Unterhaltung

Wahrheit oder Provokation?Sido spricht über Koop mit Xavier Naidoo

24.03.2026, 18:59 Uhr
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Sollen den Song "Frieden" gemeinsam aufgenommen haben: Sido und Xavier Naidoo (v.l.). (Foto: picture alliance / PIC ONE | Dirk Pagels / picture alliance / PIC ONE | Günther Dorn)

Seit vier Jahren hat Sido kein Soloalbum mehr veröffentlicht. In einem Interview kündigt er nun sein zehntes Werk für Ende November an und hat zwei weitere Überraschungen parat. Musikalisch darauf vertreten seien Menowin Fröhlich und Xavier Naidoo.

Sido hat sein neues Studioalbum "Frieden" angekündigt. Erstmals seit dem 2022 erschienen "Paul" soll angeblich wieder ein Solowerk des Berliners erscheinen. Geplant sei die Veröffentlichung für den 27. November 2026, so der Rapper am Ende eines Gesprächs mit Hakan Dündük in dessen neuem Talk-Format "Hakan Hause Geht".

Neben dem Datum nannte Paul Würdig, wie Sido gebürtig heißt, auch erste Namen von Gästen und Kollaborationspartnern. Für Aufregung sorgt dabei vor allem der Titelsong "Frieden", denn hierfür will der 45-Jährige mit Xavier Naidoo zusammengearbeitet haben. Außerdem sei auch ein gemeinsamer Track mit seinem (Groß-)Cousin Menowin Fröhlich dabei. Für die zwei wäre es die erste musikalische Zusammenarbeit. Fröhlich nahm 2005 und 2010 bei "Deutschland sucht den Superstar" teil und machte ansonsten vor allem Schlagzeilen durch seinen Drogenkonsum und private Probleme.

Verschwörungsverbreiter unter sich?

Xavier Naidoo spielte zwar Anfang des Jahres erst wieder mehrere ausverkaufte Shows, gilt sonst aber eigentlich als Persona non grata im Musikbusiness. Das liegt vor allem daran, dass er in den vergangenen Jahren durch das Verbreiten von Verschwörungsmythen und Antisemitismus sowie seine Nähe zur Reichsbürgerszene in die Presse geriet. Erst kürzlich sprach er auf einer Demo in Berlin davon, dass jeder schon einmal wissentlich oder unwissentlich Menschenfleisch gegessen hätte. Die Chips einer bestimmten Marke seien mit "embryonalem Gewürz" versehen. Meint Sido das mit der Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Musiker also wirklich ernst oder bindet er seinen Fans einen Bären auf?

Allerdings war auch Sido in der Vergangenheit schon einmal wegen seiner vagen Position zu diversen Verschwörungstheorien in die Kritik geraten. In einem Gespräch mit seinem Rap-Kollegen Ali Bumaye sagte er 2019 unter anderem Sätze wie: "Ich glaube schon, die großen Medien, die sind unterwandert." Haben sich hier also zwei gesucht und gefunden?

Sido gehört seit den frühen 2000er-Jahren zu den prägendsten Figuren der deutschen Rap-Szene. Seinen Druchbruch feierte er 2004 mit dem Album "Maske" und der darauf vertretenen Single "Mein Block". Auch weitere Veröffentlichungen landeten weit oben in den Charts wie "Ich und meine Maske" (2008), "30-11-80" (2013) und zuletzt eben "Paul" (2022). Außerdem war er bei der Vox-Show "The Voice of Germany" 2019 als Jurymitglied dabei. Allerdings nur für diese eine Staffel. Danach gab er an, gefeuert worden zu sein. Ob das stimmt und ob der mögliche Rauswurf mit seinen damaligen Aussagen zu tun hatte, ist bis heute unklar.

Quelle: ntv.de, nan

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