Schmerzensgeld für "Herrn W."Gil Ofarim muss 20.000 Euro abdrücken

Gil Ofarim schweigt im Dschungelcamp weiter beharrlich über seinen Davidstern-Skandal. Dafür verrät nun sein Anwalt ein neues Detail aus dem Prozess, in dem der Sänger seine Antisemitismus-Lüge gestanden hatte. Es geht um Schmerzensgeld.
Auch die Moralkeule, die seine Camp-Kollegin Ariel unermüdlich schwingt, ändert daran wohl nichts: Gil Ofarim sagt bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" (täglich um 20.15 Uhr bei RTL und im Stream auf RTL+) weiterhin nur, dass er nichts sagt. Der Sänger bleibt bei seiner Behauptung, eine Verschwiegenheitsverpflichtung zu seinem Davidstern-Skandal eingegangen zu sein. Und so wird er seine Zeit im Dschungel mutmaßlich absitzen, ohne seine Lüge, er sei von dem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels antisemitisch beleidigt worden, irgendwie zu erklären.
Statt Ofarim im Dschungelcamp spricht lieber sein Anwalt Alexander Stevens fernab der RTL-Show in Australien. Vor rund einer Woche war er bereits mit den Kritikerinnen und Kritikern des Musikers hart ins Gericht gegangen. "Die aktuelle Dynamik ist an Bigotterie kaum zu überbieten", schimpfte er da. Wer sich über "vermeintliche Unwahrheiten" empöre, könne nicht "im selben Atemzug ungeprüfte Behauptungen und strafbare Beleidigungen" gegen seinen Mandanten vorbringen. "Man kann nicht die Einhaltung von Werten fordern, während man sie selbst mit Füßen tritt."
Wer Ofarim Verleumdung vorwerfe und ihn dabei selbst verleumde, betreibe "Selbstjustiz", erklärte der Anwalt und warnte: "Unwahre Tatsachenbehauptungen" über den Sänger könnten auch strafrechtliche Konsequenzen haben.
Fluch und Segen
Nun jedoch hat Stevens über eine Konsequenz gesprochen, die ausschließlich seinen Schützling betrifft. Sie ergibt sich aus dem Prozess, in dem Ofarim im November 2023 überraschend gestanden hatte, den Hotel-Mitarbeiter zu Unrecht beschuldigt zu haben. Es geht um das Schmerzensgeld für den in der Berichterstattung häufig als "Herr W." abgekürzten Angestellten, zu dessen Zahlung sich Ofarim verpflichtet hat - neben den 10.000 Euro, die er für einen guten Zweck an die israelitische Religionsgemeinde in Leipzig und den Trägerverein des Hauses der Wannseekonferenz abdrücken musste.
In einem Instagram-Live-Video nannte Stevens am Mittwochabend erstmals die konkrete Höhe des Schmerzensgelds, der Ofarim zugestimmt habe: 40.000 Euro. Am heutigen Donnerstag korrigierte er diese Angaben allerdings wieder: Demnach betrage die Summe vielmehr 20.000 Euro. Der doppelt so hohe Betrag sei ursprünglich gefordert worden, erklärte Stevens nun. Zivilrechtlich habe man sich schlussendlich aber auf 20.000 Euro Schmerzensgeld geeinigt. Die weiteren Prozesskosten haben demnach rund 40.000 Euro betragen.
Der Grund, weshalb der Sänger den Betrag bis dato noch nicht beglichen hat, sei denkbar einfach: Er habe nicht über entsprechende finanzielle Mittel verfügt. Der Aufenthalt im Dschungelcamp sollte da nun Abhilfe schaffen. Schließlich wird immer wieder gemunkelt, Ofarim kassiere dafür eine sechsstellige Gage. "Jetzt kann man eins und eins zusammenzählen, warum dieses Dschungelcamp nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein kann", so Stevens am Mittwoch - erst recht, da Ofarim das Geld trotz seines Schweigens bekommt.