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Abfindung im Missbrauchsskandal Verfahren gegen Prinz Andrew wird eingestellt

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Prinz Andrew hatte sich Mitte Februar mit der Klägerin Virginia Giuffre auf einen Vergleich geeinigt und damit einen rufschädigenden Zivilprozess in den USA abgewendet.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Eine 38-Jährige wirft Prinz Andrew vor, sie vor gut 20 Jahren mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Um sich ein öffentliches Gerichtsverfahren zu ersparen, einigt er sich mit ihr auf einen Vergleich. Nun hat er gezahlt, das Verfahren wird eingestellt. Seine militärischen Titel und Schirmherrschaften ist er trotzdem los.

Nach der Zahlung einer Abfindung an die Klägerin ist das Zivilverfahren gegen den britischen Prinzen Andrew wegen sexuellen Missbrauchs offiziell vom Gericht abgewiesen worden. Ein Bundesrichter in New York unterzeichnete am Dienstag eine "Vereinbarung über die Einstellung des Verfahrens" zwischen dem zweiten Sohn von Königin Elisabeth II. und Klägerin Virginia Giuffre.

Die beiden Parteien hatten sich vergangenen Monat auf eine Abfindung geeinigt, um Prinz Andrew die Peinlichkeit eines öffentlichen Gerichtsverfahrens zu ersparen. Der Vereinbarung zufolge soll ein Antrag auf Klageabweisung eingereicht werden, sobald Giuffre "die Abfindung erhalten hat". Die heute 38-Jährige hatte Prinz Andrew beschuldigt, sie im Alter von 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben.

Prinz Andrew durch Jeffrey Epstein kennengelernt

Sie hatte den Prinzen laut eigenen Angaben durch den US-Milliardär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein kennengelernt, der Verbindungen zu zahlreichen Größen aus Politik und Gesellschaft wie den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und Donald Trump sowie Microsoft-Gründer Bill Gates unterhielt. Epstein wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle in den USA gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

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Der heute 61-jährige Prinz wurde indessen nie strafrechtlich belangt und hatte die Vorwürfe stets bestritten. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, dass Andrew zehn Millionen Pfund (zwölf Millionen Euro) an Giuffre und zwei Millionen Pfund an eine Wohltätigkeitsorganisation für Opfer von Sexhandel zahlen sollte, um den Rechtsstreit beizulegen.

Im Januar hatte das britische Königshaus Prinz Andrew seine militärischen Ehrentitel sowie seine verbleibenden karitativen Funktionen und Schirmherrschaften entzogen. Nach einem missglückten Fernsehinterview im Jahr 2019 hatte sich Prinz Andrew aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.

Quelle: ntv.de, abe/AFP

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