Unterhaltung
Selbst Superhelden haben zusammen mehr Spaß.
Selbst Superhelden haben zusammen mehr Spaß.(Foto: imago/PA Images)
Mittwoch, 15. November 2017

"Wir machen das zusammen": "Justice League" rettet die Welt

Von Sabine Oelmann

Es ist wie im Märchen: Die Guten vereinigen sich, um gegen das Böse zu kämpfen. Die gute Truppe in "Justice League" besteht aus Typen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - angeführt von Batman und Wonder Woman. Läuft aber.

"Justice League" ist ein Paradebeispiel dafür, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will: als Einzelner, aber vor allem in einer Gruppe Gleichgesinnter, die sich aus den merkwürdigsten, eigenbrötlerischsten Gestalten zusammensetzt, um dann doch festzustellen, dass man mit vereinter Super-Power noch mehr stemmen kann. Nehmen wir nur mal Batman, die reiche Fledermaus: Angetrieben durch sein wiederhergestelltes Vertrauen in die Menschheit und inspiriert durch Supermans selbstloses Handeln - der Kampf gegen Doomsday am Ende von "Batman v Superman: Dawn of Justice" ging für den Mann aus Stahl ja nicht wirklich gut aus - sucht Bruce Wayne aka Batman aka Ben Affleck tatsächlich die Hilfe seiner neu entdeckten Verbündeten Diana Prince aka Wonder Woman aka Gal Gadot. Zusammen müssen sie sich fortan nämlich einem noch stärkeren Gegner stellen: Steppenwolf (Ciaran Hinds).

Da Steppenwolf der böseste aller Oberschurken ist, machen sich Batman und Wonder Woman an die Arbeit, ihr kleines Dream-Team durch weitere Superhelden und Metamenschen zu ergänzen, um diese grausame Gottheit zu bekämpfen. Sie rekrutieren eine Gruppe von Figuren, die man in dieser Einigkeit noch nicht gesehen hat. Aber trotz der Formierung dieses bisher nie dagewesenen Bündnisses - Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash - könnte es bereits zu spät sein, um den Planeten vor einem Angriff katastrophalen Ausmaßes zu bewahren. Werden sie es schaffen, die Welt zu retten? Und wo steckt eigentlich Superman, wenn man ihn tatsächlich braucht? Der kann doch nicht wirklich tot sein!

Batman: Meine Superkraft? Ich bin reich ...

 

Eines kann man mit Gewissheit sagen: Es wird bombastisch, wenn Batman, Wonder Woman, Aquaman, Cyborg und The Flash die Welt retten. Mit Witz und Wahnsinn agiert die Truppe um Affleck, der den Fans noch vor einiger Zeit einen gewaltigen Schreck versetzt hat: Es hieß, er wolle den Batman gar nicht mehr spielen. Das wäre schade gewesen, denn Affleck macht seine Sache gut und mit einer gehörigen Portion Ironie.

Wonderwoman: Was ich am Wochenende gemacht habe? Ach ...

 

"Justice League" - die Liga der Gerechten also, kämpft dafür, dass das Böse nicht die Herrschaft übernimmt. Ja, das ist sie, die DC-Antwort auf Marvels "Avengers". Und auch wenn in diesen sensiblen Zeiten, in denen besonders darauf geachtet wird, wie Frauen dargestellt werden, Wonder Woman und ihre Mitstreiterinnen in noch knapperen Gewändern über die Leinwand reiten als in der Comicverfilmung "Wonder Woman" (2017, ebenfalls mit Gal Gadot) - diese Frauen lassen sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Amazonen-Prinzessin Diana ist eine überzeugende Kämpferin: Schön, stark, mütterlich, witzig und sexy kämpft sie für das Gute und räumt aus dem Weg, was aus dem Weg geräumt werden muss. Wenn man bedenkt, dass ihre Figur bereits 1941 erschaffen wurde und keine Reaktion auf den aktuellen männlichen Sexismus in Hollywood ist, muss man noch einmal mehr den Hut ziehen vor Diana Prince.

Aquaman: Was ich am besten kann? Mit Fischen reden ...

 

Auch Aquaman (Jason Momoa) ist ein echter Hingucker: Bekannt durch "Game of Thrones" pflügt Momoa mit wallendem Haar durch das Meer und zerschneidet es mit seinem stahlblauen Blick. Nee, Quatsch, er ist ja ein Guter, es wird aktuell darüber nachgedacht, Aquaman einen eigenen Film zu widmen. Momentan wird Momoa als Hauptrolle in The Crow" gehandelt. Gerüchten zufolge soll der Superhelden-Darsteller die Hauptrolle des Eric Draven in der Neuverfilmung des düsteren Kultfilms übernehmen.

Eines ist offensichtlich: Es wird in "Justice League" nicht an Action und Bombast gespart. Henry Cavill alias Superman ist zwar nicht im Trailer zu sehen - nur sein Tod wird thematisiert - doch bei Präsentationen und Premieren war der muskulöse Reporter "Clark Kent" ja mit von der Partie.

The Flash: Hast du mich gesehen? Nein? Ich bin einfach zu schnell ...

 

Der junge Barry Allen - The Flash (Ezra Miller) wird ebenfalls in das Team berufen. Er ist ein einsamer Kämpfer, der seinen Vater aus dem Gefängnis boxen will. The Flash denkt sich, dass er ein paar Freunde wirklich gut gebrauchen kann. Daher zögert er nicht lange, als Batman eines Tages auf seinem Sofa sitzt und ihn auffordert, mitzumachen.

Cyborg: Halb Mensch, halb Maschine? Hauptsache Superheld ...

 

Victor Stone alias Cyborg (Ray Fisher) hat nichts zu verlieren. Er liebt sein Leben nicht wirklich - einen Sinn zu finden ist auch für ihn überlebenswichtig. Und so kommt es, wie es kommen muss: Sie finden alle zueinander. Manchmal behindern sich die Superhelden nun quasi selbst ein bisschen bei der Rettung des Planeten, denn jeder hat natürlich eine andere Fähigkeit und oft wirkt es etwas eng für zu viel Super-Power. Kann es sein, fragt man sich da hin und wieder, dass Superman das ganze Dilemma komplett alleine gewuppt hätte? Aus Spoilergründen werden wir hier natürlich nicht zu viel über den Superhelden aller Superhelden und seine Rolle in "Justice League" verraten -  es ist nur ein bisschen wie bei "Titanic": Wir kennen das Ende bereits - zumindest alle Comicliebhaber ...

Ergänzt wird das illustre Star-Ensemble von "Justice League" um Henry Cavill (Superman), Amy Adams (Lois Lane), Diane Lane (Supermans Mutter), J.K. Simmons, Jeremy Irons und die Schönheiten Connie Nielsen und Amber Heard.

"Justice League" startet am 16. November in den deutschen Kinos (und ist deutschlandweit mit Laser und 12-Kanal-Immersive-Sound im CineStar IMAX Berlin, Filmpalast am ZKM Karlsruhe und Auto & Technik Museum Sinsheim zu sehen).

Quelle: n-tv.de