Samstag, 02. Juli 2022Der Tag

Heute mit Heidi Ulrich und Johanna Ohlau
22:31 Uhr

Das war Samstag, der 2. Juli 2022

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Zeichen für Toleranz und Vielfalt - heute in London, morgen beim CSD in Köln.

(Foto: picture alliance/dpa/PA/AP)

Liebe Leserinnen und Leser,

heute habe ich persönlich sehr viele Regenbögen gesehen - nicht am Himmel, sondern bei Twitter, Instagram und den Foto-Agenturen. Der Grund ist die Pride-Parade im Herzen Londons. Einen besonders schönen habe ich für Sie in diesen Eintrag gepackt.

Die Nachrichtenlage steht mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und weiteren Meldungen aus der Welt eher etwas düster aus - hier ein paar Leseempfehlungen:

Inflation, Lieferprobleme, steigende Preise: Scholz muss alle hinter einem Ziel vereinen

Was folgt aus Gutachten? Streit um Corona-Kurs für den Herbst beginnt

Rheinisch-bayrisches Scharmützel: Lauterbach und Holetschek streiten über Masken

Aleena auf Heimweg überfallen: Londoner gedenken ermordeter junger Frau

Ronaldo bittet Manchester United um Wechsel - welche Rolle spielt FC Bayern?

Hiermit verabschiede ich mich und wünsche eine angenehme Nacht. Wir sehen uns morgen Früh schon wieder. Bis dahin!

Ihre Johanna Ohlau

22:12 Uhr

Erdbeben im Iran - mindestens fünf Tote und viele Verletzte

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Das Erdbeben ereignete sich etwa 1000 Kilometer südlich von Teheran.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei einem Erdbeben im Iran sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 90 weitere Menschen seien bei den nächtlichen Erdstößen in der südlichen Provinz Hormosgan verletzt worden, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes dem Staatsfernsehen. "Völlig zerstört" war nach Angaben der Provinzregierung das Dorf Sajeh Chost. Es lag in der Nähe des Bebenzentrums. Wie im Staatsfernsehen zu sehen war, liegen in dem Ort viele Häuser in Trümmern. Rettungswagen und andere Fahrzeuge kamen kaum durch.

21:40 Uhr

Getötete Journalistin Abu Akleh: Palästinenser übergeben Kugel an USA

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Die Journalistin arbeitete für den Sendern Al-Dschasira und besaß auch die US-Staatsbürgerschaft.

(Foto: dpa)

Im Fall der im Westjordanland getöteten Journalistin Schirin Abu Akleh übergibt die Palästinenserbehörde die Kugel an rechtsmedizinische Gutachter aus den USA. Der palästinensische Staatsanwalt Akram Al-Chatib teilt mit, die Kugel solle von den USA begutachtet und dann an die Palästinenserbehörde zurückgegeben werden. Der Behörde sei zugesichert worden, dass an der Kugel keine Änderungen vorgenommen würden. Die palästinensische Journalistin Abu Akleh war am 11. Mai erschossen worden, als sie über einen israelischen Einsatz am Rande des palästinensischen Flüchtlingslagers in Dschenin im Westjordanland berichtete.

20:51 Uhr

Filmreifer Fluchtversuch über die Dächer endet in Haft

Verfolgungsjagden mit der Polizei quer über die Dächer gibt es nur im Film? Nein, die gibt es auch in Nürnberg: So versuchte ein mit Haftbefehl gesuchter Mann der Festnahme zu entgehen. Als die Polizei anrückt und die Tür vom Schlüsseldienst öffnen lässt, nimmt der 34-Jährige reiß aus durch ein kleines Fenster aufs Dach des Mehrfamilienhauses. Danach versucht er, mit Sprüngen auf andere Dächer sich aus dem Staub zu machen. So berichtet es eine Sprecherin der Polizei Nürnberg. Doch so richtig filmreif verläuft sein Fluchtversuch nicht: Die Feuerwehr baut ein Sprungtuch auf, weil der Mann immer wieder abzurutschen droht. Die Polizei verfolgt ihn zumindest mit den Augen mithilfe einer Drehleiter der Feuerwehr. Nach etwa einer Stunde gibt der Mann auf. Unverletzt geht es dann direkt ins Gefängnis für den Möchtegern-James-Bond. Durch die Zahlung einer Geldstrafe hätte der Mann das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei übrigens verhindern können.

21:20 Uhr

Ukraine: Der Kriegstag im Überblick

Die wichtigsten Ereignisse des 128. Kriegstags im Überblick: Die Regierung in Kiew sieht einen Taktikwandel beim Kreml: Sie glaubt, dass russische Truppen inzwischen ganz gezielt Wohnviertel beschießen. Der britische Geheimdienst sieht darin ein Zeichen, dass dem Kreml-Militär moderne Marschflugkörper ausgehen. Der belarussische Machthaber Lukaschenko behauptet Raketenbeschuss aus der Ukraine. Im Osten der Ukraine versuche die russische Armee nach Angaben aus Kiew, mit Unterstützung der Artillerie verlorene Positionen zurückzuerobern, wie der ukrainische Generalstab mitteilt. Zwei weitere britische Staatsbürger sind nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass im Osten der Ukraine in russische Gefangenschaft geraten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:19 Uhr

Frau stirbt nach Hai-Angriff in Ägypten

Unweit des ägyptischen Badeorts Hurghada ist eine Österreicherin nach einem Hai-Angriff gestorben. Der Hai habe sich der 68 Jahre alten Frau beim Schwimmen genähert, berichtete der Nachrichtenkanal Al-Arabija am Samstag unter Berufung auf ägyptische Behördenkreise. Sie habe einen Schock erlitten und sei im Krankenhaus verstorben. Die russische Agentur Ria Novosti berichtete, die Frau habe bei dem Angriff einen Arm und ein Bein verloren. Das österreichische Außenministerium in Wien bestätigte den Tod einer Österreicherin. Laut Medienberichten soll die Frau mit einem Ägypter verheiratet gewesen sein und in dort gelebt haben.

Das Rote Meer ist unter anderem für Taucher ein beliebtes Reiseziel. Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Vereinzelt kam es aber auch hier zu tödlichen Attacken: 2018 verstarb ein Tourist aus Tschechien nach einem Hai-Angriff, 2015 kamen so auch ein Deutscher und 2010 eine deutsche Rentnerin ums Leben.

19:33 Uhr

"Heartstopper"-Star zeigt Anti-LGBTAIQ+-Gruppe Mittelfinger

Bunt und fröhlich geht es heute in London zu: In Großbritanniens Hauptstadt feiern Tausende Menschen 50 Jahre Pride-Parade - und mittendrin ein Teil des Casts von "Heartstopper". Die Coming-of-Age-Serie ist einer von Netflix' ganz großen Hits und besonders die queere Community hat die Geschichte um die beiden Jungen Nick und Charlie in ihr Herz geschlossen. Die Hauptdarsteller Kit Connor und Joe Locke sowie weitere Castmitglieder sind auf den Straßen dabei - leider genauso wie wenige homofeindliche Demonstranten, die den Pride-Teilnehmenden die Laune verderben wollen. Doch weit gefehlt bei der "Heartstopper"-Crew: Als "Antwort" gibt es jede Menge Handküsse, Gesänge und eben auch beide Mittelfinger vom Hauptdarsteller Joe Locke. Der 18-Jährige wird bei Twitter für seine sehr direkte Geste gefeiert. Ich jedenfalls wünsche allen in London bei der Pride-Parade genauso wie morgen bei CSD in Köln viel Spaß!

18:57 Uhr

Sigourney Weaver mimt eine Teenagerin

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Sigourney Weaver

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Mit 72 Jahren nochmal ein Teenager sein? Sigourney Weaver wird das zumindest auf der Leinwand: Die Schauspielerin spielt im zweiten Teil von "Avatar" mit - erneut müsste man sagen. Weaver mimte im ersten Teil Dr. Grace Augustine - auch wenn der Film von 2009 ist: Achtung, Spoiler! - ihre Figur stirbt jedoch. In "Avatar 2: The Way of Water" soll sie nun die jugendliche Adoptivtochter von Jake (Sam Worthington) und Neytiri (Zoe Saldana) spielen, die auf den Namen Kiri hört. "Ich war begeistert, diese Herausforderung von Jim [Anm. d. Red.: James Cameron] bekommen zu haben", erzählt Weaver in einem Interview mit "Empire". Nun ist Avatar natürlich auch ein großes Animationsspektakel. Insofern wird es wohl nicht weiter auffallen, dass Weaver nicht etwa 50 Jahre jünger ist. Dennoch hat die Schauspielerin, um sich auf ihre Rolle vorzubereiten, an Workshops mit Teenagerinnen teilgenommen.

18:21 Uhr

Kardinal Marx spricht sich für Frauen-Diakonat aus

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Spricht sich für Frauen als Diakoninnen aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist ja schon erschreckend, wie wenig die katholische Kirche von Gleichberechtigung und dem Schutz von Kindern zu halten scheint, wenn man sich den Umgang mit Frauen und den mit Opfern sexueller Gewalt in der Kirche ansieht. Und das offenbar nicht nur für mich, wie kürzlich der neue Rekord bei den Kirchenaustritten gezeigt hat - obwohl die Gründe sicherlich noch vielfältig(er) waren. Der große Wurf ist es nicht, aber immerhin: Kardinal Reinhard Marx hat sich für die Weihe von Frauen zu Diakoninnen in der Katholischen Kirche ausgesprochen. "Ich glaube, dass die Zeit reif ist, dass es für Männer und Frauen offenstehen muss und soll", sagte der Erzbischof von München und Freising im Münchner Liebfrauendom. Dort feierte er einen Gottesdienst anlässlich des 150. Geburtstags von Ellen Ammann, einer prägenden Figur der katholischen Frauenbewegung. Dazu muss man wissen: Bereits 1917 habe schwedisch-deutsche Politikerin den damaligen Erzbischof Michael Faulhaber gebeten, eine Gruppe von Frauen zu Diakoninnen zu weihen. Wegen der Pandemie wurde der 150. Geburtstag mit zweijähriger Verspätung nachgeholt.

17:45 Uhr

London: Schweigemarsch für getötete Zara Aleena

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Die Demonstrierenden bringen Zara Aleena mit einem Schweigemarsch vom Tatort zu ihrer Wohnung "dorthin, wo sie in Sicherheit hingehörte".

(Foto: picture alliance / empics)

 Vor etwa einer Woche ist in London eine junge Frau auf dem Heimweg nur wenige Minuten von ihrer Wohnung entfernt getötet worden. Der Fall erinnert viele Londoner an die Ermordung von Sarah Everard vor mehr als einem Jahr. Einige hundert sind heute wegen des gewaltsamen Todes von Zara Aleena auf die Straße gegangen und haben mit mit einem Schweigemarsch der getöteten Frau gedacht. Zugleich demonstrierten sie gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen weiße Kleidung als Zeichen des Protests, sie hielten Bilder des Opfers und Blumensträuße in den Händen.

Ein 29 Jahre alter Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, ihm werden Mord, versuchte Vergewaltigung und Raub vorgeworfen. Aleenas Tante Farah Naz betonte, die Familie wolle, dass die politische Führung handele, um Gewalt zu verhindern. "Es geht nicht darum, Straßen sicher zu machen, sondern darum, die Denkweise zu ändern", sagte Naz. Der Schweigemarsch folgte dem Heimweg, den die getötete Frau genommen hätte.

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17:28 Uhr

EU liefert ersten Affenpocken-Impfstoff an Deutschland

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Die typischen Flecken und Pusteln bei einer Affenpocken-Infektion.

(Foto: dpa)

Deutschland erhält heute die ersten Dosen des über die Europäische Union (EU) bestellten Impfstoffes gegen Affenpocken. Wie EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, wird die Lieferung über die neue EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen (HERA) ermöglicht. Mit der ersten Lieferung sollen nach Angaben aus Brüssel rund 5300 Impfdosen nach Deutschland kommen. Insgesamt hatte die EU Mitte Juni zunächst rund 110.000 Dosen der dritten Generation bei dem Unternehmen Bavarian Nordic bestellt.

Die Krankheit ist eigentlich sehr selten, aber zuletzt sind weltweit mehrere tausend Fälle nachgewiesen worden. In Deutschland hat das Robert-Koch-Institut (RKI) 1054 Infektionen registriert. Die Virus-Erkrankung überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch

17:03 Uhr

Nicht genug Hilfe - Betroffene von Flut im Ahrtal demonstrieren

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Fühlen sich mit ihren Problemen allein gelassen: Betroffene der Flutkatastrophe im Ahrtal vor einem Jahr.

(Foto: dpa)

Rund 350 Betroffene der Flutkatastrophe im Ahrtal vor einem Jahr haben bei einer Demonstration in Mainz ihren Unmut kundgetan. Dabei gehe es vor allem um oftmals stockende Auszahlungen aus dem Wiederaufbaufonds und den beschlossenen Rückbau von Fluthilfe-Zentren im Ahrtal bis Ende Juli, sagen Initiatoren. "Wir kämpfen seit einem Jahr im Ahrtal. Wir wollen mehr Beachtung und eine schnelle Auszahlung durch die ISB", erklärt eine der Initiatorinnen, Iris Münn-Buschow.

Im Rahmen der Demo wurde auch ein Kranz in Gedenken an die Todesopfer der Flut niedergelegt. Bei der verheerenden Sturzflut am 14. und 15. Juli 2021 nach extremem Regen waren im engen Ahrtal 134 Menschen getötet und mehr als 750 verletzt worden. Tausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört, ebenso Straßen, Brücken und Schienen.

16:12 Uhr

Familienausflug in den Vatikan? Elon Musk postet Foto mit Papst Franziskus

Ein Ende der Twitterpause von Elon Musk mit einem Knaller fürs Familienalbum: Der Tesla- und SpaceX-Chef ist von Papst Franziskus empfangen worden und hat ein Foto davon veröffentlicht. Auf dem Bild sind neben dem Papst und dem Multimilliardär auch vier seiner Söhne zu sehen. Musk schreibt dazu, er fühle sich geehrt, den Pontifex gestern getroffen zu haben. Vom Vatikan gibt es dazu bislang keine Mitteilung. Musk stand nicht auf der offiziellen Besuchsliste des katholischen Oberhaupts - es war also eher ein Treffen im privaten Rahmen. Italienischen Medien zufolge unterhielten sich die beiden Männer im Gästehaus Santa Marta, in dem Franziskus auch wohnt, unter anderem über Technik und wie diese den Menschen künftig helfen könne.

15:41 Uhr

Taifun wütet vor Chinas Küste: Schiff bricht in zwei Teile

Im Südchinesischen Meer ist ein Schiff mit 30 Seeleuten an Bord in den Taifun "Chaba" geraten und in zwei Teile zerbrochen. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtet, konnte die Flugrettung nach dem Unglück zunächst drei Besatzungsmitglieder von dem sinkenden Schiff rund 300 Kilometer westlich der chinesischen Sonderverwaltungsregion in Sicherheit bringen. Was mit den übrigen 27 Seeleuten ist, ist noch unklar. Bis zu zehn Meter hohe Wellen und eine Sicht von weniger als 500 Metern erschweren die Suche nach den übrigen Seeleuten.

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15:07 Uhr

Igel-Rettung endet mit Auffahrunfall und Verletzten

Ein Igel sitzt zwischen Laub auf einem Gehweg vor einem Gebüsch.

Der Igel ahnt sicherlich nicht, was seine Anwesenheit für Folgen hatte.

(Foto: Jonas Walzberg/dpa)

Gute Taten werden leider nicht immer belohnt: Auf einer Straße nahe Denkendorf bei Stuttgart wollen Autofahrer einen Igel retten - und verursachen so einen Auffahrunfall mit mehreren Verletzten. In der Nacht halten zunächst zwei Autofahrer an, nachdem sie das kleine Stacheltier auf der Fahrbahn entdeckt haben, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Zwei nachfolgende Autofahrer werden demnach noch rechtzeitig auf die stehenden Fahrzeuge aufmerksam. Ein 19 Jahre alter Autofahrer allerdings nicht: Es kommt zum Auffahrunfall. Vier Insassen in zwei Autos werden dabei leicht verletzt, drei von ihnen kommen in Kliniken. In einer Hinsicht ist die Aktion aber ein voller Erfolg: Der Igel bleibt tatsächlich unversehrt.

14:27 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine liebe Kollegin Heidi Ulrich kann noch etwas den Sonnabend genießen, denn ab hier übernehme ich. Bis zum späten Abend gibt es von mir spannende Nachrichten und Unterhaltsames aus aller Welt. Über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg informieren wir hier im Ukraine-Ticker.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

14:10 Uhr

Hessens Ministerpräsident ist neuer CDU-Landeschef

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Boris Rhein freut sich über ein sehr gutes Ergebnis beim Parteitag.

(Foto: dpa)

Hessen hat einen neuen CDU-Vorsitzenden. Ministerpräsident Boris Rhein bekommt auf einem Parteitag knapp 98 Prozent der Stimmen. Der 50-Jährige ist seit Anfang Juni Ministerpräsident. Er folgt auf den langjährigen hessischen Regierungschef und Landesvorsitzenden Volker Bouffier, der sich nach einer Krebserkrankung aus der Spitzenpolitik zurückzieht. Im Herbst 2023 sind hessische Landtagswahlen. Rhein sagt, er wolle das Bundesland widerstandsfähiger gegen Krisen machen. Mit Blick auf die Flutkatastrophe vor einem Jahr und den Krieg in der Ukraine plant er den Ausbau von Sirenenanlagen und Schutzräumen.

13:38 Uhr

Lauterbach kritisiert bayerisches FFP2-Aus

In Bayern ist im öffentlichen Nahverkehr seit heute nur noch eine medizinische Maske vorgeschrieben, es muss keine FFP2-Maske mehr sein. Bundesgesundheitsminister Lauterbach hält das für einen Fehler und twittert: "Lockern in Welle hinein wirkt unlogisch und diskreditiert den gleichzeitigen Ruf nach mehr Maßnahmen durch den Bund." In anderen Bundesländern wie Berlin und Hamburg müssen Fahrgäste weiterhin eine FFP2-Maske in Bussen und Bahnen tragen, andernorts wie in Sachsen reicht eine OP-Maske.

13:17 Uhr

Uni kriegt Lösegeld mit hohem Gewinn zurück

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, sagt man. Das kann tatsächlich auch mal von Vorteil sein, wie diese Geschichte aus den Niederlanden zeigt. Die Universität Maastricht bekommt nämlich drei Jahre nach einem schweren Hackerangriff rund eine halbe Million Euro zurück, gezahlt hatte sie den Kriminellen 200.000 Euro. Grund dafür ist neben erfolgreichen polizeilichen Ermittlungen der Kursanstieg von Bitcoins. Das Lösegeld sei in der Kryptowährung bezahlt worden, schreibt die Zeitung "de Volkskrant". Vorletztes Jahr stießen die Ermittler dann auf Bitcoins im Wert von 40.000 Euro im digitalen Geldbeutel eines Mannes in der Ukraine, der für die Hacker Geld gewaschen hatte. Die juristischen Verhandlungen über die Rückübertragung aus dem gesperrten Wallet zogen sich bis dieses Frühjahr hin. Inzwischen war der Wert auf fast eine halbe Million Euro gestiegen. Das Geld soll einem Fonds für Studenten in Not zugutekommen. Die Uni betont allerdings, dass der von den Hackern angerichtete Schaden angesichts der Kosten zur Erneuerung des IT-Systems weit größer als die Lösegeldsumme gewesen sei. Gefasst sind die Hacker bis heute nicht. Nach ihnen und dem Rest der Lösegeld-Bitcoins wird weiter gesucht.

12:43 Uhr

Berliner Senioren in Wohnung brutal überfallen

Vier Täter sollen ein Seniorenpaar in deren Berliner Wohnung überfallen und geschlagen haben. Ein 81-Jähriger rief gestern Nachmittag die Polizei zu einer Wohnanlage ins Märkische Viertel. Er sagte, eine junge Frau und ein junger Mann hätten bei ihm geklingelt, sie hätten sich nach einer kurzen Frage in die Wohnung gedrängt. Dann seien zwei weitere Personen in die Wohnung gekommen. Das Quartett habe seine 87-jährige Frau und ihn mit einem Messer bedroht, geschlagen und gefesselt. Die Täter hätten ihnen Geld gestohlen und seien damit geflüchtet. Das Paar konnte die Fesselungen demnach selbst lösen. Rettungskräfte versorgten die Senioren, sie waren beide am Kopf und an den Armen verletzt.

12:30 Uhr

"Kampf um Schlangeninsel längst nicht entschieden"

Russland verlässt die Schlangeninsel nach eigenen Angaben als "Geste des guten Willens" und soll sie anschließend wieder bombardiert haben. "Die Meldungen passen nicht zusammen", meint Dirk Emmerich. Außerdem kommentiert der ntv-Russlandexperte die Nachricht, dass jetzt anscheinend russische Soldatenangehörige ihren Unmut äußern.

12:00 Uhr

Abtreibungs-Urteil löst Proteste in Australien aus

Das Abtreibungs-Urteil in den USA empört auch Menschen am anderen Ende der Welt. In Australien etwa haben Tausende gegen die Aufhebung des bundesweiten Rechts auf Abtreibungen in den Vereinigten Staaten protestiert. Alleine 15.000 Männer und Frauen waren bei der größten australischen Demo in Melbourne. "Wir sind hier, um uns für Frauenrechte in Australien und auf der ganzen Welt einzusetzen. Millionen Frauen in den Vereinigten Staaten wurden ihre Rechte entzogen, und wir sind darüber wütend", sagt Liz Walsh, eine der Protest-Organisatorinnen.

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Hier sind Demonstrantinnen und Demonstranten in Melbourne unterwegs.

(Foto: IMAGO/AAP)

11:34 Uhr

Etliche Flüge in NRW fallen aus

Viele Reisende in Nordrhein-Westfalen brauchen starke Nerven, bevor sie in ihren ersehnten Urlaub starten können. Am Flughafen Köln/Bonn und Düsseldorf haben Airlines auch am zweiten Ferienwochenende in NRW etliche Flüge gestrichen. Außerdem kommt es teilweise zu Verspätungen und langen Wartezeiten. Vom Flughafen Köln/Bonn heißt es, es seien unter anderem Starts nach London, Palermo, Edinburgh, Nizza, München und Pisa ausgefallen. In Düsseldorf wurden Verbindungen nach Lissabon, Malaga, Barcelona und Mailand gestrichen. Ein Sprecher des Flughafens in Köln sagt dem "Kölner Stadtanzeiger", Ursache das Chaos in den letzten Wochen seien "technische Probleme, Flugplanveränderungen, Krankheitsquoten und viele andere Faktoren". Personalmangel bei Dienstleistern der Passagierabfertigung führe europaweit zu Verspätungen, erklärt ein Sprecher des Airports gegenüber der "Rheinischen Post". Im Zuge der Pandemie hatten Airlines viele Jobs abgebaut, jetzt fehlt ihnen Personal.

10:54 Uhr

William Cohn ist gestorben

Millionen Fernsehzuschauer kannten William Cohn als Ansager und Sidekick von Entertainer Jan Böhmermann. Er war bei der damaligen ZDFneo-Sendung "Neo Magazin Royale" in fast jeder Folge dabei. Im Talkformat "Roche & Böhmermann" stellte er die Gäste vor. Cohns Management bestätigt, der Schauspieler, Sänger, Autor und Sprecher sei am Donnerstag "plötzlich und unerwartet" in Basel gestorben.

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William Cohn wurde 65 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / Sport Moments/Schröer)

Sein Manager Gerd Fischer erinnert an Cohns TV-Karriere: "Seine hässlichen Pullover, seine nerdige Brille und seine pointierten Texte haben ihm als Sidekick von Jan Böhmermann (...) zum Durchbruch verholfen." Und weiter: "Sein Paradestück blieb jedoch zeit seines Künstler-Lebens die Rolle des intriganten Waffenhändlers Kaspar im Erfolgsmusical "Ludwig²". Seit der Welturaufführung im Füssener Festspielhaus 2005 verlieh er der Rolle in weit über 600 Shows Charakter, Stimme und Volumen. Nun hat er die Bühne, die ihm so viel bedeutete, für immer verlassen."

10:40 Uhr

Indigenen-Anführer in Venezuela getötet

In Venezuela ist ein Indigenen-Anführer ermordet worden, der sich gegen illegalen Bergbau und bewaffnete Guerilla-Gruppen im Amazonasgebiet einsetzte. Der 38-jährige Virgilio Trujillo Arana vom Volk der Uwottuja sei in der Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas, Puerto Ayacucho, erschossen worden, teilen Menschenrechtsorganisationen mit. Von der Organisation Odevida heißt es, zwischen 2013 und 2021 seien in Venezuela 32 Indigenen- und Umweltaktivisten getötet worden - 21 von ihnen im Auftrag von Bergbau-Vertretern und elf von bewaffneten Gruppen. Die Organisation verlangt eine Untersuchung und eine "schnelle Festnahme und Bestrafung" der Verantwortlichen.

10:10 Uhr

Joe Turkel ist tot

Er war vor allem für seine Rollen in "Shining" und "Blade Runner" bekannt. Der US-Schauspieler Joe Turkel ist am Montag im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine Familie bestätigte dem Portal "Deadline", dass er im Krankenhaus im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen sei.

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In "Shining" spielt Joe Turkel einen Barkeeper an der Seite von Jack Nicholson.

(Foto: imago images/Ronald Grant)

Turkels Schauspielkarriere hatte 1949 mit einer Nebenrolle als Ganove im Kriminalfilm "Die Brut des Satans" begonnen. Eine Nebenrolle spielte er auch in Stanley Kubricks Werken "Die Rechnung ging nicht auf" (1956) und "Wege zum Ruhm" (1957). Turkel und Kubrick verband eine jahrelange Freundschaft. In dessen Horrorklassiker "Shining" ergatterte Turkel 1980 den Part des Barkeepers Lloyd. Und in Ridley Scotts "Blade Runner" mimte er den exzentrischen Konzernchef Dr. Eldon Tyrell. Eine Hauptrolle bekam der gebürtige New Yorker zudem 1990 in "The Dark Side of the Moon". Über die Jahre hatte Turkel auch immer wieder kleine Auftritte in Fernsehserien, wie "Bonanza", "Miama Vice" und zuletzt 1998 in "Das Leben und ich".

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08:48 Uhr

Google löscht Daten nach Besuch in Abtreibungsklinik

Wer in den USA eine Abtreibungsklinik oder ein Frauenhaus besucht, soll mit Blick auf den Standort keine Datenspur mehr hinterlassen. Auch Google reagiert auf das Abtreibungsurteil des Obersten Gerichtshofs, das ein landesweites Recht auf Schwangerschaftsabbrüche gekippt hatte. "Wenn unsere Systeme feststellen, dass jemand einen dieser Orte besucht hat, werden wir diese Einträge kurz nach dem Besuch aus dem Standortverlauf löschen", kündigt die Google-Managerin Jen Fitzpatrick an. Die Änderung trete in den kommenden Wochen in Kraft. Andere Orte, von denen Google künftig keine Standortdaten von Smartphones mehr speichern will, sind Kinderwunschkliniken, Suchtkliniken und Kliniken zur Gewichtsabnahme.

Aktivisten und Politiker hatten Google und andere Technologiekonzerne nach dem Urteil aufgefordert, den Standortverlauf und andere sensible Nutzerdaten nicht mehr zu speichern, damit sie von den Behörden nicht für Ermittlungen zu Schwangerschaftsabbrüchen genutzt werden können.

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09:53 Uhr

Kommunen wollen Gratis-Tests bis Herbst zurück

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine baldige Wiederaufnahme der kostenlosen Corona-Bürgertests. "Wir gehen davon aus, dass spätestens im Herbst, wenn die nächste große Corona-Welle droht, es wieder flächendeckend unentgeltliche Tests geben muss", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die kostenlosen Schnelltests seien ein wichtiger Baustein für die Pandemie-Bekämpfung. Seit Donnerstag gibt es kostenlose Tests nur noch für Risikogruppen und andere Ausnahmefälle, alle anderen zahlen drei Euro pro Test.

09:26 Uhr

Jerry Hall will sich von Rupert Murdoch scheiden lassen

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Die Beziehung der beiden hat nicht gehalten.

(Foto: REUTERS)

Die Gerüchte über ein Ehe-Aus erweisen sich als richtig: Jerry Hall hat nach sechs Jahren Ehe die Scheidung von Medienmogul Rupert Murdoch eingereicht. Als Grund habe sie unüberwindbare Differenzen angegeben, berichtet das "People"-Magazin, dem entsprechende Dokumente eines kalifornischen Gerichts vorliegen. Demnach fordert die 66-Jährige von dem 91-Jährigen Unterhalt und die Übernahme der Anwaltskosten. Für Murdoch wäre es die vierte Scheidung. Schauspielerin und Ex-Model Hall war offiziell nicht verheiratet. Allerdings war sie 22 Jahre mit The-Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger liiert, die beiden hatten sich in einer Hindu-Zeremonie auf Bali das Ja-Wort gegeben, ohne sich rechtlich zu binden.

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08:25 Uhr

New York plant Abtreibungs-Referendum

Der US-Bundesstaat New York will das Recht auf Abtreibungen in seiner Verfassung verankern. Der Senat des von den Demokraten regierten Bundesstaates stimmt für einen Verfassungszusatz, der ein Recht auf Schwangerschaftsabbrüche und einen Zugang zu Verhütungsmitteln festschreibt. Nun muss noch das Repräsentantenhaus von New York für den Text stimmen, bevor er den Wählern in einem Referendum vorgelegt wird.

New York reagiert damit auf die kürzlich erfolgte Aufhebung eines seit fast 50 Jahren geltenden Grundsatzurteils, das ein landesweites Recht auf Schwangerschaftsabbrüche verankert hatte. Durch die Entscheidung des Supreme Court können die einzelnen Bundesstaaten Abtreibungen jetzt weitgehend oder sogar komplett verbieten. Einige konservativ regierte Bundesstaaten haben das bereits getan. Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) sagt, inzwischen gebe es in rund einem Dutzend Bundesstaaten keinen oder fast keinen Zugang mehr zu Abtreibungen.

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08:03 Uhr

DIW-Chef Fratzscher fordert höhere Löhne

Wegen der stark gestiegenen Verbraucherpreise wollen sich ab übermorgen Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaften im Kanzleramt zusammensetzen. Vor dem Startschuss für diese Konzertierte Aktion fordern Ökonomen und Politiker höhere Löhne. "Nur höhere Löhne und Sozialleistungen können nachhaltig den Schaden für Menschen mit mittleren und geringen Einkommen kompensieren", sagt etwa der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher. Auch SPD-Chefin Saskia Esken fordert "signifikant" höhere Löhne, insbesondere im Niedriglohnsektor. Gegenüber der Funke Mediengruppe warnt sie davor, sich bei der Konzertierten Aktion auf Einmalzahlungen an die Beschäftigten zu beschränken.

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07:41 Uhr

Tausende Spanier protestieren nach Tod von Migranten

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Protest auf dem Callao-Platz in Madrid.

(Foto: dpa)

Eine Woche nach dem Tod von 23 Migranten bei einem Massenansturm auf die spanische Exklave Melilla hat es in Spanien und Marokko Proteste gegeben. In Spanien versammelten sich am Freitag Tausende Demonstranten in Städten wie Madrid, Barcelona, Málaga, Vigo und San Sebastián und in Melilla selbst, um gegen die spanische Migrationspolitik und die "Militarisierung der Grenzen" zu protestieren. In Marokko versammelten sich einige Dutzend Menschen vor dem Parlament in Rabat.

Der Tod der Migranten bei einem Massenansturm auf den Grenzzaun von Melilla hatte international für Empörung gesorgt. Rund 2000 Migranten vor allem aus südafrikanischen Ländern hatten am Freitag vergangener Woche versucht, über die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave zu gelangen. Dabei kamen mindestens 23 Migranten zu Tode.

07:22 Uhr

Polizei soll über 90 Mal auf Afroamerikaner geschossen haben

Der gewaltsame Tod eines Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz hat im US-Bundesstaat Ohio Proteste gegen Polizeigewalt ausgelöst. Zahlreiche Demonstranten versammelten sich vor dem Rathaus und der Polizeistation der Stadt Akron. Mehrere Medien berichten, acht Polizisten hätten mehr als 90 Mal auf den 25-jährigen Jayland Walker geschossen, mehr als 60 Mal sei er getroffen worden. Dies zeige der Autopsiebericht, sagt ein Anwalt von Walkers Familie der "Washington Post".

Am Montag hatten Polizisten versucht, den 25-Jährigen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit anzuhalten. Dieser lieferte sich daraufhin eine Verfolgungsjagd per Auto mit der Polizei. Anschließend flüchtete er zu Fuß weiter und wurde dabei von der Polizei erschossen. Die Polizei sagt, Walker habe während der Verfolgungsfahrt auf die Beamten geschossen. Die in den Fall verwickelten Polizisten wurden für die Dauer der Ermittlungen vom Dienst suspendiert.

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06:53 Uhr

Oscar Pistorius trifft Eltern seiner ermordeten Freundin

Der inhaftierte frühere Paralympics-Star Oscar Pistorius hat neun Jahre nach dem Mord an seiner Freundin deren Eltern getroffen. Das Treffen mit den Eltern von Reeva Steenkamp sei Teil seiner Rehabilitation, erklären die südafrikanischen Strafvollzugsbehörden. Ziel des "Opfer-Täter-Dialogs" sei es, dass die Insassen "den Schaden anerkennen, den sie ihren Opfern und der Gesellschaft generell zugefügt haben". Pistorius hatte am Valentinstag 2013 seine Freundin durch die geschlossene Toilettentür in seinem Haus in Pretoria erschossen. Er beteuerte stets, die 29-Jährige für einen Einbrecher gehalten und in Panik gehandelt zu haben. 2015 wurde er des Mordes schuldig gesprochen. Da er inzwischen die Hälfte seiner 13-jährigen Haftstrafe abgesessen hat, könnte diese nun in eine Bewährungsstrafe umgewandelt werden.

06:38 Uhr

Beben erschüttern Iran – mindestens fünf Tote

Im Süden des Iran hat in der Nacht die Erde gebebt. Mindestens fünf Menschen seien ums Leben gekommen, berichten staatliche Medien. Mehr als 40 weitere Menschen in der Provinz Hormosgan seien verletzt worden. Die US-Erdbebenwarte USGS schreibt, das Beben habe die Stärke 6,0 gehabt. Demnach ereignete sich das Beben rund 100 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Bandar Abbas, in einer Tiefe von zehn Kilometern. Nur eine Minute vor diesem Beben habe sich in der Gegend ein Beben der Stärke 5,7 ereignet.

06:23 Uhr

Staatssekretär rät Firmen zu Notstromaggregaten

Wegen des Krieges und der Energiekrise werden Generatoren immer mehr zum Thema. Die "Bild"-Zeitung schreibt, die Bundesregierung empfehle Unternehmen, Notstromaggregate anzuschaffen, um einer weiteren Zuspitzung der Gas-Knappheit vorzubeugen. Die Zeitung beruft sich auf eine Antwort von Wirtschaftsstaatssekretär Patrick Graichen von den Grünen an den CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger. Mit den Generatoren sollten mögliche Stromausfälle aufgefangen werden. Vor allem für Betreiber kritischer Infrastruktur sei die Ausstattung mit Notstromaggregaten empfehlenswert, schreibt Graichen demnach. Im Krisenfall gebe es keine Abschaltreihenfolge. "Im Falle einer Mangellage bei Gas oder Strom übernimmt die Bundesnetzagentur (...) die Funktion des Bundeslastverteilers. Ihr obliegt dann in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern die Verteilung von Gas oder Strom." Er empfehle, dass die Notstromaggregate eine Überbrückungszeit von 72 Stunden haben sollen.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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