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Streit mit Online-Firma Kollegah soll 200.000 Euro zahlen

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Felix Blume alias Kollegah ist siegessicher.

(Foto: imago images / Arvid Müller)

Rapper Kollegah steht in Düsseldorf vor Gericht. Ein Dresdner Unternehmen verklagt ihn auf 250.000 Euro Schadenersatz, weil er sich angeblich nicht an Vereinbarungen gehalten hat. Das Gericht schlägt einen Vergleich vor.

Ein Unternehmen aus Dresden behauptet, einen Deal mit Rapper Kollegah alias Felix Blume abgeschlossen zu haben. Gegen den soll der 35-Jährige allerdings verstoßen haben und wird nun vor dem Düsseldorfer Landgericht zur Kasse gebeten.

250.000 Euro Schadenersatz verlangte das Unternehmen, das Blume die Schuld daran gibt, auf seinen Klamotten der Marke "Deus Maximus" sitzen geblieben zu sein. Es soll einen Lizenzvertrag zwischen der Firma und dem Musiker gegeben haben, im Zuge dessen Kollegah die Produkte bei Social Media bewerben sollte. Das hat er bis Ende 2017 auch getan. Dann habe er plötzlich die Werbung auf seinen Kanälen eingestellt und stattdessen eine andere Marke gefeatured, behaupten die Kläger. Laut der Dresdner sei eine Kündigungsfrist von acht Monaten vereinbart gewesen, an die sich Blume nicht gehalten habe. 

Mündliche Vereinbarungen?

Sowohl Kollegah als auch seine Anwälte bestreiten die Vorwürfe. Die Zusammenarbeit sei einvernehmlich beendet worden und eine Kündigungsfrist nie vereinbart gewesen. Zudem sei gar nicht Kollegah selbst Vertragspartner, sondern eines seiner Unternehmen. Laut Gericht sind einige der Vereinbarungen mündlich getroffen worden. Nun hat es einen Vergleich vorgeschlagen. Blume soll 200.000 Euro statt der verlangten 250.000 Euro zahlen. Seine Anwälte lehnten das ab und boten im Gegenzug 160.000 Euro. Zu einer Einigung kam es am ersten Prozesstag demnach nicht.

Zuletzt gab es für Kollegah in seiner Funktion als Unternehmer selbst einigen Ärger. Redakteure der Portale "VICE" und "Buzzfeed" hatten sich bei seinem Coaching-Programm "Alpha Mentoring" eingeschleust. Sie wollten aufdecken, wie gefährlich es sei und dass der Rapper damit seine Fans abzocke. Kollegah reagierte auf die Aktion zunächst per 40-minütigem Youtube-Video, in dem er das Ganze als "ekelhaft" bezeichnete. Dann flatterten beiden Redaktionen Abmahnungen ins Haus. Auch andere Seiten, die über die laut Blume und seinen Anwälten "wahrheitswidrigen" Behauptungen berichtet hatten, bekamen Post.

Quelle: n-tv.de, nan