Samstag, 03. April 2021Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:46 Uhr

Das war Samstag, der 3. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Ausklang eines erfreulich ruhigen Ostersamstags habe ich noch eine Kleinstmeldung für Sie, die etwas Versöhnliches hat. So führte das folgende Ereignis immerhin dazu, dass ein Rentner mal wieder bei seiner Enkelin anrief. Und das kam laut einem Polizeibericht so:

Weil ein Bankmitarbeiter in Mannheim extrem genau zugehört hat, konnte er verhindern, dass einem 89-Jährigen finanzieller Schaden durch einen miesen Enkeltrick entstand. So wollte der Rentner am Gründonnerstag in der Bank mehrere Tausend Euro abheben und gab an, dass seine Enkelin in einem Verkehrsunfall verwickelt sei und das Bargeld nun für die Schadensabwicklung bräuchte. Der Bankmitarbeiter wurde misstrauisch, verweigerte die Auszahlung und verständigte die Polizei. Eine Nachfrage bei der tatsächlichen Enkelin bestätigte den Verdacht, dass der Rentner offenbar von Unbekannten betrogen wurde.

Natürlich ist uns allen zu wünschen, dass wir unseren Liebsten auch ohne Hiobsbotschaft frohe Ostergrüße ausrichten können. Reisen sind ja leider nach wie vor unerwünscht und die Deutschen scheinen sich im Großen und Ganzen daran gehalten zu haben. Also ist der Griff zum Telefon das Maß aller Dinge. Und das waren heute weitere wichtige Meldungen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Morgen ist ein neuer Tag.

22:24 Uhr

Berichte: Drohne tötet Fünfjährigen in der Ukraine

Im Konfliktgebiet Ostukraine sind erneut Menschen getötet und verletzt worden. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden bei der Ortschaft Olexandriwske im Donezker Separatistengebiet ein fünfjähriger Junge getötet und seine 66-jährige Großmutter schwer verletzt. Mit einer Drohne sei ein Sprengsatz in den Hof des Einfamilienhauses geworfen worden, hieß es. Unabhängige Bestätigungen lagen dafür zunächst nicht vor.

  • Am Vortag war im Luhansker Separatistengebiet ein Kämpfer getötet worden.
  • Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze werden seit knapp sieben Jahren von prorussischen Aufständischen kontrolliert.
  • UN-Schätzungen zufolge wurden infolge der Kämpfe seitdem mindestens 13.000 Menschen getötet.
21:48 Uhr

Tödliche Rettungsaktion: Drei junge Männer ertrinken in Fluss

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Das Unglück ereignete sich in dem Fluss Ostravice im Osten Tschechiens.

(Foto: imago images/Konrad Zelazowski)

Drei junge Männer sind in Tschechien in einem Fluss ertrunken. Ein zuletzt noch vermisster Mann wurde am Samstag von Tauchern tot geborgen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Zu dem Unglück kam es am späten Freitagnachmittag, als einer der Männer in dem Fluss Ostravice im Osten des Landes baden ging. Der 24-Jährige wurde von der Strömung fortgerissen. Seine beiden 21 Jahre alten Freunde sprangen hinterher, um ihm zu helfen, ertranken dabei aber ebenfalls. Nach Medienberichten fehlte an der gefährlichen Stelle an einem Wehr eine Rettungsleine, die offenbar gestohlen worden war. Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Hergang aufgenommen.

21:29 Uhr

Nordirland-Krawalle machen London nervös

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"Sofort aufhören": Simon Walls ist für die nordirische Polizei zuständig.

(Foto: picture alliance / empics)

Nach Krawallen bei einer Demonstration in der nordirischen Hauptstadt Belfast hat der zuständige britische Minister Simon Walls zur Ruhe aufgerufen. "Ich rufe all diejenigen, die beteiligt sind, auf, sofort mit diesem bedauernswerten Verhalten aufzuhören", erklärte Walls, der für die nordirische Polizei zuständig ist. Die Menschen in Nordirland wollten "nicht in die Vergangenheit zurückfallen". Der britische Nordirland-Minister Brandon Lewis verurteilte die Gewalt als "vollkommen inakzeptabel".

  • Am Freitagabend war eine Demonstration im Belfaster Viertel Sandy Row eskaliert, in dem Anhänger der pro-britischen Unionisten das Sagen haben.
  • Acht Polizisten wurden durch Würfe mit Gullydeckeln, Ziegelsteinen und Brandsätzen verletzt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.
  • Örtlichen Medien zufolge hatten sich bis zu 200 Menschen an den Protesten beteiligt.
21:10 Uhr

Ägypten schaut Mumien-Parade zu

In einer bisher nie dagewesenen Aktion sind am Samstag 22 Mumien in einer feierlichen Prozession quer durch Kairo zu ihrem neuen Ausstellungsort gebracht worden. Die Überreste von Königinnen und Königen aus dem antiken Ägypten wurden dabei von eigens im Stil der damaligen Zeit dekorierten Wagen transportiert, auf denen jeweils der Name der oder des Verstorbenen zu lesen war. Zum Schutz der Mumien waren die Wagen besonders stoßgedämpft.

  • Die "Goldene Parade der Pharaonen" wurde live im Fernsehen übertragen. "Mit großem Stolz freue ich mich darauf, die Könige und Königinnen Ägyptens nach ihrer Reise willkommen zu heißen", schrieb Staatschef Abdel Fattah al-Sisi auf Twitter zu der rund 40-minütigen Prozession. "Dieses grandiose Spektakel ist ein weiterer Beweis der Größe einer einzigartigen Zivilisation, die in die Tiefen der Geschichte reicht", fügte der Präsident hinzu.
  • Zum Schutz der kostbaren Mumien von 18 altägyptischen Königen und vier Königinnen war entlang der sieben Kilometer langen Strecke ein großes Sicherheitsaufgebot im Einsatz.
  • Der Tahrir-Platz, von dem die Prozession startete, sowie einige andere Streckenabschnitte waren für Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt.

20:41 Uhr

Unfallzeugen gesucht: Betrunkener laviert sich quer durch Bayern

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

Nach der Blutentnahme durfte der Chaos-Fahrer gehen, nun sucht die Polizei nach seinen Unfällen.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration)

Während die Polizei meist zuerst einen Unfall feststellt und dann den Verursacher sucht, ist es in diesem Fall umgekehrt: Ein betrunkener Mann ist mit seinem Geländewagen offenbar quer durch Bayern gefahren. Der 31-Jährige wurde nach Angaben der Polizei am frühen Morgen in Aschaffenburg gestoppt. Sein Auto sei links vorne nur noch auf der Felge gefahren und habe mehrere frische Unfallschäden gehabt, hieß es. Der Mann habe gegenüber den Beamten angegeben, in München gestartet zu sein. Je nach Fahrtstrecke sind dies ungefähr zwischen 350 und knapp 400 Kilometer.

  • Ein Arzt nahm dem 31-Jährigen Blut ab, um den genauen Alkoholwert zu bestimmen. Ein Polizeisprecher bezeichnete seinen Zustand als "deutlichst alkoholisiert". Der Geländewagen wurde abgeschleppt.
  • Nach der Blutabnahme durfte der Mann gehen - was aus ihm wurde, blieb erst einmal unklar.
  • Da die Beamten nicht wissen, wo der Betrunkene überall Unfälle gebaut hatte, suchen sie nun Zeugen.
20:10 Uhr

Nach Mandatsentzug: Pro-kurdischer Politiker in Ankara verhaftet

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Gergerlioglu ist bei einer Kundgebung am 22. März in Ankara noch hoffnungsvoll: Nun wurde er verhaftet.

(Foto: picture alliance / abaca)

Gut zwei Wochen nach dem Entzug seines Abgeordnetenmandats hat die türkische Justiz den prokurdischen Politiker Ömer Faruk Gergerlioglu inhaftiert. Er kam in das Sincan-Hochsicherheitsgefängnis in der Hauptstadt Ankara, wie sein Anwalt sagte. Gergerlioglu ist Politiker der Oppositionspartei HDP und in der Türkei bekannt für seinen Einsatz für Menschenrechte. Ihm war vor zwei Wochen sein Mandat als Abgeordneter aufgrund eines rechtskräftigen Urteils wegen Terrorpropaganda entzogen worden. Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft der HDP vor, der verlängerte Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu sein. Die HDP weist das strikt zurück.

19:39 Uhr

Weltberühmte Giraffe eingeschläfert

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Giraffendame April 2018.

(Foto: AP)

Veterinäre im US-Bundesstaat New York haben die berühmte Giraffendame April eingeschläfert. "Wir trauern mit ihren vielen Fans in nah und fern", teilte der Privatzoo Animal Adventure Park in der Kleinstadt Harpursville mit, der zuletzt Aprils Zuhause war. "Die Abdrucke ihrer Hufen in ihrem Gehege werden verwischen, aber die Spuren, die sie in den Herzen der Menschen hinterlassen hat, bleiben."

  • Im Frühling 2017 hatte der Zoo Livebilder von Aprils Schwangerschaft auf YouTube übertragen und das Tier so zu einer Internet-Sensation gemacht. Mehr als eine Million Zuschauer auf der ganzen Welt verfolgten mithilfe der "Giraffe Cam" die Geburt des 1,75 Meter großen und 59 Kilogramm schweren Kalbs Tajiri.
  • April habe weltweit für Aufsehen gesorgt und den Tierschutz entscheidend vorangebracht, schrieben die Betreiber des Zoos in ihrer Mitteilung.
  • Die Giraffe wurde demnach 20 Jahre alt und hätte noch bis zu fünf Jahre vor sich gehabt. Doch eine Gelenkerkrankung machte den Tierärzten zufolge das Einschläfern erforderlich. Alle Behandlungsversuche mit Entzündungshemmern und Schmerzmitteln seien fehlgeschlagen.

19:13 Uhr

Drei Flüchtlingsboote in Seenot: "Italien und Malta reagieren nicht auf Hilferufe"

Auf drei im Mittelmeer treibenden Flüchtlingsbooten befinden sich nach Angaben von Aktivisten rund 270 Menschen in Lebensgefahr. Vorbeifahrende Handelsschiffe hätten die Hilfe verweigert, erklärte die Organisation Alarm Phone, die Anrufe von Flüchtlingen in Seenot entgegennimmt. Die Situation der Migranten sei lebensbedrohlich. "Sie wurden alle vor vielen Stunden auf See aufgegeben und drohen zu ertrinken." Zumindest in eines der Boote dringe nach Angaben von Insassen bereits Wasser ein, schrieb Alarm Phone in Internet-Netzwerken. "Wir wollen keine neue Ostertragödie." Der Organisation zufolge verweigerten sowohl Malta als auch Italien, in deren Nähe sich die Boote befänden, direkte Hilfe und auch die Koordinierung von Hilfsaktionen.

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Eine undatierte Aufnahme der Organisation SOS Mediterranée.

(Foto: picture alliance/dpa/SOS Mediterranee)

18:36 Uhr

Einzige Frau im Dax: Merck-Chefin gegen Frauenquote

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Auch gegen positive Diskriminierung: Die künftige Chefin des Pharma-Konzerns Merck.

(Foto: picture alliance / Merck/dpa)

Die designierte Vorstandschefin des Chemie- und Pharmakonzerns Merck, Belén Garijo, hält nicht viel von gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquoten in der Wirtschaft. "Ich bin gegen jede Art von Diskriminierung, und das schließt positive Diskriminierung mit ein", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die 60 Jahre alte Spanierin, die Medizin studiert hat und seit 2011 für Merck arbeitet, wird vom 1. Mai an die erste Frau sein, die allein an der Spitze eines Dax-Unternehmens steht. "Ich glaube nicht, dass ich etwas getan habe, um eine Übermacht von deutschen Männern zu brechen", sagte Garijo dem Blatt. "Was ich mein ganzes Leben lang getan habe, war, hart zu arbeiten und Gelegenheiten zu nutzen, wenn sie sich geboten haben."

  • Gleichwohl wolle sie sich dafür einsetzen, dass mehr Frauen als bisher in Führungspositionen gelangten. "Der Anteil liegt bei Merck bei rund 35 Prozent. Das ist mehr als in vielen anderen Unternehmen, aber wir sind damit noch nicht am Ziel."
  • Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sei für sie "nur eine Art Eisbrecher".
  • Es gehe darum, noch viel mehr unterschiedliche Menschen in verantwortliche Positionen zu bringen, weil davon das Unternehmen profitiere.
18:00 Uhr

Gabelstapler überfährt Praktikanten

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(Foto: imago images/Westend61)

Ein 16-Jähriger hat seine Fahrt auf den Ladezinken eines Gabelstaplers mit dem Leben bezahlt. Der Jugendliche wurde am Freitagabend in Raesfeld im Kreis Borken von dem Fahrzeug überrollt und zog sich tödliche Verletzungen zu, wie die Polizei mitteilte. Er hatte vorne auf der Gabel gesessen und war beim Abbiegen vor das Gefährt gestürzt. Am Steuer saß demnach ein anderer Jugendlicher, 17 Jahre alt. Beide Jugendlichen seien bei der Firma, der der Gabelstapler gehört, als Praktikanten beschäftigt gewesen, hatte ein Sprecher der Polizei in der Nacht gesagt. Der Unfall habe sich an einer Straßenecke in einem Industriegebiet ereignet, sagte eine Sprecherin der Polizei. Wie die Jugendlichen an den Gabelstapler gelangten und warum sie damit auf der Straße fuhren, war zunächst nicht bekannt. Unklar war auch, ob die Jugendlichen zum Zeitpunkt des Unfalls arbeiteten.

18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Abend

17:31 Uhr

Justin Bieber betet mit Strafgefangenen

Ein kleines Erweckungserlebnis zu Ostern muss schon sein: Justin Bieber hat sich in ein US-Gefängnis begeben, um mit geläuterten Insassen über Gott zu sprechen. Das berichtet das US-Promi-Portal "TMZ" und veröffentlichte Bilder, die Bieber inmitten der Insassen im California State Prison zeigen. Auf einem sitzt er mit ihnen im Stuhlkreis auf dem Gefängnishof, auf einem zweiten mit zum Gebet gefalteten Händen im Inneren der Einrichtung. Mit dabei hatte der religiöse Popstar laut US-Medienberichten seinen eigenen Pastor und auch seine Frau Hailey. Bieber habe laut des Berichts vor allem mit denjenigen Insassen gesprochen, die Teil gefängnisinterner Seminare sind. Laut "Billboard" habe der Superstar den Besuch als "eine lebensverändernde Erfahrung" bezeichnet, die er "nie wieder vergessen wird. Es war solch eine Ehre, mir ihre Geschichten anhören zu dürfen und zu sehen, wie stark ihr Glaube ist".

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17:01 Uhr

Zugunglück in Taiwan: Baustellenleiter unter Verdacht

Für das schwerste Zugunglück in Taiwan seit mehr als 70 Jahren macht die Staatsanwaltschaft nach Angaben den Chef einer Baustelle neben der Bahnstrecke verantwortlich. Zu dem Unfall mit mindestens 50 Toten und 178 Verletzten kam es am Freitag, als ein Lastwagen auf die Bahntrasse stürzte und einen Schnellzug zum Entgleisen brachte. Der Manager soll den Lkw auf der Baustelle an einem Berghang oberhalb der Bahnstrecke abgestellt und nicht die Handbremse angezogen haben.

  • Ein Gericht in der Kreisstadt Hualien nahe der Unfallstelle folgte zwar nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, den Manager in Untersuchungshaft zu nehmen. Es ließ ihn jedoch nur gegen eine Kaution von umgerechnet 15.000 Euro auf freien Fuß und ordnete an, dass der Mann die Stadt nicht verlassen darf.
  • Am Unfallort setzten Einsatzkräfte die Bergungsarbeiten fort. Der entgleiste Zug steckte teilweise in einem Tunnel, was die Arbeiten erschwerte.
  • Unter den Toten waren nach Behördenangaben neben Einheimischen auch Bürger aus Frankreich und den USA.

16:32 Uhr

Kreuzberger Wohnung als Spielhöhle: Polizei sprengt Pokerrunde

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Beim illegalen Pokerspiel haben in Berlin-Kreuzberg in der Nacht auf Karsamstag 13 Männer gegen die Corona-Regeln verstoßen. In derselben Wohnung in der Kochstraße hatten bereits Anfang März 19 Menschen am illegalen Glücksspiel teilgenommen, wie die Polizei mitteilte. Einsatzkräfte seien diesmal einem anonymen Hinweis gefolgt und hätten die Männer im Alter von 27 bis 67 Jahren ohne Abstand und ohne Mund-Nasen-Schutz an einem Pokertisch angetroffen. Ein Sprecher der Polizei sagte, dass mehrere 10.000 Euro beschlagnahmt worden seien.

  • Den Angaben zufolge waren die Fensterscheiben der Wohnung von innen abgeklebt.
  • Mit einem Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft hätten Polizisten neben dem Geld auch den Pokertisch, Pokerkoffer und zwei Glücksspielautomaten beschlagnahmt.
  • Auch die Wohnung sei beschlagnahmt worden, weil der Inhaber nicht vor Ort gewesen sei.
16:00 Uhr

Stau am Suezkanal aufgelöst

Nach der Bergung des im Suez-Kanal havarierten Containerriesen "Ever Given" hat sich der Rückstau an einer der wichtigsten Wasserstraßen der Welt komplett aufgelöst. Dies teilte die ägyptische Kanalbehörde (SCA) mit. "Alle seit der Strandung des Containerschiffs 'Ever Given' wartenden Schiffe haben den Kanal durchquert", hieß es in einer Erklärung. Durch den im Suez-Kanal auf Grund gelaufenen Containerriesen hingen dort mehr als 400 Schiffe fest.

  • Die "Ever Given" war am Dienstag vergangener Woche während eines Sandsturms auf Grund gelaufen. Das 400 Meter lange und mehr als 220.000 Tonnen schwere Schiff steckte danach quer in dem engen Kanal fest und blockierte den Wasserweg zwischen Rotem Meer und Mittelmeer.
  • Erst am Montag dieser Woche gelang es den an der Rettungsaktion beteiligten Schleppern, den Frachter freizulegen. Stunden später wurde auch der Suez-Kanal wieder für den Schiffsverkehr freigegeben.
  • Vor dem Wasserweg stauten sich zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits mehr als 400 Schiffe.

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15:31 Uhr

Wirbel in Italien: Lega stoppt Gesetz gegen Homophobie

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Findet das Gesetz überflüssig: Lega-Chef Salvini.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

In Italien streiten Politiker und Prominente über den Stopp eines Gesetzentwurfs gegen Homo- und Transphobie. Dieser sieht unter anderem Freiheits- und hohe Geldstrafen für Diskriminierung gegen das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung vor. Im Justizausschuss des Senats, der kleineren der beiden Parlamentskammern, hätte Anfang dieser Woche geplant werden sollen, wann über das Gesetz diskutiert wird. Der Ausschuss, dem ein Politiker der rechten Lega vorsitzt, sagte die Planungsrunde jedoch ab und blockierte zunächst die Initiative. In der größeren Abgeordnetenkammer wurde der Entwurf bereits im November 2020 angenommen.

  • Der Stopp sorgte für großen Wirbel unter Italiens Politikern und Prominenten. "Es braucht das Gesetz, das in einem zivilisierten Land vielleicht gar nicht notwendig wäre, hier aber schon", sagte der Sänger und Gewinner des bekannten Sanremo-Festivals von 2019, Mahmood, im Interview der Zeitung "La Repubblica".
  • Auch Musiker Fedez sprach via Instagram (rund zwölf Millionen Follower) darüber und sagte, das Gesetz habe Priorität und "schützt die Freiheit unserer Kinder".
  • Aus dem rechten Parteien-Lager hieß es, dass bereits bestraft werde, wer sich diskriminierend Homo- und Transsexuellen gegenüber verhalte. Das sagte Lega-Chef Matteo Salvini in einem Zeitungsinterview. Ein weiteres Gesetz sei deshalb nicht notwendig.
14:59 Uhr

Deutsche beim Wandern auf Mallorca verunglückt

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(Foto: picture alliance / Norbert Hohn)

Eine deutsche Frau ist nach einem Bericht der "Mallorca Zeitung" bei einer Wanderung in den Bergen der Balearen-Insel fünf Meter tief einen Abhang hinuntergestürzt. Die 65-Jährige sei am Freitag beim Ort Betlem im Norden der Insel unterwegs gewesen. Sie wurde nach dem Unfall mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Palma gebracht. Über die Ursache und den Zustand der Frau sei zunächst nichts bekannt geworden, berichtete die Zeitung weiter.

14:32 Uhr

Athen: Türkisches Kriegsschiff eskortiert Migranten in EU

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Türkische Streitkräfte greifen Flüchtlinge in Seenot auf.

(Foto: picture alliance/dpa/Turkish Military/AP)

Migranten, die von türkischen Kriegsschiffen beim Übersetzen in die EU begleitet werden, sind nach Ansicht Griechenlands keine Flüchtlinge. "Die Genfer Flüchtlingskonvention betrifft Menschen, die vor Gefahren fliehen. Nicht Menschen, die von einem Nachbarstaat bei der Überfahrt unterstützt werden", sagte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis dem griechischen Nachrichtensender Skai. In der östlichen Ägäis hatten nach griechischen Angaben am Freitag türkische Patrouillenboote versucht, Schlauchboote mit rund 300 Migranten in griechische Gewässer zu lotsen. Das Unternehmen koordinierte nach Darstellung Athens ein Schiff der türkischen Kriegsmarine. Auch Drohnen seien eingesetzt worden. Die griechische Wasserpolizei verhinderte nach eigenen Angaben, dass die Boote in griechische Gewässer gelangten, woraufhin die türkische Küstenwache die Migranten schließlich aufgenommen und zurück zur türkischen Küste gebracht habe.

  • In Athen wird vermutet, dass die Aktion mit einer für Dienstag geplanten Reise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel in die Türkei zusammenhänge.
  • Präsident Recep Tayyip Erdogan wolle demonstrieren, was geschehen könnte, wenn die EU nicht türkischen Forderungen nachkomme, sagten politische Kommentatoren in Athen.
  • 2015 gelangten Hunderttausende Migranten aus der Türkei nach Griechenland. Die große Mehrheit von ihnen zog nach Mitteleuropa weiter.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Johanna Ohlau freut sich, dass sie den Feierabend heute in Hamburg bei schönem Sonnenschein genießen kann. Ab sofort und bis in den späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Barbara Mauersberg, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Nachrichtengeschehen: Vorschläge, Kritik, Reflexionen gerne an mich direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:57 Uhr

Streit eskaliert - SUV-Fahrer überrollen Fußgänger

Ein Fußgänger ist im Frankfurter Bahnhofsviertel lebensgefährlich verletzt worden, und zwar nicht etwa bei einem Unfall: Nach einem Streit haben zwei junge Männer den 52-Jährigen einfach mit ihren Geländewagen überrollt. Gegen die beiden 20 und 21 Jahre alten Männer werde nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt, teilte die Polizei mit. Der Passant sei am frühen Morgen mit den beiden Männern in Streit geraten und habe angefangen, sie mit seinem Handy zu filmen. Einer der beiden Fahrer fuhr den Fußgänger an. Als die beiden jungen Männer aus Bayern anschließend mit ihren Fahrzeugen das Weite suchten, überfuhren sie den am Boden liegenden 52-Jährigen. Der 20-Jährige sei kurz darauf festgenommen worden. Der andere Autofahrer stellte sich.

13:50 Uhr

"Querdenker" in Stuttgart - ohne Abstand und Masken

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Pfeifen offenbar auf Auflagen wie die Maskenpflicht - Teilnehmer der Demos heute in Stuttgart.

(Foto: picture alliance/dpa)

Einige Hundert Demo-Teilnehmer sind nach Polizeiangaben bereits in Stuttgart eingetroffen, aber die meisten Menschen werden zur Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung am Nachmittag (16 Uhr) auf dem Cannstatter Wasen erwartet. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, was Erfahrungen von vergangenen Anti-Corona-Demos zeigen: Die Auflagen für Versammlungen wie Abstandsregel und Maskenpflicht werden laut Polizei größtenteils nicht eingehalten. "Wir weisen die Teilnehmer auf die Einhaltung hin", twitterte die Stuttgarter Polizei. Polizeihubschrauber seien zur Dokumentation über dem Stadtgebiet im Einsatz. In einem weiteren Tweet der Polizei hieß es: "Masken- und Abstandsverstöße werden von uns beweissicher dokumentiert." Die Stadt Stuttgart hat im Falle von Verstößen gegen die Maskenpflicht und die vorgeschriebenen Abstände angekündigt, Versammlungen aufzulösen.

Die "Querdenken"-Bewegung und ihre Mitstreiter sprechen sich gegen die Corona-Maßnahmen aus. Die Bewegung wird vom Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet. Zuletzt hatte am 20. März eine Demonstration in Kassel mit mehr als 20.000 Menschen für Schlagzeilen gesorgt - erlaubt waren nur 6000. Es kam zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen.

13:26 Uhr

Mit bloßen Händen - "Daredevil" erklimmt Wolkenkratzer

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Der "Daredevil" George King ist nicht der erste, der ohne Hilfsmittel auf das Gebäude geklettert ist. Der "französische Spiderman" Alain Robert hat's 2017 vorgemacht.

(Foto: AP)

Nichts für Leute mit schwachen Nerven - und ohne die notwendige Fitness: Ohne jedes Hilfsmittel und auch ohne Absicherung ist ein 21-jähriger Brite einen der höchsten Wolkenkratzer Spaniens hochgeklettert. Dutzende Zuschauer verfolgten gestern, wie George King in Barcelona mit bloßen Händen die gläserne Fassade des 120 Meter hohen "Melia Barcelona Sky"-Hotels bezwang. Oben angekommen gab es jedoch nicht nur Jubel für die halsbrecherische Aktion: Dort warteten auch schon Polizisten auf den 21-Jährigen, der in der Kletterszene als "Daredevil" bekannt ist - nach dem gleichnamigen Comic- und Filmhelden. 20 Minuten hätte die Polizei den Briten festgehalten, teilte sein Agent Bryan Yeubrey mit. Er habe aber keine Strafe zahlen müssen. Damit kam "Daredevil" deutlich besser davon als beim Erklimmen des berühmten "The Shard"-Wolkenkratzers in London. Für die Kletteraktion auf das mehr als 300 Meter hohe Gebäude wurde er Ende 2019 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Übrigens ist der "Daredevil" nicht der erste Kletterer mit Comic-Spitznamen, der die Fassade des "Melia Barcelona Sky" hochgeklettert ist: 2017 gelang dies bereits dem "französischen Spiderman" Alain Robert.

13:07 Uhr

Autofahrer fährt gezielt in Gruppe - Mordkommission ermittelt

Ein Autofahrer ist in Iserlohn in Nordrhein-Westfalen an einem Spielplatz möglicherweise gezielt in eine Menschengruppe gefahren. Nach bisherigen Ermittlungen wurde eine Person am vergangenen Donnerstagabend von dem Wagen erfasst und in die Luft geschleudert, mehrere andere seien noch rechtzeitig zur Seite gesprungen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Wegen eines mutmaßlichen versuchten Tötungsdelikts werde der unbekannte Autofahrer gesucht, eine Mordkommission ermittelt. Der Fahrer soll sich der Gruppe von etwa 30 Menschen zunächst langsam genähert haben. Dann habe er seinen Wagen beschleunigt und sei auf etwa fünf Personen zugefahren. Als die Polizei eintraf, befand sich ein leicht verletzter 19-Jähriger vor Ort. Ob er angefahren wurde, sei jedoch noch unklar, hieß es. Polizei und Staatsanwaltschaft schlossen eine "Milieu-Tat" nicht aus.

12:32 Uhr

Hildmann beschimpft CDU-Politiker Gröhler als "Judenratte"

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Attila Hildmann bei einer Demo von Corona-Leugnern. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / Eventpress Hoensch)

Attila Hildmann hat sich kürzlich in die Türkei abgesetzt, um einen Haftbefehl zu entgehen. Doch auch aus der Ferne hetzt er regelmäßig auf Telegram weiter: Aktuell rückt der bekannte Kochbuchautor und Corona-Leugner den Berliner CDU-Politiker Klaus-Dieter Gröhler in den Fokus seiner rechten Anhänger. Hildmann nannte den Bundestagsabgeordneten "eine Judenratte von der brandgefährlichen Chabad Lubawitsch Sekte". Hintergrund der Äußerung dürfte sein, dass Gröhler das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf aufgefordert hatte, Hildmann die Gaststättenerlaubnis für dessen vegane "Snack Bar" zu entziehen.

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Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Dieter Gröhler.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gegen den selbsternannten "ultrarechten" Verschwörungsprediger liegen mittlerweile mehr als 1000 Anzeigen vor. In den Ermittlungsverfahren geht es neben dem Verdacht auf Volksverhetzung um den Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. "Er ruft zur Ermordung von Juden und zum bewaffneten Sturm auf das Reichstagsgebäude und zur Absetzung der Bundesregierung auf. Er verherrlicht offen das NS-System und betreibt gleichzeitig in Charlottenburg ein Restaurant. Das können wir nicht hinnehmen", schreibt der CDU-Politiker in einer Mitteilung. Demnach habe Gröhler auch Bundesaußenminister Heiko Maas von der SPD gebeten, Kontakt mit der Türkei aufzunehmen, um das Treiben Hildmanns, der auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, zu beenden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:39 Uhr

Rechtsextreme Verdachtsfälle bei Hamburger Feuerwehr

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Die Hamburger Feuerwehr hat Hinweise vom Verfassungsschutz und von der Polizei bekommen.

(Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt)

Der Hinweis kam vom Verfassungsschutz: Ein Beamter der Hamburger Feuerwehr soll in sozialen Medien Rechtsextremisten unterstützt und dort sowie in einer rechtsextremistischen Chatgruppe bei WhatsApp aktiv gewesen sein. Doch das ist nicht der einzige Fall, der die Hamburger Feuerwehr gerade beschäftigt: Denn auch von der Polizei in der Hansestadt sei der Hinweis gekommen, dass mehrere Mitarbeiter verfassungswidrige Symbole ausgetauscht haben sollen, teilte die Feuerwehr mit. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, sollen sie unter anderem einem türkischen Kollegen in einem unbeobachteten Moment eine Hakenkreuz-Flagge auf dem Bildschirm installiert haben. Gegen fünf Angehörige der Feuerwehr seien "entsprechende disziplinarische Ermittlungen" eingeleitet worden mit dem Ziel, "den Sachverhalt konsequent und schnellstmöglich aufzuklären", wie die Feuerwehr weiter mitteilt. Gegen den Beamten seien disziplinarische Ermittlungen eingeleitet und "ein sofortiges Verbot des Führens der Dienstgeschäfte" ausgesprochen worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:17 Uhr

"Bridgerton" - dieser Hauptdarsteller fehlt in Staffel 2

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Die Romanze des Dukes of Hastings und Daphne Bridgerton endet mit Staffel 2 - zumindest für die Serienzuschauer.

(Foto: picture alliance / Everett Collection)


Lady Whistledown ist zurück - und das mit einer großen Schlagzeile: Fans der Serie "Bridgerton" warten schon voller Sehnsucht auf die zweite Staffel und das liegt mitunter an Regé-Jean Page. Doch jetzt heißt es stark sein: Der Beau, der in der Rolle des Duke of Hastings wohl nicht nur "Daphne Bridgerton" (Phoebe Dynevor) mächtig den Kopf verdrehte, ist nicht mehr mit von der Partie! Das teilte die Serie, die exklusiv beim Streaminganbieter Netflix zu sehen ist, auf ihrem offiziellen Twitter-Account mit.

Bridgerton-Kenner haben das sicherlich schon geahnt, denn auch im zweiten Band der Buchvorlage rücken andere Personen in den Vordergrund . "Daphne" bleibt immerhin in Staffel 2 erhalten - ein kleiner Trost für die Fans. Die neuen Folgen werden vor allem von Daphnes ältesten Bruder "Anthony Bridgerton" (Jonathan Bailey) handeln.

10:54 Uhr

Oktopus schlägt und würgt Schwimmer

Australiens Wasserwelt ist faszinierend - und wie im Fall eines Oktopus auch schnell mal ganz schön "wütend": Der Tintenfisch soll erst "Peitschenhiebe" mit seinen langen Tentakeln an ahnungslose Möwen verteilt und sich dann auf einen ahnungslosen Schwimmer gestürzt haben. Nach der wenig erfreulichen Begegnung betitelt Lance Karlson den Tintenfisch auf Instagram als den "wütendsten Oktopus in Geographe Bay".

Karlson habe zunächst mit seiner Familie erstaunt beobachtet, wie rabiat der Oktopus nicht nur den Bereich im Wasser, sondern auch den Luftraum über sich gegen Vögel verteidigt hat. Später ging der Familienvater baden - und machte dann selbst Bekanntschaft mit dem aggressiven Meeresbewohner: Der Oktopus attackierte ihn im Wasser, schlug ihn auf den Arm, klebte plötzlich auf seinem Nacken und Rücken und würgte ihn, schildert der 34-Jährige der australischen Nachrichtenagentur 7News das Geschehen. Dem ehemaligen Rettungsschwimmer gelang es, sich von den angriffslustigen Tier zu befreien. Er kenne sich mit Stichen von Meerestieren aus, aber Essig habe er dem Bericht zufolge nicht zur Hand gehabt, weshalb es fürs erste Cola tun musste. Später - mit gebührend Sicherheitsabstand außerhalb des Wassers - filmte Karlson den Oktopus, der pfeilschnell seine Tentakeln als Waffen einsetzt - und landete damit auf Instagram einen viralen Hit:

10:15 Uhr

"Friends"-Revival - nächste Woche wird gedreht

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Die Serie "Friends" startete im Jahr 1994 in den USA und lief bis 2004.

(Foto: imago images/Mary Evans)

Rachel, Ross, Chandler, Monica, Joey und Phoebe treffen sich nächste Woche! Genau, Fans der Kultserie "Friends" wissen direkt, worum es geht. Wegen der Corona-Pandemie mussten sie deutlich länger als gedacht, auf das Wiedersehen der Serienstars Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, Matt LeBlanc, David Schwimmer und Matthew Perry warten. Doch nun gibt es einen Drehtermin, wie Schwimmer per Videoschalte in der britischen "The Graham Norton Show" verriet. Kommende Woche werde er in Los Angeles erstmals seit vielen Jahren seine Co-Stars treffen. Das "Special", bei dem die Schauspieler der Kultserie nach über 15 Jahren wieder zusammen auftreten sollen, war ursprünglich für Mai 2020 geplant gewesen. Laut Ankündigung der Produktionsfirma WarnerMedia vom Februar 2020 sollen die Schauspieler ohne festes Drehbuch spielen. Die Fortsetzung soll in demselben Studio wie das Original gedreht werden, auf der Stage 24 in der kalifornischen Stadt Burbank. Die Spezialsendung läuft beim Streamingdienst HBO Max.

09:50 Uhr

Dieses Unternehmen gibt fast der ganzen Belegschaft eine Woche frei

Was ist das Schlimme am Urlaub? Die Mails danach, die am ersten Arbeitstag das Postfach zum Überlaufen bringen. Genau das soll es bei einem US-Unternehmen nicht geben: Das Karriere-Netzwerk LinkedIn schickt fast seine Belegschaft für eine Woche in den Urlaub. Wie das US-Unternehmen mitteilte, haben fast alle der 15.900 Vollzeit-Beschäftigten ab kommendem Montag eine Woche frei, um sich nach mehr als einem Jahr im Corona-Homeoffice zu erholen und einen Burnout zu verhindern. Nur eine kleine Mannschaft soll den Betrieb aufrechterhalten und dann später eine Auszeit nehmen. "Es hat etwas Magisches, wenn die ganze Firma zur selben Zeit eine Pause macht", erklärte das Unternehmen. LinkedIn ist mit über 740 Millionen Nutzern nach eigenen Angaben das größte berufliche Netzwerk der Welt. Seit 2016 gehört es zum Microsoft-Konzern, der mit der Übernahme in den umkämpften Markt der Online-Netzwerke einstieg.

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09:11 Uhr

3,82 Promille: Polizei stoppt betrunkenen Lkw-Fahrer auf der A44

Slalomfahrten auf der Autobahn haben meistens einen Grund: Der Mensch am Steuer ist mächtig betrunken. Ein solches "Fahrmanöver" hat die Polizei in der vergangenen Nacht auf einen Lkw aufmerksam gemacht, der auf der A44 in Nordhessen unterwegs war. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann deshalb von einer Streife angehalten. Der Alkoholtest bestätigte den Verdacht: Der Mann saß mit 3,82 Promille am Steuer des Lastwagens. Sein Führerschein wurde eingezogen.

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

Illegale Ferienwohnungen - Berlin kassiert Millionen an Bußgeld

Wer in Berlin seine Wohnung als Ferienwohnung vermieten will, benötigt dafür seit 2014 eine Genehmigung - seit 2018 gilt das auch für diejenigen, die nur ein Zimmer an Touristen untervermieten wollen. Ob das tatsächlich der Zweckentfremdung des knappen Wohnraums in der Hauptstadt entgegenwirkt? Auf jeden Fall spült es Millionen in die öffentliche Kasse, denn seit der Verschärfung des Gesetzes haben die Berliner Bezirke gegen Anbieter ungenehmigter Ferienwohnungen Bußgelder in Millionenhöhe verhängt: Alleine in sieben Bezirken der Hauptstadt belief sich die Summe auf 3,4 Millionen Euro, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den zwölf Bezirksämtern hervorgeht, von denen neun geantwortet haben.

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Die meisten Bußgelder wurden in Friedrichshain-Kreuzberg verhängt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wer legal eine Wohnung oder ein Zimmer anbieten will, braucht eine Registriernummer. Sie sollen auf den Portalen den Nachweis liefern, ob es sich um ein legales Angebot handelt. Doch aus Sicht der Bezirke funktioniert das nach wie vor nur unzureichend. "Bedauerlicherweise veröffentlichen die Onlineportale die Angebote nach wie vor, auch ohne Angabe der Registriernummer", heißt es etwa vom Bezirksamt Mitte. Das größte Online-Portal in Berlin, Airbnb, weist die Kritik der Bezirke zurück und fordert vor allem ein Online-Verfahren zur Vergabe der Registriernummer. Ein solches Online-Verfahren gebe es etwa bereits in Hamburg. "Bereits einen Monat nach Inkrafttreten des digitalen Registrierungssystems wurden dort mehr Registrierungsnummern ausgestellt, als in Berlin innerhalb eines Jahres", hieß es weiter von Airbnb.

07:55 Uhr

Praktikant stirbt bei Unfall mit Gabelstapler

In Nordrhein-Westfalen ist ein 16 Jahre alter Praktikant bei einem Unfall mit einem Gabelstapler ums Leben gekommen: Der Jugendliche war gestern auf den Ladezinken eines Gabelstaplers mitgefahren, an dessen Steuer auch ein erst 17 Jahre alter Praktikant saß. Beim Abbiegen war der 16-Jährige dann vom Gefährt gestürzt und wurde überrollt, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog, wie die Polizei mitteilte. Näheres zu dem Unfall war zunächst nicht bekannt.

07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

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Nach der coronabedingten Pause im vergangenen Jahr wollen heute Menschen bei den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gehen. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

ich hoffe für Sie, dass Sie diesen Eintrag nicht zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lesen, sondern erst etwas später - denn heute ist ja Samstag und da können Sie es hoffentlich etwas ruhiger angehen lassen. Das steht heute an:

  • Nach Streitigkeiten am Vortag scheinen sich die Grünen in Baden-Württemberg wohl eher für eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU erwärmen zu können - die Parteispitzen wollen heute die Weichen für eine Wiederauflage stellen.
  • In vielen Städten haben Friedensgruppen Ostermärsche geplant: Die traditionsreichen Kundgebungen richten sich im Jahr der Bundestagswahl unter anderem gegen eine Erhöhung der Militärausgaben.
  • Hoffentlich bleibt es auch friedlich bei einer "Querdenker"-Demo in Stuttgart: Die Polizei rüstet sich mit einigen Hundert Beamten für mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen und geplante Gegenproteste in der Stadt.
  • Später schauen wir mal nach Ägypten zu einem Festumzug der besonderen Art: Die ägyptischen Mumien ziehen in einer "Goldenen Parade der Pharaonen" in das neue Museum um.
  • Am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga gibt es das Top-Duell der Liga: Der Tabellenzweite RB Leipzig empfängt heute (18.30 Uhr/Sky) den deutschen Rekordmeister und Tabellenersten Bayern München.
  • Zum Schluss noch ein Sendehinweis: Unter den Augen von Gast-Juror Thomas Gottschalk kürt RTL heute Abend (20.15 Uhr) den nächsten Sieger von "Deutschland sucht den Superstar" - dieses Jahr reine "Männersache", da es dieses Mal nur männliche Teilnehmer im Finale geschafft haben.

Ich begleite Sie an diesem Samstag für die erste Tageshälfte durch die Welt der Nachrichten - bestens auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen in der Pandemie bleiben Sie im Corona-Ticker. Mein Name ist Johanna Ohlau. Haben Sie Kritik oder Hinweise? Schreiben Sie mir via Twitter oder per Mail an johanna.ohlau[at]nama.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

07:09 Uhr

Unter Drogen und ohne Führerschein - Polizei stoppt Autofahrer zwei Mal an einem Tag

Sowas erlebt die Polizei wahrscheinlich auch nicht jeden Tag: Erfurter Polizisten haben einen Autofahrer gleich zwei Mal hintereinander aus dem Verkehr gezogen, der unter Drogeneinfluss stand und keinen Führerschein vorzeigen konnte. Der 21-Jährige war gestern Vormittag in der Thüringer Landeshauptstadt angehalten worden. Um einer Strafe zu entgehen, versuchte der Mann, sich als seinen Bruder auszugeben. Doch die Polizisten durchschauten den Versuch, nahmen eine Blutprobe und fertigten mehrere Anzeigen. Der 21-Jährige zeigte daraufhin wenig Reue: Er ging einfach wieder zu seinem Wagen zurück und fuhr los. Daraufhin wurde er erneut angehalten und musste wieder durch dasselbe Prozedere. Beim zweiten Mal behielt die Polizei die Autoschlüssel jedoch ein.

06:42 Uhr

Kaffeekonsum trotz Corona im Jahr 2020 gestiegen

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Die Menschen in Deutschland trinken Kaffee in allen Varianten.

(Foto: picture alliance / dpa Themendienst)

Die Cafés sind geschlossen, die meisten Büros eher verwaist, aber dennoch haben die Menschen in Deutschland im Corona-Jahr 2020 mehr Kaffee getrunken als im Jahr zuvor. Wegen der Einschränkungen durch die Pandemie hätten die Menschen den Konsum in die eigenen vier Wände verlagert, teilte der Deutsche Kaffeeverband in Hamburg mit. Insgesamt legte der Kaffeemarkt den Angaben zufolge 2020 um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee auf insgesamt 168 Liter. So verbrauchten die Menschen den Angaben zufolge zu Hause 37.900 Tonnen Röstkaffee mehr als 2019. Das entspreche einer Steigerung von elf Prozent. Auf der anderen Seite ging der Konsum außerhalb der eigenen vier Wände etwa in der Gastronomie oder am Arbeitsplatz um 30.300 Tonnen zurück. Das sei ein Minus von 23 Prozent.

  • Parallel zum größeren Kaffeedurst haben die Menschen auch ihre Kaffeemaschinen aufgerüstet. Inzwischen besitze fast jeder dritte Haushalt einen Vollautomaten. Entsprechend sei auch der Absatz von ganzen Kaffeebohnen um 26 Prozent gestiegen und erreiche nun einen Marktanteil von 37 Prozent.
  • Nach wie vor am beliebtesten mit einem Marktanteil von 50 Prozent sei jedoch der klassische Filterkaffee. Dessen Absatz sei um 0,2 Prozent gestiegen.
  • Auch alle weiteren Kaffee-Varianten für die Zubereitung zu Hause seien im Corona-Jahr 2020 vermehrt gekauft worden. Kaffeemixgetränke in Pulverform legten um gut sieben Prozent zu, Kaffeepads um sechs Prozent und löslicher Kaffee um fünf Prozent. Zudem seien vier Prozent mehr Kaffeekapseln verkauft worden. Aus Umweltschutzgründen gelten diese - besonders wenn sie aus Aluminium sind - als problematisch.

06:20 Uhr

Unfall bei Autorennen auf der A63 - vier Frauen verletzt

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Der Sportwagen nach dem Unfall auf der A63.

(Foto: Polizei Rheinland-Pfalz)

Eine 31-jährige Autofahrerin hat sich gestern Nachmittag mit einem 32-jährigen Autofahrer ein Rennen auf der Autobahn 63 in Rheinland-Pfalz geliefert - mit schweren Folgen: Nach Polizeiangaben fuhr sie mit ihrem Sportwagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Kleinwagen einer unbeteiligten 65-Jährigen auf, die die Fahrspur wechseln wollte. Die 65-Jährige und ihre Beifahrerin wurden durch den Aufprall schwer verletzt - die 31-Jährige und ihre Begleiterin leicht. Alle vier wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die A63 war nach dem Unfall bei Biebelnheim in Fahrtrichtung Mainz bis zum Abend für mehrere Stunden gesperrt.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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