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Trump in Ungnade gefallen Hollywood-Gewerkschaft plant Rauswurf

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Trump ist seit 1989 Mitglied der beiden zusammengeschlossenen Gewerkschaften.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die US-Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA hat genug vom scheidenden US-Präsidenten. Noch heute soll ein Notfall-Meeting einberufen werden, um ein Ausschlussverfahren gegen Trump einzuleiten. Damit müsste er sich von seiner Castingshow "The Apprentice" verabschieden.

Langjährige Verbündete, seine Hausbank und nun auch noch die führende US-Schauspiel- und TV-Gewerkschaft? Immer mehr Menschen und Institutionen wenden sich nach dem Sturm auf das Kapitol vom scheidenden US-Präsidenten Donald Trump ab.

Wie das in aller Regel gut unterrichtete US-Branchenblatt "Deadline" vermeldet, erwägt die "Screen Actors Guild & American Federation of Television" (SAG-AFTRA), Trump rauszuwerfen. Würde es dazu kommen, könnte Trump nicht mehr in seiner geliebten Castingshow "The Apprentice" auftreten.

Demnach habe der nationale Vorstand der SAG-AFTRA für den heutigen Dienstag ein Notfall-Meeting einberufen, um über einen Rauswurf Trumps zu beraten. Dafür ist eine Zweidrittel-Mehrheit nötig.

Seit 1989 Mitglied

Allerdings wäre das nur der Startschuss für ein mögliches Ausschlussverfahren. Der gesamte Prozess zieht sich mehrere Wochen hin und würde auch eine Anhörung vorsehen, in der die Anschuldigungen gegen Trump vorgebracht würden. Laut den Statuten kann ein Mitglied dann ausgeschlossen werden, wenn es in Handlungen verwickelt ist, die sich gegen die Interessen oder die Integrität der Gewerkschaft richten.

Trump ist seit 1989 Mitglied in den beiden Gewerkschaften, die sich 2012 zusammenschlossen. Ihr gehören neben Schauspielern unter anderem auch zahlreiche (TV-)Journalisten an. Die SAG-AFTRA gilt als unpolitisch und äußert sich für gewöhnlich nicht zu politischen Ereignissen. Dennoch kritisierte die Gewerkschaft Trump in der Vergangenheit für seine Aussage, Nachrichtenmedien seien die Feinde des amerikanischen Volkes.

Quelle: ntv.de, lri/spot