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Dschungelcamp - Tag 7Simone Ballacks Geschichte geht unter die Haut

30.01.2026, 01:18 Uhr Verena-Maria-DittrichVon Verena Maria Dittrich
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Berührt mit ihrer Geschichte zutiefst die Herzen der Zuschauer: Simone Ballack. (Foto: RTL)

Simone spricht über den Verlust ihres Sohnes und das Weiterleben danach, Ariel sorgt in der Dschungelprüfung für einen Befreiungsschlag und endlich geht es einmal nicht um Streit, sondern um Leistung. Für Unruhe sorgt hingegen ein Gespräch über Gils Vergangenheit, das erneut mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

"Ich würde nicht mal meinem Feind so eine Freundin wünschen wie Eva", sagt Ariel an Tag 7 im Dschungel - und das, obschon diese sich gerade erst bei ihr entschuldigt hat. Sie wollte nie ihr Kind angreifen, sagt die schöne Griechin, und im Gegenzug entschuldigt sich Ariel auch für ihre Beleidigung ("Du bist Schmutz!"). Bei Samira aber unterstellt die Krawallbürste Eva später doch wieder schlicht nichts anderes als Kalkül. Schließlich fliege bald der erste Camper raus und da müsse unsere Eva sich jetzt Gedanken machen. Ganz anders natürlich als Ariel, die es doch ganz bestimmt auf den Dschungelthron schafft.

Nach all dem strategischen Entschuldigen rutscht das Camp an Tag 7 aber endlich wieder in seine schönen Momente. Patrick spricht über seine Freundin und ist sich sicher: "Das ist die Letzte", ein Satz, der im Dschungel ungefähr so endgültig klingt wie ein Eheversprechen. Die Annelie habe sogar sein Handy, während er hier sitzt, was als Liebesbeweis offenbar höher rangiert als jeder Antrag. Zuhause auf dem Hof packe sie kräftig mit an, fahre sogar Traktor - und das, obwohl sie mit ihren 1,53 Metern körperlich eher handlich als landwirtschaftlich gebaut ist.

Seine "13 von 10" in der Bewertung für sie sei damit nicht nur die große Liebe, sondern auch die Allzwecklösung. Ob Heiratsantrag oder gleich große Hochzeit, bleibt offen. Man könnte bei unserem RTL eigentlich vorsorglich schon mal nachfragen, ob man daraus nicht ein romantisches Begleitformat macht.

"Jeder muss seine eigene Kraftquelle finden"

In einem der stilleren Gespräche des siebten Tages öffnet Simone einen Blick in ihre Vergangenheit. Den Kontakt zu ihren Eltern hat sie längst abgebrochen, zur Mutter schon seit Jahren, zum Vater seit dem Tod ihres Sohnes. Und wenn sie sagt: "Für mich ist das nicht meine Mutter, sondern irgendeine Person", schwingt darin eine ernüchternde Endgültigkeit mit.

Aufgewachsen als Scheidungskind mit einem früh verstorbenen Bruder und geprägt von dem, was Simone rückblickend nur als "Krieg" beschreibt, ist ihr die eigene Familie besonders wichtig geworden, vor allem die enge Bindung zu ihren beiden Söhnen - und "der eine passt von oben auf". Ergreifend wird es, als sie über den Verlust ihres Sohnes Emilio spricht und über jene Nacht, in der er starb, weil sie damals gespürt habe, dass der Tod nicht das Ende ist. Ihre Kraft schöpfe sie aus "Energien", von denen sie sagt, dass es sie ganz sicher gibt. Und ja, sie glaube an Engel -"aber nicht die mit den Flügeln", denn: "Jeder muss seine eigene Kraftquelle finden."

Kurz darauf sind wir wieder bei einem dieser unausgesprochenen Gespräche. Simone kennt Gils Ex-Frau Verena und spricht ihn auf seine Vergangenheit an, auf das, was war, auf die Kinder, die sie nicht sehen durfte. Beiläufig erwähnt sie Telefonate mit Verena und bringt Gil damit sichtbar aus dem Konzept. Auch das Wort Psychiatrie fällt in diesem Zusammenhang. Doch Ofarim bleibt kontrolliert und betont, er werde "nichts Schlechtes" sagen, vieles seien Entscheidungen von Jugendämtern und Gerichten gewesen.

Das Dschungelcamp bei RTL und auf RTL+

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" läuft ab 23. Januar bis zum Finale am 8. Februar täglich um 20.15 Uhr bei RTL. Alle Folgen, vorherige Staffeln und Infos zur Show gibt es zudem natürlich auf RTL+

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(Foto: RTL)

"Was ist das für eine Staffel?"

Doch gerade dieses erneute Ausweichen sorgt wieder für noch mehr offene Fragen, zumal Simone selbst andeutet, "ein, zwei Sachen" zu wissen, über die sie aber nicht sprechen könne. Samira bringt es schließlich genervt auf den Punkt: "Was ist das für eine Staffel, in der keiner quatscht?" Und ja, warum macht man ein solches Thema überhaupt erst auf, wenn man nicht darüber reden darf?

Nach all den intensiven Gesprächen richtet sich der Blick nun wieder auf das Spiel selbst. Ariels Prüfung bringt genau die Art von Energie ins Camp, die alle dringend brauchen. Erstaunlich gelassen zieht sie los, sagt Sätze wie "je öfter ich gewählt werde, desto mehr Ehrgeiz bekomme ich". Zum ersten Mal klingt die 22-Jährige dabei nicht trotzig. Hoch über dem Dschungel balanciert sie sich durchs "TraumAschiff", sammelt laut quiekend Stern um Stern ein.

"Ich bin stark und voller Energie", hatte sie vorher angekündigt - und siehe da: Die kleine Krawallschachtel zieht 1a durch. Neun Sterne werden es am Ende. "Ich bin überwältigt", sagt sie später, spricht von Adrenalin und davon, dass nun "der Druck weg" sei. "Ich habe neun Sterne", platzt es aus ihr im Camp heraus, und diesmal jubeln wirklich alle. Selbst Mirja scheint erleichtert und sagt nur trocken: "Und morgen kommt jemand anderes dran."

Was sonst noch geschah:

Die Schatzsuche von Nicole und Umut endet ohne Beute, dafür mit aufgeschlagenem Knie und einer fetten Enttäuschung, zumal Mirja insgeheim wenigstens auf "ein Stück Schokolade oder irgendwas zum Würzen" gehofft hatte.

Schwer ums Herz wird es noch einmal, als Hardy Krüger über den Tod seines Vaters spricht - und vor allem über das, von dem der 57-Jährige bis heute keine Kenntnis hat. "Kein Mensch weiß, was wirklich passiert ist", sagt er und weiter: "Das, was einen so fuchsig macht, ist, dass man nicht weiß, ob er glücklich war." Auch von seinem Erbe habe er nie etwas gesehen. Sein Vater starb 2022 in Kalifornien.

Und dann wäre da noch der Alltag des Camps, der zuverlässig zuschlägt: 146 Regelverstöße, auf die es nur eine logische Konsequenz geben kann: Kippen weg! Besonders unangenehm ist die Schadenfreude von Ariel, die es amüsiert, "dass ein Gil" nicht mehr rauchen kann. Auch Flora und Fauna sind Thema. Was das wohl ist? Womöglich die Namen von Begleitpersonen, die mit Claudia Obert irgendwo in Sidney abgestürzt sind?

Auch Fragen zur Relativitätstheorie kommen auf. Zum Glück erklärt Hardy Krüger das Ganze kurzerhand zur Realitätstheorie: Wir wissen nur, was jetzt ist, gestern ist vorbei und morgen entzieht sich unserer Kontrolle. Mehr Dschungel-Philosophie geht kaum, Einstein würde nicken und Bauer Patrick vermutlich auch. Da ist man fast untröstlich, dass an Tag 8 der Erste das Camp verlassen muss. In die nächste Dschungelprüfung müssen Gil und Ariel. Vielleicht wachsen sie ja doch noch zu einem dynamischen Duo zusammen.

Quelle: ntv.de

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