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"Ich hätte das nicht gemacht" Kritik an "Schaum"-Folge von Klum-Show

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Heidi Klum dreht die aktuelle "GNTM"-Staffel derzeit in Berlin.

(Foto: dpa)

In der jüngsten Folge der Castingshow "Germany's Next Topmodel" laufen die Kandidatinnen fast nackt und mit Schaum bedeckt über den Catwalk - offenbar um zu testen, ob sie sich schämen. Auf Twitter sorgt das für Kritik. Und auch eine Ex-Teilnehmerin findet klare Worte.

Ein Laufsteg-Walk mit fast nackten, schaumbedeckten jungen Frauen hat der Castingshow "Germany's Next Topmodel" hohe Einschaltquoten gebracht - aber auch Kritik. Die Show sahen am Donnerstagabend 2,42 Millionen Menschen, das ist der zweitbeste Wert der laufenden 16. Staffel. Bei dem Gang über den Laufsteg trugen die Frauen nur hautfarbene Slips und hohe Schuhe, die Brustwarzen waren abgeklebt.

Vor dem Loslaufen wurden sie mit Schaum bedeckt. Model Heidi Klum sagte in der Sendung: "Möcht ja gern mal wissen, wer sich da schämt. Weil als Model darf man sich ja nicht schämen, man muss sich ja eigentlich immer gut fühlen in seiner Haut."

In den sozialen Medien gab es unterschiedliche Reaktionen, neben Lob für die Frauen auch Spott und Unverständnis. "Den Designer will ich sehen, der Models bucht, um sie nur mit Schaum laufen zu lassen", schrieb eine Nutzerin bei Twitter. Ein anderer sah die Sache gelassener. "Höschen an, Brüste abgeklebt, Schaum... Und dann noch verpixelt. Das ist schon nicht mal mehr FSK." Die Siegerin der Castingshow von 2015, Vanessa Fuchs, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich hätte das nicht gemacht. Meine Modeschauen waren keine Nacktshows. Das wird es für mich auch nicht geben."

Der Sender selbst sieht keinen Grund für Kritik an der Folge. "Weder bei Twitter noch bei Facebook war der 'Schaum-Walk' gestern ein großes Thema", erklärte ein Prosieben-Sprecher. "Wer den Walk gesehen hat, konnte erkennen, wie besonders diese Übung erzählt war. Und wie sehr das GNTM-Team darauf geachtet hat, den Models für diese Übung zu helfen, sodass sie nach der Aufgabe voller Euphorie waren."

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"Germany's Next Topmodel" ist bereits mehrfach wegen Sexismusvorwürfen in die Kritik geraten. 2018 etwa protestierten im Netz zahlreiche junge Frauen mit dem Schlagwort #NotHeidisGirl gegen die Sendung. Experten sagten damals, die Kritik an der Show habe eine neue Stufe erreicht. Grund dafür seien auch die MeToo-Bewegung und die dadurch ausgelösten Debatten.

Vom Bundesfamilienministerium hieß es auf Anfrage: "Wir werden uns zu der konkreten Sendung nicht äußern." Die "Bild"-Zeitung hatte eine Sprecherin im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die aktuelle Folge mit den Worten zitiert, Sexismus sei "nichts, das wir einfach tolerieren oder ignorieren können". Sexismus sei eine Form der Gewalt. Klum selbst äußerte sich bisher nicht zu der Kritik.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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