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Mutige Parallele Pitt vergleicht Weinstein mit Charles Manson

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Brad Pitt hat eine mutige Parallele zwischen Harvey Weinstein und Charles Manson gezogen.

(Foto: Jordan Strauss/Invision/AP)

Er hat gerade einen Film zu bewerben. Da kann eine mutige Aussage schon mal genau den richtigen Wirbel provozieren. In einem Interview zieht Brad Pitt eine Parallele zwischen dem Hippie-Mörder Charles Manson und Filmproduzent Harvey Weinstein, der mehrere Frauen missbraucht haben soll.

Was haben Charles Manson und Harvey Weinstein gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht sehr viel. Doch bei näherer Betrachtung lassen sich Parallelen ziehen - jedenfalls aus Sicht von Brad Pitt, der glaubt, der Weinstein-Skandal und die Manson-Morde hätten Hollywood in vergleichbarer Weise erschüttert. Der Hollywoodstar dürfte sich während der vergangenen Monate eindringlich jedenfalls mit Manson befasst haben. Schließlich spielte er eine Hauptrolle in Quentin Tarantinos Film "Once Upon a Time in Hollywood", der vor der Kulisse der Manson-Morde spielt. Anhänger von Charles Manson, dem Anführer eines Hippie-Kults, töteten 1969 an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in Los Angeles mehrere Menschen.

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Brad Pitt findet, der Weinstein-Skandal und die Manson-Morde hätten Hollywood in vergleichbarer Weise erschüttert.

(Foto: AP / Collage: n-tv.de)

In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Sunday Times" hatte zunächst Pitts Co-Star Leonardo DiCaprio über die Zeit der Morde ausgeführt: "So wie meine Eltern es beschrieben haben, war es das Ende einer idealisierten Revolution. Meine Eltern sind heute noch Hippies, aber damals zerbrach der Traum." Man habe gehofft, "Liebe und Frieden" auf der ganzen Welt zu verbreiten. "Dann ist alles zusammengebrochen", so DiCaprio. "Es war das Ende einer Ära."

"Wir werden neu kalibriert"

Daraufhin fragte der Reporter der "Sunday Times" Pitt und DiCaprio, ob seitdem wieder ein Ereignis Hollywood in dieser Weise erschüttert habe. Daraufhin antwortete Pitt: "Harvey Weinstein." Er schob die Frage nach, ob der Vergleich geschmacklos sei. Dann aber führte er erklärend aus. "Wir werden gerade neu kalibriert." Dieses Mal sei es jedoch verglichen mit der Zeit nach den Manson-Morden auf eine gute Art und Weise.

Mehr als einhundert Schauspielerinnen weltweit beschuldigen Harvey Weinstein sexueller Übergriffe. Darunter sind Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie. Mit beiden führte Pitt eine Beziehung. Paltrow erzählte in einem Interview, Pitt habe Weinstein sogar konfrontiert, als er von den Übergriffen erfahren habe. Pitts Produktionsfirma hat sich die Rechte an der Verfilmung des Weinstein-Skandals basierend auf den Recherchen der "New York Times"-Reporterinnen Jodie Kantor und Megan Twohey gesichert.

Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood" ist der erste Film, bei dem der Regisseur nicht mehr mit Weinstein zusammengearbeitet hat. Tarantino hatte zuvor zugegeben, bis zu einem gewissen Grad von Weinsteins Verhalten gewusst zu haben. Er sagte, er hätte die Zusammenarbeit schon viel früher beenden sollen.

Quelle: n-tv.de, ame