DSDS - Start der 22. Staffel"Ich bin hier nicht, um Müll zu sortieren!"

Deutschland sucht endlich wieder einen Superstar. Helfen sollen bei der Suche: Castingshow-Pionier Dieter Bohlen, Ballermann-Blondine Isi Glück und Deutschrap-Maestro Bushido. Schon der erste Casting-Tag bietet das volle Entertainment-Programm.
Nach einem Jahr Pause kehrt Deutschlands erfolgreichste Castingshow zurück auf den Primetime-Thron. "Deutschland sucht den Superstar" is back! Und mit an Bord ist die vielleicht kontrastreichste Jury der Format-Geschichte. Neben Poptitan Dieter Bohlen sind Ballermann-Expertin Isi Glück und Deutschrap-Legende Bushido in diesem Jahr mit von der Partie. Und die beiden Neulinge fallen auch gleich standesgemäß mit der Tür ins Haus. Während Bushido mit dem Motorboot am Rheinufer anlegt, kommt Isi Glück mal eben mit dem Fallschirm angeflogen.
Nach einem kurzen gegenseitigen Beschnuppern geht es auch schon ohne viel Schnickschnack in die Vollen. Tyrell Hagedorn ist 18 Jahre jung, kommt aus Berlin und würde die Jury gerne mit einer Ballade aus dem Hause Presley und zwei unterschiedlichen Tonlagen beeindrucken. "Das klingt ein bisschen wie Elvis meets Justin Bieber", urteilt Dieter Bohlen mit knirschenden Zähnen. Tyrell haut die Jury nicht vom Hocker. Er darf sich mit zwei Ja-Stimmen aber trotzdem in den sogenannten "Golden Room" zurückziehen. Dort sammeln sich am Ende des Tages acht Kandidaten und Kandidatinnen, die dann in einer letzten Auslese um den Einzug in die Runde der Top-30 kämpfen.
"Queen Lizzy" is in the house
Die quirlige Lise-Christine alias "Queen Lizzy" wäre auch gerne mit dabei. Das Model mit afrikanischen Wurzeln bringt auf jeden Fall das nötige Selbstbewusstsein mit ("Ich werde das hier komplett abreißen!"). Die Jury ist nach einer groovenden Mixtur aus Rap und Pop nicht gänzlich überzeugt. Aber auch "Queen Lizzy" löst nach einer intensiven Beratung das begehrte "Golden Room"-Ticket.
Die Kandidatinnen und Kandidaten stehen natürlich voll im Fokus. Aber auch das mit Spannung erwartete Miteinander hinter dem Jurypult bleibt nicht unbeobachtet. Nicht immer ist man sich bei der Auswahl einig. Aber die Diskussionen verlaufen stets sachlich und sind von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Während Dieter Bohlen "die großen Emotionen" sucht, legt Isi Glück viel Wert auf "Ausstrahlung und Entertainment". Für Bushido sind "Talent und Mindset" ausschlaggebend. Letzteres lässt Kirill Klassen aus Wiesbaden definitiv vermissen. Der 38-jährige Lifecoach hat weder Pläne für seine Zukunft noch Talent am Mikrofon. Bushido schlägt die Hände vors Gesicht: "Ich verstehe einfach nicht, was für eine Selbstwahrnehmung manche Leute haben", brummt der Deutschrapper, der sich in der Mittagspause doch tatsächlich als Oldies-Fan outet: "Rap spielt in meinem Privatleben keine große Rolle", so Bushido.
Bushido sieht grün
Für die 26-jährige Dafina Shaqiri bedeutet Deutschrap die Welt. Die Kandidatin mit der toughen Attitüde hat extra einen Song von Bushido mitgebracht ("Alles Wird Gut"). Nach einer zweiminütigen Deutschrap-Karaoke-Show platzt aber der Traum von einer langen DSDS-Reise an der Seite ihres großen Idols. "Auch wenn ich dich knuddeln könnte und es dir von Herzen gönnen würde, muss ich dir leider ein Nein geben", urteilt Bushido. Es bleibt nicht bei dem einen geplatzten Traum.
Auch andere Kandidaten müssen ihre Hoffnungen schnell begraben. Der 71-jährige Wolfgang Preuschkas nimmt sein Schlager-Desaster ("Tränen Lügen Nicht") mit Humor. Der gelernte Metzger Max Schneider kommt im froschgrünen Ganzkörperkostüm um die Ecke und will die Jury mit Wurstgeschenken auf seine Seite ziehen. Nach einem musikalisch grenzwertigen Kniefall vor dem Schaffen der Zipfelbuben ("Olivia") hat Bushido die Faxen dicke: "Lass den Schlager in Ruhe, der hat dir nix getan!", meckert der achtfache Vater. Kurz darauf platzt auch Poptitan Dieter Bohlen die Hutschnur. Nach einer kurzen Tiktok-Tanzeinlage und einer quäkenden Miley Cyrus-Imitation ("Flowers") bekommt Influencerin Franzi einen verbalen Einlauf verpasst: "Ich bin hier nicht, um Müll zu sortieren!", grummelt Dieter mit zorniger Miene.
Der erste Casting-Tag neigt sich dem Ende zu. "Man muss am Ende einfach mit dem arbeiten, was da ist", resümiert der Hit-Garant aus Tötensen. Im "Golden Room" ballen letztlich sieben Newcomer die Fäuste. Einer von ihnen hat es der Jury besonders angetan. Sein Name ist Alexander. Der geerdete Straßenmusiker mit dem Basecap und der Rastafrisur hat alle Anwesenden mit seiner gefühlvollen Version des Fil Bo Riva-Hits "Killer Queen" in den Bann gezogen. Hat sich hier bereits ein potenzieller Superstar-Kandidat präsentiert? Dieter Bohlen jedenfalls ist begeistert: "Das war spitzenmäßig!"
"Deutschland sucht den Superstar" läuft ab sofort jeden Mittwoch ab 20.15 Uhr bei RTL. Alle Sendungen sind zudem auch auf RTL+ abrufbar.