann in der Nähe von Donald Trumps Golfplatz in West Palm Beach. Die Beamten eröffnen das Feuer auf Ryan Routh, der sich in Büschen versteckt hält. Routh selbst feuert keine Kugel ab - stattdessen flieht er, wird wenig später aber festgenommen und schließlich angeklagt. Vor Gericht bestreitet er, den damaligen Präsidentschaftskandidaten im Visier gehabt zu haben und vertritt sich größtenteils selbst.
All das nützt ihm nichts: Wegen des versuchten Attentats auf den schließlich gewählten Trump ist der 59-Jährige Medienberichten zufolge zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Richterin Aileen M. Cannon verhängte gegen Routh zudem für einen weiteren Anklagepunkt - ein Waffendelikt - weitere sieben Jahre Haft, wie die US-Sender ABC News und NBC News berichteten. Bereits zuvor hatte ihn eine Jury schuldig gesprochen.
"Meloni-Engel" in römischer Kirche überstrichen
Erst wollte er es nicht zugeben, doch nach tagelangem Wirbel gesteht der Restaurator Bruno Valentinetti: "Na gut, es war (Giorgia) Meloni, aber in Anlehnung an das Gemälde, das vorher dort war." Was war passiert? In einer der ältesten Kirchen Roms, der Basilika San Lorenzo in Lucina, erregte ein Fresko in der Seitenkapelle kürzlich massive Aufmerksamkeit. Darauf war unter anderem ein Engel zu sehen, dessen Gesicht nach einer Restaurierung auffällige Ähnlichkeiten mit dem der italienischen Regierungschefin hatte. In der Hand hält der Engel eine Schriftrolle mit den Umrissen Italiens. Nicht allen gefiel diese Symbolik rund um die rechte Politikerin.
Die Konsequenz: Das Gesicht wurde nun kurzerhand übermalt. Valentinetti sagte der italienischen Zeitung "La Repubblica", er selbst habe auf Anweisung des Vatikans das Gesicht mit Farbe überdeckt. Der Rest des Engels blieb demnach unverändert. Pfarrer Daniele Micheletti bestätigte die Entfernung des Gesichts. "Ich habe immer gesagt, dass wir es tun würden, wenn es spaltend wäre. Außerdem gab es Massen von Menschen, die kamen, um es zu sehen, nicht um die Messe zu besuchen oder zu beten. Das war einfach nicht möglich", zitierte ihn die Nachrichtenagentur Ansa. Das Bistum hatte zuvor erklärt, eine Entscheidung werde "auf höchster Ebene" getroffen. Alle Kirchen Roms unterstehen Papst Leo XIV.
Leguane fallen wegen Kälte massenweise aus Bäumen - und werden getötet
In Florida fallen unzählige Leguane aufgrund von ungewöhnlich niedrigen Temperaturen von den Bäumen. Die Tiere verfallen in eine Kältestarre und stürzen von den Ästen herunter. Da Leguane in Florida als invasiv und schädlich gelten, nutzt die Tierschutzbehörde das Phänomen, um sie tierschutzgerecht zu töten.
Niederländische Königin Máxima wird Reservistin
Sie will mit gutem Beispiel vorangehen: Die niederländische Königin Máxima hat sich freiwillig zum militärischen Dienst angemeldet. Die Königin werde Reservistin, teilte der Hof in Den Haag mit. Die Frau von König Willem-Alexander hatte den Angaben zufolge heute ihren ersten Diensttag. Nach einer kurzen militärischen Ausbildung werde sie einige Zeit bei den Streitkräften arbeiten. Máxima ließ sich wohl auch von ihrer ältesten Tochter Amalia inspirieren. Die Kronprinzessin hatte erst vor Kurzem ihre Grundausbildung zur Reservistin abgeschlossen. Sie wird ihren Teilzeit-Dienst parallel zu ihrem Studium leisten.
Niederländische Reservisten sind eine flexibel einsetzbare Reserve der Armee. Sie können zum Beispiel in Notfällen wie Überschwemmungen oder auch im Kriegsfall einberufen werden. Die 54 Jahre alte Königin hatte sich gerade noch rechtzeitig zum Dienst angemeldet. Denn das Höchstalter ist 55 Jahre und das erreicht die gebürtige Argentinierin im Mai. Nach Angaben des Hofes hatte sich Máxima für den Dienst entschieden, da "unsere Sicherheit nicht mehr selbstverständlich ist und sie, wie viele andere auch, einen Beitrag zu dieser Sicherheit leisten möchte".
Putin-Vertrauter wehrt sich mit harschen Worten gegen Epstein-Vorwürfe
War der russische Geheimdienst etwa in die Machenschaften des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein involviert? Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, weist derartige Verdächtigungen als Lüge zurück. "Die verzweifelten, verkommenen und verlogenen linken Eliten verfallen in Panik und versuchen, in die Irre zu führen", schrieb er auf der Plattform X. Die Welt sei der Lügen "satanistischer liberaler Eliten" aber überdrüssig und durchschaue sie. Damit kommentierte er Vermutungen des polnischen Regierungschefs Donald Tusk, dass Epstein Verbindungen zum russischen Geheimdienst hatte.
Während Dmitrijew Vermutungen über eine Spur nach Russland zurückwies, spekulierte er in anderen Posts bei X über Verbindungen Epsteins unter anderem zum Nobelpreiskomitee. Der Mann, der dafür verantwortlich gewesen sei, dass US-Präsident Barack Obama 2009 überraschend den Friedensnobelpreis zuerkannt bekam, sei häufig Gast bei Epstein gewesen, behauptete er. Auch hinter dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch 2014 meint er eine Spur zu Epstein zu erkennen. Dmitrijew ist Russlands Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA. Dem Vernehmen nach hat er gute Beziehungen zum Sondergesandten Donald Trumps, Steve Witkoff, aufgebaut. Der Epstein-Skandal belastet seit Monaten das Weiße Haus.
Trump-Freund Bezos streicht massiv Stellen bei "Washington Post"
Die mehr als 145 Jahre alte "Washington Post" kämpft wie viele andere Medienhäuser mit dem strukturellen Wandel der Branche. Sinkende Werbeeinnahmen im Digitalgeschäft und die veränderte Mediennutzung setzen Verlage unter Druck. Doch nicht nur das ist im gegenwärtigen politischen Klima in den USA ein Problem. Auch der Druck aus dem Weißen Haus auf sogenannte etablierte Medien ist zunehmend ein existenzielles Problem. Die Verantwortlichen bei der "Washington Post" ziehen nun die Konsequenzen und streichen einem Insider zufolge im Zuge eines weitreichenden Stellenabbaus ihr Sportressort und ihre Auslandsberichterstattung zusammen. "Wir werden das Sportressort in seiner jetzigen Form schließen", sagte Chefredakteur Matt Murray dem Insider zufolge in einer Videokonferenz mit der Belegschaft. "Alle Ressorts sind betroffen", sagte Murray laut einem Reuters vorliegenden Transkript. "Politik und Regierung wird unser größter Desk bleiben und für unsere Nutzerbindung und das Wachstum der Abonnentenzahlen von zentraler Bedeutung sein." Eine Stellungnahme der Zeitung liegt noch nicht vor.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Blatt nach Verlusten Stellen gestrichen. 2023 bot die Zeitung Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Bereiche Abfindungen an, nachdem Verluste von 100 Millionen Dollar aufgelaufen waren. Die "Washington Post" gehört seit 2013 Amazon-Gründer und Trump-Freund Jeff Bezos, der sich zuletzt mit seiner "Melania"-Doku bei den Trumps einschleimte.
Trump verliert die Nerven wegen Frage nach Epstein
Erneut werden Akten zum Epstein-Skandal veröffentlicht und enthüllen weitere Gräueltaten. Auf die Nachfrage einer CNN-Reporterin verliert US-Präsident Trump die Nerven und beschimpft die Frau.
Mutige Helferin zieht 86-Jährige aus überflutetem Wagen
Geistesgegenwärtig und mutig hat eine Zeugin eine 86-Jährige vor Schlimmerem bewahrt: Die Passantin rettete die Seniorin in Coesfeld aus deren Auto, das immer weiter mit Wasser volllief. Die Frau war zuvor mit ihrem Fahrzeug am Dienstagabend von der Straße abgekommen und über einen Gehweg die Böschung in Richtung eines kleinen Flusses gerutscht. Laut Mitteilung der Polizei öffnete die 86-Jährige ein Fenster und rief Passanten um Hilfe.
Vor dem Eintreffen der Rettungskräfte stieg das Wasser im Auto immer höher. Daraufhin sprang die Zeugin in die Stever und zog die Frau durch das geöffnete Fenster nach draußen. Die Retterin blieb unverletzt. Mit einer leichten Unterkühlung kam die Autofahrerin ins Krankenhaus.
Sprechender Papagei löst Polizeieinsatz aus
"Ich bring dich um!" Ein zeternder Papagei hat in Bad Kreuznach einen Polizeieinsatz ausgelöst. Bewohner eines Mehrfamilienhauses hätten einen eskalierenden Streit vermutet und den Notruf alarmiert, teilte die Polizei mit. Die Beamten trafen bei dem Einsatz am Dienstagabend im Stadtteil Weyroth jedoch keine streitenden Menschen an, sondern einen laut schreienden Vogel. Der krakelte fröhlich weiter und rief laut SWR den Polizisten auch entgegen: "Mach die Hand da weg!" Der Grund für dessen Unmut bleibe unklar, hieß es süffisant in der Mitteilung. Der Papagei sei schließlich zur Ruhe ermahnt worden und habe sich einsichtig gezeigt.
Nächster Vorfall: Bahnmitarbeiter in Hamburg brutal attackiert
Nur einen Tag nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist ein Bahnmitarbeiter am Bahnhof Hamburg-Dammtor brutal niedergeschlagen und verletzt worden. Ein 43-jähriger Mann soll den Mitarbeiter attackiert haben, weil er sich in einem Dienstraum nicht aufwärmen durfte, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Vorfall habe sich bereits am Dienstagnachmittag ereignet. Demnach habe der 43-Jährige den Raum der Bahnaufsicht am Bahnsteig 3 unerlaubt betreten. Als ihm der 49 Jahre alte Bahnmitarbeiter erklärte, dass er sich dort nicht aufhalten dürfe, eskalierte die Situation sofort. Der Bahnmitarbeiter wurde von dem Mann beleidigt und mit Faustschlägen gegen Kopf und Oberkörper angegriffen, so die Polizei. Auch als er bereits am Boden lag, trat der 43-Jährige ihm noch mehrfach gegen den Kopf.
Ein weiterer Bahnmitarbeiter, der seinem Kollegen zu Hilfe kommen wollte, wurde von dem 43-Jährigen in den Schwitzkasten genommen. Erst einem privat auf dem Bahnsteig anwesenden Beamten der Hamburger Landespolizei gelang es schließlich, den äußerst aggressiven Mann zu fixieren. Der Bahnmitarbeiter wurde mit Verletzungen an Kopf und Oberkörper sowie Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Der 43-jährige Angreifer kam den Angaben zufolge nach kurzer Zeit auf dem Revier der Bundespolizei am Hauptbahnhof aus "Gründen der Verhältnismäßigkeit" wieder frei, da er habe belegen können, einen dringenden OP-Termin zu haben, wie es hieß. Er soll sich nun wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung und Beleidigung verantworten.
Höckes AfD scheitert mit Misstrauensvotum gegen Voigt in Thüringen
Die AfD ist mit einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt gescheitert. Im Landtag in Erfurt stimmten 33 Abgeordnete für AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke als neuen Ministerpräsidenten. Nötig gewesen wären 45 Stimmen, um den wegen der Aberkennung seines Doktortitels in der Kritik stehenden CDU-Politiker Voigt abzuwählen.
"Außergewöhnlicher" Starkregen: Tausende Menschen in Spanien evakuiert
Mancherorts ist das Wasser über die Ufer getreten, nachdem über der Iberischen Halbinsel heftiger Starkregen niedergegangen ist. Im Süden Spaniens wurden vorsorglich mehr als 3000 Menschen evakuiert. Der spanische Wetterdienst warnt vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen in Teilen Andalusiens. Auch in Portugal gilt wegen des Sturmtiefs "Leonardo" weiterhin eine erhöhte Alarmbereitschaft. Dort waren in der letzten Woche fünf Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. Die nasse und windige Wetterlage soll noch bis Samstag andauern.
Marius Borg Høiby kann sich nicht erinnern - und weint im Gerichtssaal
Marius Borg Høiby erinnert sich nach eigener Aussage nicht an einen mutmaßlichen Vorfall, bei dem er eine Frau sexuell berührt und gefilmt haben soll, während sie schlief. Er könne sich nur an einvernehmlichen Sex erinnern, sagte der älteste Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit am zweiten Tag des Prozesses gegen ihn. Im Zeugenstand kamen ihm laut Medienberichten noch vor den ersten Fragen die Tränen. Ihm falle es schwer, vor so vielen Menschen zu sprechen. Nach einer Minute, in der sich der 29-Jährige sammeln kann, ging es mit seiner Vernehmung weiter, berichtete die "Bild"-Zeitung.
Dem Norweger werden in 38 Punkten diverse Straftaten zur Last gelegt, darunter mehrere Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, die er bestreitet. Zuvor hatte das mutmaßliche Opfer über den beschriebenen Vorfall in der Residenz des norwegischen Kronprinzenpaares ausgesagt.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine geschätzte Kollegin Heidi Ulrich hat sich in den Feierabend verabschiedet. Bis zum späten Abend kümmere ich mich nun um den "Tag" und versorge Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Gericht in Ungarn: Acht Jahre Haft für Deutsche Maja T.
Im Prozess um einen Angriff auf Rechtsextremisten in Ungarn ist die deutsche Aktivistin Maja T. zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Budapest befand die 25-jährige nicht-binäre Person für schuldig, die Teilnehmer eines rechtsextremen Aufmarsches in Budapest im Februar 2023 gemeinsam mit weiteren Linksextremisten angegriffen zu haben. Die ungarische Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 24 Jahren als "Abschreckung" gefordert.
Angriff nach Missverständnis: 20-jähriger Kölner gestorben
Was für eine traurige Nachricht: Ein 20-Jähriger ist nach einem Vorfall, der sich am Sonntag in Köln ereignete, gestorben. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hatte er mit seiner Freundin und seinem Vater von einer Feier nach Hause fahren wollen. Irrtümlicherweise habe der Kölner ein stoppendes Auto für sein bestelltes Uber-Fahrzeug gehalten, schreiben die Ermittler. Demnach entwickelte sich eine tätliche Auseinandersetzung mit dem hinzugekommenen Ehemann der Fahrerin. Der 25-Jährige soll den 20-Jährigen zu Boden geschlagen haben. Am Montag erlag er seinen schweren Verletzungen. Eine Mordkommission ermittelt.
Wie viele Menschen über einen Jobwechsel nachdenken
Ein Jobwechsel scheint gerade bei vielen Menschen nicht auf der To-do-Liste zu stehen. In einer Forsa-Umfrage für das Karrierenetzwerk Xing sagte gut jeder dritte Befragte (34 Prozent), offen dafür zu sein, den aktuellen Arbeitgeber zu verlassen. Das seien so wenig wie seit fünf Jahren nicht mehr, heißt es.
Die Wechsel-Ambitionen nahmen mit zunehmendem Alter der Befragten ab. So können sich bei der "Generation Z" der Jahrgänge 1997 bis 2012 aktuell 44 Prozent einen Jobwechsel vorstellen, während es bei den "Millennials" der Jahrgänge 1981 bis 1996 40 Prozent sind, bei der "Generation X" der Jahrgänge 1965 bis 1980 nur rund 29 Prozent, und bei den "Babyboomern" der Jahrgänge 1946 bis 1964 nur 17 Prozent.
Zahl der Herzinfarkte sinkt
Die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland geht zurück. Der Anteil betroffener Männer sank zwischen 2014 und 2024 um 18,5 Prozent, wie die Krankenkasse KKH mitteilt. Bei den Frauen war der Rückgang mit 13,7 Prozent etwas geringer - bei ihnen würden Herzinfarkte häufig erst spät erkannt und Warnsignale fehlgedeutet, warnt die KKH.
"Das typische starke Stechen in der Brust ist bei Frauen seltener das vorherrschende Symptom bei einem Herzinfarkt", erklärt Nele Tempelhof, die als Ärztin für die KKH arbeitet. Betroffene Patientinnen berichteten viel häufiger über unspezifische Anzeichen wie Atemnot, Übelkeit, Druckgefühl im Oberbauch oder eine unerklärliche Abgeschlagenheit.
Werder Bremen holt Coach mit HSV-Vergangenheit
Daniel Thioune ist der neue Trainer von Fußball-Bundesligist Werder Bremen. Der Tabellen-15. verpflichtete den 51-Jährigen als Nachfolger des entlassenen Horst Steffen. Thioune war im Oktober vergangenen Jahres bei Fortuna Düsseldorf freigestellt worden. Vor einigen Jahren stand Thioune noch beim Rivalen HSV an der Seitenlinie: Von Juli 2020 bis Mai 2021 trainierte er den Hamburger SV in der 2. Bundesliga. Mehr dazu lesen Sie hier.
Kommt der "Kannibale von Rotenburg" bald frei?
Der als "Kannibale von Rotenburg" bekannt gewordene Armin Meiwes versucht, früher aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Wie das Landgericht Kassel bestätigt, wurde ein zwischenzeitlich ruhend gestelltes Verfahren um eine vorzeitige Haftentlassung zum Jahresende 2025 durch den heute 63-Jährigen und seine Verteidigung wieder aufgerufen.
Letzten Sommer war bereits bekannt geworden, dass die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts ein Prüfungsverfahren im Hinblick auf eine bedingte Entlassung eingeleitet hatte und dass es einen Anhörungstermin mit einem psychiatrischen Sachverständigen gab. Über den Inhalt wurde nichts bekannt.
Meiwes verbüßt seit 2006 eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Er hatte einen Internet-Bekannten getötet, zerlegt und Teile des Körpers gegessen. Umstritten war das Mord-Urteil, weil der Getötete mit der Tat einverstanden gewesen sein soll.
Gegen sächsischen AfD-Politiker Dornau wird ermittelt
Razzia beim sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Jörg Dornau: Kräfte des Zollfahndungsamts durchsuchten seine Wohnung sowie seine Geschäftsräume und Autos, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilt. Zuvor hatte der Landtag seine Immunität aufgehoben. Dornau soll gegen ein Exportverbot nach Belarus verstoßen haben.
Konkret soll Dornau im August 2022 ein Fahrzeug - einen sogenannten Teleskoplader - zum Export beim Zoll angemeldet haben. Ihm wird vorgeworfen, dabei unzutreffend Kasachstan als Bestimmungsland angegeben zu haben, um das Ausfuhrverbot nach Belarus zu verschleiern. Dornau ist Chef eines Agrarbetriebes in Belarus.
Wegen Menschenrechtsverletzungen und der Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg sowie sogenannter hybrider Angriffe hat die Europäische Union wirtschaftliche Sanktionen gegen Belarus verhängt. Bestimmte Waren dürfen dorthin nicht mehr geliefert werden.
Eine Stellungnahme Dornaus steht noch aus. Mehr dazu hier.
Bahn gedenkt des verstorbenen Zugbegleiters mit Schweigeminute an allen Bahnhöfen
Für den verstorbenen Zugbegleiter Serkan C. wird es um 15 Uhr eine bundesweite Schweigeminute geben. Das kündigt die Deutsche Bahn an: "Wir rufen alle Kolleginnen und Kollegen, alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner und alle Fahrgäste auf, sich daran zu beteiligen. Wir sind tieftraurig, bewegt und erschüttert. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden." Während des Gedenkens soll der Bahnbetrieb aus Sicherheitsgründen weitergehen. Weiter heißt es in einer Mitteilung: "Für DB-Mitarbeitende gilt: Passende Durchsagen, ein Innehalten oder Schweigen, alles ist grundsätzlich möglich."
Derweil teilen die Ermittler mit, dass der 36-Jährige durch Faustschläge gegen den Kopf verletzt worden war. Nach bisherigem Ermittlungsstand sei somit keine Waffe zum Einsatz gekommen, erklärt die Staatsanwaltschaft Zweibrücken. Der Zugbegleiter war am Montagabend bei einer Ticketkontrolle von einem Fahrgast lebensgefährlich verletzt worden. Gegen einen 26-jährigen Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen Griechen ohne Wohnsitz in Deutschland. Laut den Ermittlern schweigt er bisher.
Ungarns Umgang mit Maja T. ist "bemerkenswerter Vorgang"
Maja T. soll gemeinsam mit Mitgliedern der "Hammerbande" vor drei Jahren in Budapest mutmaßliche Neonazis angegriffen haben. Die deutsche Staatsbürgerin wird für einen Prozess nach Ungarn ausgeliefert und kommt in Isolationshaft. Der SPD-Politiker Sebastian Roloff hat sie dort besucht und schildert seine Eindrücke.
Lidl und Aldi konkurrieren um Schoki-Käufer
Bei einigen Lebensmitteln, die oft gekauft werden, fallen Preisveränderungen besonders auf. Neben Butter, Milch oder Kaffee zählt dazu auch Schokolade. In diesen Tagen sei bei Schokoladen-Eigenmarken ein regelrechter Preiskampf zwischen Lidl und Aldi zu beobachten, meldet die "Welt". So senke Aldi die Preise für 30 Schokoladen-Artikel von Eigenmarken, heißt es. Auch Lidl kündigte kürzlich in einer Unternehmensmitteilung an, einen großen Teil seiner Schokoladen-Eigenmarken zu vergünstigen.
Chinesische Top-Managerin verschwunden
Es ist nicht das erste Mal, dass in China Manager großer Unternehmen vorübergehend verschwinden. Nun teilt der Supermarktriese Sun Art Retail Group mit, den Kontakt zu seiner Vorstandschefin Li Weiping verloren zu haben. Ein chinesisches Branchenmedium hatte am Dienstag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen berichtet, Li sei von der Polizei zur "Unterstützung einer Untersuchung" abgeführt worden. Sun Art bezeichnet den Bericht gegenüber der staatlichen Zeitung "Securities Times" jedoch als "Fälschung".
In den vergangenen Jahren waren im Zuge der von Präsident Xi Jinping vorangetriebenen Antikorruptionskampagne wiederholt hochrangige Manager plötzlich nicht mehr auffindbar gewesen. So verschwand im Februar 2023 der Gründer der Investmentbank China Renaissance Holdings, Bao Fan. Er wurde 2025 nach mehr als zweijähriger Haft wieder freigelassen. Der Gründer der Streaming-Plattform Douyu, Chen Shaojie, verschwand Ende 2023. Das Unternehmen teilte später mit, er sei von der Polizei verhaftet worden. Mehr dazu lesen Sie gleich hier.
Zugbegleiter stirbt nach Angriff in Rheinland-Pfalz
Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 26-Jähriger den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter am Montagabend in einem Regionalexpress angegriffen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Zug reißt Auto auf Bahnübergang in Stücke - Fahrer tot
Im baden-württembergischen Mengen kommt es zu einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang: Ein junger Autofahrer überquert mit seinem Fahrzeug einen beschrankten Bahnübergang, als er von einer Regionalbahn erfasst wird. Der 23-Jähriger stirbt noch an der Unfallstelle.
Ex-Prinz Andrew ist umgezogen
Andrew Mountbatten-Windsor hat Berichten zufolge das royale Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor verlassen und ist in ein Haus auf dem Landsitz Sandringham gezogen. Laut BBC erfolgte der Umzug am Montagabend. Es soll sich zunächst um eine temporäre Bleibe handeln. Freiwillig ist er nach über 20 Jahren nicht ausgezogen, die Maßnahme hatte König Charles III. praktisch angeordnet. Der im Epstein-Skandal tief gefallene Andrew hatte alle Ehren und Titel hatte abgeben müssen. Gegen ihn gibt es Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs, die er zurückweist. Mehr dazu lesen Sie hier.
Kurzer Pause folgt örtlich viel Schnee - Blitzeis möglich
Nach der jüngsten Welle Schnee über weiten Teilen Deutschlands beruhigt sich der Winter heute vorübergehend. In der Südhälfte halten sich die Temperaturen zwar über null Grad, Sonne und Wolken bleiben aber ein Glücksspiel. In den Dauerfrost-Regionen stehen dann am Donnerstag neuer Schnee und Glatteisgefahr bevor.
USA schmieden Allianz für kritische Rohstoffe gegen China
Dieses Mal setzt die US-Regierung auf einen anderen Weg als Strafzölle: Um Chinas Marktmacht zu brechen, planen die USA eine Allianz für kritische Rohstoffe. Rund 30 Länder wollten sich dieser anschließen, sagt US-Innenminister Doug Burgum. Länder wie Japan, Australien und Südkorea seien bereits dabei. "Wir haben Pläne, in dieser Woche noch elf weitere solcher Abkommen bekannt zu geben", so Burgum. Die Allianz solle einen zollfreien Handel und einen Mindestpreis für die Rohstoffe umfassen. Washington will damit der aus seiner Sicht von China betriebenen Preismanipulation bei Lithium, Nickel und Seltenen Erden entgegenwirken. Diese Rohstoffe sind für die Herstellung von Elektroautos, Hightech-Waffen und Elektronik von entscheidender Bedeutung.
Mann bei Unfall auf schneeglatter Straße gestorben
In Hessen hat es einen tödlichen Unfall auf schneeglatter Straße gegeben. Ein 51-Jähriger kam dabei ums Leben. Den Polizeiangaben zufolge geriet ein Sattelzug auf einer Landstraße bei Rommerz nahe Fulda nach links in die Gegenfahrspur und stieß frontal gegen einen entgegenkommenden Kastenwagen. Der 51-jährige Fahrer des Kastenwagens wurde bei der Kollision am Dienstag so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Eine weitere Autofahrerin wurde verletzt, als sie auf den Sattelzug auffuhr.
Voigt stellt sich Misstrauensantrag, Sohn von Kronprinzessin steht vor Gericht, Merz besucht rohstoffreiche Länder
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Viele von Ihnen dürften wegen der glatten Straßen gerade damit beschäftigt sein, sicher zur Arbeit, Uni, Schule oder Kita zu kommen. Wobei in Bremen, sowie in Teilen von Niedersachsen und Hessen kein Präsenzunterricht stattfindet. Außerdem sorgt der Winter für Staus und Verspätungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Was heute außerdem relevant ist:
Ungeachtet regelmäßiger schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine planen Unterhändler aus Kiew und Moskau ein zweites Treffen in Abu Dhabi. Die USA sind als Vermittler beteiligt.
Bundeskanzler Merz bricht zu seiner ersten Reise in die Golfregion auf. Die Stationen sind Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Vor allem im Energiebereich soll die Kooperation mit den öl- und gasreichen Ländern gestärkt werden. Laut Regierungskreisen könnten aber auch Rüstungsexporte eine Rolle spielen.
Im Vergewaltigungs-Prozess gegen den ältesten Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit wird Aussage des Angeklagten erwartet. Marius Borg Høiby bestreitet die ihm vorgeworfene Vergewaltigung und den schweren sexuellen Missbrauch mehrerer Frauen.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt von der CDU muss sich im Landtag in Erfurt am Nachmittag einem Misstrauensantrag der AfD-Fraktion mit ihrem Chef Björn Höcke stellen. Dieser tritt dabei selbst als Kandidat für den Posten des Regierungschefs an - realistische Chancen werden ihm jedoch nicht ausgerechnet.
Unionsfraktionschef Jens Spahn reist nach Israel. Geplant sind unter anderem politische Gespräche im Parlament. Weitere Stationen der dreitägigen Reise sind am Donnerstag Zypern und am Freitag der Libanon.
Fußball: Der VfB Stuttgart stellt sich auf einen frostigen Pokal-Abend ein, Holstein Kiel hofft auf die nächste Überraschung. Eisige Temperaturen werden erwartet, wenn der Fußball-Zweitligist im DFB-Pokal-Viertelfinale um 20:45 Uhr den schwäbischen Titelverteidiger herausfordert.
Bei Fragen zu "Der Tag" schreiben Sie mir gern an heidi.ulrich(at)ntv.de. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in diesen Mittwoch!
Mindestens 15 Tote nach Zusammenstoß zweier Boote
Schreckliche Szenen vor der griechischen Ägäis-Insel Chios: Bei einem Zusammenstoß eines Bootes mit Migranten und eines Bootes der griechischen Küstenwache sind zahlreiche Menschen ins Meer gestürzt und ums Leben gekommen. Bisher wurden 15 Leichen geborgen. Bei allen Toten handelt es sich laut Behördenangaben um Migranten. Laut Medienberichten wurden zudem 25 Verletzte in ein Krankenhaus gebracht, darunter elf Kinder und zwei Beamte der Küstenwache. Der Sender ERT meldet, dass das Boot mit den Migranten versucht habe, einer Patrouille zu entkommen, wobei es zu der Kollision gekommen sei. Das Boot soll in der Türkei losgefahren sein. Von dort bringen Schleuser immer wieder Migranten zu den griechischen Inseln. Mehr dazu lesen Sie hier.
Von A nach B kommen - Schnee und Eisregen machen das heute erneut schwieriger
Schnee und Eisregen haben in weiten Teilen Deutschlands auf den Straßen für Behinderungen gesorgt. In Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern häuften sich Unfälle, meist blieb es dabei bei Blechschäden. Bei der Deutschen Bahn ist im Fernverkehr mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilt. Dies gelte für den gesamten Süden Deutschlands sowie die Verbindungen von und nach Berlin, Hamburg und Hannover. In Berlin fuhr die Straßenbahn wegen eingefrorener Oberleitungen zeitweise nicht. In Hessen blockierten in der Nacht immer wieder festgefahrene LKW auf der B49 und den Autobahnen A4 und A7 den Verkehr.
16- bis 18-Jährige lehnen Handyverbot an Schulen mehrheitlich ab
Auch hierzulande werden Forderungen laut, die Nutzung von Social-Media und Handys für Kinder und Jugendliche einzuschränken. Wie stehen die Betroffenen selbst dazu? In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Postbank geht es um zumindest einem Teilaspekt dieser Problematik: Konkret um das Thema Handy in der Schule. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 18 Jahren sprechen sich der Umfrage zufolge mehrheitlich gegen ein Handyverbot an Schulen aus: 56 Prozent halten einen solchen Schritt für falsch, während sich 37 Prozent dafür aussprechen.
Gegen ein Verbot spricht den Befragten zufolge eine schnellere Kommunikation mit Familie und Freunden. Zudem sagen viele, ein Verbot sei schwer umzusetzen und zu kontrollieren. Unter den Fürsprechern eines Verbots überwiegt das Argument, es vermeide Ablenkung im Unterricht und fördere die Konzentration. Zudem spielt für rund die Hälfte von ihnen der Stress durch ständige Erreichbarkeit eine Rolle.