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Schlechten Kritiken zum Trotz"Michael" bricht alle Rekorde

27.04.2026, 19:54 Uhr
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Michael Jackson wird in "Michael" von seinem Neffen Jaafar Jackson verkörpert. (Foto: IMAGO/Landmark Media)

Viele Kritiker zeigen sich von "Michael" wenig begeistert. Das Publikum des Films über die ersten Karrierejahre von Michael Jackson ist hingegen ganz anderer Meinung - und beschert dem Streifen einen Rekordstart.

Der Kinofilm "Michael" über die frühen Jahre von Michael Jackson hat zu seinem Start gleich mehrere Rekorde für Musik-Biopics pulverisiert. Der Streifen spielte an seinem ersten Wochenende weltweit 217,4 Millionen US-Dollar ein. Damit landete "Michael" den bislang erfolgreichsten globalen Start einer Musikerbiografie überhaupt.

Den Rekord hatte zuletzt "Bohemian Rhapsody" gehalten. Der Film über die Formation Queen und ihren Sänger Freddie Mercury war 2018 mit 122 Millionen US-Dollar gestartet.

In seinem Heimatmarkt Nordamerika glückte "Michael" ebenfalls ein Startrekord. Mit einem Einspielergebnis von 97 Millionen US-Dollar stellte der Film von Antoine Fuqua "Straight Outta Compton" in den Schatten. Das Porträt der Gangsta-Rapper N.W.A war 2015 in den USA mit 60,2 Mio. Dollar angelaufen.

Erwartungen übertroffen

Wie das US-Branchenmagazin "Variety" berichtet, hatte die Produktionsfirma Lionsgate zum US-Auftakt zwischen 65 und 70 Millionen Dollar für "Michael" anvisiert. Auch das wäre bereits ein Rekord gewesen. Das tatsächliche Einspielergebnis übertrifft jedoch alle Erwartungen.

Der Traumstart von "Michael" ist umso beachtlicher, da viele Rezensionen im Vorfeld vernichtend ausfielen. Die Kritik von ntv.de ist eine der wenigen mit einem eher positiven Resümee. Auch die Bewertungen von Zuschauerinnen und Zuschauern stehen im starken Kontrast zu den zahlreichen Verrissen: Auf der Website "Rotten Tomatoes", die Filmkritiken auswertet, fallen sie zu 97 Prozent positiv aus.

In vielen Rezensionen wird dem Film das Glattbügeln von Michael Jacksons Image vorgeworfen. Die Anschuldigungen des Kindesmissbrauchs gegen den Popstar würden ausgeblendet. "Michael" endet allerdings im Jahr 1988 - viele Jahre vor der Veröffentlichung der ersten Vorwürfe.

Kommt ein zweiter Teil?

Ursprünglich sollte "Michael" auch von den Missbrauchsvorwürfen handeln. Zu diesem Themenkomplex hatte Antoine Fuqua bereits Material gedreht. Doch dann kam durch einen Bericht der "Financial Times" eine Klausel in einem außergerichtlichen Vergleich ans Licht. Darin heißt es, dass der Fall Jordan Chandler nicht fiktional verarbeitet werden dürfe. Chandler war der Erste, der den Sänger des Missbrauchs beschuldigte.

Über einen zweiten Teil von "Michael" gab es bereits Spekulationen. Dieser würde um die Anschuldigungen gegen den "King of Pop" allerdings definitiv nicht mehr herumkommen. Nach dem Erfolg des Biopics dürfte dennoch die Chance gestiegen sein, dass er in Angriff genommen wird.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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