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"Ich war so krank"Alec Baldwin will am liebsten nicht mehr arbeiten

14.04.2026, 13:03 Uhr
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Das "Rust"-Drama wird ihn wohl nie mehr loslassen: Alec Baldwin. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Tragödie am Set des Westerns "Rust", an dem er versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschoss, hat Alec Baldwin schwer zugesetzt. Die Lust an der Schauspielerei sei ihm danach vergangen, gibt der 68-Jährige nun preis.

Rund viereinhalb Jahre sind seit der Tragödie am Set des Westerns "Rust" inzwischen vergangen. Nun hat Alec Baldwin so offen wie selten über seine Gedanken nach dem Drama gesprochen.

Er hätte sich damals beinahe komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, erklärt der 68-Jährige im Podcast "Awards Chatter". Seine Gedanken nach dem tödlichen Schuss beschreibt er so: "Ich will in Rente gehen und zu Hause bei meinen Kindern bleiben."

Das Fiasko während der "Rust"-Dreharbeiten auf der Bonanza Creek Ranch nahe Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico ereignete sich am 21. Oktober 2021. Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde während der Probe zu einer Szene erschossen. Der Schuss kam aus einer Waffe, die Baldwin als Hauptdarsteller und Produzent in der Hand hielt. Nach Angaben des Regieassistenten war der Revolver dem Schauspieler als "cold gun" übergeben worden - als Requisit, das nicht scharf geladen ist. 

Nicht nur Halyna Hutchins starb, als sich der Schuss löste. Regisseur Joel Souza wurde zudem verletzt. Baldwin selbst bestand stets darauf, den Abzug nicht betätigt zu haben, die Kugel habe sich ohne sein Zutun gelöst. Ein Sachverständigengutachten aus dem Jahr 2023 kam jedoch zu einem anderen Ergebnis.

"In jeder Hinsicht getroffen"

Was folgte, war ein zermürbender Rechtsstreit. Im Januar 2023 erhob die Staatsanwaltschaft in New Mexico erstmals Anklage wegen fahrlässiger Tötung - ließ sie im April desselben Jahres jedoch fallen. Im Januar 2024 folgte erneut eine Anklage. Drei Tage nach Prozessbeginn im Juli 2024 stellte die Richterin das Verfahren ein, weil die Staatsanwaltschaft der Verteidigung Beweismittel vorenthalten hatte. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Berufung im Dezember 2024 zurück.

Baldwin selbst beschreibt diese Zeit als große Belastung. "Es hat mich in jeder Hinsicht getroffen - finanziell, beruflich, meine Frau, meine Kinder, meine Gesundheit. Ich war so krank", sagt er im Podcast. "Sie haben versucht, mich zu kriegen, und sie haben es nicht geschafft, aber sie haben dabei Recht gebrochen", zeigt er sich über den Verlauf der juristischen Aufarbeitung verbittert.

Dreieinhalb Jahre sei er kaum aus dem Haus gegangen, habe kaum Rollen angenommen, habe sich stattdessen um seine Kinder gekümmert, sagt Baldwin und konstatiert: "Ich habe mich daran gewöhnt und will mein Haus nicht mehr verlassen. Ich will nicht mehr arbeiten. Wirklich nicht." Gleichwohl hat er nicht nur "Rust" vollendet, sondern inzwischen auch wieder an anderen Filmprojekten mitgewirkt.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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