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Rücktrittserklärung eingereicht Spears' Vater will nicht mehr Vormund sein

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Jamie Spears hat offenbar genug vom Rechtsstreit seiner Tochter.

(Foto: AP)

Seit 2008 steht Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters - seit Monaten kämpft sie vor Gericht dagegen an. Nun sieht es so aus, als sei Spears ihrem Ziel ein gutes Stück näher gekommen: Jamie Spears will als Vormund zurücktreten.

Jamie Spears, der Vater von Popsängerin Britney Spears, will offenbar als Vormund zurücktreten. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Demnach soll er beim zuständigen Gericht in Los Angeles eine Rücktrittserklärung eingereicht haben. Der Anwalt von Jamie Spears gab den "öffentlichen Streit" mit seiner Tochter als einen Grund für diese Entscheidung an.

Der Anwalt von Britney Spears, Mathew Rosengart, wertete dies als großen Sieg für seine Mandantin. Jamie Spears solle sofort abtreten, sagte er in einer Mitteilung, die vom Branchenblatt "Variety" veröffentlicht wurde. Rosengart hatte im Juli vor Gericht die Ablösung ihres Vaters als Vormund der berühmten Tochter beantragt. Er hielt Jamie Spears laut Mitteilung "beschämende und verwerfliche Angriffe" auf Britney vor. Sie wollten weiterhin prüfen, ob sich der Vater als Vormund in den vergangenen Jahren unrechtmäßig am Vermögen seiner Tochter bereichert habe, stellte Rosengart in Aussicht.

Nächste Anhörung Ende September

Die Anwälte von Jamie Spears betonten dagegen, dass der Vater im besten Interesse der Tochter agiert habe. Es gäbe keine eigentlichen Gründe, Jamie Spears aus seinem Amt zu entfernen, zitierte das US-Promiportal "TMZ" aus den Gerichtsunterlagen. Er sei aber zur Zielscheibe "ungerechtfertigter" Angriffe geworden und wolle einen öffentlichen Kampf mit seiner Tochter um die Vormundschaft vermeiden.

Die 39-jährige Sängerin steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme psychisch zusammengebrochen war. Zunächst verwaltete Jamie Spears das Vermögen und private Anliegen seiner Tochter. 2019 trat er kürzer, blieb aber für die Finanzen zuständig. Um die persönlichen Belange der Sängerin, darunter medizinische Anliegen, kümmert sich als Mit-Vormund Jodi Montgomery.

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Bei zwei Gerichtsanhörungen im Juni und Juli hatte die Sängerin in emotionalen Ansprachen ihren Vater heftig angegriffen und Vorwürfe gegen ihre Familie, Betreuer und Anwälte erhoben. Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht über ihr Leben bestimmen, erklärte die Sängerin von Hits wie "Oops!...I Did It Again" oder "Baby One More Time". Sie sei bedroht worden und habe große Angst vor ihrem Vater. Stellenweise brach der Popstar dabei in Schluchzen aus.

Mitte Juli hatte das Gericht der 39-Jährigen erlaubt, ihren eigenen Anwalt zu bestimmen. Vorher hatte ihr zugewiesener Pflichtverteidiger sein Mandat niedergelegt. Rosengart beantragte umgehend die Ablösung des Vaters als Vormund. Laut Petition soll Spears durch einen vorläufigen Vormund - den zertifizierten Rechnungsprüfer Jason Rubin - ersetzt werden. Die nächste Anhörung in dem Gerichtsstreit ist für Ende September angesetzt.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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