Unterhaltung

Diskriminierung in North Carolina Springsteen sagt Konzert aus Protest ab

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Rockt wie eh und je, aber nicht in North Carolina: Bruce Springsteen.

(Foto: REUTERS)

Im US-Bundesstaat North Carolina geht es eher konservativ zu, das ist nicht neu. Die jüngste Gesetzgebung zu den Rechten von Transsexuellen empört dennoch viele US-Bürger. Rockstar Bruce Springsteen zieht nun alle Register.

Aus Protest gegen ein diskriminierendes Gesetz hat die Rocklegende Bruce Springsteen ein Konzert im US-Bundesstaat North Carolina kurzfristig abgesagt. In einer Mitteilung auf seiner Webseite erklärte der Rockmusiker, er und seine Band wollten sich mit jenen solidarisch zeigen, die für Freiheit kämpfen. Sie würden ihr für Sonntagabend geplantes Konzert in Greensboro absagen.

Mit dem Gesetz, das unter anderem die Einrichtung von Unisex-Toiletten verhindert und damit die Rechte von Transsexuellen einschränkt, hat sich North Carolina in den vergangenen Wochen heftige Kritik von vielen Seiten eingehandelt.

Der Kampf gegen Vorurteile und Engstirnigkeit sei wichtiger als ein Rockkonzert, schreibt Springsteen. "Das hier ist das stärkste Mittel, das ich habe, um meine Stimme in Protest gegen diejenigen zu erheben, die uns rückwärts anstelle von vorwärts treiben." Der Künstler entschuldigte sich bei seinen Fans und kündigte an, dass das Geld für die Tickets zurückerstattet werde.

Zuspruch aus der Promi-Szene

Zahlreiche Stars begrüßten die Entscheidung des Sängers. Sie liebe Bruce Springsteen, schrieb die Moderatorin Ellen DeGeneres beim Kurznachrichtendienst Twitter und die Schauspielerin Melissa McCarthy twitterte, Springsteens Integrität sei inspirierend.

Auch andere Promis sowie Firmen und Verbände hatten das Gesetz kritisiert. Der Bezahldienst Paypal etwa rückte von seinem Plan ab, in der Stadt Charlotte in North Carolina ein neues Betriebszentrum zu eröffnen. Die Basketballliga NBA drohte damit, ein für kommendes Jahr in Charlotte geplantes All-Star-Spiel zu verlegen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa