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Fragen nach Archies Hautfarbe Oprah nimmt Queen und Philip in Schutz

Ein Baby mit dunkler Hautfarbe ist im britischen Königshaus anscheinend ein riesiges Problem. Wer sich derartig geäußert hat, verraten Meghan und Harry in ihrem Interview mit Oprah Winfrey aber nicht. Nun stellt die Moderatorin klar: Die Großeltern waren es nicht. Schlecht beraten werden sie womöglich trotzdem.

Queen Elizabeth II. und ihr Ehemann Prinz Philip waren nach Angaben von Moderatorin Oprah Winfrey nicht am rassistische Verhalten gegen Herzogin Meghan während ihrer Schwangerschaft beteiligt. Prinz Harry habe ihr nicht gesagt, gegen wen sich die Vorwürfe richten, sagte Winfrey im US-Fernsehen nach der Ausstrahlung ihres Interviews mit Harry und Meghan. "Er wollte aber sicherstellen, dass ich weiß, dass weder seine Großmutter noch sein Großvater Teil dieser Unterhaltungen waren."

In dem Interview hatte Meghan von rassistischem Verhalten während ihrer Schwangerschaft mit Sohn Archie gesprochen. Es habe Bedenken und Gespräche darüber gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", sagte Meghan. Dies sei aus Gesprächen der "Familie" mit ihrem Mann Prinz Harry hervorgegangenen. Genauer wollte Meghan sich nicht äußern, weil dies "sehr schädlich" für einige Personen wäre. Es sei aber klar gewesen, dass ein Baby mit dunkler Hautfarbe ein Problem für den Palast gewesen wäre.

Das vom US-Sender CBS und RTL ausgestrahlte, 85 Minuten lange Gespräch ist das erste Interview von Meghan und Prinz Harry, seitdem das Paar vor einem Jahr seine royalen Pflichten aufgegeben hatte. Unterstützer von Meghan hatten der britischen Klatschpresse und auch dem Königshaus immer wieder vorgeworfen, eine Kampagne gegen die Herzogin zu führen. Dabei ging es auch um Rassismus-Anschuldigungen, weil die Mutter der 39-jährigen Amerikanerin schwarz ist.

Queen erhält "schlechte Ratschläge"

Nach Angaben von Prinz Harry habe der Rassismus gegen Meghan "einen großen Teil" der Entscheidung, die royalen Pflichten niederzulegen, ausgemacht. Andere Mitglieder des Königshauses hätten immer wieder betont, dass auch sie mit der Klatschpresse zu kämpfen hätten, ergänzte Meghan. Bei ihr und Harry sei aber alles viel extremer gewesen, weil sie eine schwarze Mutter habe und weil sie aus den USA komme. "Unhöflich und rassistisch ist nicht dasselbe", sagte Meghan.

Es sei ein "giftiges Umfeld", sagte Harry weiter, aber er werde immer für seinen Bruder und seine ganze Familie da sein. Die königliche Familie sei in ihrem Status eingesperrt, auch sein Vater Prinz Charles. "Er musste damit seinen Frieden machen."

Der Prinz führte weiter aus, dass viele Mitglieder des Königshauses von ihren Beratern "schlechte Ratschläge" bekämen - darunter auch seine Großmutter, die Queen. So habe sie Meghan und ihn einmal zu sich eingeladen. Als sie dann aber in Großbritannien ankamen, habe es auf einmal geheißen, die Königin sei die ganze Woche zu beschäftigt, um die beiden zu empfangen.

Meghan kritisiert Vater und Halbschwester

In dem Interview hat Meghan auch ihren Vater und ihre Halbschwester kritisiert. Ihr Vater habe sie angelogen, als es um die Frage ging, ob er mit den britischen Boulevardmedien zusammengearbeitet habe, sagte die Herzogin. Das treffe sie besonders hart jetzt wo sie selbst Mutter sei. "Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, wie ich mein Kind jemals absichtlich verletzten könnte, also ist es schwer für mich, das zu verstehen."

Mit ihrem Vater liegt Meghan bereits seit ihrer Hochzeit mit Harry im Frühjahr 2018 im Clinch. Unter anderem hatte Thomas Markle einen handgeschriebenen Brief Meghans an Journalisten der "Mail on Sunday" gegeben.

"Sie haben auch meine Mutter verfolgt, und ihr habt nie ein Wort von ihr gehört", erzählte die Herzogin weiter. "Seit vier Jahren ist sie in würdevoller Stille verblieben, während sie mit ansehen musste, wie ich das alles durchmache."

Ihre Halbschwester Samantha, die zuletzt ein Buch über ihre prominente Verwandte veröffentlicht hatte, kenne sie so gut wie gar nicht, sagte Meghan in dem Interview mit Winfrey. "Das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe, muss 18 oder 19 Jahre her sein, und das Mal davor zehn Jahre davor." Sie habe ihren Nachnamen genau dann wieder zu Markle geändert, als sie ihre Beziehung zu Harry begonnen habe, sagte sie. "Ich denke, das sagt genug."

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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