Unterhaltung

Wegbegleiter von Dall und Kinski Ingo Insterburg stirbt mit 84 im Hospiz

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Er war Vorbild für spätere Spaßmacher der Marke Mike Krüger und Otto: Ingo Insterburg.

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Bereits in den 60er-Jahren gründet Ingo Insterburg unter anderem mit Karl Dall seine Formation Insterburg und Co. Damit wird er zum Vorreiter der modernen Comedy-Szene. Sein Song "Ich liebte ein Mädchen" hallt noch bis heute nach. Jetzt ist Insterburg gestorben.

Der Liedermacher und Sänger Ingo Insterburg ist tot. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren, wie sein langjähriger Musik-Manager Frank Nietsch erklärte. Zuvor hatten die Zeitungen "B.Z" und "WAZ" darüber berichtet.

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Nietsch hat den Musiker nach eigenen Angaben bis zu dessen Tod am vergangenen Samstag in einem Berliner Hospiz begleitet. Er habe Insterburg im Sommer 1990 kennengelernt und sei seitdem an seiner Seite gewesen.

Bis heute parodiert

Der Liedermacher hatte Ende der 1960er-Jahre gemeinsam mit Comedian Karl Dall, dem Schauspieler Jürgen Barz und dem Autor Peter Ehlebracht die Band Insterburg & Co gegründet. Zu einem Zeitpunkt, zu dem es den Begriff Stand-up-Comedy in Deutschland noch nicht gab, erlangte die Band Kultstatus mit einem neuen Typ von Unterhaltung: Blödel-Musik und Parodien für den einfachen Humor. Damit war sie Vorbild für Künstler wie Otto und Mike Krüger.

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Mit Karl Dall arbeitete er auch nach dem Ende von Insterburg und Co 1979 zusammen.

(Foto: imago stock&people)

Bekanntestes Lied der Band war das von Insterburg vorgetragene "Ich liebte ein Mädchen aus ...". Noch heute parodieren unzählige Fans den Endlosreim in Youtube-Videos. Oft werde der Name Insterburg auch mit dem Hit "Kreuzberger Nächte" in Verbindung gebracht, so Nietsch. "Das ist aber ein großer Irrtum." Der Ohrwurm aus dem Jahr 1978 stammt vielmehr von den Gebrüdern Blattschuss, die gleichwohl ebenfalls von Insterburg & Co inspiriert wurden.

"Blödeleien mit Musik"

Gelegentlich wurden Insterburg & Co als "Blödelbarden" bezeichnet. Ingo habe damit nicht so viel anfangen können, so sein langjähriger Manager. Er habe sich eher als "Musik-Komödiant" gesehen und von "Blödeleien mit Musik" gesprochen.

Mehr als 55 Jahre stand Insterburg auf der Bühne. In seiner WG in der Uhlandstraße im alten Berliner Westen lebte er Zimmer an Zimmer mit dem schon 1991 gestorbenen Schauspieler Klaus Kinski. Dessen Brecht-Balladen begleitete er musikalisch als "Guitar-Ingo", wie Kinski ihn auf der Bühne ankündigte.    

Ein "Musik-Tausendsassa" sei Insterburg gewesen, so Nietsch voller Bewunderung. Unter anderem habe er Gitarre, Geige, Querflöte und Saxofon beherrscht. Zudem baute er skurrile Instrumente: eine Flöte aus einer Bürste, ein Saxofon aus einem Abwasser-Schlauch und ein Banjo aus einem Eimer. "Alles, was man zum Klingen bringen kann, das mach ich", habe er gesagt. Das habe ihm viel Bewunderung in seiner Branche eingebracht, so sein Manager. Vor allem sei Insterburg aber eines gewesen: "Ein hart arbeitender Mensch mit einem unglaublichen Musikgespür."

Quelle: n-tv.de, Marion von der Kraats, dpa

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