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Allianz, Conti, Solar Millennium, EZB Dax freundlich erwartet

Zum Auftakt am Donnerstag rechnen die Beobachter am deutschen Aktienmarkt mit leichten Kursgewinnen. Jüngste Konjunkturdaten aus den USA hellen die Stimmung auf. Die Bilanz von Dax-Schwergewicht Allianz könnte dem Tag eine erste Richtung geben. Am Nachmittag erwartet der Markt Aussagen Signale zur EZB-Geldpolitik.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Nach den jüngsten Kursverlusten dürfte der Dax am Donnerstag etwas höher in den Handel starten. Konjunktursorgen wegen des hohen Ölpreises hatten den deutschen Leitindex am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 7181 Punkten ins Minus gedrückt. Zuversichtlich stimmten die Vorgaben aus den USA, wo die Börsen angesichts einer positiv aufgenommenen Einschätzung der US-Notenbank Fed zur Wirtschaftserholung leicht im Plus schlossen.

Im Handelsverlauf dürften zunächst die Bilanzen von Allianz, Continental und Solar Millennium im Vordergrund stehen. Gegen Mittag richten sich die Blicke dann auf die anstehende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB).

Konjunkturzyklische Aktien dürften sich von den Vortagesverlusten erholen, meinten Händler am Morgen. Vor allem Stahlwerte wie ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co, die Airlines mit Lufthansa und auch die Autowerte werden etwas fester erwartet.

Vorbörslich zeigten sich Lufthansa und BMW jeweils rund 1,2 Prozent fester. Keinen Einfluss auf Metro sahen Händler in den Zahlen von Carrefour. Sie lagen voll im erwarteten Rahmen.

Im MDax standen Continental im Vordergrund. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge, plant Schaeffler den eigenen Anteil in Richtung 50 Prozent abzubauen. Dieser Teilrückzug wäre für den Continental-Kurs laut Händlern kurzfristig belastend und längerfristig positiv. "Der Kurs wäre erst einmal gedeckelt", erklärte ein Beobachter. Jedoch könnten Continental von einer stärkeren Unabhängigkeit profitieren und von einem möglichen Aufstieg in den Dax.

Die Zahlen von Prosiebensat1 kamen am Markt gut an. Händler rechneten mit anhaltend positiven Wirkungen auf den Aktienkurs. Die Ergebnisse seien operativ etwas besser als erwartet, der Nettogewinn liege deutlich über den Prognosen, hieß es. Die Dividende übertreffe die Schätzung ebenfalls deutlich, und die Schulden gingen langsam zurück. Der Ausblick sei vage: "Das ist aber für Prosieben nicht ungewöhnlich", meinte ein Händler.

Die Aktien von Demag Cranes werden am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag von 60 Cent gehandelt. Die Titel hatten am Mittwoch mit 35,35 Euro geschlossen. Bei der Hauptversammlung hatten die Aktionäre den Alleingang des Konzerns kritisiert.

Der Dow-Jones-Index war am Vorabend 0,1 Prozent fester aus dem Handel gegangen, der S&P500 rückte 0,2 Prozent vor und der Nasdaq-Composite schloss 0,4 Prozent höher. In allen zwölf Notenbank-Distrikten sei die US-Wirtschaft im Januar und Anfang Februar mit moderatem Tempo gewachsen, teilte die Fed in ihrem Monatsbericht ( ) mit.

Auch an der Börse in Tokio sorgten die Konjunkturdaten aus den USA am Donnerstag für einen Stimmungswechsel. Der Nikkei-Index gewann 0,9 Prozent, nachdem er am Mittwoch die größten Verluste seit Jahresbeginn verzeichnet hatte. Der Shanghai-Index in China legte 0,2 Prozent zu.

Im Blick hatten die Anleger neben den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe am Nachmittag auch die EZB-Ratssitzung. Analysten rechnen nicht mit einer Zinserhöhung, erhoffen sich aber Signale, wann diese anstehen könnte.

Quelle: ntv.de, rts