Bekanntgabe der Nominierungenntv-Livesendung im Rennen um Deutschen Fernsehpreis

Die Liste der Nominierten für den Deutschen Fernsehpreis 2026 ist veröffentlicht. In der Kategorie "Beste Information" kann auch ntv auf eine Auszeichnung hoffen.
Die Jury für den Deutschen Fernsehpreis hat die Nominierungen in 27 Werk- und Personen-Kategorien bekannt gegeben. Dazu kommt noch ein Ehrenpreis, dessen Preisträger später verkündet wird. In der Kategorie "Beste Information" wurde "ntv live zum Tag des USA-Iran-Kriegs mit Raschel Blufarb" nominiert. Das Format geht gegen ZDF-Talker Markus Lanz mit der nach ihm benannten Sendung und das ARD-Projekt "Was Deutschland verbindet" ins Rennen.
Die Federführung für den Deutschen Fernsehpreis wechselt Jahr für Jahr. Getragen wird die Auszeichnung von ARD, ZDF, RTL, Sat.1 und der Deutschen Telekom/Magenta TV. In der Fachjury sitzen 2026 unter anderem Schauspielerin Valerie Niehaus, Moderatorin Laura Karasek und der Medienjournalist Alexander Krei. Der sogenannte Beobachtungszeitraum der Jury erstreckte sich vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026. Das Gremium entscheidet per Mehrheitsvotum über die aus seiner Sicht besten und erfolgreichsten Produktionen und Einzelleistungen in dieser Zeit.
Meinungsfreiheit und Toleranz als Themen
Vorsitzender der Jury ist erstmals der preisgekrönte Journalist und Dokumentarfilmer Stephan Lamby ("Ernstfall - Regieren am Limit", "Die Vertrauensfrage: Wer kann Deutschland regieren?"). Lamby sagte laut Mitteilung: "Man merkt, dass die Spannungen im Land zunehmen und dass die Sender die veränderte Grundstimmung abbilden. Das gilt vor allem in der Fiktion und in der Information." Und: "Viele Produktionen beschäftigen sich mit Meinungsfreiheit und Toleranz, mit sozialen Medien, mit Rechtsextremismus, Terrorismus und Kriegen. Es geht um Trump und Putin, aber auch um die kleinen Auseinandersetzungen vor der eigenen Haustür. Die konfliktreichen Themen finden in fast allen Genres statt."
In der Kategorie "Beste Schauspieler" konkurrieren Tom Schilling für die Netflix-Thriller-Comedy "Achtsam Morden", Edin Hasanović für den Frankfurt-"Tatort: Dunkelheit", Johannes Hegemann für das ZDF-Dragqueen-Biopic "Olivia", Josef Hader für den ZDF-Zweiteiler "Sturm kommt auf" sowie Johannes Kienast für die ZDFneo-Serie "Chabos".
In der Kategorie "Beste Schauspielerin" sind Annette Frier ("Frier und Fünfzig - Am Ende meiner Tage"/Sat.1), Karin Hanczewski ("Call My Agent Berlin"/Disney+), Samirah Breuer ("Schattenseite"/ARD), Derya Akyol ("Euphorie"/RTL+) und Magdalena Laubisch ("Die Nichte des Polizisten"/ARD) nominiert.
Laura Wontorra ("Deutschland sucht den Superstar", RTL) und Pierre M. Krause ("Kurzstrecke mit Pierre M. Krause", SWR/ARD) gehen im Bereich "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung" ins Rennen. Hier sind auch - stellvertretend für das Tänzer-Ensemble der RTL-Show "Let's Dance" - die Tänzerinnen Marta Arndt und Malika Dzumaev sowie der Tänzer Evgeny Vinokurov noch nominiert.
Weitere Nominierungen im Überblick (eine Auswahl)
Beste Unterhaltung Show: "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" (Vox), "Wer weiß denn sowas?" (ARD), "Wer weiß wie wann was war?" mit Barbara Schöneberger und Stefan Raab (RTL/Raab Entertainment)
Beste Comedy/Late Night: "Die Anstalt - Die IRANstalt 2" mit Claus von Wagner, Max Uthoff und Maike Kühl (ZDF), "heute-show extra: Next Stop Köster" mit Fabian Köster (ZDF), "TV total" mit Sebastian Pufpaff (ProSieben)
Beste Unterhaltung Reality: "Princess Charming" (RTL+/Seapoint Productions), "Villa der Versuchung" (SAT.1/Banijay Productions Germany), "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" (ARD)
Bestes Infotainment: "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" mit Eckart von Hirschhausen (ARD), "Linda Zervakis. Dumm, Dümmer, Deutschland? Raus aus der Bildungskrise!" (ProSieben), "Terra Xplore mit Dr. Leon Windscheid" (ZDF)
Beste Moderation/Einzelleistung Information: Ibrahim Naber für die Ukraine-Berichterstattung (Welt), Sarah Tacke als Rechtsexpertin des ZDF, Louis Klamroth für "Hart aber fair: Notfall Pflege - Wer sorgt für ein Altern in Würde?" (ARD)
Beste Doku-Serie: "Der Anschlag" (3sat/ZDF), "Countdown zur Diktatur" (ZDFinfo), "Die Diplomaten - Inside Auswärtiges Amt" (ZDF), "Mesut Özil - Zu Gast bei Freunden" (ZDF), "WM 1994 - Elf Helden, ein Albtraum" (ARD)
Die TV-Gala zum Deutschen Fernsehpreis läuft am 9. September um 20.15 Uhr bei RTL. Zum bereits neunten Mal wird die Show von Barbara Schöneberger moderiert. Der zweite festliche Abend des Fernsehpreises, die "Nacht der Kreativen" für herausragende Leistungen hinter den Kulissen, steigt bereits am 8. September in der Kölner Flora.