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Aktiensturz nach Werbe-Kritik Rihanna attackiert Snapchat mit Wut-Post

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Rihanna hat Snapchat nach einer geschmacklosen Werbung scharf kritisiert.

(Foto: imago/E-PRESS PHOTO.com)

Snapchat und Rihanna werden wohl keine Freunde mehr. In einer Werbung macht sich das Unternehmen über die einstige Prügelattacke von Rapper Chris Brown auf seine damalige Freundin lustig. Die reagiert entsetzt - und ruft zum Löschen der App auf.

Die Social-Media-App Snapchat hat sich bei Sängerin Rihanna mit einer Werbeanzeige endgültig ins Aus geschossen. Anfang der Woche war in der App eine Werbung aufgetaucht, die sich über die bereits einige Jahre zurückliegende Schläger-Attacke von Sänger Chris Brown auf seine damalige Freundin lustig machte. Die Anzeige enthielt ein Foto mit der Überschrift "Would You Rather!" (auf Deutsch: "Was willst du lieber?"). Die Entscheidungsmöglichkeiten waren entweder "Schlage Rihanna" oder "Boxe Chris Brown". Die 30-Jährige fand das überhaupt nicht lustig.

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Rihanna reagierte darauf mit einem wütenden Kommentar in ihrer Instagram-Story. "Also Snapchat, ich weiß, dass du bereits weißt, dass du nicht meine Lieblings-App bist. Aber trotzdem versuche ich gerade herauszufinden, was der Sinn hinter diesem Chaos war", schrieb die Sängerin aus Barbados in dem temporären Beitragsformat. Sie würde es gerne Ignoranz nennen, wisse aber, dass Snapchat nicht so dumm sei.

Weiter heißt es: "Ihr habt Geld dafür ausgegeben, um etwas zu animieren, das absichtlich Opfer häuslicher Gewalt kompromittiert und sich darüber lustig macht." Dabei betonte sie, dass es ihr nicht um ihre persönlichen Gefühle gehe, denn davon habe sie nicht viele. Vielmehr gehe es ihr um "all die Frauen, Kinder und Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind und vor allem um diejenigen, die noch mittendrin stecken. Ihr habt uns hängen lassen! Schämt euch." Zum Abschluss ihres Beitrags rief sie dazu auf, Snapchat zu löschen.

Snap-Aktie stürzt ins Tal der Tränen

Rihannas Ex-Freund Chris Brown reagierte über seinen Anwalt. Dieser sagte dem Portal "E! Online" in einem Statement: "Wer das bei Snapchat gepostet hat, sollte geschlagen werden." Brown hatte Rihanna 2009 verprügelt und wurde daraufhin zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt.

Mittlerweile hat sich Snapchat für den Fauxpas entschuldigt. "Diese Werbung war widerlich und hätte niemals bei uns erscheinen dürfen. Es tut uns so leid, dass wir diesen schrecklichen Fehler gemacht haben", teilte ein Sprecher mit. Das Unternehmen werde nun untersuchen, wie die Werbung trotz strenger Werberichtlinien in der App erscheinen konnte.

Für Snapchat war Rihannas Wut-Post fatal. Die Aktie von Snap Inc. verlor an der Börse fast fünf Prozent. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits Ende Februar gegeben, als Reality-TV-Star Kylie Jenner einen folgenreichen Tweet absetzte. "Wer von euch öffnet Snapchat auch nicht mehr?", schrieb die einstige "Snapchat Queen" auf Twitter. Der Kurs der Snap-Aktie stürzte daraufhin um sechs Prozent ab.

Quelle: n-tv.de, cri/spot

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