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Stinkefinger für AfD Ermittlungen gegen Udo Lindenberg eingestellt

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Udo Lindenberg dürfte sich über diese Entscheidung freuen.

(Foto: IMAGO/Chris Emil Janßen)

Als Udo Lindenberg zum Ehrenbürger Hamburgs gekürt wird, wettert AfD-Politiker Alexander Wolf gegen die Auszeichnung des Musikers. Der 76-jährige Panikrocker kommentiert das gestisch und wird dafür von Wolf angezeigt. Ein Verfahren wird es nun aber nicht geben.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen Panik-Rocker Udo Lindenberg wegen Beleidigung mangels öffentlichen Interesses eingestellt. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde der Anzeigensteller, der AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Alexander Wolf, auf den Privatklageweg verwiesen. Wolf hatte Lindenberg angezeigt, weil dieser ihm im September bei dessen Ernennung zum Hamburger Ehrenbürger in der Bürgerschaft den Mittelfinger gezeigt hatte.

Beim Tatbestand der Beleidigung handele es sich um ein Privatdelikt, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Liddy Oechtering. "Bei Privatklagedelikten erhebt die Staatsanwaltschaft nur dann Klage, wenn das öffentliche Interesse hieran bejaht wird. Das ist vorliegend nicht geschehen." Stelle die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren unter Verweis auf den Privatklageweg ein, sei diese Entscheidung grundsätzlich nicht anfechtbar.

Wolf empört sich

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Wolf zeigte sich von der Entscheidung empört und kündigte Beschwerde an. "Lindenbergs Stinkefinger darf keine Schule machen", sagte er und warf der Staatsanwaltschaft vor, "mit ihrer absurden Begründung den Straftatbestand der Beleidigung kleinzureden und zu verharmlosen". Bleibe sie bei ihrer Entscheidung, "dann kann zukünftig nie mehr ein Polizist oder ein Bürger mit dem ausgestreckten Mittelfinger beleidigt werden".

Wolf hatte nach dem Vorfall in der Bürgerschaft, der auf Videomitschnitten zu sehen war, zunächst eine Entschuldigung von Lindenberg gefordert. Da diese ausgeblieben sei, habe er Strafanzeige erstattet.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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