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"Es war wirklich schlimm" "Agent Scully" schüttet ihr Herz aus

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Gillian Anderson 1999 als "Dana Scully" - da war sie schon viele Jahre lang in Therapie.

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Rote Haare, blaue Augen, durchdringender Blick - so wird Gillian Anderson in den 90er-Jahren als FBI-Agentin "Dana Scully" in der Serie "Akte X" berühmt. Was niemand ahnt: Schon seit ihrer Kindheit kämpft die Schauspielerin mit massiven psychischen Problemen.

In "Akte X" bildeten David Duchovny als "Fox Mulder" und Gillian Anderson als "Dana Scully" ein Traum-Duo. Doch im wahren Leben hatten die beiden Hauptdarsteller der FBI-Serie mit massiven privaten Schwierigkeiten zu kämpfen. Duchovny etwa gestand vor knapp neun Jahren seine Sexsucht und begab sich deshalb in Therapie. Doch auch um Andersons Seelen- und Gefühlsleben war es offenbar lange Zeit nicht allzu gut bestellt. In einem Interview mit dem "Guardian" berichtet die Schauspielerin, dass sie jahrelang unter heftigen Depressionen litt - und auch mit Suchtproblemen zu kämpfen hatte.

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Anderson am 21. Februar 2017 in London. Mittlerweile ist sie 48.

(Foto: imago/i Images)

"Es gab Zeiten, da war es wirklich schlimm", sagte Anderson dem Blatt. "Es gab Zeiten in meinem Leben, da wollte ich das Haus nicht verlassen." Bereits seit ihrem vierzehnten Lebensjahr befindet sich die Schauspielerin nach eigenen Angaben konstant in Therapie. Auch Sucht-Episoden bestätigte Anderson dem Bericht zufolge mit einem Kopfnicken. Allzu viel preisgeben wollte sie aber nicht - etwa die tieferliegenden Gründe der psychischen Probleme. Es gebe "einige davon", sagte die Mimin dem "Guardian". "Aber wenn ich offen darüber reden wollen würde, hätte ich sie in das Buch geschrieben."

Mit Meditation aus der Krise

Mit "dem Buch" ist Andersons neues Werk "Wir: Ein Manifest für Frauen, die mehr vom Leben wollen" gemeint. Der frisch erschienene Ratgeber scheint immerhin ein Beleg dafür zu sein, dass es der 48-Jährigen mittlerweile besser geht. "Ich hatte selbst Probleme mit meinem Selbstwertgefühl", sagte Anderson, "und als ich auf die Wege zurückblickte, auf denen ich dieses Problem überwunden habe, dachte ich mir, dass einige dieser Erkenntnisse für andere Leute aller möglichen Altersstufen interessant sein könnten".

Meditation bilde einen ihrer Wege aus der Krise, so Anderson. Es gehe um die "Kunst des Akzeptierens". Anlässe für Angst gebe es schließlich wie Sand am Meer. "Aber zu akzeptieren, wo wir sind, wer wir sind, das ist Freiheit. Du weißt schon, ich kann hier sitzen und den Umstand beklagen, dass ich nicht mehr dieselben Rollen bekomme, oder beklagen, dass meine Haut anfängt, wie Hühnerhaut auszusehen, oder irgendetwas anderes. Aber das ist nicht die Realität. Das ist der Versuch, die Realität zu bekämpfen."

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

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