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"Das widert mich an" Promis empören sich über Uni-Bestechungen

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Bis zu 500.000 Dollar sollen die Eltern für bessere Testergebnisse oder den Eintritt ins Sport-Team gezahlt haben.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Dutzende US-Promis stehen unter Verdacht, ihren Kinder mit viel Geld Studienplätze an begehrten Elite-Unis gekauft zu haben. Dass sie ihren Status so sehr ausnutzen stößt bei vielen Kollegen auf Unverständnis. Auf Twitter lassen sie ihrer Wut und Häme freien Lauf.

Zahlreiche US-Prominente haben öffentlich gegen ihre Kollegen ausgeteilt, denen vorgeworfen wird, ihre Kinder mit Bestechungen an Elite-Unis geschleust zu haben. "Ich bin trotz aller Widrigkeiten durch harte Arbeit und Beharrlichkeit in Harvard angenommen worden", schrieb etwa "Breaking Bad"-Star Dean Norris auf Twitter. "Keiner meiner Eltern ging aufs College, wir hatten nicht einmal Geld für die SAT-Vorbereitungskurse, geschweige denn für Bestechungsgelder. Beschämend."

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Kinder aus der Arbeiterklasse hätten es auch ohne reiche und privilegierte Eltern schwer genug, schrieb Norris weiter. "Wenn ich an all die Kids denke, die hart gelernt haben, lange wach geblieben sind, Nebenjobs hatten, um die Gebühren ihrer Uni-Bewerbungen zu finanzieren und dann von den Elite-Unis abgelehnt wurden, weil irgendwelche reichen Arschlöcher für ihre ohnehin schon privilegierten Kinder betrügen - dann widert mich das an."

"Danke, Mutter, dass du dich nicht genug geschert hast"

Dutzende Promis stehen derzeit unter Verdacht, ihre Kindern begehrte Studienplätze an Hochschulen wie Yale, Harvard und Stanford gekauft zu haben. Unter den fast 50 mutmaßlichen Tätern gehören auch "Desperate Housewives"-Star Felicity Huffman und Lori Loughlin aus der Sitcom "Full House". Beide Schauspielerinnen wurden wegen "Bestechung und andere Formen des Betrugs" festgenommen, kamen jedoch auf Kaution wieder aus dem Gefängnis. Bis zu 500.000 Dollar sollen sie gezahlt haben, um die Testergebnisse ihrer Kinder zu verbessern oder sie in die Sport-Teams der Unis zu stecken.

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Auch Supermodel und Ehefrau von Schmusesänger John Legend, Chrissy Teigen, konnte sich ein paar böse Tweets nicht verkneifen. "Danke, Mutter, dass du dich nicht genug dafür geschert hast, mich an eine Uni zu bringen", schrieb die 33-Jährige. Kurz darauf postete sie eine Fotocollage von vier bekannten Sportlern, auf deren Köpfe sie ihr Gesicht, das ihres Mannes und zwei weiteren Freunden gephotoshopt hatte. "Sieht das echt aus?", fragte sie keck. "Wir versuchen es nach Harvard zu schaffen."

"Papas Oscar hat geholfen"

Rob Lowe mischte sich ebenfalls in die Diskussion ein, nachdem sein Sohn und Stanford-Absolvent John Owen Lowe seine Abscheu über den Skandal äußerte. Er sei "sehr stolz auf meine ehrlichen und fleißigen Söhne", schrieb der "Parks and Recreation"-Star auf Twitter. Er löschte den Eintrag jedoch kurz darauf.

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Ben Dreyfuss, Sohn von Oscar-Preisträger Richard Dreyfuss, scherzte auf Twitter: "Ich bin auf altmodische Art und Weise ins College gekommen: Indem ich die Berühmtheit meines Vaters für sich selbst habe sprechen lassen." Darunter teilte er den Screenshot eines Chatverlaufs mit seiner Mutter, die ihn nach dem Tweet davon zu überzeugen versuchte, dass er es seinen Schreibfertigkeiten zu verdanken habe, es an die Elite-Uni Emerson geschafft zu haben.

In einer Reihe von Nachrichten beweist Ben seiner Mutter jedoch das Gegenteil: "Mum, ich wurde von einer High School geworfen, habe eine andere wegen akuter Drogenprobleme verlassen, dann meinen Abschluss an einer Fernschule nachgeholt, die mir angerechnet hat, dass ich einen Führerschein besitze." Er sei sich sicher, dass der Oscar seines Vaters ihm dabei geholfen habe, an der Emerson studieren zu können, "einer Uni, die bekanntermaßen Prominente der darstellenden Künste wertschätzt." Dagegen kommt auch seine Mutter nicht mehr an, die zugibt: "OK. Das kann geholfen haben", aber gleichzeitig klarstellt, dass sein Vater niemals an die Uni gespendet habe.

Quelle: n-tv.de, lri

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