Marsch gegen EinwanderungSharon Osbourne unterstützt britischen Rechtsaußen

Was wohl ihr verstorbener Mann dazu gesagt hätte? Ozzy Osbournes Witwe Sharon bekundet ihre Sympathie für das rechtsextreme Lager in Großbritannien um den Aktivisten Tommy Robinson. Sie kündigt ihre Teilnahme an einem Protestmarsch gegen Migration an.
Wie in Deutschland und zahlreichen anderen europäischen Staaten befinden sich auch in Großbritannien rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte seit Jahren im Aufwind. Davon zeugt nicht allein der Erfolg der Brexit-Bewegung. Auch ein prominenter Aktivist wie Tommy Robinson findet viele Anhänger, wenngleich sein Versuch, 2019 ins Europaparlament einzuziehen, kläglich scheiterte.
Bereits im September 2025 organisierte der nicht zuletzt für seine islamfeindlichen Positionen bekannte Robinson eine Demonstration gegen Einwanderung in London. Insgesamt sollen sich mehr als 100.000 Menschen an dem Marsch unter dem Motto "Vereint das Königreich" beteiligt haben. Im Nachhinein hieß es, 26 Polizisten seien während der teils gewalttätigen Protestkundgebung verletzt worden.
Am 16. Mai wollen Robinson und seine Gleichgesinnten ihre Aktion nun wiederholen. Unter anderem auf dem Instagram-Account des rechtsgerichteten Kanals "Gauci Reports", der von einem selbst ernannten "Bürgerjournalisten" namens Martin Gauci betrieben wird, trommelte der 43-Jährige zuletzt für die Demonstration, bei der sich Großbritannien "erheben und vereinen" werde.
"Wir haben genug"
"Es ist der Tag, an dem die Welt unser Brüllen hören wird - dass wir genug haben von Migration, Masseneinwanderung und der Unterdrückung durch eine tyrannische Regierung", erklärte Robinson. Er wolle London "lahmlegen", kündigte er an und ergänzte: "Sie haben jahrzehntelang versucht, uns zum Schweigen zu bringen, aber wir werden uns nicht länger zum Schweigen bringen lassen."
In einem Instagram-Post von "Gauci Reports" wurde der Aufruf zur Demo wie folgt zusammengefasst: "Vier Nationen, ein Königreich! Kein Schweigen mehr. Nie wieder Kapitulation. Großbritannien erhebt sich. Seid da." Und offenbar plant auch eine äußerst bekannte Person, dem Appell Folge zu leisten. So kommentierte Sharon Osbourne die Nachricht mit den Worten: "Wir sehen uns beim Marsch."
Bei "Gauci Reports" heißt es inzwischen, Osbournes Ankündigung sei "bestätigt". "Die Königin des Rock hat gestern auf meinen Instagram-Post geantwortet. Nachdem sie den Wandel Großbritanniens jahrelang verfolgt hat, besonders in ihrer Heimatstadt Birmingham, steht sie nun auf!", verkündete der Kanal.
Sharon Osbourne ist ebenso gebürtige Britin wie es ihr 2025 verstorbener Mann Ozzy war. Das Paar hatte jedoch - als Migranten in gewisser Weise - über 20 Jahre in Los Angeles gelebt, ehe es Anfang 2023 zurück in seine Heimat zog. Seit dem Tod des früheren Black-Sabbath-Sängers soll Sharon Osbourne zwischen den USA und Großbritannien pendeln. Vor Kurzem wurde bekannt, dass sie sich von ihrer Villa in Los Angeles trennen will, da sie ihr zu groß geworden sei. Sie wolle jedoch stattdessen ein Apartment in der Nähe erwerben, sagte ein Insider der britischen Zeitung "Daily Mail".