Unterhaltung

Noch nicht für die Royals Nationale Trauerzeit für Prinz Philip beendet

In Großbritannien ist die Trauerzeit nach der Beerdigung von Prinz Philip vorüber, für die königliche Familie gilt sie weiterhin. Auch am Mittwoch, dem 95. Geburtstag der Queen. Ob Enkel Prinz Harry davor in die USA zurückkehrt, ist noch unklar.

Nach der Beisetzung von Prinz Philip auf Schloss Windsor ist die nationale Trauerzeit in Großbritannien beendet. An diesem Sonntag nahm erstmals seit dem Tod Philips am 9. April wieder ein Regierungsmitglied an einer Polit-Talkshow teil. Auch auf offizielle Termine hatte das Kabinett zuletzt verzichtet. Für die königliche Familie gilt weiterhin eine Trauerzeit. Auch der 95. Geburtstag von Philips Ehefrau, Queen Elizabeth II., am kommenden Mittwoch fällt noch in diese Spanne.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die britische Königsfamilie im kleinsten Kreis in Windsor Abschied genommen. Der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. und Prinz Philip, Charles, wirkte vor und während der Trauerfeier besonders ergriffen. Im Trauerzug ging er direkt hinter dem Sarg seines Vaters und kämpfte augenscheinlich mit den Tränen. Auch während des Gottesdienstes wirkte er besonders berührt.

Dagegen wirkte die Königin gefasst. Sie bewahrte - wie so oft - auch bei der Trauerfeier für ihren verstorbenen Mann Haltung. Ganz allein saß sie vorn in der Kirche und verfolgte aufmerksam den Gottesdienst. Erst drei Plätze weiter fand Sohn Andrew Platz. Anders als mehrere der anderen Frauen trug sie keinen Trauerschleier vor dem Gesicht. Zu ihrer schwarzen Mund-Nase-Bedeckung mit weißem Rand und einem schwarzen Hut setzte sie in der Kapelle zwischendurch eine Lesebrille auf. Mit gesenktem Kopf las sie Rede- und Liedtexte mit. Den Weg vom Auto zu ihrem Platz und wieder hinaus ging sie ebenfalls nur mit dem Erzbischof von Canterbury und dem Dekan von Windsor an ihrer Seite - ohne gestützt zu werden.

Enkel Prinz Harry war für die Beisetzung aus den USA angereist. Wann er wieder zu seiner schwangeren Frau Herzogin Meghan zurückkehren wird, ist nicht bekannt. Eine Sprecherin des 36-Jährigen wollte die Reisepläne nicht kommentieren. Harry und Meghan hatten vor gut einem Jahr ihre royalen Pflichten aufgegeben und waren mit Sohn Archie nach Kalifornien gezogen. Nachdem sie in einem TV-Interview schwere Vorwürfe gegen das Königshaus erhoben hatten, verschärften sich die Spannungen vor allem zwischen Harry und seinem Bruder Prinz William. Nach der Trauerfeier am Samstag auf Schloss Windsor waren die beiden Prinzen gemeinsam angeregt plaudernd mit Williams Frau Herzogin Kate zu sehen. Britische Medien spekulierten daraufhin, dass die Eiszeit beendet sein könnte.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.