"Ekelhaft und sinnlos"Sarah Connor und Ikkimel sind nach dem CSD-Anschlag entsetzt

Sängerin Sarah Connor und Rapperin Ikkimel standen beide für den CSD auf der Bühne. Sie zeigen sich fassungslos nach dem Anschlag. Auch andere Prominente melden sich zu Wort.
Nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day zeigen sich auch viele Prominente bestürzt. Gegen 22:00 Uhr hatte ein Fahrzeug mehrere Personen angefahren, eine Frau starb, 16 Menschen wurden verletzt. Die Veranstaltung wurde abgebrochen, die Polizei spricht inzwischen von einem Anschlag.
Mehrere Künstler, die beim CSD in Berlin aufgetreten sind, meldeten sich zu Wort. Darunter ist Sängerin Sarah Connor. In einer Instagram-Story bedankte sie sich zunächst für den "wunderschönen Auftritt", es sei "unfassbar schön" gewesen. "Umso furchtbarer" sei es, heißt es in ihrem Video weiter, dass sie kurz danach aus dem Backstage-Bereich evakuiert werden mussten. "Mir fehlen die Worte", es sei "furchtbar", fügt Sarah Connor hinzu und spricht den Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus. In einem Instagram-Beitrag schrieb sie später, wie "ekelhaft und sinnlos", die Tat sei. Gleichzeitig versucht sie ihren Followern Mut zu machen "Ich würde jederzeit wieder auftreten und ich hoffe, wir machen das im nächsten Jahr wieder genauso!!! Noch lauter, noch bunter!", schreibt sie auf Instagram.
Die Rapperin Ikkimel, die am Vorabend des CSD aufgetreten war, meldete sich auch über Instagram zu Wort und zeigte sich fassungslos. "Ich hoffe, ihr seid in Ordnung - ich kann es nicht fassen." Wenigstens Berlin sollte ein sicherer Ort sein, so die Rapperin. Sie beschwört Zusammenhalt "Ich hoffe, dass viele Menschen jetzt realisieren, wie wichtig es ist, dass wir streng zusammenhalten, jetzt noch mehr als sonst." Ikkimel fordert ihre Community auf, stark zu bleiben. "Ich werde immer für uns einstehen."
Der Entertainer Riccardo Simonetti schrieb auf Instagram: "Mir ist sofort richtig schlecht geworden. Ich bin froh, dass es den Menschen, die mir nahestehen, soweit gut geht, aber ich bin entsetzt darüber, dass Nachrichten wie diese kein Albtraum sind, sondern Realität, in der wir 2026 alle leben." Der 33-Jährige hatte am Samstag am CSD in Stuttgart teilgenommen, wo ebenfalls eine große Parade stattfand. Bill Kaulitz, der Sänger der Band Tokio Hotel, schrieb in der Nacht, dass er an die Menschen beim CSD denke - "die Opfer, Freunde und Angehörigen".
Moderator Schropp bestürzt
Auch Jochen Schropp stand beim Berliner CSD auf der Bühne und zeigt sich in seinen Instagram-Storys bestürzt. Der Moderator erklärte, nachdem er zu Hause angekommen war, es sei ein so schöner Tag voller Liebe und Spaß gewesen. "Es war wirklich unbeschreiblich und dann passiert so was." Weiter sagt er in einem Video, er hoffe "irgendwie, wir kommen da als Community gut durch". Er habe sehr viele Menschen gesehen, "denen es danach gar nicht gut ging und die unter Schock standen".
Schropps Kollegin, die Podcasterin Ricarda Hofmann, erklärte in einem Statement, das sie ebenfalls auf Instagram teilte: "Gerade fehlen mir eigentlich die Worte. Ich war heute beim CSD. Nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil einer Community, die zusammenkommt, um sichtbar zu sein. Um Liebe zu feiern. Um füreinander einzustehen. Was heute passiert ist, hat etwas in mir verändert." Viele Fans melden sich in den Kommentaren zu Wort. "Danke Ricarda! Du fasst so viel in meinem Herz und meinen Gedanken in passende Worte", heißt es da unter anderem.
Peter Plate, ehemaliger Sänger des Duos Rosenstolz gibt sich kämpferisch: "Für einen solchen Verlust gibt es keine Worte. Und nichts kann ihn ungeschehen machen." Gleichzeitig gab er sich kämpferisch: "Gerade jetzt zeigt sich, wer wir sind. Lassen wir zu, dass Hass noch mehr Hass hervorbringt? Dass Angst unser Leben bestimmt? Oder halten wir an dem fest, wofür Pride seit Jahrzehnten steht: Freiheit. Vielfalt. Respekt. Menschlichkeit", hieß es weiter. "Unsere Herzen sind gebrochen. Aber wir werden nicht zulassen, dass sie zerbrochen werden. Wir werden weiter laut sein. Wir werden weiter sichtbar sein."