Unterhaltung

Verleihung der Bafta-Filmpreise Drama "Nomadland" räumt in London ab

2021-04-11T194118Z_2126353669_RC2VTM987IKR_RTRMADP_3_AWARDS-BAFTA.JPG

Chloé Zhao wurde für "Nomadland" als beste Regisseurin ausgezeichnet.

(Foto: via REUTERS)

In diesem Jahr bemüht sich die britische Filmakademie um mehr Diversität. Gleich vier Regisseurinnen sind bei den Bafta-Awards nominiert. Gewinner des Abends ist das Sozialdrama "Nomadland", welches damit seine Favoritenrolle für die Oscars untermalt.

Das Sozialdrama "Nomadland" von Regisseurin Chloé Zhao hat auch bei den britischen Bafta-Awards abgeräumt. "Nomadland" wurde bei der Preisverleihung der British Academy of Film and Television Arts (Bafta) am Sonntagabend in vier Kategorien ausgezeichnet, darunter "bester Film" und "beste Regie". Die mehrfach Oscar-prämierte Hauptdarstellerin Frances McDormand erhielt den Preis als beste Schauspielerin in einer Hauptrolle.

Als bester Hauptdarsteller wurde Anthony Hopkins für seine Rolle eines demenzkranken Vaters im Familiendrama "The Father" ausgezeichnet. Die britische Regisseurin Emerald Fennell wurde mit zwei Preisen, darunter für das Drehbuch, für ihr Spielfilm-Debut "Promising Young Woman" mit Carey Mulligan ausgezeichnet. Der Thriller hat ebenso wie "Nomadland" bereits mehrere Oscar-Nominierungen.

Die britische Akademie hatte sich dieses Jahr um mehr Diversität bemüht. Zhao war eine von vier Frauen, die für die Auszeichnung "beste Regie" nominiert war. Vergangenes Jahr war Kritik laut geworden, weil keine einzige Frau unter den Nominierten gewesen war.

Zhao kommentierte die stärkere weibliche Präsenz nun mit den Worten: "Es wurde auch Zeit, es ist großartig." Sie fügte hinzu: "Ich liebe das, was ich tue und wenn das bedeutet, dass mehr Menschen wie ich ihre Träume verwirklichen können, dann bin ich sehr dankbar:"

Kein Publikum bei Verleihung zugelassen

Mit dem Triumph bei den Bafta-Awards hat "Nomadland" seine Favoritenrolle bei den Oscars mit seinen sechs Nominierungen weiter gefestigt. Am Samstag hatte bereits die Directors Guild of America (DGA), in der die US-Regisseure zusammengeschlossen sind, den Film in der Hauptkategorie "bester Spielfilm" ausgezeichnet.

Die in Hollywood verliehenen DGA-Preise gelten als guter Indikator dafür, wer den Regie-Oscar gewinnen wird. Abgesehen vom vergangenen Jahr lagen sie bei der Kür des Siegers in den sechs vorangegangenen Jahren jedes Mal richtig. Die Oscar-Verleihung findet wegen der Corona-Pandemie diesmal erst am 25. April statt.

Die Preise in den Bafta-Hauptkategorien wurden am Sonntagabend in der Londoner Royal Albert Hall verliehen. Allerdings war wegen der Corona-Pandemie kein Publikum zugelassen. Die meisten Gewinner nahmen die Preise - im Anzug oder Abendkleid - per Video-Schalte von ihrem Wohnzimmer oder Hotel aus in Empfang.

Die auf zwei Abende verteilte Bafta-Preisverleihung hatte am Samstag mit den Auszeichnungen in den technischen Kategorien begonnen. Der Film "Ma Rainey's Black Bottom" über Blues-Musiker im Chicago der 1920er Jahre bekam die Preise für die besten Kostüme und bestes Make-up und Hairstyling. "Mank" von US-Regisseur David Fincher über die Entstehung des Hollywood-Klassikers "Citizen Kane" gewann in der Kategorie Szenenbild, Christopher Nolans Science-Fiction-Action-Thriller "Tenet" wurde für die besten visuellen Spezialeffekte ausgezeichnet.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.