Unterhaltung

Bernhard Brink rastet aus "Den soll beim Kacken der Schlag treffen"

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Da ist ihm aber mal der Kragen geplatzt: Bernhard Brink.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Eigentlich ist ja immer von der schönen, heilen Schlagerwelt die Rede. Doch dass auch hier oftmals alles nur schnöder Schein ist, belegt nun ein Auftritt von Bernhard Brink. Auf der Bühne rastet er urplötzlich aus und wettert über Corona, Karl Lauterbach und Wladimir Putin.

Eigentlich ist Bernhard Brink ein Vollprofi. Seit geschlagenen 50 Jahren ist er bereits im Geschäft und damit einer der ganz alten Haudegen in der Schlagerszene. Doch weder all seine Erfahrung noch das Image der schönen, heilen Welt, für das sein Genre eigentlich steht, haben den 70-Jährigen davor bewahrt, nun vor großem Publikum und laufenden Kameras auf der Bühne ordentlich Dampf abzulassen.

Passiert ist es bei der Aufzeichnung der "Schlagernacht des Jahres" beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Möglicherweise wäre es Brink inzwischen recht, wenn die Szene nicht an die große Glocke gehängt würde. Doch Mitschnitte seines Ausrasters verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer.

Der Sänger hat gerade einen Song beendet, als es aus ihm herausplatzt. "Dieses Scheiß-Corona", beginnt Brink völlig unvermittelt seine Tirade. "Und wenn ich den Lauterbach immer sehe, der regt mich auf", holt er sogleich zum Frontalangriff auf Gesundheitsminister Karl Lauterbach aus. "Was ist denn da los? Affenpocken! Corona!", schimpft Brink, ehe er noch ein paar unverständliche Worte stammelt und weiter wütet: "Das geht mir auf den Sack!"

Der Schnitt schlägt zu

Doch die Pandemie ist nicht das Einzige, was dem Sänger offenbar gehörig an die Nieren geht. "Und dieses kleine Arschloch in Russland, den soll beim Kacken der Schlag treffen", legt er mutmaßlich mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach, ohne ihn allerdings namentlich zu nennen.

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Ebenso ansatzlos, wie er seine Wutrede begonnen hatte, leitet Brink dann zu seinem nächsten Lied über - indem er den früheren Moderator der "ZDF-Hitparade", Dieter Thomas Heck, imitiert: "Hier ist er, der Brink, der Bernhard, die Startnummer sieben, ein neuer Titel, ein neuer Name, 100 Millionen Volt, Reiner, fahr ab."

Der RBB soll bereits entschieden haben, die Szene aus der Sendung zu schneiden. "Da die Sendung auf 90 Minuten begrenzt ist, zeigen wir nicht alle Auftritte vollständig, sondern treffen eine Auswahl", zitiert das Portal schlager.de einen Sprecher der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Dass dabei natürlich auch Brinks Ausraster dem Schnitt zum Opfer fallen wird, ist eine ohnehin leichte Entscheidung für den Sender. Es würden generell alle Zwischendialoge der Interpreten und Interpretinnen entfernt, unabhängig von ihrem Inhalt, heißt es.

Quelle: ntv.de, vpr

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