Unterhaltung

"Defenders": Marvels neue Helden "Wir sind eine Gruppe von Chaoten"

Teamarbeit ist nicht jedermanns Sache und die der Netflix-Superhelden überhaupt nicht. In "The Defenders" schließen sich Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und The Iron Fist trotzdem zusammen. n-tv.de erzählen zwei der Hauptdarsteller wie das war.

Teamarbeit ist nicht jedermanns Sache und die der Netflix-Superhelden eher überhaupt nicht. In „The Defenders“ schließen sich Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und The Iron Fist trotzdem zusammen. Auch für die vier Hauptdarsteller war das eine Herausforderung. Schließlich hatten sie bislang alle ihre eigene Serie. Daredevil Charlie Cox und The Iron Fist Finn Jones erklären n-tv.de, wieso die Kampfszenen zu viert besonders kompliziert sind und sie verraten, welcher Marvel-Held die Nummer fünf im Team sein sollte, wenn die Entscheidung bei ihnen läge.

n-tv.de: Sie haben beide bereits ein gutes Stück Zeit investiert, Ihre eigenen kleinen Superhelden-Welten aufzubauen. Jetzt führen Sie sie zusammen? Wie ist das so?

Charlie Cox: Es hat großen Spaß gemacht. Wir haben ja schon lange auf das Projekt hingearbeitet. Es war extrem befriedigend, endlich die Skripten zu bekommen und dann gemeinsam damit zu arbeiten. Es war eine Herausforderung, die vier Figuren zusammenzubringen, den richtigen Ton für diese neue Serie „The Defenders“ zu entwickeln und mit den Dynamiken zwischen uns Schauspielern zu experimentieren.

Finn Jones: Marco (Ramirez, Showrunner von „The Defenders“; Anm. d. Red) hat großartige Arbeit geleistet. Er musste das Flair der einzelnen Serien einfangen und das dann ineinander flechten.

Schön, dass Sie zufrieden sind! Es muss aufregend gewesen sein, die Kampfszenen zu drehen - so viele Hauptdarsteller in einer Szene …

Jones: Auf manche der großen Kampfszenen haben wir uns wochenlang vorbereitet und dann mehrere Drehtage dafür gebraucht. Es war ziemlich großartig, Seite an Seite mit den anderen Superhelden zu arbeiten. Es ist Chaos!

Jessica MiglioNetflix.jpg

Finn Jones ist als The Iron Fist der Leichtsinnige unter den Defenders.

(Foto: Jessica Miglio/Netflix)

Cox: Es ist ziemlich kompliziert. Und es ist anders als bei den Einzelserien. Wenn Daredevil zum Beispiel eine Actionszene hat und gegen mehrere Typen kämpft, kann man die Kamera so positionieren, dass man mich entweder sieht oder mich ein bisschen versteckt, damit mein Stunt-Double die wirklich beeindruckenden Sachen machen kann. Bei „The Defenders“, wenn wir alle zusammen auftreten, kann man nicht jeden verstecken. Oft waren es dann Finn und ich mit Krystens und Mikes Stunt-Doubles (Krysten Ritter und Mike Colter spielen Jessica Jones beziehungsweise Luke Cage; Anm. d. Red.) und in der nächsten Einstellung andersrum. Sodass man immer mindestens einen oder zwei von uns im Bild hat. Das bedeutet, man muss die Choreografie wirklich sehr gut lernen, damit das funktioniert.

Wie war das speziell mit Ihren beiden Figuren? Daredevil Matt Murdock ist ein kontrollierter Typ, wohingegen The Iron Fist Danny Rand etwas jungenhaft ist …

Jones: Leichtsinnig!

Inwiefern profitieren die beiden voneinander?

Jones: Nun ja, es ärgert mich, das sagen zu müssen, weil es so eine langweilige Antwort ist: Wer sich die Serie ansieht, wird es herausfinden! Aber es stimmt, Danny ist sehr leichtsinnig und sehr starrköpfig. Ich denke, Daredevil wird ihm definitiv helfen, sich zu konzentrieren.

GT_SG_105_006.jpg

Daredevil bekam als erster Marvel-Held sein eigenes Format bei Netflix.

Empfinden Sie eine Figur als Anführer der Gruppe?

Cox: Das wird sich in der Serie noch herausstellen. Ich glaube, das macht es interessant. Die Antwort ist nicht offensichtlich, insofern als jemand als Anführer auftritt. Es gibt aber Momente, in denen die Gruppe merkt, wer in einer bestimmten Situation am besten geeignet ist, sie anzuführen.

Jones: In Wahrheit sind wir aber einfach eine Truppe von Chaoten. Wir besitzen überhaupt nicht die Struktur für einen Anführer. Wir sind eher so: „Oh scheiße, was machen wir?“ Wir hangeln uns so durch.

Wenn ihr euch einen weiteren Superhelden aus dem Marvel-Universum für eure Gruppe aussuchen könntet …

Jones: Logan! Logan hat es echt drauf.

Cox: Wolverine ist eine gute Antwort. Oder Ghost Rider!

Jones: Was ist denn mit der Ente? Es gibt eine Ente im Marvel Universum. Kennst du diese Ente?

Nein, kenne ich nicht.

Jones: Schade. Es gibt jedenfalls eine Ente. Ich habe den Namen vergessen.

Cox: Es gibt eine Ente im Marvel Universum?

Jones: Ja, es gibt eine Ente im Marvel Universum. Ich glaube, es ist eine Ente. Doch, es ist eine Ente, die spricht.

Die wäre auf jeden Fall was für ein bisschen Comic Relief

Jones: Yeah!

Mit Finn Jones und Charlie Cox sprach Anna Meinecke.

"The Defenders" ist ab dem 18. August abrufbar über Netflix.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema