Panorama

Verbotene touristische Einreisen MV weist Urlauber und Ausflügler aus

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Unter anderem an der B96 vor Neustrelitz kontrolliert die Polizei, ob das Verbot touristischer Einreisen eingehalten wird.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind Ausflüge oder Urlaubsreisen nach Mecklenburg-Vorpommern grundsätzlich verboten. An Ostern machen sich trotzdem viele Autofahrer auf den Weg in den Norden. Die Polizei machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Bei verstärkten Verkehrskontrollen über Ostern sind in Mecklenburg-Vorpommern die Insassen von 82 Fahrzeugen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln des Landes verwiesen worden. Bei den Überprüfungen am Freitag in Neubrandenburg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ging es unter anderem um verbotene touristische Einreisen, wie die Polizei mitteilte. Demnach wurden 152 Menschen aufgefordert, das Bundesland wieder zu verlassen, weil sie keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen konnten. Insgesamt wurden 800 Fahrzeuge von der Polizei überprüft. Die verstärkten Kontrollen finden über die Osterfeiertage statt.

Nach Angaben des NDR kamen die meisten kontrollierten Autos aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Viele Reisende gaben demnach an, enge Verwandte in Mecklenburg-Vorpommern besuchen zu wollen. Einige, die mit Wohnmobilen unterwegs waren, konnten den Polizisten dagegen meist nicht glaubhaft vermitteln, dass sie ihre Kernfamilie besuchen wollten.

Unter den abgewiesenen befand sich auch ein Autofahrer aus Brandenburg, der angab, als Kleinunternehmer am Karfreitag Aufträge auf der Insel Usedom abarbeiten zu wollen. Den entsprechenden Nachweis konnte er nicht erbringen, auch er musste das Bundesland verlassen.

Touristische Einreisen nach Mecklenburg-Vorpommern sind vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie grundsätzlich verboten, auch Tagestourismus ist nicht erlaubt. Es gibt jedoch Ausnahmen für die Einreise. Wer einen Zweitwohnsitz in MV hat, darf einreisen. Ebenfalls sind Reisen in das Bundesland erlaubt, wenn die Kernfamilie besucht wird. Dazu zählen den Angaben zufolge etwa Kinder, Eltern, Geschwister oder Lebenspartner.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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