Ein (zu) heißer AuftrittHelene Fischer schält sich aus "Ganzkörperkondom"

Heiß, heißer, Helene Fischer: Allerdings muss sie bei ihren Auftritten in Frankfurt am Wochenende gar nicht groß selbst die Massen anheizen. Dafür sorgt schon allein die Gluthitze im Stadion. Die zwingt auch die Schlagerqueen zu besonderen Maßnahmen.
Bei ihrem Tourauftakt in Dresden vor knapp zwei Wochen war der Himmel noch wolkenverhangen. Doch als Helene Fischer am Wochenende zwei Konzerte in Frankfurt am Main gab, herrschten bei strahlendem Sonnenschein nahezu tropische Bedingungen. Das Thermometer kletterte auf bis zu 38 Grad.
Der Veranstalter reagierte darauf unter anderem damit, dass das Dach des Deutsche Bank Parks vorsorglich geschlossen blieb. Auch die Regeln für mitgebrachte Getränke wurden gelockert und der Einlass zeitlich etwas nach hinten geschoben, um die hohen Temperaturen vor Beginn der Show wenigstens einen Hauch abklingen zu lassen.
Allzu viel gebracht hat das natürlich nicht. Und so war nicht nur das Publikum längst kräftig aufgeheizt, noch bevor Fischer nur einen Ton gesungen hatte. Auch die Sängerin selbst hatte bei ihrem Auftritt mit der Gluthitze zu kämpfen, wenngleich sie zuvor noch gescherzt hatte: "Gruppenkuscheln, Gruppensauna ist angesagt."
Das ließ die 41-Jährige zu einer ungewöhnlichen Maßnahme greifen. Fischer entledigte sich auf der Bühne kurzerhand der Jacke ihres knallroten Latex-Outfits - und zeigte sich danach erleichtert: "Bin ich froh. Das war ein bisschen viel. Ich will es jetzt nicht sagen, aber das war wie ein Ganzkörperkondom. Und jetzt schwitze ich, aber das ist doch egal, oder? Wir schwitzen heute sowieso alle zusammen."
"Ein bisschen Kontrolletti"
Ein wenig ins Schwitzen geriet Fischer auch bei einem RTL-Interview. Gefragt, was denn ihre schlechteste Charaktereigenschaft sei, räumte sie ein: "Ich bin wirklich auch manchmal so ein Chaot. Also ich bin jemand, der auf den letzten Drücker immer Sachen macht. Das endet dann immer im Chaos." Zudem gab Fischer zu, schlecht abgeben zu können und "ein bisschen Kontrolletti" zu sein.
Zugleich konnte sich Fischer selbst aber auch eine gute Eigenschaft attestieren: "Ich bin ein sehr positiver Mensch. Ich versuche, aus allem das Positive herauszuholen oder auch in allem das Beste zu sehen. Ja, ich habe auch immer gute Laune." Und das, obwohl ihre Nächte zurzeit nicht ganz so seien, "wie man sich eine Nacht normalerweise vorstellt". Sie würde "gerne mal wieder durchschlafen", ließ die Sängerin durchblicken, welche Strapazen ihr Traumberuf eben auch mit sich bringt.
Noch allerdings muss sie etwas durchhalten. Ihre 360°-Tour dauert schließlich bis zum 17. Juli und führt sie noch in acht weitere Städte. Als Nächstes steht am Dienstagabend ein Auftritt in Gelsenkirchen auf dem Programm.