Immense AnwaltskostenBlake Lively fordert acht Millionen Dollar von Justin Baldoni

Nach langem juristischen Tauziehen einigen sich die Blake Lively und Justin Baldoni auf einen Vergleich. Anspruch auf Entschädigung habe die Schauspielerin nicht. Sie will aber zumindest die Anwaltskosten begleichen haben - und die sind immens.
Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde von einem US-Gericht zugunsten von Blake Lively entschieden, dass Justin Baldoni und Wayfarer Studios die Anwaltskosten der Schauspielerin übernehmen müssen. Nun berichten US-Medien, wie hoch die Rechnung für den Regisseur und Schauspieler ausfallen könnte. Lively fordert von ihrem "Nur noch ein einziges Mal"-Co-Star insgesamt rund acht Millionen US-Dollar (gut sieben Mio. Euro), wie unter anderem das Branchenportal "Deadline" und das Magazin "People" unter Berufung auf vorliegende Gerichtsunterlagen schreiben.
Lively bitte das Gericht darum, ihr Anwaltskosten in Höhe von 7.495.526,87 US-Dollar sowie weitere Kosten in Höhe von 539.514,01 US-Dollar zuzusprechen, heiße es in einer Einreichung. Baldonis Seite habe nun Zeit bis zum 13. Juli, um der Zahlung des entsprechenden Betrags zuzustimmen oder die Forderung anzufechten. Nach Ablauf des Termins soll der zuständige Richter darüber entscheiden, ob die rund acht Millionen Dollar in voller Höhe oder nur zu einem Teil ausgezahlt werden.
Im Rahmen der Dreharbeiten zu dem Film "Nur noch ein einziges Mal", für den beide vor der Kamera standen und bei dem Baldoni auch Regie führte, soll es Lively zufolge zu sexueller Belästigung gekommen sein. Danach habe es laut der Schauspielerin eine gezielte Rufschädigungskampagne durch ihren Co-Star gegeben. Baldoni klagte seinerseits auf 400 Millionen US-Dollar Schadenersatz, die Klage wurde jedoch abgewiesen.
Nur drei Anklagepunkte bleiben
Der Hintergrund für die Entscheidung über die Erstattung der Anwaltskosten war ein zuvor geschlossener Vergleich. Nach einem langen öffentlichen Streit zwischen Baldoni und Lively war es im Mai überraschend zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. Baldoni hatte die Anschuldigungen gegen sich bestritten, im April hatte ein Richter 10 von 13 Klagepunkten aus Livelys Klage gestrichen, darunter auch die Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Die Einigung kam überraschend, weil Lively angekündigt hatte, den Kampf vor Gericht trotzdem fortsetzen zu wollen.
In dem Rechtsstreit hatte das Gericht mit der Entscheidung über die Erstattung der Anwaltskosten über den zu diesem Zeitpunkt letzten offenen Punkt entschieden. Es wurde laut US-Medien festgestellt, dass Lively sich die Anwaltskosten erstatten lassen kann, Schadenersatzansprüche in dieser Entscheidung habe sie allerdings nicht.