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Der Künstler A.R. Penck vor einem seiner Bilder.
Der Künstler A.R. Penck vor einem seiner Bilder.(Foto: picture alliance / Salome Kegler)
Mittwoch, 03. Mai 2017

"Meister der Strichmännchen": Künstler A. R. Penck ist tot

In seinen Werken thematisiert er die Trennung Deutschlands. Kein Wunder, ist der deutsche Maler A. R. Penck selber einst vom Regime der DDR ausgebürgert worden. Nun ist der Künstler im Alter von 77 Jahren gestorben.

Der deutsche Maler A. R. Penck ist tot. Der 77-Jährige sei bereits am Dienstag nach einer längeren Krankheit in Zürich gestorben, teilte die Galerie Michael Werner mit. Der Kölner Galerist hatte Penck entdeckt und Ende der 1960er-Jahre auch erstmals ausgestellt.

Das Kunstwerk "Reaktor" aus dem Jahr 1990 von Penck.
Das Kunstwerk "Reaktor" aus dem Jahr 1990 von Penck.(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Penck ist mit seiner Bildsprache aus Strichmännchen mit erigierten Penissen, Kreuzzeichen, Totenköpfen und beißenden Hunden bekannt geworden. Eine Zeichenkunst, mit der er die damalige Trennung Deutschlands und die Suche des Individuums nach einer freien Gesellschaft thematisiert.

A.R. Penck, der eigentlich Ralf Winkler hieß, gilt als bedeutender Gegenwartskünstler und Vater der "Neuen Wilden". Der Maler, Grafiker und Bildhauer wurde am 5. Oktober in Dresden geboren. Von 1969 an bekam er mit dem Sicherheitsdienst der DDR zunehmend Probleme. Seine Bilder wurden beschlagnahmt und seine Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR abgelehnt.

Pencks Werke "Zwischen Arktis und Wüste" aus dem Jahr 1975 (l) und "Flugblatt (Macht-Besitz)" aus dem Jahr 1974. Zudem ist das Kunstwerk "Selbstkopf" aus dem Jahr 1984 zu sehen.
Pencks Werke "Zwischen Arktis und Wüste" aus dem Jahr 1975 (l) und "Flugblatt (Macht-Besitz)" aus dem Jahr 1974. Zudem ist das Kunstwerk "Selbstkopf" aus dem Jahr 1984 zu sehen.(Foto: picture alliance / dpa)

Vor allem nach der Verleihung des Will-Grohmann-Preises im Jahr 1975 durch die Akademie der Künste in West-Berlin nahmen die Kontrollen der Staatssicherheit zu. Im Jahr 1980 wurde Penck aus der DDR ausgebürgert und siedelte in den Westen über. Nur wenige Monate später mietete der Künstler in Paris ein Atelier in der Nähe des Künstlerviertels Montmartre.

Seit März ist in Südfrankreich eine Ausstellung mit Werken Pencks zu sehen. Schon die Vernissage fand - aus gesundheitlichen Gründen - ohne den Künstler statt, der zuletzt in Irland lebte. Die Ausstellung soll noch bis zum 18. Juni im Museum Fondation Maeght in der Nähe von Nizza zu sehen sein.

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Quelle: n-tv.de

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