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Deutscher Traum geplatztVampirfilm "Blood & Sinners" bricht Oscar-Nominierungsrekord

22.01.2026, 16:25 Uhr
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Michael B. Jordan als Elijah und Elias Smoke in einer Szene des Films "Blood & Sinners". (Foto: picture alliance/dpa/Warner Bros.)

Mit sensationellen 16 Nominierungen geht das Vampir-Südstaatendrama "Blood & Sinners" von Ryan Coogler als Favorit ins Oscar-Rennen - und übertrumpft damit die bisherigen Rekordhalter.

"And the Oscar goes to …", heißt es am 15. März wieder, wenn im Dolby Theatre in Hollywood die 98. Oscar-Verleihung stattfindet. Als klarer Favorit geht das musikalische Vampir-Südstaatendrama "Blood & Sinners" von Ryan Coogler ins Rennen um die begehrten Goldjungs.

Mit sensationellen 16 Nominierungen übertrumpft der Film alle bisherigen Rekordhalter. 14 Gewinnchancen hatten in der langen Oscar-Geschichte der Klassiker "Alles über Eva" von 1950, James Camerons "Titanic"-Blockbuster im Jahr 1998 und zuletzt das Film-Musical "La La Land" (2017).

Der Film "One Battle after Another" mit Leonardo DiCaprio geht immerhin noch mit 13 Nominierungen in den Wettbewerb um den Oscar. "Frankenstein", "Marty Supreme" und "Sentimental Value" sind in jeweils neun Kategorien nominiert.

In der Kategorie "Bester Film" sind zudem noch "Bugonia", "F1", "Hamnet", "The Secret Agent", "Sentimental Value" und "Train Dreams" nominiert. Als "Beste Hauptdarstellerin" dürfen Jessie Buckley ("Hamnet"), Rose Byrne ("If I Had Legs I'd Kick You"), Kate Hudson ("Song Sung Blue"), Renate Reinsve ("Sentimental Value") und Emma Stone ("Bugonia") auf einen Oscar hoffen. Ihre männlichen Gegenparts sind Timothée Chalamet ("Marty Supreme"), Leonardo DiCaprio ("One Battle After Another"), Ethan Hawke ("Blue Moon"), Michael B. Jordan ("Sinners") und Wagner Moura ("The Secret Agent").

Die Nominierten in der Kategorie "Regie" sind: Chloé Zhao für "Hamnet", Josh Safdie für "Marty Supreme", Paul Thomas Anderson für "One Battle After Another", Joachim Trier für "Sentimental Value" und Ryan Coogler für "Sinners".

Elle Fanning ("Sentimental Value"), Inga Ibsdotter Lilleaas ("Sentimental Value"), Amy Madigan, ("Weapons"), Wunmi Mosaku ("Sinners") und Teyana Taylor ("One Battle After Another") dürfen sich Hoffnungen auf einen Oscar in der Kategorie "Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle" machen. Bei den Herren sind das Benicio del Toro ("One Battle After Another"), Jacob Elordi ("Frankenstein"), Delroy Lindoy ("Sinners"), Sean Penn ("One Battle After Another") und Stellan Skarsgård ("Sentimental Value").

Deutscher Oscar-Traum geplatzt

"Wicked: For Good", die Fortsetzung von Jon M. Chus Film-Musical "Wicked", ist bei den Oscars 2026 überraschend komplett aus dem Rennen, nachdem sein Vorgänger im letzten Jahr beeindruckende zehn Nominierungen erhalten hatte. Darunter in der Königsklasse für den besten Film.

Die Oscar-Hoffnung für den deutschen Film "In die Sonne schauen" ist geplatzt. Das Drama der Berliner Regisseurin Mascha Schilinski hat es nicht in die Nominierungs-Endrunde geschafft. Nach einer Vorauswahl im Dezember war der Film zunächst einer von 15 Kandidaten in der Sparte "International Feature Film" gewesen.

Allerdings hat der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter mit seiner Musik zum Drama "Hamnet" Chancen auf einen Oscar. Er wurde von der Filmakademie als einer von fünf Anwärtern in der Sparte "Beste Filmmusik" nominiert.

Unter den bereits bekannten Kategorien gibt es 2026 einen Neuzugang: die Kategorie "Bestes Casting". Damit soll der Teil des Filmemachens hervorgehoben werden, der normalerweise lange vor dem Kinostart eines Films stattfindet. Es ist die erste neue Oscar-Kategorie seit der Einführung der Kategorie "Bester Animationsfilm" im Jahr 2001.

Quelle: ntv.de, csp/dpa

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