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Sänger unter Missbrauchsverdacht R. Kellys Ex-Manager stellt sich Polizei

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Mehrere Frauen protestieren vor einem Musikstudio gegen R. Kelly.

REUTERS

Seit zwei Jahren wabern Missbrauchsvorwürfe gegen R. Kelly durch die US-amerikanische Musikszene. Davon betroffen ist mutmaßlich auch Joycelyn Savage. Der Vater der jungen Frau soll vom Ex-Manager des Musikers bedroht worden sein.

Der frühere Manager von R. Kelly hat sich im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen den Sänger der Polizei gestellt. CNN berichtet, James Mason hat im Raum Atlanta im US-Bundesstaat Georgia einen Mann bedroht, dessen Tochter mutmaßlich von Kelly festgehalten wird. Der Fall der jungen Frau namens Joycelyn Savage ist Teil der TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly", die vor zwei Wochen veröffentlicht worden war. Darin werden die Missbrauchsvorwürfe gegen den Musiker behandelt.

"Ich werde dir und deiner Familie Leid zufügen. Wenn ich dich sehe, werde ich dich kriegen. Ich werde dich verdammt nochmal töten", soll Mason dem Vater im Mai 2018 gedroht haben. Dies zitiert CNN aus dem Polizeibericht. Ein Richter hat daraufhin einen Haftbefehl erlassen, dem Mason nun folgte. Laut Bericht kam er anschließend gegen eine Kaution von 10.000 Dollar (8800 Euro) wieder vorläufig frei.

Im Sommer 2017 sorgte zudem ein "Buzzfeed"-Bericht über einen mutmaßlichen "Sex-Kult" Kellys für Aufsehen. Die Familie von Joycelyn Savage beschuldigt Kelly, ihr den Kontakt zur Außenwelt zu verbieten und sie manipuliert zu haben. Savage hatte dies im Sommer 2017 in einem Video zurückgewiesen und erklärt, ihr gehe es gut.

Die Vorwürfe gegen R. Kelly reichen bis in die 90er-Jahre zurück. Der Sänger bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kelly stand bisher beim Plattenlabel RCA unter Vertrag, das zu Sony Music gehört. Berichte zufolge hat RCA die Zusammenarbeit mit dem dreifachen Grammy-Gewinner inzwischen beendet. Seit Freitag taucht er auf der Website des Labels im Gegensatz zu anderen Künstlern nicht mehr auf. Sprecher von Sony, RCA und Kelly haben die Trennung bisher nicht bestätigt.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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