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Nur für die Tochter steht sie aufChristina Applegate durch MS ans Bett gefesselt

25.02.2026, 13:03 Uhr
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Hier fühlte sich Christina Applegate noch fit genug, das Haus zu verlassen. (Foto: IMAGO/Aton Chile)

2021 erhält Christina Applegate die Diagnose Multiple Sklerose. Die unheilbare Krankheit prägt seitdem das Leben des "Eine schreckliche nette Familie"-Stars. Nun hat sich der Zustand der Schauspielerin erneut verschlechtert.

Vor fünf Jahren machte Schauspielerin Christina Applegate publik, dass bei ihr Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden sei. Die unheilbare Autoimmunkrankheit greift das zentrale Nervensystem an, was beispielsweise zu Mobilitätsbeschwerden führen kann. Die Krankheit beeinträchtigt Applegate, die in der TV-Sitcom "Eine schreckliche nette Familie" die Rolle der Kelly "Dumpfbacke" Bundy spielte, inzwischen sehr. Im Interview mit dem "People"-Magazin erklärt die 54-Jährige nun, dass sie inzwischen einen Großteil des Tages "auf oder im Bett" verbringe, weil jeder Schritt sehr schmerzhaft sei.

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Etwa 15.000-mal im Jahr erhalten Menschen in Deutschland die Diagnose MS. Insgesamt leiden etwa 280.000 Menschen hierzulande an der Krankheit, weltweit rund 2,8 Millionen.

Die Ursachen der Krankheit sind noch weitgehend unbekannt. MS äußert sich durch verschiedenste neurologische Symptome. Empfindungsstörungen, Sehstörungen und Muskellähmungen sind die häufigsten Frühzeichen. Für die Erkrankung an MS können genetische Faktoren, aber auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren, virale Infektionen sowie Vitamin-D-Mangel verantwortlich sein.

Eine Ausnahme macht Applegate aber jeden Tag für ihre 15-jährige Tochter Sadie, wenn sie diese zur Schule bringt, wie sie im Gespräch mit "People" verrät: "Ich möchte sie fahren, das mache ich am liebsten. Es ist die einzige Zeit, die wir allein miteinander verbringen können." Ihr Mantra dabei laute: "Bring sie einfach sicher hin und dich wieder zurück nach Hause, wo du wieder ins Bett darfst."

Keine Zeit mehr für "Bullshit"

Auch, wenn die MS sie körperlich inzwischen so sehr einschränkt, habe die Krankheit und die viele Zeit, die sie ans Bett gefesselt verbringt, sie im Kopf freier gemacht, erklärt Applegate. Sie sei heute viel ungefilterter und habe einfach "keine Zeit mehr für Bullshit": "Ich bin so ehrlich und unverblümt wie möglich." Schließlich sei das Leben manchmal "verdammt beschissen" und besonders ihr eigenes sei nicht gerade mit "einer Schleife verziert" worden.

Vor Jahren erhielt Applegate bereits die Diagnose Brustkrebs. Ihre Mutter war heroinsüchtig. Ihre Kindheit war durch sexuellen Missbrauch und Vernachlässigung geprägt, wie die Schauspielerin in ihren Memoiren "You With the Sad Eyes" verrät, die am 3. März erscheinen. Aufgeben sei aber keine Option, so Applegate: "Wir alle kommen von irgendwoher, manche Orte sind schmerzhafter als andere, und es kommt darauf an, was man daraus macht."

Quelle: ntv.de, csp

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