Der Tag
26. September 2024
imageHeute mit Heidi Ulrich und Alexander Schultze
Zum Archiv
22:02 Uhr

Das war Donnerstag, der 26. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser,

wow, was für ein Tag. In Thüringen sollte sich heute eigentlich ein neuer Landtag konstituieren. Das geriet von einer Formalie allerdings zur Farce. Zum zweiten Mal nach 2020 gelingt es der AfD im Landtag, die dortigen Gepflogenheiten mit Taktierereien über den Haufen zu werfen.

Rund um den Krieg in der Ukraine sorgten Aussagen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump. Der ist nämlich der Meinung, dass die Ukraine nahezu vollständig zerstört sein, gar nicht mehr existiere. Dabei ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gerade in den USA zu Besuch und wirbt um weitere Verteidigungswaffen, um Russland zu stoppen. Russland, das gerade Oberwasser auf dem Schlachtfeld hat - vielleicht auf dank der Unterstützung des Starlink-Systems von Elon Musk?

Auch ökonomisch war es nicht nur ein rosiger Tag - zumindest, wenn man beim Autozulieferer Schaeffler arbeitet. Dort wurden Stellenstreichungen angekündigt. Der DAX hingegen kletterte aller Untergangsstimmung zum Trotz heute auf ein Allzeithoch.

Hoch ist auch das Stichwort für die Temperaturen - zumindest in Südeuropa. Dort erreichten sie im zurückliegenden Sommer Werte, die deutlich über dem Schnitt früherer Jahre lagen.

Was heute sonst noch wichtig war:

Ich hoffe, Sie sind gut durch den Tag gekommen und können nun noch ein wenig ausspannen, bevor es morgen ins Wochenfinale geht. Ich bedanke mich für's Lesen und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis bald.

Das war Donnerstag, der 26. September 2024
22:14 Uhr

Nach Mileis Reformen: Jeder Zweite in Argentinien lebt unter der Armutsgrenze

Angesichts einschneidender Kürzungen von Sozialprogrammen und einer schleppenden Wirtschaft nimmt die Armut in Argentinien weiter zu. 52,9 Prozent der Bevölkerung des südamerikanischen Landes lebten im ersten Halbjahr unter der Armutsgrenze, wie die staatliche Statistikbehörde (Indec) mitteilte. Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres waren es noch 41,7 Prozent gewesen. Der Anteil der Bevölkerung, die in extremer Armut lebt, stieg von 11,9 auf 18,1 Prozent.

Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei hat seit seinem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres eine Reihe von Sozialprogrammen und Subventionen gekürzt. Zudem wurden zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes entlassen. Gleichzeitig steckt das einst reiche Land in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um vier Prozent - der schlechteste Wert aller G20-Länder der führenden und aufstrebenden Wirtschaftsmächte.

Nach Mileis Reformen: Jeder Zweite in Argentinien lebt unter der Armutsgrenze
21:40 Uhr

Kein Bier mehr da - Portugiese soll seine Schwiegermutter ermordet haben

Die Polizei hat auf Mallorca einen Mann festgenommen, der seine aus der Schweiz stammende Schwiegermutter mutmaßlich mit einer Axt getötet haben soll. Der Festgenommene sei Portugiese und 47 Jahre alt, teilte die Polizei der spanischen Ferieninsel mit. Der vorbestrafte Mann werde des Mordes verdächtigt, hieß es. Das Opfer sei 74 Jahre alt gewesen. Die Tat habe sich den Erkenntnissen zufolge am Mittwochabend nahe dem Küstenort Colònia de Sant Jordi rund 50 Kilometer südöstlich der Inselhauptstadt Palma ereignet. Zum möglichen Tatmotiv äußerte sich die Polizei zunächst nicht.

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der Portugiese außer sich geraten sein, weil kein Bier mehr im Kühlschrank gewesen sei und er kein Geld gehabt habe, um Alkohol zu kaufen. Eine Nachbarin habe Schreie gehört und die Polizei alarmiert, berichteten unter anderem die Regionalzeitungen "Diario de Mallorca" und "Última Hora". Als die Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) im Landhaus eintrafen, entdeckten sie schnell den Leichnam der 74-Jährigen, der in einer Blutlache gelegen habe. Der Verdächtige befand sich nach Angaben der Polizei als einzige weitere Person im Haus und wurde deshalb umgehend festgenommen.

Kein Bier mehr da - Portugiese soll seine Schwiegermutter ermordet haben
21:03 Uhr

Beiträge vieler Privatversicherter schießen in die Höhe

Die meisten privaten Krankenversicherer (PKV) erhöhen mit Wirkung 2025 ihre Preise deutlich. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) sind rund zwei Drittel der 8,7 Millionen Vollversicherten betroffen, ihre Versicherung wird nach Berechnungen des PKV-Verbandes im Schnitt um 18 Prozent teurer. Auch Preiserhöhungen von mehr als 30 Prozent werden keine Seltenheit sein.

Der Hauptgrund für die jetzt anstehende Anhebung sind die höheren Leistungsausgaben in der PKV. Sie legten 2023 um 13,5 Prozent zu. Ein Grund: Viele Behandlungen, die während der Pandemie verschoben wurden, wurden 2023 nachgeholt. Der Trend zu höheren Leistungsausgaben hat sich 2024 fortgesetzt.

"Hauptkostentreiber sind die Behandlungen im Krankenhaus", sagt PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther. Die Briefe mit den neuen Preisen erhalten die Versicherten in den kommenden Wochen. Die meisten Anbieter passen die Prämien zum 1. Januar an, einzelne wie die DKV zum 1. April.

Beiträge vieler Privatversicherter schießen in die Höhe
20:28 Uhr

Offenbar Spenden veruntreut - Supermodel als Treuhänderin fünf Jahre gesperrt

Das britische Topmodel Naomi Campbell ist für fünf Jahre als Treuhänderin einer Wohltätigkeitsorganisation ausgeschlossen worden, weil sie Spendengelder veruntreut haben soll. Die Charity Commission hatte die von Campbell gegründete Wohltätigkeitsorganisation "Fashion for Relief" drei Jahre lang untersucht und von wiederholtem "Fehlverhalten und Missmanagement" gesprochen. In einem sechsjährigen Zeitraum seit 2016 seien nur 8,5 Prozent der Gesamtausgaben für wohltätige Zwecke verwendet worden, heißt es in dem Bericht.

Die Untersuchung ergab, dass Wohltätigkeitsgelder für Campbells Aufenthalt in einem Luxushotel in Cannes, für Spa-Behandlungen, Zimmerservice und Zigaretten verwendet worden sein sollen. Die Treuhänderinnen hätten erklärt, dass die Hotelkosten in der Regel von großzügigen Geldgebern übernommen und daher nicht auf "Fashion for Relief" zurückfallen würden. Belege dafür hätten sie aber nicht vorgelegt. Eine weitere Treuhänderin soll 290.000 Pfund (348.000 Euro) nicht genehmigter Gelder für Beratungen erhalten haben. Sie wurde für neun Jahre disqualifiziert. Eine andere Treuhänderin wurde für vier Jahre gesperrt.

"Fashion for Relief" wurde nach dem Hurrikan Katrina gegründet und Anfang dieses Jahres aus dem Register der Wohltätigkeitsorganisationen gestrichen.

Offenbar Spenden veruntreut - Supermodel als Treuhänderin fünf Jahre gesperrt
19:50 Uhr

Mann in Bremen grillt auf Balkon - Zwölfjähriger wird ohnmächtig

Weil ein Mann auf seinem Balkon in Bremen grillte, haben er und acht Familienmitglieder eine Rauchgasvergiftung erlitten. Unter den Verletzten war ein zwölfjähriger Junge, wie die Polizei mitteilte. Sie wurden in der Nacht zum Donnerstag ins Krankenhaus gebracht. Demnach atmeten sie das Verbrennungsgas Kohlenmonoxid ein, klagten danach über Atembeschwerden und Übelkeit. Als der zwölfjährige Sohn ohnmächtig wurde, alarmierte die Familie die Feuerwehr, die in der Wohnung eine erhöhte Kohlenmonoxidbelastung feststellte. Bis zu 30 weitere Hausbewohner mussten vorübergehend ihr Zuhause verlassen. Die Polizei ermittelt gegen den 58 Jahre alten Vater wegen fahrlässiger Körperverletzung und warnt davor, in geschlossenen Räumen oder in der Nähe von Fenstern und Türen zu grillen.

Mann in Bremen grillt auf Balkon - Zwölfjähriger wird ohnmächtig
19:17 Uhr

Teils psychoaktive Wirkung - immer mehr Cannabinoide in Süßigkeiten entdeckt

In Süßwaren sind nach EU-weiten Analysen immer häufiger Cannabinoide enthalten. Betroffen sind vermehrt Produkte, die geeignet sind, von Kindern mit handelsüblichen Erzeugnissen verwechselt zu werden, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Dazu zählen demnach Gummidrops, Kaugummis, Honig, Sirup, Softgetränke und Kekse. Schnellmeldungen zu 20 solchen verwechselbaren Produkten seien im vergangenen Jahr über das europäische Warnsystem RASFF ausgetauscht worden. Neben Cannabidiol (CBD) enthielten einige Produkte dem BVL zufolge das psychoaktive Hexahydrocannabinol (HHC), dessen Verkauf in Deutschland mittlerweile verboten ist.

Der Anteil von Meldungen zu Produkten mit Cannabinoiden verdoppelte sich prozentual von drei Prozent im Jahr 2022 auf sechs Prozent im vergangenen Jahr, wie es vom Bundesamt hieß. Insgesamt gab es demnach knapp 4700 Meldungen zu potenziell gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln, Futtermitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien von Behörden der 31 angeschlossenen Staaten. "Dies ist ein neuer Höchststand", hieß es.

Teils psychoaktive Wirkung - immer mehr Cannabinoide in Süßigkeiten entdeckt
18:53 Uhr

Heil will Sozialbeiträge neu bemessen, Lindner stoppt = Gutverdiener profitieren

In der Bundesregierung droht einem Medienbericht zufolge neuer Streit zwischen Finanzminister Christian Lindner und Sozialminister Hubertus Heil. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, soll Lindner die von Heil geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung zunächst gestoppt haben. Nun liefen Gespräche in der Bundesregierung über das weitere Vorgehen, hieß es in dem Bericht. Bei einer Anhebung würden vor allem Gutverdienende mehr bezahlen.

Die aus Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung bestehende Sozialversicherung ist langfristig unterfinanziert. Heil plant dem Bericht zufolge daher für das kommende Jahr eine deutliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen, also der Einkommensschwellen, bis zu denen Beiträge gezahlt werden müssen. Diese liegen bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung derzeit bei einem Jahresgehalt von rund 91.000 Euro, bei der Kranken- und Pflegeversicherung bei rund 62.000 Euro.

Wie das "Handelsblatt" berichtet, sieht das Finanzministerium eine Erhöhung als einen Widerspruch zu den im Wachstumspaket der Ampel-Koalition geplanten Steuerentlastungen. Mit dem vom Arbeitsministerium vorgelegten Entwurf "würden die entlastenden Effekte der Maßnahmen der Wachstumsinitiative konterkariert werden", zitiert die Zeitung aus einem Vermerk des Finanzministeriums.

Heil will Sozialbeiträge neu bemessen, Lindner stoppt = Gutverdiener profitieren
18:26 Uhr

Solingen: NRW-Innenminister Reul verrät Details zu Messer und Bekennervideo

Der mutmaßliche Attentäter von Solingen hat das Tatmesser erst am Tag des Anschlags in einem örtlichen Geschäft gekauft. Der berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul nach dpa-Informationen in einer nicht öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des Düsseldorfer Landtags. Unterdessen sucht die Polizei erneut nach dem zweiten Handy des Verdächtigen.

Wie Reul dem Vernehmen nach ausführte, gibt es Videoaufnahmen aus dem Laden, in dem der Verdächtige das Messer kaufte. Auf den Bildern sei der mutmaßliche Täter auch mit einem Handy zu sehen, das man noch sucht. Dafür war auch eine Fläche in Solingen gerodet worden.

Der Minister verriet in der vertraulichen Runde zudem neue Details zu einem Bekennervideo, das über Kanäle der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) verbreitet worden war: Das Video sei tatsächlich in Solingen gedreht worden. Es sei inzwischen von den Sicherheitsbehörden gelöscht worden und nicht mehr zu finden. Wie die Videodatei vom Attentäter zum IS gelangte, werde noch ermittelt.

Solingen: NRW-Innenminister Reul verrät Details zu Messer und Bekennervideo
18:00 Uhr

Australier stranden mit Auto in Fluss voller Krokodile

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal sind zwei Männer in einem Fluss voller Krokodile gefangen und stellen sich zwei Diebe bei einem Motorrad-Klau dämlich an.

Australier stranden mit Auto in Fluss voller Krokodile

Australier stranden mit Auto in Fluss voller Krokodile
17:33 Uhr

Kretschmann wünscht sich Palmer-Rückkehr zu den Grünen - der will reden

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer möchte mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann über eine mögliche Rückkehr zu den Grünen reden. Am Vortag hatte Kretschmann gesagt, dass er sich dessen Rückkehr wünsche. "Es wäre schön, wenn er wieder zurückkehrt", sagte der Grünen-Politiker bei der Aufzeichnung des Podcasts "Alles gesagt?" der Wochenzeitung "Die Zeit" in Stuttgart.

Auf Nachfrage sagte Palmer der Deutschen Presse-Agentur: "Bevor ich dazu etwas öffentlich sage, möchte ich mit Kretschmann in Ruhe sprechen." Im vergangenen Jahr war Palmer bei den Grünen ausgetreten - nach einem Eklat um die Verwendung des N-Wortes bei einer Migrationskonferenz in Frankfurt am Main. Schon vorher hatte seine Mitgliedschaft wegen anderer umstrittener Äußerungen geruht.

Kretschmann wünscht sich Palmer-Rückkehr zu den Grünen - der will reden
17:13 Uhr

Salatesser aufgepasst - Salmonellenausbruch festgestellt

In Deutschland, Österreich und Dänemark gibt es einen Ausbruch bestimmter Salmonellen. Allein hierzulande seien bereits 98 Fälle erfasst (Datenstand 24.9.), teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Zum Vergleich: Von 2015 bis 2023 waren es jeweils lediglich ein bis sechs Erkrankungsfälle pro Jahr, die auf das Bakterium Salmonella Umbilo zurückgingen.

Das zeitliche und räumliche Auftreten der Erkrankungsfälle lasse eine Verbindung zu einem bundesweit vertriebenen Lebensmittel vermuten, hieß es weiter. Befragungen von Betroffenen hätten deutliche Hinweise auf Rucola als mögliche Quelle ergeben. In Österreich sei S. Umbilo bereits in Proben von Rucola aus Italien nachgewiesen worden. "Es kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit der Erkrankungsfälle in den drei Ländern wahrscheinlich durch kontaminierten Rucola hervorgerufen wurde." In Deutschland wurden erste Erkrankungsfälle dem RKI zufolge Ende Juli bekannt. Ab Anfang August sei es zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen mit seitdem 16 bis 18 Fällen pro Woche gekommen. Todesfälle seien bisher nicht erfasst.

Salatesser aufgepasst - Salmonellenausbruch festgestellt
17:01 Uhr

Mögliche Koalition: CDU gibt der SPD in Brandenburg einen Korb

Die CDU in Brandenburg will nach der Landtagswahl vom Sonntag nicht weiter mit der SPD über die mögliche Bildung einer Landesregierung sprechen. Das teilte CDU-Landeschef Jan Redmann nach einem Sondierungstreffen mit Vertretern der SPD in Potsdam mit. Das von der SPD erbetene Gespräch habe in "freundlicher Atmosphäre" stattgefunden, es seien dabei aber keine weiteren Termine vereinbart worden. Bereits vor dem Gespräch hatte Redmann wiederholt betont, dass er keinen Auftrag zur Beteiligung der CDU an einer Regierungsbildung sehe. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse würde es im neuen Landtag für eine Koalition aus SPD und CDU allein nicht reichen. Die SPD wiederum hätte eine Mehrheit mit dem BSW. Eine Beteiligung seiner Partei an einem Bündnis von SPD und BSW, für das sie rechnerisch nicht benötigt würde, schloss Redmann strikt aus. Nach der Wahl gehöre es sich, "anständig miteinander umzugehen", erklärte Redmann weiter. Aus diesem Grund sei die CDU der Einladung der SPD zu dem Gespräch gefolgt.

Mögliche Koalition: CDU gibt der SPD in Brandenburg einen Korb
16:36 Uhr

Von Fluten in der Toskana mitgerissen - Zwei Deutsche weiterhin vermisst

Die Suche nach den zwei vermissten Deutschen nach Überschwemmungen in der Toskana läuft weiter auf Hochtouren. Die italienische Feuerwehr ist mit mehreren Suchteams und Hundeführern im Einsatz und setzt mehrere Drohnen ein. Seit der Nacht zu Dienstag werden eine Frau aus Bayern und ihr fünf Monate alter Enkel vermisst. Nach starkem Regen wurden sie in ihrem Ferienhaus von den Fluten eines Bachs mitgerissen. Mehr als hundert Feuerwehrleute und Freiwillige des lokalen Katastrophenschutzes haben in den vergangenen zwei Tagen nach den beiden gesucht. Zuletzt konzentrierten sich die Sucharbeiten auf ein Areal etwa 500 Meter flussabwärts des von der deutschen Familie gemieteten Hauses in dem Ort Montecatini Val di Cecina in der Nähe von Pisa.

Anfang der Woche hat es in der Gegend rund um Pisa und Livorno in der bei Urlaubern beliebten Region Toskana heftig geregnet. Besonders stark regnete es in dem Gebiet von Montecatini Val di Cecina. Der Sterza-Bach trat über die Ufer und überraschte die deutsche Familie in ihrem Ferienhaus. Die Familie stammt aus München und hielt sich bereits gut eine Woche in der Toskana auf.

Von Fluten in der Toskana mitgerissen - Zwei Deutsche weiterhin vermisst
16:34 Uhr

CDU ruft Landesverfassungsgericht an - Sitzung bis Samstag unterbrochen

In Thüringen tritt nach der Wahl erstmals der Landtag zusammen. Unter der Leitung des AfD-Alterspräsidenten soll eine neue Parlamentsspitze gewählt werden. Doch dabei kommt es zum Eklat: Immer wieder muss die Sitzung unterbrochen werden. Die CDU greift deshalb zum "letzten Mittel".

CDU ruft Landesverfassungsgericht an - Sitzung bis Samstag unterbrochen
16:06 Uhr

Eklat im Landtag: "Was Sie treiben, ist Machtergreifung"

Bei der ersten Sitzung im Thüringer Landtag kommt es zum erwarteten Eklat: Unter der Leitung eines AfD-Abgeordneten soll ein neuer Parlamentspräsident gewählt werden. Doch die Sitzung läuft chaotisch ab. Hintergrund ist ein Kräftemessen zwischen AfD und den anderen Fraktionen über den Ablauf der Sitzung.

Eklat im Landtag: "Was Sie treiben, ist Machtergreifung"
15:35 Uhr

Gestürzte Zirkus-Akrobatin erwacht aus künstlichem Koma

Eine am vergangenen Wochenende in einer Vorstellung des Circus Krone vor Publikum sechs Meter in die Tiefe gestürzte Akrobatin ist aus dem künstlichen Koma erwacht. Der Zustand der Artistin Amalia Avanesian sei stabil, teilte der Circus Krone in München mit. Die 29 Jahre alte Frau hatte bei ihrem Sturz während einer Vorstellung am Samstag in Burghausen ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. "Inzwischen ist sie aber aus dem künstlichen Koma erwacht und ansprechbar."

Das Unglück ereignete sich auf der aktuellen Deutschlandtournee des Circus Krone. Die zu dem preisgekrönten Duo Flash of Splash zählende Artistin zeigte mit ihrem Partner eine Nummer an den Strapaten, das sind für die Luftakrobatik genutzte Bänder. Dabei rutschte die 29-Jährige aus bisher ungeklärter Ursache ab und stürzte vor den Augen des Publikums in der fast ausverkauften Vorführung in die Tiefe.

Gestürzte Zirkus-Akrobatin erwacht aus künstlichem Koma
15:03 Uhr

Explosion in Kölner Café ist wohl Familiengeschichte

Nach der Detonation in einem Kölner Café sehen die Ermittler nach wie vor keinen Zusammenhang zu der Explosionsserie der vergangenen Wochen. Der Hintergrund für die jüngste Tat im Stadtteil Pesch vom Mittwoch liege wohl eher im privaten Bereich, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte, der sich bei der Polizei gemeldet hatte, habe einen familiären Bezug zum Café-Betreiber. Auch "hinsichtlich der Tatbegehung und des Adressatenkreises" gebe es keinen erkennbaren Zusammenhang zu den anderen Explosionen.

Das Café im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Pesch war am frühen Mittwochmorgen komplett ausgebrannt. Im Zuge der Fahndung hatte sich der Verdächtige in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei gestellt. Nach seiner Vernehmung war er wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil bei einer Wohnungsdurchsuchung keine Beweise gefunden wurden. Er bestreite die Tat. Gegen ihn werde weiter ermittelt, sagte der Sprecher. Nach einem zweiten Verdächtigen, der noch flüchtig sei, werde weiter gefahndet.

Explosion in Kölner Café ist wohl Familiengeschichte
14:30 Uhr

Mieter zahlt drei Jahre Mietrückstand mit Kleingeld

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal schnappt ein übermütiger Hund nach einem Hai und will ein Mietschuldner seinen Vermieter mit Säcken voller Kleingeld erziehen.

Mieter zahlt drei Jahre Mietrückstand mit Kleingeld
14:09 Uhr

Zehntausende Libanesen flüchten in Notunterkünfte

Wegen der israelischen Luftangriffe haben Zehntausende Menschen im Libanon ihr Zuhause verlassen und haben Zuflucht in Notunterkünften gesucht. Das Innenministerium in Beirut spricht von mehr als 70.000 Vertriebenen und mehr als 530 Notzentren. Vor allem Schulen seien zu Notunterkünften umfunktioniert worden. Noch immer gebe es einen großen Zustrom von Vertriebenen aus dem Süden. Die genaue Zahl der Binnenvertriebenen im Libanon lässt sich derzeit schwer ermitteln. Viele Menschen sind zu Verwandten geflüchtet, andere schlafen auf den Straßen. Die Kämpfe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich seit vergangener Woche deutlich verschärft.

Zehntausende Libanesen flüchten in Notunterkünfte
14:04 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Heidi darf sich ins kühle, nasse Herbstwetter begeben und ich nehme in der Redaktion Platz und begleite Sie fortan durch unseren "Tag". Mein Name ist Alexander Schultze. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Schichtwechsel
13:40 Uhr

Immer mehr Ältere bleiben im Job

In Deutschland bleiben immer mehr ältere Arbeitnehmer länger erwerbstätig. Laut der Bundesagentur für Arbeit hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 55 Jahren und dem jeweiligen Rentenalter im Zeitraum von Dezember 2000 bis Dezember 2023 fast verdreifacht: Es sind knapp acht Millionen Beschäftigte. Dies sei die höchste Zahl seit über 20 Jahren.

Für diese Entwicklung werden mehrere Gründe genannt: Einerseits wird die Gesamtbevölkerung älter, und das Renteneintrittsalter wurde nach oben verschoben. Andererseits seien Ältere aus den "Babyboomer"-Jahrgängen der 1960er Jahren inzwischen auch eher geneigt, länger zu arbeiten, heißt es. Trotzdem sei es für Menschen über 55 noch immer schwer, einen Job zu finden, wenn sie erst einmal arbeitslos geworden sind.

Immer mehr Ältere bleiben im Job
12:59 Uhr

Schimpanse entreißt Mutter ihr Kind und tötet es

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Die Schimpansen bei Bossou werden seit Jahrzehnten erforscht. Hier nutzen die Affen Werkzeuge, um Palmnüsse im Regenwald zu knacken. (Foto: picture alliance / Artcolor)

Im westafrikanischen Guinea ist es zu einem tragischen Vorfall gekommen: Ein Schimpanse hat ein Menschenbaby seiner Mutter entrissen, ist mit ihm in den Wald verschwunden und hat es getötet, wie die britische Zeitung "The Times" berichtet. Zeugen sagten demnach, dass die Schimpansen den acht Monate alten Säugling daraufhin ausgeweidet hätten - womöglich als Nahrungsquelle. Aus Wut griffen Dorfbewohner am Rande der Nimbaberge, wo auch der Lebensraum der Tiere ist, daraufhin eine Forschungseinrichtung an, die die Affen seit Jahren erforscht. Sie hätten unter anderem Kamerafallen, Computer und Drohnen zerstört, schreibt die Zeitung weiter. Auch hätten sie die Babyleiche in die Einrichtung gebracht, um die Gefahr von Eingriffen in ihre Gemeinschaft und Umwelt besonders herauszustellen.

In dem Bericht heißt es, das Eingreifen des Menschen - etwa durch den Bau neuer Straßen - habe den Lebensraum der Tiere auf ein 16 Quadratkilometer großes Waldstück eingeschränkt. Für die Tiere sei die Nahrungssuche dadurch schwieriger geworden. Einer der Männer, die die Forschungseinrichtung angegriffen haben, meint, dass der Hunger die Schimpansen zum Töten brachte. Ein leitender Forscher vom Bossou-Institut spricht gegenüber der "Times" von einem Unfall. Die Schimpansen hätten keine Angst mehr vor den Menschen. Es sei nicht klar, ob dieser und andere Unfälle auf Futtersuche oder auf Aufregung bei den Tieren zurückzuführen sind.

Schimpanse entreißt Mutter ihr Kind und tötet es
12:17 Uhr

Mann entführt Bus in Los Angeles und nimmt Geiseln

Mit vorgehaltener Waffe zwingt ein Mann in Los Angeles einen Busfahrer zu einer stundenlangen Chaos-Fahrt durch die Stadt. Die Polizei kann das Fahrzeug schließlich mit Nagelsperren stoppen. Einer der Fahrgäste wird erschossen. Einsatzkräfte einer Spezialeinheit können den 51-jährigen Täter überwältigen.

Mann entführt Bus in Los Angeles und nimmt Geiseln
11:59 Uhr

Israel lehnt Waffenruhe ab: "Werden Hisbollah bis zum Sieg bekämpfen"

Ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon rückt in noch weitere Ferne. Israel erteilt einer Waffenruhe eine Absage. "Es wird keine Waffenruhe im Norden geben", erklärt Außenminister Israel Katz. "Wir werden gegen die Terror-Organisation Hisbollah weiter mit all unserer Kraft bis zum Sieg und der sicheren Rückkehr der Bewohner des Nordens nach Hause kämpfen." Zuvor hatte Regierungschef Benjamin Netanjahu seine Armee angewiesen, die Kämpfe gegen die Miliz im Libanon "mit voller Kraft" fortzusetzen.

Deutschland, die USA und weitere Staaten haben zu einer 21-tägigen Waffenruhe aufgerufen. In dem Appell heißt es, die jüngsten Gefechte seien nicht zu akzeptieren und "stellen ein inakzeptables Risiko einer breiteren regionalen Eskalation dar".

Israel lehnt Waffenruhe ab: "Werden Hisbollah bis zum Sieg bekämpfen"
11:45 Uhr

Feuerwehrfahrzeug überschlägt sich

In Haan verunglückt ein Löschauto auf der Fahrt zur A46 Richtung Wuppertal. Drei Feuerwehrleute werden verletzt. Das Feuerwehrauto war wegen eines vermeintlichen Fahrzeugbrands ausgerückt. Später stellt sich heraus, dass es sich um einen Fehlalarm aufgrund eines Motorschadens handelte.

Feuerwehrfahrzeug überschlägt sich
11:17 Uhr

Was das Gesetz gegen Zettelwirtschaft im Alltag ändert

Der Bundestag hat ein Paket beschlossen, das in der Wirtschaft für weniger Zettelwirtschaft und Bürokratie sorgen soll. Was heißt das konkret? Ein paar Beispiele.

  • In Hotels in Deutschland fällt für deutsche Staatsangehörige die Meldepflicht weg. Das heißt, sie müssen ihre Meldedaten beim Einchecken nicht mehr angeben. Das gilt ab dem nächsten Jahr. Vorausgesetzt, der Bundesrat gibt grünes Licht.

  • Steuerberater können künftig ohne Einwilligung der Empfänger Steuerbescheide digital bereitstellen - stattdessen ist eine Widerspruchslösung geplant.

  • Unternehmen müssen Buchungsbelege nur noch acht statt zehn Jahre aufbewahren.

  • Dieser Punkt ist allerdings umstritten. Die Nichtregierungsorganisation Finanzwende erwartet, dass Strafermittlungen wegen Steuerhinterziehung in sogenannten Cum-Cum-Fällen dadurch quasi unmöglich werden. Denn durch die kürzeren Aufbewahrungsfristen für Belege gingen Beweismittel verloren. Die neue Regel greift allerdings erst ein Jahr später, wenn Firmen oder Personen der Finanzaufsicht BaFin unterstellt sind – das hat der Bundestag auch beschlossen.

Was das Gesetz gegen Zettelwirtschaft im Alltag ändert
10:49 Uhr

Sorge um deutsche Wirtschaft - Institute senken die Daumen

Die deutsche Wirtschaft tritt auf der Stelle. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute senken ihre Konjunkturprognose. Sie erwarten für das laufende Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1 Prozent. Für die kommenden beiden Jahre wird nur eine schwache Erholung mit Zuwächsen von 0,8 Prozent im Jahr 2025 und 1,3 Prozent im Jahr 2026 erwartet.

Im Frühjahr hatten die Institute für 2024 noch ein minimales Plus von 0,1 Prozent vorhergesagt und für 2025 mit einem Wachstum von 1,4 Prozent gerechnet. Neben der konjunkturellen Schwäche belaste auch der strukturelle Wandel die deutsche Wirtschaft, sagte Geraldine Dany-Knedlik, Konjunkturexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem "Börsen-Tag".

Sorge um deutsche Wirtschaft - Institute senken die Daumen
10:46 Uhr

Liegen an Mallorca-Stränden werden reduziert

Zum Glück können Strandbesucher nicht einfach ihr Handtuch auf Miet-Liegen werfen. Sonst könnte es ausarten. Denn ab dem Sommer werden die Strandbesucher am Ballermann und an vier weiteren Stränden auf Mallorca weniger Sonnenliegen finden als bisher. Das hat die Gemeinde Palma für ihr Gebiet entschieden, sie reagiert damit auf das "Strandsterben". Damit ist gemeint, dass Strände immer kleiner werden. "Wir haben heute eine völlig andere Küstenlinie als vor 10, 20 oder 30 Jahren", sagt Stadträtin Mercedes Celeste laut spanischen Medien. Es gebe einfach "weniger Sand als früher". Das führte ihr zufolge dazu, dass die Strände zu voll wurden. Das "Strandsterben" ist in vielen Teilen der Welt zu beobachten. Experten sehen eine Ursache darin, dass Küsten direkt bis zum Strand bebaut wurden. Dünen, die vor Erosion durch Wind und Meer schützen, gibt es oft nicht mehr. Auch der Klimawandel spielt eine Rolle, weil der Meeresspiegel ansteigt. Laut einer Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" vorgestellt wurde, könnte "die Hälfte der weltweiten Sandstrände bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sein".

Liegen an Mallorca-Stränden werden reduziert
10:10 Uhr

Japanischer Zerstörer passiert erstmals Taiwanstraße

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Die "Sazanami" ist links zu sehen. (Foto: dpa)

Zum ersten Mal fährt ein japanisches Kriegsschiff durch die Meerenge zwischen China und Taiwan. Der Zerstörer "Sazanami" habe die Straße von Taiwan durchquert, berichteten japanische Medien. Dies war mit Neuseeland und Australien abgesprochen, deren Militärschiffe zeitgleich in der Meerenge unterwegs waren. Die Absprache mit Japan sei geschehen, um das "Recht auf freie Schifffahrt" geltend zu machen, erklärt das neuseeländische Verteidigungsministerium. Denn China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und die Taiwanstraße entsprechend als chinesisches Hoheitsgewässer. Die USA und viele andere Länder argumentieren jedoch, dass ihre Fahrten unter Berufung auf die Freiheit der Schifffahrt zulässig sind. Der Schritt Japans markiert eine Abkehr von der bisherigen Zurückhaltung in der Taiwan-Frage. Er könnte auch eine Antwort darauf sein, dass letzte Woche erstmals ein chinesischer Flugzeugträger das Gewässer zwischen zwei japanischen Inseln nahe Taiwan befuhr, wie eine japanische Zeitung schreibt. Tokio nannte das Manöver "völlig inakzeptabel".

Japanischer Zerstörer passiert erstmals Taiwanstraße
09:56 Uhr

"DAX dreht auf": Neues Allzeithoch

Der DAX startet mit einem neuen Rekord in den Handel. Aktuell notiert der deutsche Börsenleitindex 1,0 Prozent im Plus bei Kursen um 19.110 Punkte. Positiven Vorgaben aus Asien stehen leicht negative von Seiten der Wall Street gegenüber. "Der DAX dreht auf", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Er feiert ein weiteres Allzeithoch, Wirtschaftssorgen hin oder her", erläutert er. "Im Blick haben die Anleger unter anderem das Index-Schwergewicht BASF und dessen Kapitalmarkt-Tag. BASF-Aktien sind aktuell der größte Verlierer im DAX."

Dieser Beitrag erschien zuerst in unserem "Börsen-Tag".

"DAX dreht auf": Neues Allzeithoch
09:28 Uhr

46 Jahre unschuldig in der Todeszelle: 88-Jähriger freigelassen

46 Jahre seines Lebens hat Iwao Hakamada im Todestrakt verbracht. Unschuldig. Ein japanisches Gericht hat ihn freigesprochen - er sei unschuldig. Hakamada ist inzwischen 88 Jahre alt. Im Jahr 1968 war er wegen der Ermordung seines Chefs und dessen Familie zum Tode verurteilt worden. Der Japaner hatte nach wochenlangen Polizeiverhören ein Geständnis abgelegt und es später widerrufen. Zu dem Geständnis sei er in brutalen Verhören gezwungen worden, sagte er aus. Auch seien Beweise gefälscht worden. 2014 ordnete ein Bezirksgericht an, dass Hakamada einen neuen Prozess bekommen müsse. Bis zum Wiederaufnahmeverfahren wurde er freigelassen. Doch die zumeist in Einzelhaft verbrachten fast fünf Jahrzehnte im Todestrakt haben ihm psychisch schwer zugesetzt.

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Für sein Schicksal fehlen Worte: Iwao Hakamada. (Foto: AP)
46 Jahre unschuldig in der Todeszelle: 88-Jähriger freigelassen
08:57 Uhr

Hochwasser geht zurück - aber nur in Teilen Brandenburgs

Gute Neuigkeiten kommen aus Brandenburg, wo beim Hochwasser einige Gemeinden an der Oder das Schlimmste womöglich überstanden haben. Seit einigen Stunden sinken die ersten Pegelstände. In Ratzdorf und Eisenhüttenstadt sei der Höchststand nach Angaben des Landesamtes für Umwelt bereits erreicht worden. In beiden Orten gilt aber weiter die höchste Alarmstufe. Mit Blick auf die Vorhersagen für das weiter nördlich gelegene Frankfurt (Oder) dürfte auch dort in einigen Stunden der aktuelle Pegelhöchststand überstanden sein. Im oberen Verlauf der Oder nähert sich hingegen der Scheitel des Hochwassers. In einigen Tagen dürfte die Hochwasserwelle den Nordosten Brandenburgs in Schwedt an der Oder erreichen.

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Feuerwehrleute und Anwohner schützen Eisenhüttenstadt gegen das Hochwasser. (Foto: dpa)
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Dafür haben diese ehrenamtlichen Helfer vom Technischen Hilfswerk massenhaft Sandsäcke befüllt. (Foto: dpa)
Hochwasser geht zurück - aber nur in Teilen Brandenburgs
08:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen!

Es hilft nichts, es wird noch herbstlicher und so ein graues Schietwetter wie heute gehört wieder öfter zum Alltag. Wetterfest, innerlich gefestigt und mit heißem Kaffee gestärkt heiße ich Sie hier herzlich Willkommen – schauen wir auf die Termine des Tages:

  • US-Präsident Biden empfängt seinen ukrainischen Kollegen Selenskyj im Weißen Haus. Selenskyj will Biden und dessen Vizepräsidentin Kamala Harris einen Plan vorstellen, wie ein Sieg der Ukraine im russischen Angriffskrieg und ein gerechter Frieden erreicht werden können.

  • Am dritten Tag der Generaldebatte bei den Vereinten Nationen wird sich Außenministerin Baerbock an die UN-Vollversammlung wenden. Das dürfte kurz nach Mitternacht unserer Zeit sein.

  • Schon ab dem Mittag wird es in Erfurt interessant: In einer ersten Sitzung wollen die Abgeordneten des Thüringer Landtags einen neuen Parlamentspräsidenten wählen. Die AfD hat als stärkste Kraft das Vorschlagsrecht. Die anderen Fraktionen haben angekündigt, dass sie keinen Kandidaten der vom Landesverfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuften AfD wählen wollen.

  • Der Bundestag stimmt über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung ab, der Unternehmen und Bürger von bürokratischen Lasten befreien soll. Es würde allerdings wichtige Unterlagen zum Cux-Ex-Skandal betreffen. Allein für die Wirtschaft verspricht sich die Regierung Entlastungen von rund 950 Millionen Euro im Jahr. Das Parlament berät ferner über Pläne der Union für ein "umfassendes Sicherheitspaket", das über die Regierungsvorhaben hinausgehen soll. Auf der Tagesordnung steht zudem die Verabschiedung eines Gesetzentwurfes, mit dem skrupellosen Geschäften mit sogenannten Schrottimmobilien ein Riegel vorgeschoben werden soll.

  • Vier Tage nach der Brandenburger Landtagswahl beginnt die SPD als stimmenstärkste Partei erste Sondierungsgespräche – zunächst mit dem bisherigen Koalitionspartner CDU. SPD und CDU haben rechnerisch keine Mehrheit, wohl aber SPD und das BSW. Ein Sondierungsgespräch mit beiden Parteien ist für nächste Woche vorgesehen.

  • Führende Wirtschaftsforschungsinstitute stellen ihre neue Konjunkturprognose vor. Wie vorab bekannt wurde, rechnen sie mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Deutschland. Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt laut Prognose in diesem Jahr um 0,1 Prozent sinken. Für 2025 wird ein Wachstum von 0,8 Prozent erwartet.

  • In einem neu aufgerollten Missbrauchsprozess gegen ein Ehepaar aus Niedersachsen wegen schwerer Straftaten an der Tochter beziehungsweise Stieftochter wird das Urteil erwartet. Während die Mutter und ihr Partner in einem ersten Prozess zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren, deutet im neuen Verfahren vieles auf einen Freispruch hin. In der Verhandlung am Landgericht Braunschweig waren immer größere Zweifel an den Anschuldigungen der Tochter aufgekommen.

  • Fußball: Eintracht Frankfurt strebt zum Auftakt der Europa League einen Sieg gegen Viktoria Pilsen an. Trainer Dino Toppmöller sieht sein Team im Duell mit dem Tabellendritten aus Tschechien in der Favoritenrolle, warnt aber davor, den Gegner zu unterschätzen. Zu sehen ist das Spiel um 21 Uhr bei RTL.

Ich bin Heidi Ulrich, bei Hinweisen zu "Der Tag" können Sie mich per Mail über heidi.ulrich(at)ntv.de erreichen.

Das wird heute wichtig
07:49 Uhr

FDP-Fraktion will Rentenreform so nicht zustimmen

Die Rentenbeiträge dürften nicht zusätzlich steigen, findet die FDP und verlangt Änderungen am Rentenpaket II. "So ist das Rentenpaket im Parlament noch nicht zustimmungsfähig", sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, der "Bild"-Zeitung. Ein Teil der Reform ließe "die Beiträge für die arbeitende Mitte immer weiter steigen. Die arbeitende Mitte braucht aber mehr Geld in der Tasche und nicht weniger." In den parlamentarischen Beratungen, seien deshalb "echte Veränderungen nötig". Länder wie Schweden würden zeigen, wie es mit mehr Aktien besser geht: "Dort steigt das Rentenniveau für alle, nicht die Beiträge." Der Bundestag will morgen in erster Lesung über das Rentenpaket II beraten. Das Kabinett hatte den Reform-Vorschlag nach langem Ringen im Mai auf den Weg gebracht. FDP-Chef Lindner erklärte kürzlich, dass er das Projekt für ausverhandelt und zustimmungsfähig hält.

FDP-Fraktion will Rentenreform so nicht zustimmen
07:24 Uhr

50 Cent produziert Netflix-Serie über Diddy

Beide Rapper sind aus New York und alles andere als Freunde: Schon seit Längerem kritisiert 50 Cent beharrlich Sean "Diddy" Combs, der unter anderem wegen Vergewaltigung und Menschenhandel für Sex angeklagt ist. Jetzt geben 50 Cent und Netflix bekannt, dass sie an einer Dokumentation über die "verstörenden" Vorwürfe gegen Combs arbeiten. Produziert wird sie von 50 Cent höchstpersönlich. Es sei eine komplexe Geschichte, die Jahrzehnte umfassen würde, weit über die Schlagzeilen hinaus, heißt es in einer Erklärung des Rappers und der Regisseurin. Sie wollten den "Stimmlosen" eine Stimme geben. Wann die Doku erscheint, ist noch offen. Combs selbst hat bisher alle Anschuldigungen gegen ihn zurückgewiesen. Er wurde letzte Woche festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, über Jahrzehnte Frauen missbraucht, bedroht und genötigt zu haben, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen.

50 Cent produziert Netflix-Serie über Diddy
06:51 Uhr

Tesla-Manager verteidigt Hausbesuche bei Krankmeldung

Tesla-Mitarbeitende, die krankgemeldet sind, könnten auch künftig einen Hausbesuch von Führungskräften bekommen. Werksleiter André Thierig verteidigt das Vorgehen. Es gebe keinen Generalverdacht gegen Kranke, sagt er. "Wir haben gut 200 Mitarbeiter festgestellt, die sich in der Lohnfortzahlung befinden, aber die in diesem Jahr noch gar nicht arbeiten waren. Sie bringen mindestens alle 6 Wochen neue Krankmeldungen", so Thierig. "Wir haben uns zwei Dutzend Fälle herausgesucht." Nach den Hausbesuchen vom Fertigungs- und Personalleiter sei der Krankenstand auch zurückgegangen, nachdem dieser im Sommer teilweise bei 15 Prozent gelegen habe. Während die Aktion bei den Besuchten nicht gut ankam, berichtet der Manager von positivem Feedback unter der Belegschaft. Beschäftigte hätten erklärt, dass sie wegen der hohen Abwesenheit ihrer Kollegen frustriert seien, sagt Thierig. Die Gewerkschaft IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen kritisiert das Vorgehen hingegen scharf und nennt die Hausbesuche eine "abwegige Aktion". "Beschäftigte aus fast allen Bereichen des Werks berichteten von extrem hoher Arbeitsbelastung", sagt Bezirksleiter Dirk Schulze. "Wenn Personal fehlt, werden die Kranken unter Druck gesetzt und die noch Gesunden mit zusätzlicher Arbeit überlastet. Wenn die Werkleitung den Krankenstand wirklich senken will, sollte sie diesen Teufelskreis durchbrechen."

Tesla-Manager verteidigt Hausbesuche bei Krankmeldung
06:14 Uhr

Trump will am Anschlagsort in Butler Rede halten

Bei seinen Wahlkampfauftritten hat Donald Trump mehrfach erzählt, er habe sich eine "Kugel für die Demokratie eingefangen". Zum Ort des Attentats – Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania – will der republikanische Präsidentschaftskandidat am 5. Oktober zurückkehren und erneut auftreten. Geplant ist laut seinem Wahlkampfteam eine Kundgebung, bei der Trump an die Opfer des Attentats erinnern will. Ein Mann, der im Publikum saß, war getötet, zwei weitere Menschen verletzt worden. Trump selbst war am Ohr angeschossen worden. Der Attentäter wurde von Sicherheitskräften getötet.

Trump will am Anschlagsort in Butler Rede halten