Das war Mittwoch, 22. August 2018
Liebe Leser, am Dienstag muss Donald Trump miterleben, wie zwei seiner ehemals engsten Vertrauten vor Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Dass der US-Präsident von ihren illegalen Machenschaften nichts gewusst haben will, erscheint unglaubwürdig. Im Interview meint US-Juristin Catherine Ross, Trump habe sich strafbar gemacht. Doch die Anhänger des US-Präsidenten skandieren einen Gassenhauer, mit dem Hillary Clinton ins Gefängnis geschickt werden soll.
Das sind die anderen wichtigen Themen des Tages:
Seit über zwei Jahren sitzt die schiitische Menschenrechtsaktivistin Al-Ghomgham in einem saudi-arabischen Gefängnis. Der Grund: friedlicher Protest gegen die Regierung. Der 29-Jährigen droht jetzt die Hinrichtung.
Hunderttausende Kinder bekommen Geld vom Staat, weil ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Diesen Vorschuss sollen die Jugendämter jzurückfordern. Verweigerer will Familienministerin Giffey mit einem Fahrverbot belegen.
Am Rande eines Pegida-Protestes in Dresden hält die Polizei ein ZDF-Team fest. Auslöser ist ein Demonstrant, der die Berichterstattung der Journalisten verhindern will. Nun stellt sich heraus: Der Mann arbeitet für das sächsische Landeskriminalamt.
Nach mehr als acht Jahren verlässt Athen offiziell den Euro-Rettungsschirm. Vor großer Kulisse feiert Premier Tsipras den Tag als Befreiung vom Joch der Geldgeber und den Beginn einer "neuen Ära". Die Fakten sprechen eine andere Sprache, schreibt Diana Dittmer.
Die größten Investmentbanken der Welt stecken seit Monaten in den Vorbereitungen für den Börsengang des angeblich wertvollsten Ölkonzerns der Welt. 100 Milliarden Euro soll das IPO von Saudi-Aramco einspielen. Doch jetzt zieht die Regierung die Notbremse.
Damit verabschiede ich mich in den Feierabend. Kommen Sie gut durch die Nacht und besuchen Sie uns auch morgen wieder bei "Der Tag"!
Schulklasse entdeckt verweste Leiche im Wald
Gruselfund beim Wandertag: Eine Schulklasse hat in einem Waldstück im Taunus eine Leiche entdeckt. Ein Lehrer habe die Polizei verständigt, eine andere Lehrkraft die Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren von der Stelle weggeführt, teilte die Polizei mit.
Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann. Die genaue Identität ist aber noch unklar. Die Leiche lag aber augenscheinlich schon länger im Unterholz. Die Kriminalpolizei untersucht, ob es sich um ein Verbrechen handelt.
Merkel will deutschen EU-Kommissionschef durchsetzen
Bundesbankchef Jens Weidmann hat anscheinend kaum noch Chancen, neuer EZB-Chef zu werden. Schuld daran ist die Bundeskanzlerin: Laut "Handelsblatt" hat Angela Merkel ihre Meinung geändert und möchte nicht länger einen deutschen EZB-Chef durchsetzen, sondern stattdessen den EU-Kommissionschef stellen.
Die beiden Posten werden nächstes Jahr neubesetzt.
Die Personalie sei vor kurzem Thema bei einem vertraulichen Gespräch der beiden (Merkel und Weidmann, d. Red.) gewesen. "Nicht die EZB hat für Merkel oberste Priorität, sondern die EU-Kommission", zitierte die Zeitung einen hochrangigen Regierungsvertreter.
Die Bundesbank und die Bundesregierung wollten den Bericht nicht kommentieren.
Böschungsbrand behindert Bahnverkehr
In Hessen sorgt ein Böschungsbrand für Probleme im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn. Auch der ICE-Betrieb auf der Strecke Frankfurt-Kassel ist betroffen, sagte ein Bahnsprecher. Dort fahren Züge, die auch nach Hannover oder Berlin unterwegs sind.
Laut Bahn wurde der Brand zwischen Flieden und Neuhof gegen 18 Uhr gemeldet. Der vielbefahrene Streckenabschnitt ist derzeit zwischen den Bahnhöfen Schlüchtern und Fulda gesperrt. Es kommt zu Teilausfällen und Verspätungen. Teile des Fernverkehrs werden umgeleitet.
LKA-Mann löste Pegida-Konfrontation mit ZDF-Team aus
Etwa eine dreiviertel Stunde hält die Dresdner Polizei letztes Wochenende ein Fernsehteam des ZDF fest, das über eine Pegida-Demonstration berichten will. Auslöser des umstrittenen Einsatzes war ein Pegida-Demonstrant, der sich über die Reporter beschwert hatte. Jetzt stellt sich heraus: Der junge Mann arbeitet für das sächsische Landeskriminalamt.
Laut dem sächsischen Innenministerium handelt es sich bei dem Mann um einen Tarifbeschäftigten des LKA. Er sei bei der Pegida-Demo nicht im Dienst gewesen, sondern habe als Privatperson an der Versammlung teilgenommen. Derzeit befinde er sich im Urlaub.
"Über mögliche Konsequenzen wird das LKA entscheiden, wenn der Vorgang geklärt und der Betroffene zu den Vorkommnissen angehört wurde", hieß es.
Es gelte für jeden Bürger in unserem Land das Recht auf freie Meinungsäußerung, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller. Er erwarte allerdings allen Bediensteten jederzeit, "ein korrektes Auftreten".
Hier lesen Sie mehr.
Bonner Forscher entdecken neue Maulwurfart
Was ist etwa 13 Zentimeter lang, hat einen etwa 3 Zentimeter langen Schwanz und wiegt bis zu 65 Gramm? Die neue Maulwurfart Talpa martinorum. Bonner Forscher haben sie in Bulgarien und der angrenzenden Türkei im Strandscha-Gebirge entdeckt.
Eine Besonderheit der neuen Maulwurfart sei die Struktur der Backenzähne, schreiben die Forscher im Fachblatt "Bonn zoological Bulletin". Es fehle eine kleine Zacke. Außerdem weisen Unterschiede im Erbgut auf eine eigene Art hin.
Demnach sind die neuen Maulwürfe im Vergleich mit anderen Arten mittelgroß.
Das ihre Augenöffnungen von einer hellen Haut überzogen sind, seien sie anders als ihre zentraleuropäischen Verwandten Talpa europaea praktisch blind.
Video des Tages
Saudi-Arabien will Menschenrechtlerin hinrichten
Auch wenn sich Saudi-Arabien ein wenig zu öffnen scheint, sollten wir immer bedenken, worum es geht: Kronprinz Mohammad bin Salman will das streng konservative Königreich attraktiv machen für ausländische Investoren. Mit mehr Demokratie oder Bürgerrechten hat die Öffnung nichts zu tun. Beispiel gefällig? Laut Human Rights Watch plant Riad die Hinrichtung der Aktivistin Israa al-Ghomgham.
Saudische Sicherheitskräfte hatten Israa al-Ghomghan und ihren Mann 2015 festgenommen.
Sie gehören der shiitischen Minderheit Saudi-Arabiens an.
Ihr angebliches Verbrechen: Sie haben mehr Rechte für die Shiiten im Land eingefordert, Protestaktionen gefilmt und Filme davon in sozialen Netzwerken verbreitet.
Deshalb fordert die saudische "Justiz" die Todesstrafe für das Ehepaar und drei weitere Menschenrechtsaktivisten.
Mehr lesen Sie hier.
Altkanzler Schröder lädt serbischen Präsidenten zu Hochzeit ein
Wir bleiben grob beim russischen Präsidenten. Am 5. Oktober will sein mutmaßlich bester Freund in Deutschland, Altkanzler Gerhard Schröder, in Berlin heiraten. Wladimir Putin ist natürlich eingeladen; ob er kommt, ist aber noch unklar. Das gleiche gilt für den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic.
Aleksandar Vucic habe eine Einladung von Schröder erhalten, teilte sein Kabinett in Belgrad mit.
Der serbische Präsident gehört wie Putin zu den guten, aber fragwürdigen Freunden des Altkanzlers.
In der Vergangenheit hatte Schröder Vucic wiederholt in dessen Wahlkämpfen unterstützt.
Wladimir Putin hatte erst vergangenes Wochenende die Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl in der Steiermark besucht.
Putin nennt US-Sanktionen "kontraproduktiv und sinnlos"
Am Dienstag droht die kommissarische Finanzministerin der USA, Sigal Mandelker, Russland neue Sanktionen an, falls Moskau seine "bösartigen Aktivitäten" nicht einstellt. Der russische Präsident Wladimir Putin nahm diese Drohung mehr oder weniger gelassen hin: Bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö in Sotschi bezeichnete er die Sanktionen als "kontraproduktiv und sinnlos".
Putin sprach bei dem Treffen außerdem von einer US-Politik, die "keine Zukunft" habe. "Das Problem liegt nicht nur in der Haltung des amerikanischen Präsidenten, sondern auch in der Haltung des sogenannten Establishments", fügte er hinzu.
Die US-Regierung hat in den vergangenen Jahren wiederholt Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt.
Daimler will bei VWs Gebrauchtwagenportal einsteigen
Mit dem Gebrauchtwagenportal "HeyCar" will VW dominierenden Anbietern wie "mobile" und "Autoscout24" Konkurrenz machen. Auch Daimler scheint an das Konzept zu glauben: Die Schwaben wollen bei den Wolfsburgern einsteigen.
Daimler wolle einen Anteil von 20 Prozent an dem VW-Startup übernehmen, schreibt das "Handelsblatt".
Der Einstieg könnte in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
VW hat bestätigt, dass die beiden Autobauer Gespräche führen, aber keine Einzelheiten genannt. Daimler wollte den Bericht nicht kommentieren.
Bei "HeyCar" können Anbieter
Museumsbesucher fällt in Kunstwerk "Loch" hinein
Wer sich gefragt hat, ob es sich bei dem Kunstwerk "Descent into Limbo" im Serralves Museum in Porto wirklich um ein Loch oder nur um eine optische Täuschung handelt: Ein etwa 60-jähriger Italiener hat auf schmerzhafte Weise die Antwort gefunden: Es handelt es sich um ein Loch.
Der Italiener ist in das Loch hineingefallen in der Annahme, es handele sich um eine optische Täuschung.
Er musste nach dem Unfall in der vergangenen Woche Berichten zufolge im Krankenhaus behandelt werden.
Das Kunstwerk des Bildhauers Anish Kapoor ist ganz mit schwarzen Pigmenten ausgefüllt. Deshalb ist es schwierig zu erkennen, ob es tatsächlich in die Tiefe geht.
Warnschilder hatten Museumsbesucher auf die Gefahr hingewiesen. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden nach dem Sturz des Italieners ausgebaut.
Mann begeht drei Sexualdelikte in fünf Tagen
In Dortmund fahnden Polizei und Staatsanwalt nach einem Mann, der mutmaßlich zwischen dem 13. und 18. August gleich drei Frauen angegriffen hat. Es sind Hundertschaften, Reiter- und Fahrradstaffel im Einsatz. Außerdem verteilen die Ermittler Fahndungsfotos an Passanten und suchen Zeugen.
Der Mann soll etwa 30 bis 35 Jahre alt sein.
Zuerst hatte er zwei Joggerinnen in zwei südlichen Stadtteilen von Dortmund überfallen und vergewaltigt.
Anschließend überfiel er eine Frau im Westen der Stadt. Sie konnte sich befreien und fliehen.
Wanderer stürzt am Watzmann in den Tod
Ein 33-jähriger ist bei einer Bergtour am Watzmann in den Tod gestürzt. Der Mann aus dem Berchtesgadener Land sei am Morgen auf der Mittelspitze unterwegs gewesen, habe den Halt verloren und sei etwa hundert Meter in die Tiefe gestürzt, teilte die oberbayerische Polizei mit. Zwei Zeugen hätten das Unglück beobachtet und den Notruf gewählt. Bergretter konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Hurrikane "Lane" rast auf Hawaii zu
Den USA steht der erste große Sturm der aktuellen Hurrikan-Saison bevor: "Lane" könnte noch im Laufe des Tages mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde auf Land treffen, teilte das Hurrikan-Zentrum in Honolulu mit. An der Küste sei hoher Wellengang zu erwarten. Zudem rechne man mit heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Der Gouverneur von Hawaii hat bereits eine Notstandserklärung unterzeichnet, um im Ernstfall Ressourcen mobilisieren zu können.
"Die Partei" zieht mit Göbbels und Göring in Europawahl
Martin Sonneborn von "Die Partei" will bei der Europawahl im kommenden Mai seinen Platz im Europarlament verteidigen. Aber nicht nur das: Der Satiriker will außerdem Wähler der AfD für sich gewinnen. Indem er Kandidaten aufstellt, die wie bekannte Nazis heißen.
Als Beispiele nannte Sonneborn bei der Vorstellung seiner Wahlkampfthemen Namen wie Göbbels, Göring, Speer und Eichmann.
Eventuell könnte dies auch "verwirrte CSU-Wähler" oder "demente CDU-Wähler" zu einem Kreuz bei der "Partei" verleiten, erklärte der Mitherausgeber des "Titanic"-Magazins.
Bei der Europawahl 2014 hatte die "Partei" in Deutschland 0,6 Prozent der Stimmen erhalten.
Mehr lesen Sie hier.
Trump bezichtigt Cohen der Falschaussage
Natürlich kommt die Reaktion auf Twitter: US-Präsident Donald Trump hat sich zu dem Geständnis und den Vorwürfen von Michael Cohen geäußert. Er bezichtigt seinen früheren Anwalt der Falschaussage. Er habe sich Geschichten ausgedacht, um einen "Deal" zu bekommen, schrieb Trump. "Falls irgendjemand auf der Suche nach einem guten Anwalt ist, würde ich dringend empfehlen, nicht die Dienste von Michael Cohen in Anspruch zu nehmen!"
Hier lesen Sie mehr.
Gericht stoppt Umzug von Hamburger Fernbahnhof
Das Hamburger Oberverwaltungsgericht hat sämtliche Arbeiten für die geplante Verlegung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona vorerst gestoppt. Hintergrund ist ein Eilantrag des Verkehrsclubs Deutschland gegen den Planfeststellungsbeschluss. Dieser sehe für den neuen Bahnhof keine Beladestation für Autoreisezüge vor.
Die Bauarbeiten für den neuen Fernbahnhof sollen im Herbst beginnen und etwa fünf Jahre dauern.
Wenn die Deutschen Bahn diesen Zeitplan einhalten will, muss sie einen Ersatz für die Beladestation schaffen, die es in Hamburg-Altona gibt.
Grundsätzlich soll der alte Fernbahnhof etwa zwei Kilometer nach Norden an eine dort gelegene Eisenbahntrasse verlegt werden.
Dort gibt es auch schon einen S-Bahnhof, der um sechs Bahnsteige erweitert werden soll.
Regierung droht Unterhaltsverweigerern mit Fahrverboten
Seit letztem Sommer erhalten unter 18-Jährige zeitlich unbegrenzt Unterhalt vom Staat, wenn sich ein Elternteil weigert, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Mehr als 700.000 Kinder sind davon betroffen. Jetzt macht die Bundesregierung Druck, um das Geld von säumigen Eltern zurückzubekommen.
Laut Familienministerin Franziska Giffey verbessert die Reform die Lebensverhältnisse alleinerziehender Elternteile und ihrer Kinder.
Sie forderte Jugendämter allerdings auf, effektiver als bisher Geld von denjenigen Eltern zurückfordern, die zahlen könnten, sich aber davor drückten.
"Hier wollen wir die Daumenschrauben anziehen", sagte Giffey und kündigte unter anderem Fahrverbote für Zahlungsverweigerer an. "Nach dem Motto: Wer nicht zahlt, läuft."
Zweijähriger treibt eine Stunde allein über Chiemsee
Das hätte böse ausgehen können: In einem Strandbad im Chiemsee ist ein zweijähriger Junge etwa eine Stunde lang unbeaufsichtigt auf einem Schwimmtier auf dem Wasser herumgetrieben. Badegäste hätten das weinende Kind an Land gezogen, sagt die Polizei. Vorher sei es schon 70 Meter auf das Wasser hinausgetrieben.
Von den Eltern war in dem Strandbad weit und breit nichts zu sehen.
Erst nach einer Lautsprecherdurchsage konnte die 26-jährige Mutter ausfindig gemacht werden.
Sie hatte den Angaben zufolge noch einen sechsjährigen Sohn bei sich und wirkte überfordert.
Die Polizei hat das Jugendamt informiert.
Schichtwechsel
Liebe Leser, meine Kollegin Judith Görs macht an dieser Stelle Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und halte Sie bis zum späten Abend mit interessanten und wichtigen Meldungen auf dem Laufenden. Fragen, Anregungen und Kritik schicken Sie bitte an christian.herrmann (at) nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Nachmittag!
Experten raten in Genua zum Notabriss
Die Überreste der teilweise eingestürzten Autobahnbrücke von Genua bereiten Experten ernste Sorgen. Ein Teil des Morandi-Viadukts müsse so schnell wie möglich abgestützt oder abgerissen werden, heißt es in einer dringenden Empfehlung der Baustatiker.
Die Warnung betreffe den östlichen Rumpf der Brücke, wie aus dem Schreiben der Fachleute an die zuständigen Behörden hervorgeht.
An der Unglücksstelle in Genua stehen noch zwei der ursprünglich drei Pfeiler. Die mächtigen Betonkonstruktionen aus den 1960er Jahren ragen dort bis zu 90 Meter hoch in den Himmel auf.
Der westlichste der drei Pfeiler war vor mehr als einer Woche ohne Vorwarnung in sich zusammengebrochen. 43 Menschen kamen dabei ums Leben.
Nach Angaben der Feuerwehr waren zu Wochenbeginn am östlichen Rumpf auffällige Geräusche zu hören. Die Arbeiten unterhalb der Brücke wurden daraufhin zeitweise eingestellt.
Mehr lesen Sie hier.
Bayer köpft Vier-Meter-Python mit Axt
Am Dienstag finden Spaziergänger auf einer Wiese einen abgetrennten Schlangenkopf und eine Axt - doch wie beides an den Ortsrand des oberfränkischen Ahorn gekommen ist, blieb zunächst ein Rätsel. Nun bringt die Polizei etwas Licht ins Dunkel. Ein Mann aus Bayern soll den mehr als vier Meter langen Python geköpft haben. Die Ermittler werfen ihm nun mehrere Straftaten vor - unter anderem einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Tierärzte sollten untersuchen, ob der Kopf zu dem getöteten Python gehört. Womöglich befand sich die Schlange zuvor im Besitz des Mannes.
Migranten stürmen gewaltsam spanische Enklave
Afrikanische Migranten haben am Morgen von Marokko aus die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gestürmt. Mindestens 115 Menschen gelang es, gewaltsam den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun zu überwinden. Sieben Polizisten wurden bei dem Versuch verletzt, die Migranten abzuwehren - einer von ihnen wurde so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Flüchtlinge griffen die Beamten mit Branntkalk an, der beim Kontakt mit der Haut gefährliche Verätzungen verursacht.
Tom Tykwer baut an "neuer" Berliner Mauer mit
Seit einigen Tagen ist bekannt, dass der russische Regisseur Ilya Khrzhanovsky in Berlin ein gigantisches Projekt plant: Vom 12. Oktober bis 9. November soll ein ganzes Straßenviertel am Boulevard Unter den Linden mit einer rekonstruierten Berliner Mauer abgesperrt werden. Das umstrittene Projekt trägt den Namen "Dau" - und soll eine Art Erlebnispark sein. Nun wird bekannt: Auch der deutsche Regisseur Tom Tykwer ist mit seiner Firma X Filme an dem Projekt beteiligt. Was genau er beisteuert, will er am kommenden Dienstag in einer Pressekonferenz schildern.
Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert US-Küste
Ein Erdbeben hat die Westküste der USA erschüttert. Medienberichten zufolge ereignete sich das Beben gegen 11:45 Uhr (MESZ) etwa 150 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Oregon. Obwohl das Epizentrum in nur etwa zehn Kilometern Tiefe lag, gibt es bisher keine Tsunami-Warnung. Die Stärke der Erdstöße soll bei 6,3 auf der Richterskala gelegen haben.
Junge Union will EU-Beitritt Großbritanniens 2035
Erst raus, dann wieder rein. Im kommenden Jahr will Großbritannien offiziell aus der EU austreten - und wenn es nach der Jungen Union geht, soll danach sofort mit den Vorbereitungen für die Wiederaufname des Landes in die europäische Gemeinschaft begonnen werden. Paul Ziemiak, der Vorsitzende der gemeinsamen Jugendorganisation, hat auch schon einen Namen für die Kampagne parat: Brit-In. Und auch einen Termin gibt es schon. "Unser Ziel ist ein Wiedereintritt Großbritanniens im Jahr 2035." Die Frage ist nur, ob das die Briten auch wollen ...
Schlagzeilen zur Mittagspause
Bund sagt Landwirten Dürrehilfen zu
Der Bund sagt Landwirten mit starken Einbußen wegen der Dürre Nothilfen in Höhe von 150 Millionen bis 170 Millionen Euro zu. Angesichts von Ernteschäden "nationalen Ausmaßes" werde der Bund diese Mittel ergänzend zu den Länderhilfen zur Verfügung stellen, sagte Agrarministerin Julia Klöckner. Insgesamt soll die Unterstützung mit den Ländern 340 Millionen Euro betragen.
Aretha Franklin hat kein Testament gemacht
Souldiva Aretha Franklin hat nach Angaben des Branchenportals "TMZ" kein Testament hinterlassen. Ihr Vermögen soll nun auf ihre vier Kinder verteilt werden.
Dass es keinen festgeschriebenen letzten Willen gibt, wundert Experten allerdings. Denn Franklin wusste immerhin seit 2010, dass sie an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet - einer sehr aggressiven Form des Krebs. Allem Anschein nach glaubte Franklin aber bis zuletzt, dass sie ihre Krankheit noch besiegen könnte.
BGH: Mieter müssen bei Auszug nicht malern
Gute Nachrichten für alle Mieter: Der Bundesgerichtshof stärkt ihre Rechte bei Schönheitsreparaturen. Nach dem jüngsten Urteil der Richter müssen Mieter eine unrenoviert übernommene Wohnung auch dann nicht beim Auszug streichen, wenn sie das dem Vormieter gegenüber einmal zugesagt haben. Eine solche Vereinbarung habe keinen Einfluss auf die Verpflichtungen im Mietvertrag, hieß es.
Nach einem Grundsatzurteil aus dem Jahr 2015 darf der Vermieter den Mieter nicht ohne Ausgleich zu Schönheitsreparaturen verpflichten, wenn dieser eine unrenovierte Wohnung bezogen hat. Denn sonst müsste er diese womöglich schöner hinterlassen, als er sie vorgefunden hat. Entsprechende Klauseln in Mietverträgen sind unwirksam.
31-jähriger Berliner soll Anschlag geplant haben
Die Bundesanwaltschaft hat einen 31-jährigen Mann in Berlin festnehmen lassen - er steht im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Beamte des Bundeskriminalamtes mit Unterstützung der GSG 9 und des Landeskriminalamtes hätten den Russen in Gewahrsam genommen. Die Ermittler durchsuchten auch die Wohnung des Mannes. Gegen ihn wurde bereits am 9. August Haftbefehl erlassen.
Drohanruf legt Schulbetrieb in Nordhessen lahm
Am Morgen sind mehrere Schulen in Nordhessen geschlossen geblieben, nachdem es einen Drohanruf gegen die Einrichtungen gegeben hatte. Die Polizei durchsuchte daraufhin eine Berufsschule in Kassel. Auch die Schüler seien mit Metalldetektoren durchsucht worden, um jedes Risiko auszuschließen, hieß es. Kurze Zeit später gab es dann die Entwarnung: Es sei nichts Gefährliches gefunden worden. p
Der Unterricht begann mit knapp zwei Stunden Verspätung. Auch in einem Gymnasium rund 60 Kilometer entfernt ging eine Drohung ein - dieses Mal per E-Mail. "Der Absender ist noch unklar", sagte ein Polizeisprecher. Die Schule sowie angrenzende Berufsschulen und eine Grundschule wurden evakuiert. Sie sind noch abgesperrt.
Sylvie Meis ist schon wieder Single
Eigentlich schien Moderatorin Sylvie Meis noch vor ein paar Wochen überglücklich mit dem spanischen Millionär Manuel Campos Guallar zu sein - doch nun ist die Liaison offenbar schon wieder vorbei. Auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung bestätigte Meis, sie sei Single. Zumindest beruflich läuft's für die Niederländerin aber wieder besser. Nach dem Aus bei "Let's Dance" steht die 40-Jährige jetzt wieder neben Dieter Bohlen für die Talentshow "Das Supertalent" vor der Kamera.
Mehr lesen Sie hier.
Polizei zerschlägt internationalen Drogenring
Nachdem der Zoll im Oktober 2017 am Flughafen Köln/Bonn in einer Postsendung rund 30.000 Ecstasypillen gefunden hat, ist die Polizei einem internationalen Drogenring in Argentinien und Spanien auf die Schliche gekommen. Bisher gab es sieben Festnahmen. Die Ermittler haben laut Zollfahndungsamt Essen außerdem weitere 31.000 Ecstasypillen sowie drei Kilogramm Kokain aus dem Verkehr gezogen. Dabei stießen sie auf fast 400.000 gefälschte Dollar und Euro. Auch Hunderte gefälschte Kreditkarten und Geräte zur Herstellung solcher Karten wurden beschlagnahmt.
Erdogans Minister pfeifen auf iPhone-Boykott
Als Reaktion auf die von den USA verhängten Sanktionen gegen die Türkei rief der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Landsleute vor einigen Tagen dazu auf, die Produkte des US-Unternehmens Apple zu boykottieren - doch laut einem Bericht der türkischen Zeitung "Cumhuriyet" halten sich nicht einmal seine eigenen Minister an diese Ansage. r
Bei einer Veranstaltung mit Verteidigungsminister Hulusi Akar und Innenminister Süleyman Soylu für türkische Soldaten übertrugen die beiden Minister eine Grußbotschaft des Präsidenten via Handy an die Anwesenden - und bei beiden Geräten handelte es sich offenbar um Smartphones von Apple. Erdogan selbst nutzte in der Vergangenheit ebenfalls iPhone und Co. - nun will er aber offenbar auf Produkte der Konkurrenz umschwenken.
Mann rauscht 42 Mal durch dieselbe Radarfalle
Sie kennen das vielleicht: Wenn Sie auf dem Weg zur Arbeit auch nur einmal geblitzt wurden, merken Sie sich die Stelle sofort - und fahren anschließend extra im Schneckentempo dran vorbei. Nicht so ein Mann aus Österreich. Er ist an 42 aufeinander folgenden Tagen zu schnell an demselben Blitzer vorbeigefahren, und wurde jedes einzelne Mal geblitzt.
Warum er nach dem ersten Mal nicht langsamer fuhr? "Ich wurde mit einem dieser neuen Infrarotblitzer aufgenommen, die sieht man nicht", sagte der 43-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Und weil der erste Bußgeldbescheid erst zwei Monate später eintrudelte, wusste der Mann lange nichts vom drohenden Umgemach. Nun summieren sich alle Bußgelder auf zusammen 3000 Euro.
Viel mehr Kinder als gedacht leben in Armut
Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) stellt der Bundesregierung ein vernichtendes Zeugnis aus, wenn es um das Thema Kinderarmut in Deutschland geht. Laut DKSB sind derzeit etwa 4,4 Millionen Kinder von Armut betroffen - rund 1,4 Millionen mehr als bisher angenommen. Viele Familien würden staatliche Leistungen nicht in Anspruch nehmen, weil sie mit der Bürokratie überfordert seien. Sie fallen also aus der Statistik.
Die Pläne der Großen Koalition etwa zur Erhöhung des Kinderzuschlags seien "völlig unzureichend", kritisiert der Verband. Grund für die höheren Zahlen ist demnach, dass viele Familien staatliche Leistungen nicht in Anspruch nehmen, also in den Statistiken nicht erfasst würden. Der Regierung und den Behörden wirft der DSKB vor, bewusst auf den abschreckenden Faktor Bürokratie zu setzen.
Bauernpräsident: Klöckner soll Notstand ausrufen
Wegen der anhaltenden Hitze und Dürre und der Ernteausfälle, die vielen deutschen Bauern deshalb drohen, fordert Bauernpräsident Joachim Rukwied von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Notstand auszurufen. "Das ist ein nationales Ereignis", sagte Rukwied der ARD. Denjenigen Betrieben, die Ernteeinbußen von über 30 Prozent hätten, müsse geholfen werden.
Rukwied verteidigte auch die Forderung des Bauernverbands, dass der Finanzminister 1 Milliarde Euro für die Landwirte locker macht. Laut Rukwied summieren sich die Ernteschäden allein in acht Bundesländern auf drei Milliarden Euro. Allerdings: Im Dürrejahr 2003 zahlten Bund und Länder zusammen lediglich 80 Millionen an die Bauern.
Schlagzeilen am Morgen
US-Rapper übersteht Notlandung
Ein Privatjet mit dem US-Musiker Post Malone an Bord ist auf dem Flug nach London in Schwierigkeiten geraten. Die Piloten konnten die Maschine vom Typ Gulfstream G-IV sicher landen.
Beim Start des Flugzeugs waren Berichten zufolge zwei Reifen geplatzt. Die Besatzung entschied sich daraufhin dazu, den Flug abzubrechen und zum Startflughafen zurückzukehren.
Die Landung erfolgte auf dem Flughafen Teterboro im Bundesstaat New York, wie die US-Flugaufsicht FAA mitteilte.
"Ich bin gelandet, Leute", twitterte der 23-jährige R&B-Musiker, Rapper und Produzent nach dem Zwischenfall. "Danke für Eure Gebete."
An Bord sollen sich Medienberichten zufolge insgesamt 16 Menschen befunden haben.
Mehr lesen Sie hier.
Messerangreifer von Düsseldorf weiter auf der Flucht
Nach der Veröffentlichung eines Fahndungsfotos sind bei der Polizei in Düsseldorf zahlreiche Hinweise eingegangen. Der mutmaßliche Frauenmörder Ali S. befindet sich jedoch weiter auf freiem Fuß.
"Leider haben wir bislang keinen Hinweis darauf erhalten, wo er sich aufhalten könnte", sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.
Wie viele Hinweise aus der Bevölkerung eingingen, wollte sie nicht sagen.
Nach dem 44-jährigen Kiosk-Mitarbeiter wird weiter bundesweit gefahndet. Alle der Polizei bekannten Anlaufadressen von Ali S. seien bereits aufgesucht worden, sagte die Sprecherin.
Der Mann soll am Montagmorgen in Düsseldorf eine 36-jährige Frau auf offener Straße erstochen haben. Er und sein Opfer kannten sich der Polizei zufolge. Die ledige Frau habe in der Nachbarschaft des Kiosks gewohnt, in dem der Mann gearbeitet habe. Das Motiv für die Tat ist noch unklar.
Bei Ali S. handelt es sich den Angaben der Behörden zufolge um einen anerkannten Flüchtling aus dem Iran. Er sei 2001 nach Deutschland gekommen. Auch seine acht Brüder leben hier.
Deutsche wirft Weinstein Vergewaltigung vor
Eine deutsche Schauspielerin hat in Kalifornien Klage gegen den einstigen US-Filmmogul Harvey Weinstein eingereicht. Die Klägerin, die anonym bleiben möchte, wirft Weinstein sexuelle Übergriffe vor.
Die Klägerin werde unter dem Pseudonym "Emma Loman" geführt, teilte ihr New Yorker Anwalt John G. Balestriere mit.
Laut der Klageschrift arbeitet die in Deutschland lebende Frau seit 2004 als Model, Schauspielerin und Produzentin.
Wie aus der bei einem Bezirksgericht in Kalifornien eingereichten Zivilklage hervorgeht, soll der frühere Produzent die Deutsche 2006 bei den Filmfestspielen in Cannes in seiner Hotelsuite vergewaltigt haben.
Frauenministerin radelt zur Entbindung
Neuseeland kann sich über prominenten Nachwuchs freuen: Die Spitzenpolitikerin Julie Anne Genter, die mit ihrem Fahrrad zur Entbindungsstation anreiste, hat ihr erstes Kind zur Welt gebracht.
Kind und Mutter sind wohlauf, wie die neuseeländische Frauenministerin selbst bekannt gab.
Ihr Sohn sei gesund und 4,3 Kilogramm schwer, teilte sie mit.
Die Grünen-Politikerin hatte für Aufsehen gesorgt, weil sie am Sonntag mit dem Fahrrad in die Klinik radelte, als die Wehen einsetzten. Bis zur Geburt dauerte es dann allerdings doch noch zwei Tage.
Nach Premierministerin Jacinda Ardern ist Genter die zweite Frau der neuseeländischen Regierung, die im Amt Mutter wurde.
Passagierjet landet mit brennendem Triebwerk
Ein fast voll besetztes russisches Passagierflugzeug ist am frühen Morgen mit brennendem Triebwerk auf dem Flughafen von Ufa notgelandet. Die Regionalmetropole zählt rund eine Million Einwohner und liegt am Fluss Belaja rund 1200 Kilometer östlich von Moskau.
Die Maschine vom Typ Tupolew Tu-204 der Fluggesellschaft "Red Wings" mit 202 Passagieren an Bord war kurz zuvor in der baschkirischen Hauptstadt Ufa, knapp 100 Kilometer westlich des Urals, in Richtung Sotschi abgeflogen.
Kurz nach dem Abheben meldete die Besatzung einen Schaden am linken Triebwerk. Der Pilot beschloss, mit der beschädigten Maschine zum Startflughafen zurückzukehren.
Die Notlandung sei ohne Zwischenfälle verlaufen, berichtete die Agentur Tass. Die Passagiere verließen die Maschine über die Notrutschen.
Bei der betroffenen Maschine handelt es sich um einen zweistrahligen Passagierjet, der bei Red Wings als Mittelstreckenflieger zum Einsatz kommt.
Japan lässt mehr als 170 Wale töten
Japans Walfänger haben im Nordwestpazifik mehr als 170 Meeressäuger getötet.
Bei dem jährlichen Beutezug erlegten die Jäger seit Mai wie geplant 134 Sei- und 43 Zwergwale (Balaenoptera borealis und Balaenoptera acutorostrata), wie das zuständige Fischereiministerium in Tokio bekanntgab.
Jedes Jahr machen die Japaner Jagd auf die Meeressäuger - offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken. Formal ist das durch die Gesetzeslage und internationale Abkommen zum Schutz der Wale gedeckt, trotz des seit 1986 geltenden weltweiten Walfangmoratoriums.
Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt verfolgt dabei allerdings zugleich das erklärte politische Ziel, auch die kommerzielle Jagd auf Großwale wieder zuzulassen. Das Fleisch der von der japanischen Walfangflotte getöteten Wale gelangt in den Handel.
Das wird heute wichtig
Der Sommer war groß - und neigt sich seinem Ende zu: In Berlin muss Bundesagrarministerin Julia Klöckner heute im Kabinett die große Erntebilanz vorstellen und dabei entscheiden, ob die Dürreschäden in der Landwirtschaft tatsächlich ein "nationales Ausmaß" erreicht haben. Sollte sie zu diesem Schluss kommen, wäre der Weg frei für die vom Bauernverband geforderten Staatshilfen.
Außerdem auf der Kabinettsagenda: Die Bundesregierung will einen "Digitalrat" einsetzen, um die Abläufe in Ämtern und Behörden auf einen neueren Stand zu bringen. Daneben soll es auch um die Folgen der Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes gehen.
Nach der Sitzung muss Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Ehrenhof eilen, um den Staatspräsidenten Angolas, Joao Lourenco, zu empfangen. Mit dem Besucher aus dem rohstoffreichen Land im Südwesten Afrikas wird Merkel unter anderem auch über die Rohölversorgung, Entwicklungshilfe und deutsche Investitionen sprechen.
Im Ausland bleiben die Blicke unter anderem auf die Entwicklungen in Venezula gerichtet: Das ölreichste Land der Erde rutscht immer tiefer in eine Inflations- und Wirtschaftskrise. In New York bereiten sich die Vereinten Nationen auf die Trauerfeier für Kofi Annan vor.
In Washington muss sich Donald Trump mit ernsten juristischen Verwicklungen auseinandersetzen: Sein persönlicher Anwalt Michael Cohen erklärte vor Gericht, bei der unrechtmäßigen Verwendung von Parteispenden auf Weisung Trumps gehandelt zu haben. Damit gibt es erstmals einen konkreten Beleg für einen klaren Rechtsbruch Trumps.
Der Hochsommer geht weiter
Heute geht’s oft hochsommerlich weiter. Denn die Temperaturen erreichen verbreitet um die 30 Grad und mehr. Am heißesten ist es am Oberrhein bei 33 bis 35 Grad.
Frischer bleibt es nur im höheren Bergland sowie in Richtung Nord- und Ostsee bei 24 bis 28 Grad. Gleichzeitig versorgt uns Hoch "Mike" mit viel Sonne. Meistens werden es 9 bis 14 Sonnenstunden. Erst nachmittags und abends sind vom Schwarzwald bis rüber an die Alpen einzelne Wärmegewitter möglich, die gelegentlich von Starkregen und starken bis stürmischen Böen begleitet sein können.
Die weiteren Aussichten: morgen vor allem im Süden und Osten nochmals sehr heiß mit Spitzenwerten bis 35 Grad. Danach gibt uns der Herbst einen kleinen Vorgeschmack. Am Freitag mit teils heftigen Gewittern, die uns eine erste Abkühlung auf 17 bis 25 Grad bringen. Am Wochenende werden es dann maximal noch wechselhafte 12 bis 22 Grad. Ihr Björn Alexander