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Ex-Liebhaber plaudert ausRex Gildo hatte ein haariges Geheimnis

26.10.2026, 15:46 Uhr
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Den Schein hat er stets gewahrt: Rex Gildo. (Foto: picture alliance / Sammlung Richter)

Mit Liedern wie "Speedy Gonzales", "Marie, der letzte Tanz ist nur für dich" und natürlich "Fiesta Mexicana" zimmert sich Rex Gildo ein Schlager-Denkmal. Doch privat verläuft sein Leben unglücklich. Sehen soll das allerdings niemand, schon gar nicht an seinen Haaren.

In den 60er- und 70er-Jahren zählt Ludwig Franz Hirtreiter zu den hellen Sternen am Schlager-Firmament. Das jedoch selbstredend nicht unter seinem sperrigen Geburtsnamen, sondern mit dem Pseudonym Rex Gildo.

Nachdem er sich Ende der 50er-Jahre bereits als Schauspieler probiert hatte, startete der in Straubing geborene Bayer wenig später musikalisch durch. "Speedy Gonzales" ist 1962 sein erster Nummer-1-Hit in Deutschland. Mit Liedern wie "Marie, der letzte Tanz ist nur für dich" oder "Der letzte Sirtaki" zählte er in den 70ern zu den Dauergästen in der "ZDF-Hitparade". Doch vor allem ein Song sollte für immer an ihm kleben bleiben: "Fiesta Mexicana" mit dem berühmt-berüchtigten Ausruf "Hossa!".

Doch so strahlend wie der Sänger zu jener Zeit im Rampenlicht wirkt, so tragisch soll es um sein Privatleben bestellt sein. Als er 1974 seine Cousine Marion Hirtreiter heiratet, soll er sich auf eine Scheinehe eingelassen haben. Schon früh ranken sich Spekulationen um seine Homosexualität. Mit dem Nachlassen seines Ruhms soll Gildo, der am Ende häufiger in Möbelhäusern als im Fernsehen auftrat, nur schwer zurechtgekommen sein. Es gab Berichte über Alkohol- und Medikamentenprobleme.

Tod mit 63 Jahren

Rex Gildo starb 1999 im Alter von 63 Jahren, als er aus dem Fenster seiner Wohnung in München stürzte. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Suizid handelte.

Gildos Lebensgefährte damals war Dave Klingenberg, der 30 Jahre jünger war und für den Sänger als Privatsekretär, Chauffeur und Vertrauensmann fungierte. Klingenberg veröffentlichte im August das Buch "Die Wahrheit hinter der Lüge - Mein Weg", in dem er über seine Zeit an der Seite von Gildo aus dem Nähkästchen plaudert. Auch ein haariges Geheimnis offenbart der 52-Jährige darin: Gildo trug Perücken, um nach außen hin den strahlenden Schein zu wahren.

"Rex hatte einen riesigen Spiegelschrank in seinem Bad, und wenn der offenstand, konnte ich einen Blick hinein erhaschen. Dort gab es unzählig viele Haarwerke auf Perückenköpfen, frisiert und gestylt", schreibt Klingenberg. Er sei davon fasziniert gewesen: "Man konnte sich einfach nicht vorstellen, dass das nicht seine eigenen Haare waren. So echt sah das aus."

"Der Hotelföhn kam nicht infrage"

Gegenüber der "Bild"-Zeitung geht Klingenberg nun noch weiter ins Detail. "Rex trug seit vielen Jahren seine Haarteile, wollte aber nicht, dass das publik wird. Ich habe ihn des Öfteren ohne Perücke gesehen. Rex sah auch ohne Haare sehr gut aus", zitiert ihn das Blatt. Und weiter: "Unterwegs hat Rex immer mit dem Haarteil geschlafen. Nur im Urlaub ließ er es weg und trug über seinem Kopf eine Jeansmütze."

Der Zeitung zufolge kosteten Gildos Perücken mit 4000 Mark (rund 2000 Euro) ein kleines Vermögen. Die Pflege der teuren Haarteile übernahm der Sänger selbst. Auf Reisen habe er etwa stets zwei eigene Föhne dabeigehabt. "Der Hotelföhn kam nicht infrage", so Klingenberg, der seinem Ex-Liebhaber zudem attestiert: "Rex wollte nie müde oder alt aussehen. Egal, wie lang die Nacht zuvor gewesen war."

Somit wäre also auch dieses Geheimnis gelüftet. Oder war es womöglich gar keins? Auch wenn Gildo zu Lebzeiten stets bestritten hatte, Perücken zu tragen, pfiffen es die Spatzen auch da schon von den Dächern. Und er war damit ja auch nicht allein: Auch Sänger wie Heino oder der 2023 verstorbene Tony Marshall haben den Gebrauch von Haarteilen eingeräumt.

Quelle: ntv.de, vpr

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